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Buchrezension Paul Collier/ John Kay: Das Ende der Gier

Dabei sei die Grundmotivation jedes einzelnen das erfüllte Leben, das in der Verwirklichung von Tugenden zum Tragen kommt. Dies erfordere jedoch auch Ausgewogenheit und Mäßigung (S. 157). „Das gute Leben“ ist schon fast philosophisch zu verstehen, doch große Themen liegen Paul Collier, hat er bereits 2019 ein Werk zur sozialen Gerechtigkeit veröffentlicht (Sozialer Kapitalismus, Siedler-Verlag). Das neue Buch ist 274 Seiten stark und ist mit Anmerkungen, Angaben zu weiterführender Literatur, einer Bibliographie und einem Register ausgestattet. In drei gut gegliederten Kapiteln werden die Krise, die Symptome und ein Ausweg beschrieben.

Zum Inhalt

Teil eins beschreibt „den Triumph des Individualismus“, der „die Fähigkeit der Mitglieder einer Gesellschaft […]schwächt, gemeinsam auf bestimmte Ziele hinzuarbeiten.“ Die Lage ist düster: „Wir leben in Gesellschaften, die von Selbstsucht durchdrungen sind“ (S. 27) und die zudem der „Selbstüberschätzung von Politikern und Wirtschaftskapitänen“ (S. 11) ausgeliefert sind. Die Qualität der wechselseitigen Beziehungen ist durch Uneinigkeit gelähmt und die Menschheit grundsätzlich gespalten in arm und reich sowie links und rechts.

Im zweiten Teil werden deshalb die Aufgaben und Grenzen des Staats aufgezeigt, der beständig durch rechte und linke Ideologien bedroht wird. So muss der Staat als gemeinschaftsstiftende Institution nicht bloß alimentieren, sondern individuelle Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnen, um Gerechtigkeit zu schaffen. Andererseits müssen egozentrische Positionen, die auf Populismus, Identitätspolitik oder übersteigertem Kapitalismus aufbauen, bekämpft werden zugunsten der Förderung von Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie dem Willen dazu. Denn eine „partizipative Demokratie ist nicht nur dem gesellschaftlichen Wohlergehen förderlich, sie ist eine existentielle Notwendigkeit“ (S. 202).

Im dritten Teil stellen die Autoren ihre Lösung vor, indem sie die Perspektive für den Kommunitarismus öffnen, der die Notwendigkeit der Gemeinschaft und des sozialen Zusammenhalts betont. Kommunitaristische Politik fördert sachlich fundierten Gemeinsinn (S. 196) und stehe „ethnischen Nationalismus“ (S. 172) nicht entgegen. Die Autoren sehen Gemeinschaft und Markt dabei grundsätzlich nicht in einem Widerspruch, sondern konstruktiv aufeinander bezogen. Theoretisch beziehen sich beide Wissenschaftler auf kommunitaristische Philosophen, wie Amitai Etzioni, Alasdair MacIntyre, Michael Sandel und Michael Walzer.

Zum Punkt

Die Autoren schreiben engagiert mit vielen Beispielen. Die Coronakrise wird als Ausgangslage genommen, doch wurde das Buch schon vor der Krise konzipiert. Allerdings ist der nationale und gesellschaftliche Hintergrund britisch und bleibt für den deutschen Leser manchmal fremd. Die deutsche Ausgabe wurde um kleine fachliche Einschübe zum deutschen Kontext ergänzt, was jedoch aufgesetzt erscheint und sich nicht flüssig in den Inhalt einfügt. Doch erscheint das Thema grundsätzlich hochaktuell und in These und Lösungsvorschlag durchaus plausibel. Allerdings besteht die Gefahr der Romantisierung und Idealisierung. Es fällt schwer, bei solch ambitionierten Themen nüchtern zu bleiben.

So ist auch ein deutliches Sendungsbewusstsein herauszuhören, auch wenn beide Autoren betonen, nichts als Evangelisten aufzutreten. Trotzdem wird der Seelenfrieden als Belohnung in Aussicht gestellt, der demjenigen winkt, der seine moralische Verantwortung der praktischen Weltgestaltung zum Wohle der Menschheit annimmt (S. 203). Doch trotz oder gerade wegen dieser religiösen Obertöne, stellt das Buch das kommunitaristische Rezept für ein erfülltes Leben jenseits des übersteigerten Individualismus mit seinen falschen Versprechungen schmackhaft dar. Der Leser bekommt Lust auf Alternativen zum Lebensmotto: Geiz ist geil. Doch das Ende der Gier scheint im Großen und Ganzen noch nicht gekommen zu sein und so scheint der Titel des Buches eher Wunsch als Wirklichkeit.

Claudia Mohr

Paul Collier/ John Kay:

Das Ende der Gier. Wie der Individualismus unsere Gesellschaft zerreißt und warum die Politik wieder dem Zusammenhalt dienen muss.

Siedler-Verlag, 2021, 288 Seiten,

Gebundenes Buch: 24.00 Euro

Ebook/Kindle: 22,99 Euro

ISBN-10: 3827501423

ISBN-13: 978-3827501424




ADRA Deutschland hilft mit acht Millionen Euro Hochwassergeschädigten

Vier Großprojekte

Unter den geförderten Vorhaben sind laut dem ADRA-Positionspapier „Erkenntnisse aus der Fluthilfe 2021“ vom Januar 2022 auch vier größere Projekte. Der Verein für Katastrophenhilfe und Wiederaufbau Die AHRche e. V. erhält eine Fördersumme von 215.000 Euro für die Begegnungsstätte „Dorfplatz“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für den Kindergarten in Swisttal-Heimerzheim mit Räumlichkeiten für bis zu 100 Kinder stehen für Konzepterstellung, Aufbau- und Sanierungsmaßnahmen 280.000 Euro bereit. Das „Haus der offenen Tür“ in Sinzig, eine Anlaufstelle für Kinder- und Jugendbetreuung, wird mit 211.600 Euro gefördert. 630.000 Euro erhält die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e. V. für eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Sinzig. Bezuschusst werden die Konzepterstellung, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie der Wiederaufbau der Wohnstätte für 36 Menschen mit Behinderung.

Soforthilfe für gemeinnützige Einrichtungen

Als Gründungs- und Bündnismitglied der Aktion Deutschland Hilft (ADH) könne ADRA von einer starken Gemeinschaft profitieren. Stärken zu nutzen bedeute, sich seiner eigenen zu besinnen, aber auch sich Partnern anzuschließen. In Katastrophen wie dieser sei die Zusammenarbeit Vieler unverzichtbar. Da die Aktivitäten sehr vielfältig waren und große Flächen abgedeckt werden mussten, habe es innerhalb des Engagements verschiedene Schwerpunktsetzungen gegeben. ADRA konzentrierte sich laut Positionspapier auf die soziale Infrastruktur mit dem Schwerpunkt der Kinder- und Jugendhilfe. Geförderte Einrichtungen waren vor allem Elterninitiativen, an Schulen angeschlossene Fördervereine und Kindergärten. Insgesamt erhielten 79 Einrichtungen für Soforthilfemaßnahmen jeweils bis zu 30.000 Euro.

