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Persönlicher Glaube und soziales Gemeinschaftsgefühl der Adventisten während der Corona-Pandemie stabil geblieben

Der Umfrage zufolge hat Corona-Pandemie ihre Spuren auch bei Adventisten hinterlassen. Das seelische Wohlbefinden der Adventisten (gemäß dem WHO-5-Index) sei während des ersten Lockdowns höher gewesen als zwischen Dezember 2021 und Februar 2022. Inzwischen sei das seelische Wohlbefinden wieder genauso hoch wie vor der Pandemie.

Das spirituelle Wohlbefinden (SpWb-5) habe sich über die Zeitspanne nicht verändert. Das Interesse an religiösen Themen, die Häufigkeit des persönlichen Gebets, der persönlichen Andacht und das Vertrauen in Gott hätten laut Umfrageergebnis nicht abgenommen.

Mehr Zeit für Stille und Besinnung

Der persönliche Glaube und die soziale Gemeinschaft unter Adventisten seien stabil geblieben. Adventisten hätten sich in der Pandemie mehr Zeit für Beziehungen zu ihren Familien und Freunden genommen und diese Kontakte auch intensiver wahrgenommen. Die Verbundenheit miteinander sei wichtiger und stärker geworden, der Umgang miteinander freundlicher.

Durch eine verstärkte Nutzung der digitalen Medien seien Adventisten mit Freunden und Bekannten verbunden geblieben, hätten weiterhin an der Welt teilgenommen, sich inspirieren und anregen lassen. Sie hätten häufiger an digitalen Gottesdiensten und Andachten teilgenommen. Ferner hätten sie sich bewusster und intensiver mit sich selbst auseinandergesetzt, stärker auf das geachtet, was ihnen im Leben wirklich wichtig sei, die Natur intensiver wahrgenommen sowie mehr Zeit für Stille und Besinnung gefunden.

Das Gefühl, dass Gott fern sei, obwohl man sich um ihn bemühe, das Gefühl, von Gott verlassen zu sein, geistlich leer zu sein oder auf Gebete keine Antwort zu finden (geistliche Trockenheit, SDS-6) sei im Laufe der Pandemie in seiner Häufigkeit gleich geblieben (es betreffe 14 Prozent der Befragten).

„Das stärkere Nachdenken über sich selbst und den Sinn des Lebens, die Zeiten der Stille und Besinnung sowie der Naturverbundenheit stehen in einem engen Zusammenhang mit der seelischen und geistlichen Gesundheit“, schreibt Studienleiter Klaus van Treeck (IKL) der zusammen mit dem Mediziner Professor Arndt Büssing (Universität Witten/Herdecke) und Lorethy Starck (IKL) die Studie konzipierte und auswertete. „Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Reaktion auf die Corona-Pandemie in einem hohen Maß von der Fähigkeit abhängt, selbstbestimmt auf positive – interne und externe – seelische, soziale und spirituelle Ressourcen zugreifen zu können (ressourcenorientiertes Selbstmanagement) sowie Ängste und Furcht emotional zulassen zu können“, so Klaus van Treeck in Adventisten heute.

Einstellung der Adventisten zu Corona-Maßnahmen

Die Umfrage enthielt auch Fragen zur persönlichen Haltung gegenüber den die persönliche Freiheit einschränkenden Corona-Schutzmaßnahmen. Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Positionen zu den Empfehlungen, Maßnahmen und Regeln unter Corona nicht voneinander, so das Ergebnis der Umfrage. Personen über 60 Jahre und Familien ohne minderjährige Kinder neigten zu einer höheren Akzeptanz der Corona-Schutzmaßnahmen. Adventisten, deren Herkunftsland in osteuropäischen Regionen liegt, tendierten zu einer kritischeren Haltung den Einschränkungen gegenüber.

62 Prozent der Teilnehmenden waren zum Zeitpunkt der Studie bereits geimpft, 5 Prozent überlegten noch und 22 Prozent wollen sich nicht impfen lassen; 11 Prozent hätten keine Angaben gemacht. 74 Prozent seien bis Ende Februar nicht an COVID-19 erkrankt. 78 Prozent gaben an, sich an die Corona-Maßnahmen und Beschränkungen ihrer Adventgemeinde zu halten, 5 Prozent akzeptieren sie nicht, 7 Prozent nur bedingt; 10 Prozent haben dazu keine Angaben gemacht.

