Adventistische Kirchenleiter bedanken sich für die Hilfsbereitschaft und rufen zur friedlichen Beilegung des Krieges in der Ukraine auf

Ostfildern/Hannover | 18. März 2022 | APD |

In einer Videobotschaft an die Mitglieder und Freunde der adventistischen Kirchengemeinden in Deutschland bedanken sich die Präsidenten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Johannes Naether (Norddeutscher Verband, NDV) und Werner Dullinger (Süddeutscher Verband, SDV) für das Engagement bei der Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten. Sie rufen dazu auf, weiterhin möglichst koordiniert zu helfen und weisen auf entsprechende Angebote adventistischer Werke hin.

„Die Bilder des Krieges in der Ukraine stehen uns vor Augen. Die ganze Bandbreite von Betroffenheit ist bei uns zu spüren. Sie reicht von Wut und Aggression bis hin zu Ratlosigkeit, Angst und dem tiefen Wunsch nach einer raschen Beendigung der Gewalt und Zerstörung und des Tötens von Menschen.“ Christen seien aufgerufen, durch praktische Hilfe eine Perspektive des Friedens und der Versöhnung aufzuzeigen. Er bedankte sich bei allen, „die sofort praktische Hilfe angeboten und Geflüchtete aufgenommen haben oder eine Bleibe vermitteln konnten.“

„Wir brauchen als erstes ein klares Bekenntnis zu einer friedlichen Beilegung des Kriegsgeschehens. Zerstörung und Gewalt produzieren auf allen Seiten Opfer und Leid – das darf nicht sein“, so Werner Dullinger in der Videobotschaft.

Er schloss sich den Dankesworten von Johannes Naehter an und ergänzte: „Besonders wichtig ist eine psycho-soziale Betreuung und Seelsorge, die kurz- und mittelfristig organisiert werden muss.“ Wer die erforderlichen Kompetenzen, Sprachkenntnisse und die nötige emotionale Stabilität besitze sei eingeladen, sich bei den adventistischen Hilfswerken zu melden, die Hilfe für Geflüchtete leisten (s.u.).

Beide Kirchenleiter riefen dazu auf, in den Gebeten für Frieden in der Ukraine nicht nachzulassen. Die Videobotschaft ist unter dem Link https://youtu.be/17U9G4_hJdY anzusehen.

Informationen zu Hilfsmöglichkeiten für die Ukraine bei adventistischen Werken

Die adventistische Hilfsorganisation ADRA ist in der Flüchtlingshilfe vor Ort aktiv. Das Team von ADRA Deutschland arbeitet mit seinen Partnerbüros in der Ukraine und den anderen ADRA-Büros in den europäischen Nachbarländern zusammen. Ausführliche Informationen zum Einsatz in der Ukraine gibt es unter https://adra.de/nothilfe-ukraine/

Folgende konkrete Hilfsmöglichkeiten gibt es:

1. Spenden

Geldspenden ermöglichen es dem Notfallteam von ADRA, flexibel zu bleiben und auf die verschiedenen Bedürfnisse einzugehen, die in dieser Krise entstehen. Hier der Link zum Spendenformular von ADRA: https://adra.de/spendenformular/

Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00

BIC: BFSWDE33KRL

Spendenstichwort: Nothilfe Ukraine

2. Praktische Hilfe

Wer Fahrdienste oder Begleitdienste für die geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer zur Verfügung stellen möchte, übersetzen kann (Ukrainisch oder Russisch) oder Geflüchtete bei Behördengängen unterstützen will, kann Kontakt mit ADRA aufnehmen unter: https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/

3. Unterkünfte anbieten

Wer Unterkünfte bereitstellen will, kann sich direkt bei ADRA melden unter: https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/.

Viele Privatpersonen nehmen gerade Menschen bei sich auf, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Die Aufnahme von Geflüchteten ist mit Verantwortung verbunden und erfordert psychische Kraft. Um Privatpersonen bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu unterstützen, haben ADRA, das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland eine Handreichung verfasst. Die Handreichung kann hier heruntergeladen werden: https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/Handreichung_UKR_private_Unterk%C3%BCnfte.pdf

4. Bargeldunterstützungen/-auszahlungen für Geflüchtete

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Gemeinsam für Geflüchtete“ hat ADRA Deutschland einen Prozess entwickelt, der eine Auszahlung für ein Überbrückungsgeld/Willkommensgeld regelt. Es ist zu beachten, dass nur Geflüchteten die Auszahlung zusteht, die in einer bei ADRA registrierten Unterkunft aufgenommen wurden! Die Registrierung der Unterkünfte muss online unter https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/ vorgenommen werden!

Die Auszahlung ist für Menschen gedacht, die noch keine staatlichen Hilfen bekommen haben und im Zeitraum der Antragsstellung für das Überbrückungsgeld/Willkommensgeld in privaten Unterkünften (z.B. bei Gastfamilien) untergebracht sind. Es handelt sich um eine zunächst einmalig vorgesehene Förderung für die erste Woche. Die beschriebene Vorgehensweise bei der Auszahlung ist unbedingt einzuhalten, damit ADRA die Auszahlungen vornehmen darf. Alle Informationen und Formblätter sind hier zu finden:

Überbrückungs-Willkommensgeld-Antrag Auszahlungsbeleg deutsch: https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/%C3%9Cberbr%C3%BCckungs-Willkommensgeld_Antrag___Auszahlungsbeleg.pdf

Überbrückungs-Willkommensgeld-Feedbackformular deutsch:

https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/%C3%9Cberbr%C3%BCckungs-Willkommensgeld_Feedbackformular_Deutsch.pdf

Überbrückungs-Willkommensgeld-Feedbackformular ukrainisch:

https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/%C3%9Cberbr%C3%BCckungs-Willkommensgeld_Feedbackformular_Ukraine.pdf

Abschließend werden Gemeinden und Familien ermutigt, weiterhin um Frieden und Versöhnung zu beten.

Weiterführende Informationen und Links:

ADRA Info-Hotlines

ADRA Info-Hotline zum Ukraine-Einsatzfall: +49 (0) 6151 8115-22

ADRA Notfallnummer, ukrainisch- und russischsprachig: +49 (0) 6151 8115-60

 

Informationen zu einem geplanten Training für Menschen in der Freiwilligenarbeit des Friedensau Institute for Evaluation (FIFE) gibt es hier:

E-mail: info@fife.institute

Tel: +49-3921-916-144

Mob: +49 1755742909

 

Website mit Zügen und Bussen, die flüchtende Menschen umsonst nutzen können

https://www.thetrainline.com/trains/ukraine-travel-advice

 

Die Deutsche Telekom gibt kostenlose Sim-Karten aus

https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/kostenlose-sim-karten

 

Liste wichtiger Anlaufstellen zur rechtlichen Beratung

https://www.pilnet.org/resource/ukraine-resources/