Soforthilfe für über 1.700 Haushalte

Im Vergleich zu anderen im Inland tätigen Katastrophenorganisationen hat ADRA weniger flächendeckende Strukturen. Deshalb war eine detaillierte Bedarfsanalyse vor Ort von einzelnen Haushalten nicht möglich. Das konnte jedoch die AWO Rheinland e. V. leisten, sodass ADRA diese Organisation mit 2,8 Millionen Euro Bargeldhilfe unterstützte, die 1.755 Haushalten zugutekamen. Das kleine ADRA-Team konzentrierte sich auf die schnelle, unbürokratische Sichtung der Anträge und auf Besuche vor Ort. Obwohl ADRA als Organisation kein Büro im Flutgebiet hatte, gab es mehrmals die Woche Reisen von mindestens zwei Angestellten in das Gebiet, um die Lage vor Ort gründlich beurteilen zu können.

Landwirtschaftliche Kleinbetriebe

Durch die Flutkatastrophe sind auch viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe betroffen. ADRA entschied sich daher gemeinsam mit LandsAid und der Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes Soforthilfe zu leisten. Es erfolgte unbürokratisch eine Auszahlung von 15.000 Euro pro Betrieb. Insgesamt wurden für die Beseitigung von Schäden durch die Flutkatastrophe und zur schnellen Existenzsicherung rund eine Millionen Euro für 66 Betriebe bereitgestellt. Durch die Prüfung der Schorlemer Stiftung sei sichergestellt worden, dass eine Doppelfinanzierung vermieden wurde. Die Antragsstellung erfolgte über die regionalen Bauernverbände, die Auszahlung durch die Stiftung, sodass in der Partnerschaft wirksame Synergien geschaffen wurden. Anträge wurden von Mitte August bis Ende September angenommen.

Effektive Mikroorganismen

Durch die Flutkatastrophe wurden auch Gift- und Schadstoffe angeschwemmt, die sich in den Häusern und Gärten absetzten. ADRA stellte deshalb effektive Mikroorganismen (EM) zur Bekämpfung von Geruch und Schimmel bereit. Im Monat September wurden 38.520 Liter und 686 Drucksprühgeräte in 20 Ausgabestellen im Flutgebiet kostenlos an Betroffene verteilt. In Schulungen wurde über die richtige Anwendung und Dosierung der flüssigen EM informiert. Bei EM handelt es sich um eine Mischung verschiedener mikroskopisch kleiner Lebewesen. Auf verunreinigte Flächen aufgetragen neutralisieren sie gesundheitsschädliche Fäulnis- und Geruchsbakterien. Die EM kommen ohne Chemie aus und sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Effektive Mikroorganismen wurden schon in der Vergangenheit bei den Hochwassern an Oder und Elbe erfolgreich eingesetzt.

ADRA soteria gGmbH für Inlandseinsätze gegründet

„Katastrophenschutz muss schneller, transparenter, zugänglicher gestaltet werden“, betont ADRA Deutschland in seinem Positionspapier. Daher habe das international tätige Hilfswerk erste Entscheidungen gefällt, um in Zukunft noch effektiver auf Krisen einzugehen. Mit der Gründung der ADRA soteria gGmbH, eine Einrichtung ausschließlich für Einsätze im Inland, die schon in der jetzigen Flutkatastrophe aktiv sei, sei eine Grundlage für schnelles Reagieren in Zukunft geschaffen worden. ADRA soteria habe maßgeblich den Aufbau von Containerdörfern und die Verteilung von Flutküchen im Ahrtal unterstützt.

Das ADRA-Positionspapier kann im Internet heruntergeladen werden unter https://adra.de/wp-content/uploads/2022/01/LessonsLearned_Fluthilfe_14.01..pdf

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland ist Teil eines weltweiten Netzwerks mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt, wenige Fahrstunden vom Flutgebiet entfernt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Studie: Im Verlauf der Pandemie verlieren Menschen Halt im christlichen Glauben

Viele Menschen fühlten sich durch die Corona-Pandemie sozial isoliert, obwohl das nicht immer den tatsächlichen Gegebenheiten entspreche, so Büssing. Das religiöse Vertrauen in eine höhere Macht und tägliches Gebet als Ressource im Alltag nahmen vom ersten Lockdown bis zur vierten Infektionswelle Ende des Jahres 2021 deutlich ab. Durch die Corona-Pandemie hätten sich viele Menschen verstärkt einsam gefühlt. Angststörungen hätten um 26 Prozent und schwere Depressionen um 28 Prozent zugenommen, zitierte er die Studie eines internationalen Forscherteams aus dem vergangenen Herbst.

Enttäuschung und Einsamkeit

Büssing ist Lehrstuhlinhaber für Medizintheorie mit dem Arbeitsschwerpunkt „Lebensqualität, Spiritualität und Coping“ an der Universität Witten/Herdecke. In verschiedenen Studien und Untersuchungen erforschte er zusammen mit anderen Wissenschaftlern, wie sich die Corona-Pandemie auf Leben und Wohlbefinden der Menschen auswirkt. Stimmten zu Beginn der Krise noch um die 40 Prozent der Menschen zu, dass Gottvertrauen und tägliches Gebet sie stärke, waren es in der vierten Welle unter 30 Prozent, die in einer höheren Macht vertrauten und etwa 15 Prozent, die tägliches Gebet als Ressource nutzten. „Viele Menschen scheinen ihren Glauben verloren zu haben“, schlussfolgerte Büssing. Von diesen Menschen hätten sich zudem viele einsam und sozial isoliert gefühlt. Das Interesse an Spiritualität sei nach der zweiten Welle deutlich zurückgegangen. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass auch das Kirchen- und Gemeindeleben eingeschränkt war. Befragungen hätten gezeigt, dass viele Gläubige zudem enttäuscht waren, dass ihre Kirche oder Gemeinde keine Antworten oder zu wenig Zuspruch lieferten.