51 Prozent seien gern dazu bereit gewesen, sich im Gottesdienst einzuschränken, um es auch Risikopersonen zu ermöglichen, den Gottesdienst zu besuchen. Etwa auf ein Drittel der Befragten trifft das mit Einschränkungen zu. 4 Prozent seien nicht dazu bereit, 11 Prozent hätten dazu keine Angaben gemacht.

17 Prozent beschäftigten sich regelmäßig mit Internet-Beiträgen und Informationen, die eine kritische Haltung zu Corona-Impfungen und Schutzmaßnahmen einnehmen. Auf ein Drittel treffe das überhaupt nicht zu. 40 Prozent stimmen dieser Aussage etwas oder kaum zu; 10 Prozent machten keine Angabe.

62 Prozent der Studienteilnehmer stellten in ihren Gemeinden Konflikte oder Spaltungen bezüglich der Corona-Schutzmaßnahmen fest (darunter 39 Prozent starke und 23 Prozent etwas Zustimmung). Ein Viertel stimmte teils-teils oder kaum zu; 10 Prozent machten keine Angaben dazu, 4 Prozent erlebten keine Konflikte oder Spaltungen.

Über die Studie

Die Studie wurde von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland angeregt. Erste Ergebnisse der Studie wurden im März 2022 zur wissenschaftlichen Veröffentlichung eingereicht. Nach Veröffentlichung ist der wissenschaftliche Artikel mit Referenzen und Tabellen auch auf der Website des Instituts für ganzheitliches Wohlbefinden, Spiritualität und Resilienz einsehbar. (www.kraftvoll-leben.info)

Ergebnisse früherer Umfragen

Diese Umfrage ist bereits die zweite Studie zum ganzheitlichen Wohlbefinden unter Adventisten in der Corona-Pandemie Der APD berichtete am 9. Juni 2020 von einer vergleichbaren Untersuchung des IKL in der ersten Welle der Corona-Pandemie. Damals übte die Pandemie einen geringen Einfluss auf das seelische, geistliche und soziale Wohlbefinden der Adventisten in Deutschland aus, so das Ergebnis der Umfrage. Siehe https://www.apd.info/2020/06/09/corona-mit-geringem-einfluss-auf-deutsche-adventisten/.

Laut einer ähnlichen Studie des Mediziners Arndt Büssing unter der allgemeinen Bevölkerung, die im Januar 2022 veröffentlicht wurde, habe das Vertrauen in eine höhere Macht und das Gebet als Ressource im Alltag vom ersten Lockdown bis zur vierten Infektionswelle Ende des Jahres 2021 deutlich abgenommen. Viele Menschen hätten ihren Halt im christlichen Glauben verloren, so Büssing. Von diesen Menschen hätten sich zudem viele einsam und sozial isoliert gefühlt. Das Interesse an Spiritualität sei nach der zweiten Corona-Welle deutlich zurückgegangen. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass auch das Kirchen- und Gemeindeleben eingeschränkt war. Befragungen hätten gezeigt, dass viele Gläubige zudem enttäuscht waren, dass ihre Kirche oder Gemeinde keine Antworten oder zu wenig Zuspruch lieferten. Siehe https://www.apd.info/2022/01/27/studie-im-verlauf-der-pandemie-verlieren-menschen-halt-im-christlichen-glauben/




Mit erneuerbaren Energien gegen Hunger und Armut

Zwei beispielhafte Projekte

Beispielhaft dafür ist ein neues Projekt im Südsudan, bei dem es um den Ausbau von erneuerbaren Energien geht. Aus der Nutzung von Biogas und Solaranlagen wird dabei nachhaltig Strom erzeugt. Brunnen werden erschlossen, um die Versorgung der Menschen und der Landwirtschaft zu verbessern. Mit neuen, klimaangepassten Anbaumethoden und Saatgut wird der Hunger bekämpft. Das Projekt unterstützt 2.200 bäuerliche Familien direkt. Von den Maßnahmen profitieren indirekt noch viel mehr Menschen der Region.

Ein anderes Beispiel dafür ist ein Projekt in Äthiopien. Durch den Bürgerkrieg im Norden des Landes sind viele Menschen auf der Flucht und leben in Flüchtlingslagern. Für 500 Geflüchtete und Einheimische bietet ADRA eine berufliche Ausbildung in der Solarenergie sowie Holz- und Metallverarbeitung und ermöglicht ihnen dadurch neue berufliche Perspektiven.