Zum Originalartikel von PRO: https://www.pro-medienmagazin.de/menschen-verlieren-glauben-in-pandemie/

Adventisten am Anfang der Pandemie noch zuversichtlich

Der APD berichtete am 9. Juni 2020 von einer vergleichbaren Untersuchung des Instituts für ganzheitliches Wohlbefinden und Resilienz in Bremen unter Mitgliedern der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der ersten Welle der Corona-Pandemie. Sie wurde von Klaus van Treeck und Arndt Büssing geleitet. Damals übte die Pandemie noch einen geringen Einfluss auf das seelische, geistliche und soziale Wohlbefinden der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland aus, so das Ergebnis der Umfrage. Die Corona-Pandemie sei für alle Befragten unerwartet passiert, auch in ihrer Tragweite. Dass das Leben in den örtlichen Kirchengemeinden in der gewohnten Vielfalt innerhalb kürzester Zeit völlig stillsteht, habe niemand erwartet. In der Krise fühlten sich über die Hälfte der Studienteilnehmer voller Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu, ein Viertel konnte dem jedoch nicht oder kaum zustimmen. Diese Hoffnung wäre besonders bei den Älteren (über 60 Jahre) zu finden, signifikant geringer bei den Jüngeren (unter 40 Jahre). Siehe https://www.apd.info/2020/06/09/corona-mit-geringem-einfluss-auf-deutsche-adventisten/.

Derzeit läuft eine zweite Umfrage zum ganzheitlichen Wohlbefinden in der Corona-Pandemie unter adventistischen Kirchenmitgliedern. Sie soll dabei helfen, den Zusammenhang zwischen Lebenszufriedenheit und bestimmten Anzeichen (Indikatoren) des persönlichen geistlichen Lebens (Spiritualität) während der Corona-Pandemie herauszufinden. Die Umfrage sei anonym und erfülle alle Kriterien des Datenschutzes. Sie ist im Internet unter www.7da-studies.de zu finden.

Allensbach-Umfrage: Pandemie hinterlässt mentale Spuren

Generell fühlt sich die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland gegenwärtig schlechter als vor dem Ausbruch der Pandemie. Dies geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, über deren Ergebnisse die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Demnach gaben 60 Prozent der Befragten an, sich mental schlechter zu fühlen als vor zwei Jahren. Lediglich einem Prozent geht es heute mental besser als vor zwei Jahren. 71 Prozent belastet die Situation, gut ein Fünftel der Bevölkerung sogar „massiv“. Frauen fühlen sich stärker belastet als Männer. Ihr Leben hat sich auch stärker verändert: 48 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen berichten, dass sich ihr Leben durch die Pandemie gravierend verändert hat. Der Anteil der Bevölkerung, der sein gewohntes Leben auch in der Pandemie ohne nennenswerte Abstriche fortführen konnte, macht knapp neun Prozent aus; dabei handelt es sich überwiegend um ältere Menschen.

 




ADRA baute in Mauretanien ein Gemeinschaftszentrum mit Plastikflaschen

Diese Initiative entspringe dem Anliegen des Hilfswerks, die Umwelt zu schützen und einen innovativen Weg zum Recycling von Plastikabfällen zu beschreiten, so ADRA Mauretanien. Die Flaschen hätten Jugendliche des Bezirks in Schulen und bei Botschaften in der Hauptstadt gesammelt. Die Kosten für das Projekt beliefen sich auf 103.000 Euro.

Zentrum zur Förderung von Gesundheit, Sprach- und Computerkenntnissen

Laut Dr. André Saenz, Direktor von ADRA Mauretanien, soll das Zentrum zur Förderung der Gesundheit der Bevölkerung, dem Erlernen von Computerkenntnissen sowie von Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch dienen. Im Gebäude gebe es ein Mehrzweck-Auditorium für Bildungsveranstaltungen für Jugendliche, medizinische Geräte für die gesundheitliche Grundversorgung, ein Multimediazentrum zum Erlernen von Fremdsprachen, Näh- und Stickarbeiten sowie eine Bibliothek.

ADRA in Mauretanien unterstütze in der Region verschiedene Gemeinschaftsprojekte und Bildungsinitiativen, die vor allem Menschen am Rand der Gesellschaft helfen sollen, darunter jungen Mädchen, älteren Erwachsenen und Behinderten. Mehr zu den ADRA-Projekten für die Bevölkerung in Mauretanien: https://adramauritanie.org/

Über ADRA International

Das adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA ist eine nichtstaatliche Hilfsorganisation und wird von der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. 1987 wurde ADRA Deutschland e. V. gegründet, das seinen Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt hat. ADRA International hat seinen Sitz in Silver Spring, Maryland/USA.




Bei Übertritt zwischen drei evangelischen Kirchen in Bayern kein Kirchenaustritt beim Standesamt mehr erforderlich

Will ein Kirchenmitglied in eine andere der drei evangelischen Kirchen wechseln, genügt eine schriftliche Erklärung beim zuständigen Pfarramt oder Pastorat der neuen Kirche. Ein Kirchenaustritt beim Standesamt und ein anschließender Kircheneintritt bei der anderen Kirche sind nicht mehr nötig. Diese vereinfachte Form des Übertritts ist gemäß dem staatlichen bayerischen Kirchensteuergesetz unter Kirchen möglich, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Voraussetzung sei nur eine Vereinbarung unter den Kirchen.

Die beteiligten Kirchen

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern hat 2,3 Millionen Mitglieder in 1.540 Kirchengemeinden. Die Evangelisch-reformierte Kirche zählt bundesweit 165.000 Mitglieder, davon in Bayern 8.500 in zehn Gemeinden, und zur Evangelisch-methodistischen Kirche gehören in Deutschland rund 46.000 Kirchenglieder und Kirchenangehörige, davon in Bayern 2.700 in 23 Gemeinden. Die drei Kirchen gehören zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), bis 2003 „Leuenberger Kirchengemeinschaft“ genannt. Das bedeutet, dass sie grundlegende Überzeugungen teilen, miteinander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft pflegen, sowie ihre Amtsträger gegenseitig anerkennen. Aufgrund der inhaltlichen Nähe der drei Kirchen lag es nahe, den einfachen Kirchenübertritt in Bayern einzuführen, so Klaus Ulrich Ruof (Frankfurt/Main), Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Leuenberger Kirchengemeinschaft

Wegen des Abendmahlsstreits der Reformatoren Martin Luther und Huldrych Zwingli gab es über 400 Jahre keine Abendmahlsgemeinschaft zwischen Lutheranern und Reformierten. Nach zwischenkirchlichen Lehrgesprächen erklärten 1973 im Tagungshaus Leuenberg bei Basel Vertreter lutherischer und reformierter Kirchen in Europa mit der „Leuenberger Konkordie“, dass Kirchen unterschiedlich sein dürfen, da sie auf dem Evangelium als gemeinsamer Basis beruhen. Deshalb ist es ihnen möglich, gemeinsam Gottesdienst und Abendmahl zu feiern sowie die Taufe und Ordination der anderen Mitgliedskirchen der Leuenberger Kirchengemeinschaft, die sich seit 2003 Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) nennt, anzuerkennen. Die methodistischen Kirchen Europas traten 1997 auf der Grundlage einer „Gemeinsamen Erklärung zur Kirchengemeinschaft“ bei.

Zur GEKE gehören gegenwärtig 94 lutherische, methodistische, reformierte und unierte Kirchen aus über 30 Ländern Europas und Südamerikas an. Sie vertritt damit insgesamt rund 50 Millionen Protestanten. Seither darf beispielsweise ein lutherischer Pfarrer auf einer reformierten Kanzel predigen und in der Gemeinde das Abendmahl austeilen oder eine reformierte Pfarrerin eine lutherische oder unierte Kirchengemeinde in Deutschland leiten.




ADRA nach Vulkanausbruch in Tonga einsatzbereit

Laut der Website von Adventist Record, der adventistischen Kirchenzeitschrift im Südpazifik, ist die Kommunikation aufgrund der Schäden am Unterwasserkabel weiterhin eingeschränkt. Die tonganische Regierung bezeichnete in einer ersten offiziellen Mitteilung die Situation als „beispiellose Katastrophe“. Bislang seinen drei Todesfälle bestätigt, und es wurde auch von einer Reihe von Verletzten berichtet. Demnach haben einige der kleineren Inseln die schlimmsten Schäden erlitten, darunter die Insel Mango, auf der alle Häuser zerstört wurden. Auf der Insel Fonoifua stehen nur noch zwei Häuser, und auch auf der Insel Nomuka gab es erhebliche Schäden.

„Unsere Herzen und Gebete sind bei all denen in Tonga, die von diesem Ereignis betroffen sind“, sagte Greg Young, ADRA-Regionaldirektor für den Südpazifik. „ADRA beobachtet die Situation genau. Wir haben ein virtuelles Nothilfeteam eingerichtet, um die Menschen in Tonga zu unterstützen.“

Auch adventistische Einrichtungen in Mitleidenschaft gezogen

Die Überschwemmungen haben Häuser, Kirchen und andere öffentliche Einrichtungen beschädigt. Einige Gebäude der Adventistischen Kirche wurden in Mitleidenschaft gezogen, darunter auch das Gebäude der Kirchenverwaltung, das sich im Küstenbereich der Hauptstadt Nukuʻalofa auf der Hauptinsel Tongatapu befindet. Zudem habe der Wohnsitz des Kirchenleiters und ein weiteres Haus auf dem Gelände erhebliche Schäden erlitten, sagte Young.

Laut Adventist Yearbook gibt es auf Tonga, mit 100.000 Einwohnern, 16 adventistische Kirchengemeinden mit 3.878 Mitgliedern.

https://www.adventistyearbook.org/entity?EntityID=13291

 




Sponsorenlauf am Schulzentrum Marienhöhe – Spenden in Rekordhöhe

„Durch die Digitalisierung der Sponsorenerklärung konnten wir den Prozess der Suche von Sponsoren um ein Vielfaches vereinfachen“, so Dr. Christian Noack, Schulleiter am Schulzentrum. Nach einem Jahr „Zwangspause“ aufgrund der Pandemie war auch die Teilnahmebereitschaft unter der Schüler- und Lehrerschaft erhöht. Über 700 Schülerinnen und Schüler, dabei auch 15 Lehrkräfte, liefen insgesamt etwa 5200 Runden. Die schnellsten Läufer schafften in 30 Minuten 13 Runden der 550 Meter langen Strecke über den Campus. Im Durchschnitt wurden 7 Runden gelaufen.

Die Spenden des bereits am 5. Oktober 2021 durchgeführten Sponsorenlaufs gehen an drei Projekte im In- und Ausland:

  1. Unterstützung von Kindern in Notlagen für den Bezirksverband Darmstadt e.V. des Kinderschutzbundes;
  2. Unterstützung der Partnerschule und des Waisenhauses in Kambodscha;
  3. Unterstützung des Projekts „Bildung hilft“ in Rumänien: Campuspastor Mircea Riesz begleitet benachteiligte Kinder in Rumänien. „Wir helfen Kindern mit ihren schulischen Problemen und arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, dass sie die Schule schaffen.“ Durch die Spenden werden eine Hausaufgabenbetreuung und außerschulische Bildungsangebote finanziell unterstützt.

Schulzentrum Marienhöhe

Das 1925 als „Seminar Marienhöhe» gegründete heutige Schulzentrum Marienhöhe hat seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 folgte die Realschule und 2010 die Grundschule. Von den 787 Schülerinnen und Schülern besuchen 543 das Gymnasium, 185 die Real- und 59 die Grundschule. 32 Schülerinnen und Schüler leben im hauseigenen Internat. Das als gemeinnützige GmbH geführte Schulzentrum Marienhöhe ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (KdöR) und ist als „Gesundheitsfördernde Schule“ und Schule für den Klimaschutz zertifiziert. Weitere Informationen unter: www.marienhoehe.de




Sondersitzung der adventistischen Weltkirchenleitung beschließt Verfassungsänderung

Die Abstimmung über die Anderung der Verfassung würde es den Delegierten ermöglichen, an der kommenden Weltsynode vom 6. bis 11. Juni 2022 teilzunehmen, auch wenn sie aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht nach St. Louis, Missouri/USA reisen könnten, so die Kirchenleitung. Die geplante Sitzung im Juni wurde um zwei Jahre, vom regulären Termin im Jahr 2020, auf dieses Datum verschoben.

Aufgrund der derzeitigen COVID-19-Reisebeschränkungen wurden die Delegierten für die Sondersitzung vom 18. Januar hauptsächlich aus Personen ausgewählt, die derzeit am Hauptsitz der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) in Silver Spring arbeiten. Sie wurden von den 13 teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) vorgeschlagen und daraufhin vom Exekutivausschuss der Generalkonferenz am 16. September 2021 gewählt.

Bisher war persönliche Anwesenheit bei Weltsynode erforderlich

Der stellvertretende Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung, Hensley Moorooven, hatte bei einer Sitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung am 13. April 2021 einige der Faktoren erläutert, die bei der Vorlage dieses Vorschlags zu berücksichtigen seien, schreibt der Nachrichtendienst Adventist News Network (ANN). So schreibe die Verfassung der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) vor, dass die Sitzungen der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) sowie alle Abstimmungen unter der Voraussetzung der persönlichen Anwesenheit sowie vor Ort stattfinden müssten. Darüber hinaus besagt Artikel V, Abschnitt 1 der Verfassung, dass die Verschiebung einer Weltsynode „nicht mehr als zwei Jahre“ über einen regulär angesetzten Termin hinausgehen darf. Die Möglichkeit einer weiteren Verschiebung aufgrund der anhaltenden weltweiten Auswirkungen der Pandemie würde dazu führen, dass die Weltsynode nicht mehr im Einklang mit ihrem Leitdokument stehen würde. Moorooven erläuterte, dass Änderungen an der Verfassung und den Statuten der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) nur von den Delegierten auf einer regulären oder außerordentlichen Weltsynode vorgenommen werden können. Alles in allem, so Moorooven, halte sich der Vorschlag der Kirchenleitung im Rahmen der entsprechenden Bestimmungen der Verfassung und der Geschäftsordnung der Weltkirchenleitung, so ANN.