Eine Projektliste von ADRA Deutschland gibt es unter https://adra.de/publikationen/?utm_source=nl&utm_medium=mail&utm_campaign=04-26

Spenden sind über ein Spendenformular möglich: https://adra.de/spendenformular/?utm_source=nl&utm_medium=mail&utm_campaign=04-26

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Seit 1987 hat ADRA Deutschland in über 40 Ländern mehr als 3.000 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




R+V-Versicherung und AWW-Suppenküche Nachschlag laden Bedürftige in Ludwigsburg zum Essen „to go“ ein

Die genossenschaftliche R+V Versicherung feiert ihr 100-jähriges Jubiläum und will aus diesem Anlass der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Unter dem Titel „Mission Miteinander“ tourt die R+V mit einem eigens gebauten Tiny House durch ganz Deutschland und besucht und unterstützt Menschen und Initiativen, die unser Leben und unsere Zukunft zum Besseren verändern wollen.

Zwischen 27. April und 2. Mai

Zwischen Mittwoch, 27. April, und Dienstag, 2. Mai 2022, gibt es am Tiny House der R+V auf dem Rathausplatz Ludwigsburg täglich von 11–13Uhr ein warmes Mittagessen mit Nachtisch und Getränk zum Mitnehmen. Von 14–15 Uhr wird am gleichen Ort zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Gemeinsam mit den Vertretern der Stadtverwaltung wurde der Rathausplatz für diese Aktion ausgewählt, da dieser zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.

„Genau zur richtigen Zeit“

Reinhard Knobloch, der seit 2017 die Suppenküche „Nachschlag“ leitet, freut auf das gemeinsame Projekt mit der R+V und die Zusammenarbeit im Dienst für Menschen. „Als im Herbst 2021 die ersten Gespräche mit der R+V gestartet sind, war noch nicht daran zu denken, dass im Frühjahr 2022 die Inflation auf über 7 Prozent steigt und dadurch die Lebensmittelpreise geradezu explodieren. Auch ein Krieg in der Ukraine war unvorstellbar, geschweige die Millionen von ukrainischen Flüchtlingen. Die Aktion „Suppenküche auf dem Rathausplatz“ findet jetzt zur genau richtigen Zeit und zur Unterstützung für notleidende Menschen statt“, so Reinhard Knobloch. Damit bestätigt er die Einschätzung der Tafeln in Deutschland e. V., die in einer Presseerklärung darauf hingewiesen haben, dass der Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Lebensmittelpreise zu einer Belastungsprobe für die ärmeren Bevölkerungsschichten und die Tafeln geworden seien.

Auf Nachhaltigkeit geachtet

Das Mitarbeiterteam, das je zur Hälfte aus Mitarbeitern der R+V und ehrenamtlichen Helfern der Suppenküche „Nachschlag“ besteht, wird die Ausgabe des von der Zentralküche der Karlshöhe gekochten Mittagessens übernehmen. Bei den Planungen der To-go-Verpackungen ist auf die biologische Abbaubarkeit geachtet worden.

„Das warme Mittagessen werden sicherlich viele Gäste direkt in der Stadt verzehren und dabei das Angebot an Sitzgelegenheiten in der Ludwigsburger Innenstadt nutzen“, hofft Reinhard Knobloch. „Der Kaffee ‚to go‘, samt süßem Gebäck, kann auf dem Weg nach Hause beim Tiny House in Empfang genommen werden“.

Die Erste Bürgermeisterin der Stadt Ludwigsburg, Renate Schmetz, wird die R+V Suppenküche am 27. April um 11 Uhr offiziell eröffnen und bei der Ausgabe der ersten Mittagessen „to go“ mithelfen.

Über die Suppenküche Nachschlag

Die Suppenküche Nachschlag veranstaltet jeden 4. Sonntag im Monat von 12 bis 13.30 Uhr einen sozialen Mittagstisch. Ehrenamtliche Helfer bereiten ein schmackhaftes Vier-Gänge-Menü zu. In geselliger Runde wird die Mahlzeit an Gemeinschaftstischen verspeist.

Zu diesem Angebot sind alle eingeladen, besonders jedoch Menschen in sozialen Notlagen, Flüchtlinge, Bedürftige, Hartz-IV-Empfänger, Wohnungslose und ältere alleinstehende Menschen. Beim gemeinsamen Essen begegnen sich alle sozialen Gesellschaftsschichten können miteinander ins Gespräch kommen.