Erton Köhler, Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung, sagte zur Abstimmung, diese habe gezeigt, dass die adventistische Kirche verstanden habe, in welcher Zeit sie lebe. „Ich habe bei den Delegierten ein klares Interesse daran gesehen, unsere Strukturen und Prozesse anzupassen, Veränderungen vorzunehmen, die der Kirche helfen können, ihre Abläufe zu rationalisieren“, so Köhler.




USA: Avista Adventist Hospital nach Beeinträchtigungen durch Rauchschäden von Großbrand wieder eröffnet

Das Krankenhaus wurde kurzfristig evakuiert und blieb aufgrund umfangreicher Rauch- und Rußschäden geschlossen. Nun wurden alle Angebote wieder aufgenommen, einschließlich der Notaufnahme, die 24 Stunden am Tag geöffnet ist. Die Rauch- und Rußschäden, die Inneren entstanden waren, seien umfassend behoben und die Räume desinfiziert worden. Die Luft und das Wasser des Krankenhauses seien ausgiebig getestet worden, um die Qualität sicherzustellen, und „sind in einem ausgezeichneten Zustand, heißt es auf der Webseite des Krankenhauses.

„Viele unserer Matratzen wurden ersetzt; sie hatten Rauchschäden. Alle unsere Vorräte – alles wurde erneuert. Das ganze Büropapier, das in der Abteilung war, ist entsorgt, sagte Caroline Fraser, Leiterin der Notaufnahme in einem Interview mit dem Sender 9NEWS.

Siehe auch Meldung https://www.apd.info/2022/01/04/feuer-in-colorado-avista-adventist-hospital-entging-knapp-einem-grossbrand/

 




Neuer Weltverfolgungsindex: Christen in Afghanistan härter verfolgt als in Nordkorea

Afghanistan vor Nordkorea auf Rang 1

Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan habe Islamisten in aller Welt Auftrieb für ihre Umsturzpläne verliehen. Christen in Afghanistan seien ehemalige Muslime und würden deshalb von den Taliban gezielt gesucht und zumeist ermordet. Viele seien deshalb geflohen oder versuchen das Land zu verlassen. Das Land führt zum ersten Mal den Weltverfolgungsindex an und löst damit Nordkorea ab, das diese Position seit 20 Jahren innehatte. Dort sei die Lage der Christen unter Kim Jong Un weiterhin katastrophal: Zehntausende leisteten in den Straflagern Zwangsarbeit, oft bis zum Tod. Die Verhaftungen hätten sogar zugenommen. Die Ränge 3 bis 10 auf dem Weltverfolgungsindex belegen Somalia, Libyen, Jemen, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Iran und Indien.

Chinas Modell der Religionskontrolle macht Schule

Die kommunistische Regierung Chinas (Rang 17) habe mit der zentralisierten Kontrolle aller Religionen ein Negativ-Modell etabliert, so Open Doors. Xi Jinping festige sein System von „Ein Land, ein Volk, eine Religion“. Abweichler würden verhaftet, darunter auch weit über 1.000 Christen, oftmals Pastoren. Der Zugang zur Bibel und zu Bibel-Apps sei weitgehend blockiert. Kirchliche Aktivitäten würden streng überwacht, auch Online-Treffen, sofern sie überhaupt möglich seien. Kommunistische Staaten wie Vietnam (Rang 19) und Kuba (Rang 37) hätten das chinesische Modell übernommen.

Bitte um mehr Unterstützung und Gebet

Nigeria (Rang 7) und Indien (Rang 10) wertet Open Doors als „besonders besorgniserregende“ Länder, da Christen dort extremer Verfolgung ausgesetzt seien. Allein in Nigeria sei dokumentiert worden, dass 4.650 Christen wegen ihres Glaubens ermordet worden seien. Darüber hinaus hätten die Angriffe auf Christen in Subsahara-Afrika durch extremistische religiöse und politische Gruppen stark zugenommen, Millionen seien auf der Flucht. Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, sagt: „Die enorme Zahl von geschätzt mindestens 360 Millionen Christen, die unter hoher bis extremer Verfolgung und Diskriminierung leiden, wurde von der Politik bislang kaum thematisiert. Deshalb bitten wir zuerst alle Christen, sich noch stärker für ihre verfolgten Glaubensgeschwister einzusetzen und für sie zu beten.“

Jährlicher Weltverfolgungsindex zeigt Dynamik von Christenverfolgung

Seit 1955 setzt sich das christliche Hilfswerk Open Doors mit umfangreichen Hilfsprojekten für verfolgte Christen aller Konfessionen ein, heute in über 60 Ländern. Nach eigenen Angaben sei der Weltverfolgungsindex die weltweit einzige Erhebung, für die verfolgte Christen anhand einer differenzierten und von Experten kontinuierlich weiterentwickelten Methodik jährlich direkt befragt würden. Damit solle ihre Situation möglichst genau erklärt und die Dynamik der Verfolgung verdeutlicht werden. Dazu sammelt die Forschungsabteilung von Open Doors Daten aus fünf Lebensbereichen: Privatleben, Familienleben, gesellschaftliches Leben, Leben im Staat und kirchliches Leben. Hinzu kommt die Kategorie „Gewaltsame Übergriffe“. Das Ausmaß der Übergriffe wird für alle Bereiche in ein Punktesystem übertragen, um die unterschiedlichen Triebkräfte der Verfolgung in diesen Bereichen vergleichen zu können. Verfolgung wird definiert Verfolgung definiert Open Doors als „jegliche Art von erlebter Anfeindung aufgrund der Identifikation einer Person mit Christus. Dies kann feindselige Haltungen, Worte und Handlungen gegenüber Christen umfassen.“

Weitere Informationen unter:
https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex




Mehrheit der Deutschen hat kein Verständnis für Corona-Proteste

Je älter, desto höher die Ablehnung

Das Unverständnis ist bei den über 60-Jährigen mit 68 Prozent deutlich größer als in den anderen Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: 45 Prozent, 30- bis 39-Jährige: 43 Prozent, 40- bis 49-Jährige: 42 Prozent, 50- bis 59-Jährige: 48 Prozent).

Zustimmung bei AfD-Anhängern am größten

Bei den politischen Parteien zeigt sich ein großer Unterschied zwischen der AfD und den anderen politischen Lagern: 75 Prozent der AfD-Anhänger können die Demonstranten verstehen (kein Verständnis: 18 Prozent). Während sich bei den FDP-Wählern Verständnis und Unverständnis in etwa die Waage halten (43 zu 40 Prozent), überwiegt in den anderen Lagern die Ablehnung. Am deutlichsten zeigt sie sich bei den Parteigängern der Grünen (kein Verständnis: 70 Prozent; Verständnis: 24 Prozent), gefolgt von denen der SPD (kein Verständnis: 68 Prozent; Verständnis: 23 Prozent), der CDU/CSU (kein Verständnis: 67 Prozent; Verständnis: 24 Prozent) und der Linken (kein Verständnis: 55 Prozent, Verständnis: 32 Prozent).

Landeskirchliche Protestanten eher kritisch

Unter den Angehörigen der Konfessionen stehen vor allem die landeskirchlichen Protestanten den Demonstrationen kritisch gegenüber: 68 Prozent haben kein Verständnis für die Teilnehmer. Bei den Katholiken sind es 55 Prozent. Ein völlig anderes Bild ergibt sich bei Mitgliedern von Freikirchen: 49 Prozent von ihnen haben grundsätzlich Verständnis für die Proteste, 35 Prozent haben das nicht.

IDEA

Die 1970 gegründete Evangelische Nachrichtenagentur IDEA publiziert Nachrichten und Meinungen aus der christlichen Welt. Sie gibt mit IDEA das auflagenstärkste überregionale christliche Wochenmagazin in Deutschland heraus. Neben dem IDEA PRESSEDIENST ist sie im Internet (www.idea.de) und im Fernsehen tätig.




Korrekturhinweis zur Meldung: Adventisten ermöglichen gebührenfreies Theologiestudium an kircheneigener Hochschule Friedensau

Das Angebot des divisionsweiten Abschlusses Master of Pastoral Ministry in Friedensau bedeutet nicht, dass Masterstudiengänge in Pastoraltheologie an anderen adventistischen Hochschulen auf dem Gebiet der EUD eingestellt werden. Allerdings wird der Masterstudiengang an der ThH-Friedensau für Studierende, die eine Empfehlung für einen anschließenden Dienst als Pastorin oder Pastor von ihren nationalen Kirchenleitungen (Verbänden) erhalten haben, gebührenbefreit sein. Die Online-Version der APD-Meldung vom 17. Dezember wurde bereits entsprechend korrigiert. (https://www.apd.info/2021/12/17/adventisten-ermoeglichen-gebuehrenfreies-theologiestudium-an-kircheneigener-hochschule-friedensau/)

Wir bitten um Beachtung und Entschuldigung.




Fast 30.000 Pakete von Kindern für Kinder

2700 Pakete mehr als 2020

420 Aktionsgruppen in ganz Deutschland haben Pakete gesammelt, gepackt und verschickt. „Ihnen und den fleißigen Helferinnen und Helfern gilt unser ganzer Dank. Mit ihrem Einsatz schenken sie Hoffnung und Zuversicht“, sagt Michael Weller, Leiter der „Aktion Kinder helfen Kindern“. Die 29.709 verschickten Pakete sind ein Zuwachs von über 2.700 Paketen gegenüber dem vorangegangenen Jahr, nachdem es 2019 – vor der Pandemie – 35.513 Pakete waren.

„Es ist uns auch in diesem Jahr wieder gelungen, trotz der Corona-Maßnahmen fast alle Zielländer zu erreichen. Wir freuen uns über jedes Paket, denn jedes Paket steht für ein Kinderlachen“, so Michael Weller abschließend. Weitere Informationen gibt es unter https://kinder-helfen-kindern.org/

ADRA Deutschland e. V.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Deutschland ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros und Gründungsmitglied der „Aktion Deutschland Hilft“. Weitere Informationen zu ADRA Deutschland: www.adra.de.




„Mit Jesus das Leben gewinnen“ – Jahresanfangsgottesdienst der Adventisten auf Hope TV

Einige Aussagen aus der Predigt

„Jesus ist König. Aber nicht so wie die Leute denken. Nicht einer, der weltliche Macht hat oder dass er auf die Weltwirtschaft Einfluss nehmen könnte. Aber einer, der dem Herzen und dem Verstand Orientierung und der Seele Kraft gibt“, so formuliert es Johannes Naether in der Predigt. Und im Hinblick auf das Jahresmotto: „Es gibt nur wenige Dinge, die so demütigend sind wie die Erfahrung, abgelehnt und zurückgewiesen zu werden: ‚Du bist unerwünscht, du passt nicht zu uns.‘ Die Verletzungen, die dadurch entstehen, schmerzen und sitzen tief. Wir reden von Jesus, der sagt, dass er niemanden hinausstoßen will, der zu ihm kommt. Das ist Balsam für jede Seele, ausnahmslos für Jeden! Aber, können wir uns das überhaupt vorstellen? Kann man so bedingungslos reden und handeln? … Es geht um Begegnung und Annahme – das ist ein innerer Prozess, ein Weg, auf dem uns Gott begleitet und an uns wirkt – da verändert und erweitert sich mein Denken.“

Kindermoment und virtuelle Rundreise

Der Gottesdienst wird auch einen „Kindermoment“ enthalten, präsentiert von Katrin Grieco und Team. Außerdem wird Werner Dullinger, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, die Zuschauer auf eine virtuelle Rundreise durch einige Adventgemeinden mitnehmen und Projekte vorstellen, die das Jahresmotto in die Tat umsetzen wollen.

Der Gottesdienst wurde bereits in der Kapelle der Theologischen Hochschule Friedensau aufgezeichnet. Die Liedbegleitung hat ein Musikteam unter der Leitung von Sebastian Kuhle (Leiter des dortigen Hochschulinstituts für Kirchenmusik) übernommen.

Der Gottesdienst kann über unterschiedliche Medien angesehen werden:

Fernsehen: Hope TV (über Satellit und Vodafone-Kabel empfangbar)
Web: http://www.hopetv.de/live
YouTube (Hope TV Bibel): http://www.youtube.com/hopetvbibel/live
YouTube (Hope TV Gebärdensprache): http://www.youtube.com/channel/UCvjyl9-vis6c__aaNMUXORQ/live
Facebook: http://www.facebook.com/hopetvdeutsch/live/




AdventHealth-Krankenhäuser gehören zu den besten in den USA

Die Auszeichnung wird nur an Krankenhäuser vergeben, welche die hohen Standards der „Top Hospital Award“-Methodik erfüllen, die Qualitäten wie die Vermeidung von medizinischen Fehlern, die Qualität der Mutterschaftsversorgung, Infektionsraten und weitere Kriterien berücksichtigt.

Von den landesweit 149 Krankenhäusern, die als Top-Krankenhäuser ausgezeichnet wurden, machen die Krankenhäuser von AdventHealth fast ein Zehntel der Liste aus.