Die Suppenküche Nachschlag wird vom AWW-Helferkreis Ludwigsburg getragen und organisiert und findet in den Räumen der örtlichen Adventgemeinde, Carl-Goerdeler-Straße 16, statt. Das Projekt Suppenküche „Nachschlag“ lebt ausschließlich von Sach- und Geldspenden sowie vom ehrenamtlichen Engagement. Der AWW-Helferkreis Ludwigsburg umfasst ein Team mit über 50 Freiwilligen. Träger der Suppenküche Nachschlag ist das Advent-Wohlfahrtswerk e.V., das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Es hat seinen Sitz in Hannover. Weitere Informationen gibt es unter www.aww.info.




Zwei Ziegen für Oma Phone

„Ich möchte ein glückliches Zuhause haben. Ich möchte, dass es meinen Kindern und Enkelkindern gut geht, dass sie genug zu essen haben und ein gutes Haus“, wünschte sich Phone.

Eines Tages bekam sie unerwartet Besuch von einem Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA. Er erzählte ihr von einem Ernährungsprojekt, das in ihrem Distrikt Poukhoud auf dem Hochland von Laos gestartet wurde. Es ging um Landwirtschaft und Tierhaltung. Phone erzählte dem Mitarbeiter, dass sie schon immer mit Tieren arbeiten wollte, am liebsten mit Ziegen. „Ich war überglücklich, als ich in das ADRA-Projekt aufgenommen wurde“, berichtete sie. Kurz darauf bekam sie zwei Ziegen und eine ausführliche Schulung. „Ich lernte, wie man sie richtig füttert, melkt und wie ich Krankheiten verhindern kann. Mein Traum ging in Erfüllung.“

„Von deren Großzügigkeit überwältigt“

Phone kümmerte sich liebevoll um ihre Ziegen, und wenig später wurden Zicklein geboren. Zwei davon werde sie an ADRA zurückgeben. Diese gehen dann an eine weitere Familie. Die beiden anderen möchte sie verkaufen, um ihre Kinder und Enkelkinder zu unterstützen. „Ich weiß nicht, wie ich ADRA und den Spendern danken soll. Ich bin von deren Großzügigkeit überwältigt.“

Wie Phone nehmen über 900 Familien aus 16 Dörfern des Poukhoud Distriks an dem Projekt von ADRA Deutschland teil. Neben der Tierzucht gehören neue, klimaresistente Anbaumethoden und verbessertes Saatgut zu dem Programm. Speziell alleinerziehende Mütter und Kriegsinvaliden profitieren davon. Das langfristige Projekt begann im November 2018 und endet planmäßig im Dezember 2022. Es wurde ermöglicht durch Spenden und Projektpartner sowie die Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Seit 1987 hat ADRA Deutschland in über 40 Ländern mehr als 3.000 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




ADRA Rumänien erhält aus Norwegen 92.000 Euro für die Ukrainehilfe

Die Flüchtenden müssten oft weite Strecken zu Fuß zurücklegen, da die Verkehrssysteme nur eingeschränkt funktionierten und die Infrastruktur wie Straßen und Brücken oft beschädigt seien, so ADRA.

„Wir wollen schnell sein viele Hilfsbedürftige erreichen, damit sie sich so wenig wie möglich Sorgen um fehlende Lebensmittel oder Hygieneartikel machen müssen“, so der Projektleiter von ADRA Rumänien, Bogdan Stanica. „Wir wollen uns um ihre unmittelbaren Bedürfnisse kümmern, damit sie sich auf ihre Zukunftspläne konzentrieren können.“

Der Norwegische Flüchtlingsrat

Der Norwegische Flüchtlingsrat ist eine nichtstaatliche humanitäre Organisation, die sich für die Rechte von Menschen einsetzt, die von Vertreibung betroffen sind. Dazu gehören Flüchtlinge und Binnenvertriebene, die aufgrund von Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und akuter Gewalt sowie aufgrund des Klimawandels und von Naturkatastrophen gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen.

ADRA Rumänien

Die 1990 gegründete Hilfsorganisation ADRA Rumänien engagiert sich vor allem in Entwicklungsprojekten, die der gesamten Bevölkerung zugutekommen, unter dem Motto „Gerechtigkeit. Barmherzigkeit. Liebe.“ Die Organisation setzt sich für eine bessere Zukunft, Werte und Menschenwürde ein. Als anerkannter Sozialverband ist ADRA Rumänien Teil des internationalen ADRA-Netzwerks, der weltweiten humanitären Organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die in 118 Ländern tätig ist.




Religiöse Minderheiten in Konflikten besonders gefährdet

Die in den letzten Jahren weltweit gestiegene Zahl von Konflikten hat viele Religionsgemeinschaften ihrer grundlegenden Menschenrechte, einschließlich der Religions- und Glaubensfreiheit, beraubt. Dies wird in dem jüngsten Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit dokumentiert. Der 22-seitige Bericht trägt den Titel „Rechte von Personen, die religiösen oder weltanschaulichen Minderheiten angehören, in Konfliktsituationen oder bei unsicherer Lage“.

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 82,4 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben, was mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Diese Situation wird durch die Flüchtlingskrise infolge des Krieges in der Ukraine noch verschärft.

Der Bericht weist darauf hin, dass Hassreden „ein Umfeld fördern können, in dem Diskriminierung nicht nur toleriert, sondern von politischen Führern gebilligt wird“ (S. 5). In Konfliktsituationen werden religiöse Minderheiten oft als „Ausländer“ abgestempelt, wodurch sie der Gewalt ausgesetzt sind. Der Bericht führt mehrere Beispiele für ein solches Verhalten an. Ein Beispiel bezieht sich auf den Krieg in der Ukraine: „In den ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk beschuldigen die Behörden de facto regelmäßig ‚nichttraditionelle‘ christliche Konfessionen wie die Mormonen und die Zeugen Jehovas, Spione für die Ukraine und ‚westliche Interessen‘ zu sein.“

Die hasserfüllte Rhetorik findet sich in den sozialen Medien und sogar in den Lehrplänen wieder und „beeinflusst künftige Generationen“. Im Jemen ändern die Führer der von den Houthis kontrollierten Gebiete den Lehrplan, um ihr Verständnis des Islam widerzuspiegeln.

Durch Gewalt, Einschüchterung und diskriminierende Gesetze versuchen Staaten, die Menschenrechte religiöser Minderheiten einzuschränken oder diese Gemeinschaften auszulöschen. „Myanmar begeht quasi einen Völkermord an den Rohingya durch eine systematische Kampagne zur Auslöschung oder Vertreibung ihrer Gemeinschaften aus dem Rakhine-Staat, wobei es weit verbreitete und oft wahllose Gewalt anwendet“ (S. 6). Berichten zufolge wurden in Myanmar innerhalb von zehn Monaten im Jahr 2021 vierunddreißig christliche Kirchen und drei islamische religiöse Stätten zerstört.

Zwangsübertritte in die Hauptreligion

Der Bericht enthält eine lange Liste von Menschenrechtsverletzungen, denen religiöse Minderheiten während des Konflikts ausgesetzt sind. Zwangskonversionen sind eine Form von Menschenrechtsverletzungen. Das Ziel von Zwangskonversionen ist es, religiöse Minderheiten dazu zu bringen, ihre Glaubensidentität aufzugeben und sich der Hauptkultur anzugleichen. „Es gibt Hinweise darauf, dass es in Nigeria, Myanmar, Afghanistan, Pakistan und im Sudan zu Zwangskonvertierungen von Minderheiten gekommen ist.“ (S. 7)

Sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt ist eine weitere Form der Unterdrückung, die zur Zerstörung von Minderheitengemeinschaften eingesetzt wird. Die erschütternden Geschichten jesidischer Frauen im Irak, die von ISIL-Soldaten sexuell missbraucht und versklavt wurden, sind ein Beispiel dafür. Die Notlage christlicher Frauen in Nordnigeria ist ein weiteres Beispiel.

Konflikte dienen als Vorwand für Menschenrechtsverletzungen

Der UN-Sonderberichterstatter stellt fest, dass „mehrere staatliche Behörden Konflikt- oder Unsicherheitssituationen entweder als politisch bequeme Rechtfertigung für die Nichterfüllung ihrer Menschenrechtsverpflichtungen oder zur Instrumentalisierung der Fragilität bestimmter Gemeinschaften zur Förderung ihrer politischen Ziele angeführt haben“ (S. 9). Es werden die Behandlung der Uiguren in China, der Palästinenser in Israel und die Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung in Sri Lanka angeführt.