Krankenhäuser, die die Auszeichnung „Top Hospital“ erhalten, müssen auch die Leapfrog-Sicherheitsnote „A“ erreicht haben, was im Jahr 2021 auf mehr als zwei Dutzend AdventHealth-Krankenhäuser zutrifft. Bei dieser zusätzlichen Bewertung wird die Leistung im Zusammenhang mit der Vermeidung von medizinischen Fehlern, Verletzungen, Unfällen, Infektionen und anderen potenziellen Schäden für die betreuten Patienten analysiert. Das Bewertungssystem stützt sich auf 22 öffentlich zugängliche Daten, die sich auf die Sicherheit von Krankenhäusern beziehen, und bewertet mehr als 2.900 Akutkrankenhäuser im ganzen Land zwei Mal pro Jahr.

„Dieses Jahr hat viele Herausforderungen mit sich gebracht, da die Pandemie operative und strategische Veränderungen verursacht hat, die unsere Teams im ganzen Land auf die Probe gestellt haben. Dennoch ist unser Engagement für unsere Patienten ungebrochen, da wir uns um eine qualitativ hochwertige Versorgung in einer sicheren Umgebung bemühen, um den Menschen zu helfen, sich umfassend wohlzufühlen“, sagte William Scharf, MD, Executive Clinical Director of Quality and Safety bei AdventHealth. „Unser Servicestandard ‚Keep Me Safe‘ ist ein wichtiger Teil unserer Teamkultur und leitet die Investitionen, die wir tätigen, um unsere Mitarbeiter zu befähigen, diese Erfahrung für jeden Menschen zu jeder Zeit zu bieten“, so William Scharf in einem Bericht von AdventHealth auf deren Webseite.

Advent-Health

AdventHealth ist eine christlich orientierte, gemeinnützige Organisation, die 1973 gegründet wurde und Teil des adventistischen Gesundheitswesens in den USA ist. AdventHealth sieht ihren Auftrag darin, dem Heilungsdienst Jesu Christi nachzukommen. Die Organisation will diesen – nach eigenen Angaben – in „ganzheitlicher, hervorragender, vernetzter und erschwinglicher Weise“ in die Tat umsetzen und dabei die Werte wie „hervorragende Qualität der Dienstleistungen, Wohlbefinden der Bevölkerung, hohe ethische Standards, Verantwortungsbewusstsein und Einbezug der Patienten“ verwirklichen. Der Hauptsitz von AdventHealth liegt in Altamonte Springs, Florida/USA.

AdventHealth umfasst mehr als 1.200 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen und 50 Krankenhäuser in neun US-Staaten: Colorado, Florida, Georgia, Kansas, Kentucky, Illinois, North Carolina, Texas und Wisconsin. Das Versorgungsangebot umfasst Notfallzentren, häusliche Krankenpflege und Hospizdienste, Arztpraxen und qualifizierte Pflegeeinrichtungen. AdventHealth beschäftigt mehr als 80.000 Mitarbeitende. Sie versorgen jährlich mehr als 5,5 Millionen Patienten.




ADRA startet Ausbildung für ehrenamtliche Katastrophenhelfer in Südamerika

„Wenn eine Katastrophe über uns hereinbricht und unsere humanitäre Organisation aufgefordert wird, zu reagieren, gibt es eine Reihe von Verfahren, die wir befolgen müssen, um unsere Hilfe zu ermöglichen und wirksam zu machen“, sagte Eric Leichner, ADRA-Notfallmanager für Südamerika. „Da wir von den Ehrenamtlichen erwarten, dass sie diese Verfahren befolgen, hat die Hilfsorganisation ADRA beschlossen, ihre hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden zu schulen, damit sie für den Einsatz bei Ereignissen bereit sind, die als umfassende Notsituationen eingestuft werden können.“

„Ehrenamtliche sind von unschätzbarem Wert“

In den vergangenen Jahren seien diese Schulungen hauptsächlich von den Notfallkoordinatoren der Länder durchgeführt worden, erklärte Leichner. „Dabei haben wir eine wichtige Gruppe von Menschen übersehen“, räumte er ein und verwies auf die fast 3.000 Freiwilligen, die ADRA bereits jetzt in den acht südamerikanischen Ländern der Kirchenregion hat. „Die Ehrenamtlichen sind von unschätzbarem Wert für uns“, fügte Leichner hinzu. „Sie helfen uns bei der Zusammenstellung von Lebensmittelkörben sowie Hygienekits und unterstützen uns bei der Verteilung an die Bedürftigen. Die Freiwilligen besuchen die betroffenen Gebiete, sprechen mit den Opfern, um sich über ihre Bedürfnisse zu informieren, und bieten psychosoziale Unterstützung an. Wir fanden es wichtig, dass sie die Verfahren kennen, die die Agentur in solchen Fällen anwendet.“

Ehrenamtliche mit wesentlichen Aspekten der Katastrophenhilfe bekannt machen

Bei der Schulung geht es darum, die Ehrenamtlichen mit den wesentlichen Aspekten vertraut zu machen, die für die humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt gelten, und herauszufinden, welche Rolle ADRA in diesem Zusammenhang spielt. „Es handelt sich um einen Kurs für Menschen, die bereits als ehrenamtliche ADRA-Helfer tätig sind, aber auch für Menschen, die in Zukunft zu unserem Team gehören möchten“, sagte Silvia Tapia, Kommunikationsdirektorin von ADRA Südamerika. „Wir hoffen, dass in den kommenden Monaten mindestens 5.000 Menschen die erste Schulung absolvieren.“

Es wird erwartet, dass der Schulungskurs zwei weitere Kurse umfasst, die später im Laufe des Jahres 2022 beginnen sollen, so die ADRA-Leiter.




Kasachstan: Neues Religionsgesetz versetzt Christen in Sorge

Hohe Hürden für Gottesdienste außerhalb offizieller Kirchengebäude

Während die Welt die Proteste auf den Straßen beobachtet hat und auf den Einmarsch ausländischer Truppen unter russischer Führung achtet, sind Christen und andere religiöse Minderheiten im Land von anderer Seite bedroht, so Open Doors. Die geplante Verschärfung der existierenden Religionsgesetze sehe eine Genehmigungspflicht für jede Art von Veranstaltung mit religiösem Charakter außerhalb dafür registrierter Räumlichkeiten vor. Konkret bedeute dies, dass mindestens zehn Arbeitstage im Voraus eine Genehmigung für derartige Veranstaltungen bei den örtlichen Verwaltungen einzuholen sowie genaue und ausführliche Angaben zu der geplanten Veranstaltung zu machen seien. Dazu gehörten: das Datum, die Anfangs- und Endzeit, die Art, wie Teilnehmer anreisen, die Verwendung von Lautsprechern und die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge sowie deren Fahrtroute.

Die Umsetzung dieser sehr detaillierten Auflagen würde Veranstalter vor enorme Hürden stellen. Problematisch sei dies besonders für religiöse Gemeinschaften, die über kein eigenes Kirchengebäude verfügten, sondern sich in privaten Räumen treffen würden. Es werde auch befürchtet, dass ebenso Gottesdienste registrierter Gruppen in gemieteten Räumlichkeiten unter die neue Regelung fallen könnten. Nach Einschätzung eines für die Region zuständigen Mitarbeiters von Open Doors sind von den geplanten Verschärfungen vor allem die zahlreichen nicht registrierten Hauskirchen betroffen. Obwohl sie aufgrund der 2011 eingeführten Religionsgesetze bereits jetzt als illegale Gruppierungen gelten, würden die geplanten Neuerungen ihre Lage weiter verschärfen.

Seit Jahren vermehrt Überwachung, Razzien und Festnahmen

Die Religionsgesetze haben seit ihrem Inkrafttreten zu empfindlichen Einschränkungen der Religionsfreiheit in Kasachstan geführt schreiben Open Doors und Forum 18. Seitdem komme es verstärkt zur Überwachung von Veranstaltungen, Razzien und Festnahmen von Christen. Zahlreiche christliche Gemeinden würden sich deshalb bereits jetzt heimlich treffen.

Kasachstan hat 18,77 Millionen Einwohner, darunter sind 4,85 Millionen Christen. Die meisten von ihnen gehören zur russischen Minderheit im Norden des Landes und sind Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche. Diese ist als registrierte Gemeinschaft von den Einschränkungen der Religionsfreiheit bislang weniger stark betroffen. Der Großteil der übrigen Bevölkerung Kasachstans sind Muslime, die allerdings in der Regel lediglich islamischen Traditionen folgen und sich nicht strikt an alle muslimischen Lehren halten.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2021 steht Kasachstan an 41. Stelle der Länder, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Zum Weltverfolgungsindex 2021:

https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/laenderprofile/kasachstan?pk_campaign=NA&pk_kwd=20220107

 




Allianzgebetswoche zum Thema Sabbat: Ergänzendes Materialangebot der Adventisten

Zur AGW gibt es ein Vorbereitungsheft, das für jeden Tag einen der folgenden Aspekte des Sabbats anhand von Bibeltexten thematisiert: Identität, Versorgung, Ruhe, Barmherzigkeit, Erinnerung, Freude, Großzügigkeit und Hoffnung. Als vorbereitende Lektüre wird der Artikel „Sabbat – Gottes verschmähtes Geschenk?“ aus der christlichen Zeitschrift Aufatmen, (Ausgabe 3/2021), empfohlen, die im Bundes-Verlag, Witten, erscheint. Er kann unter https://www.allianzgebetswoche.de/fileadmin/user_upload/Dr.Schaeffer_Sabbat__AUFATMEN_3-2021.pdf kostenlos heruntergeladen werden. Autor ist Dr. Raffael Schäffer (Bensheim), ein Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Das gesamte AGW-Material kann auf der Website www.allianzgebetswoche.de bestellt oder heruntergeladen werden.

Ergänzende Aspekte im Zusatzmaterial

Das zusätzliche Material der Adventisten stammt aus ihren Publikationen der letzten Jahre und umfasst u. a. folgende Aspekte: „Im Leben angekommen – wie wir den Segen des Sabbats wirklich erleben können“; „Der Sabbat – ein Urlaubstag mit Jesus“; „1700 Jahre Sonntagsgesetz – wie aus dem Sabbat der Sonntag wurde“; „Die Kirchenväter und der Sonntag“.

Die einzelnen Themen des Materials können als pdf-Dateien auf www.adventisten.de (rechte Randspalte) heruntergeladen werden.

Auch der Fernsehsender Hope TV strahlt anlässlich der Allianzgebetswoche eine Reihe von Sendungen zum Thema Sabbat aus. Die genauen Themen und Termine sind hier zu finden: https://hopemedia.eu/news/news/go/2022-01-11/allianzgebetswoche-zum-thema-sabbat-spezial-sendungen-auf-hope-tv/ Die Sendungen sind auch in der Hope TV-Mediathek verfügbar.

Evangelische Allianz in Deutschland

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) mit Sitz in Bad Blankenburg (Thüringen) ist ein eingetragener Verein, dem sich ein Netzwerk von Christen und Organisationen aus verschiedenen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften zugehörig fühlt. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 1000 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen lokalen Gemeinden und Organisationen, aus Landes- und Freikirchen sowie christlichen Gruppen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Die EAD ist Mitglied der weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Mitgliedern in 129 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-katholischen Kirche ist.

Siebenten-Tags-Adventisten

Die protestantische Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist weltweit in 213 Ländern und Territorien tätig und hat rund 22 Millionen Mitglieder. In Deutschland gibt es rund 35.000 erwachsen getaufte adventistische Christen. Die Adventisten unterhalten mit über 8.800 Grundschulen, höheren Schulen und Universitäten das global größte protestantische Bildungswerk. Darüber hinaus unterhalten sie weltweit zahlreiche Krankenhäuser, Pflegeheime und weitere soziale Einrichtungen. Ihr Hilfswerk ADRA kümmert sich in 130 Ländern um humanitäre und soziale Bedürfnisse der Menschen.




Feuer in Colorado: Avista Adventist Hospital entging knapp einem Großbrand

Die Flammen seien bis auf eineinhalb Meter an die hochentzündlichen Sauerstofftanks an der Westseite des Gebäudes herangekommen, aber das Personal habe die Flammen mit Wasser bekämpft und verhinderte so, dass es zu einer katastrophalen Explosion gekommen sei, so eine Mitteilung des Hospitals. Das Krankenhaus ist derzeit ohne Erdgasversorgung und auf Dieselgeneratoren angewiesen, um die Kessel- und Heizungssysteme in Gang zu halten. Der Rauch und die Feinstaubrückstände haben die Filter der Klimaanlage des gesamten Krankenhauskomplexes beeinträchtigt sowie eine Schmutzschicht hinterlassen, sodass das Hospital auf absehbare Zeit geschlossen bleibt.

„Die starken Winde trieben das Feuer direkt auf unser Krankenhaus auf der Nordseite zu. Dass wir Stunden später zurückkehrten und keine nennenswerten Schäden vorfanden, ist wirklich ein Wunder“, sagte Isaac Sendros, Geschäftsführer des Avista Adventist Hospital. „Wir sind den Ersthelfern, die seit dem Ausbruch des Feuers in unserer Ortschaft unermüdlich im Einsatz waren, unendlich dankbar. Avista wird ein Licht in der Dunkelheit sein, während wir unsere Freunde, Nachbarn und die Kommune bei den Instandsetzungsarbeiten unterstützen.“