COVID-19-Beschränkungen wurden in mehreren Fällen zur Rechtfertigung von Einschränkungen der Rechte religiöser oder weltanschaulicher Minderheiten herangezogen. In Sri Lanka, Indien und Myanmar wurden Muslime beschuldigt, das Virus einzuschleppen oder die Infektionsrate zu erhöhen. In einigen Gebieten wurde in den sozialen Medien ein „Corona-Dschihad“ ausgerufen.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Behörden in einigen Ländern aktiv daran gearbeitet haben, dass religiöse Minderheiten keine humanitäre Hilfe erhalten. Der Bericht weist darauf hin, dass die Vertreter der humanitären Hilfe verpflichtet sind, auf die religiösen Überzeugungen der betroffenen Gemeinschaften Rücksicht zu nehmen.

Aufhebung von Anti-Konversionsgesetzen gefordert

Der Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Glaubensfreiheit schließt mit einer Liste von Empfehlungen. Die erste von zwölf Empfehlungen an die Staaten lautet, „die Religions- und Glaubensfreiheit von Minderheiten zu fördern und zu schützen, indem Gesetze gegen Konversion und Blasphemie aufgehoben werden …“ (S. 20).

Die wichtigste Empfehlung für die Vereinten Nationen und die Gebergemeinschaft lautet, „Verallgemeinerungen über den Zusammenhang zwischen Religion und Konflikt zu vermeiden“ (S. 21). Der Bericht enthält eine Empfehlung für Vertreter der Zivilgesellschaft: „Religiöse Leiter und Einflussnehmer sollten ihre Autorität nutzen, um integrative, friedliche und gerechte Konfliktlösungen zu fördern und das Entstehen von Spannungen zu verhindern, insbesondere wenn diese im Namen der Religion oder des Glaubens ausgetragen werden“ (S. 22).

Dieser Bericht stützt sich auf eine Pressemeldung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Norwegen.




Kandidatensuche für Bibel-Quizshow bei Hope TV

Gesucht werden Personen, die ein gutes Bibelwissen aufweisen und dieses in der Quizsendung unter Beweis stellen möchten. Als Hauptpreis lockt im Finale der Quizshow eine Reise für zwei Personen nach Israel, dem Land der Bibel. Bis Ende April 2022 können sich Erwachsene ab 18 Jahren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der Website www.dasbibelquiz.tv bewerben.

Hope TV

Der Sender Hope TV wird von Hope Media Europe betrieben und gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile über 60 nationalen Sendern besteht.

Hope TV kann unter anderem über Satellit, deutschlandweit im Kabel und im Internet über www.hopetv.de empfangen werden.




Adventistische Kirche in der Ukraine organisiert Evakuierungen

Dabei würden die Menschen bei diesen Evakuierungen von Pastorenteams und freiwilligen Helfern begleitet und seelsorgerlich unterstützt.

Erste Todesopfer unter Adventisten

Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Geflüchtete“, in dem das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. die adventistische Hilfsorganisation ADRA und weitere Akteure zusammenarbeiten, informierte mit einem Rundbrief über die aktuelle Situation der adventistischen Kirche in der Ukraine. Dieser stützt sich vorwiegend auf Informationen, die Pavlo Khiminets teilweise direkt vor Ort sammelte. Demnach teilte der Präsident der ukrainischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, Stanislav Nosov, am 12. April mit, dass zwei Adventisten in Mariupol durch Granatexplosionen ums Leben gekommen seien, vier weitere würden vermisst. Während der acht Jahre des Krieges sei es das erste Mal gewesen, dass adventistische Kirchenmitglieder in der Ukraine starben. Landesweit seien fünf Gemeindehäuser teilweise und 22 leicht beschädigt worden. In 18 Städten unter russischer Besatzung seien gottesdienstliche Versammlungen verboten.

Von Mykhailo Prodaniuk, einem adventistischen Pastor in Tschernihiw, einer Großstadt im Norden, die seit Kriegsbeginn unter schwerem Beschuss steht, wurde dieser Bericht übermittelt: „Die Stadt zittert. Wir sind von allen Seiten umzingelt. Alle paar Minuten ertönt Alarm. Raketen vom Typ ‚Grad‘ (das russische Wort für Hagel – Anm. d. Red.) treffen die Stadt. Das kann man sich nicht einmal in einem schrecklichen Traum vorstellen. Am 4. März durchbohrte eine der Granaten mehrere Balken vom Dach des adventistischen Kirchengebäudes und flog über die Mauer, bevor sie explodierte. Die Menschen, die sich im Haus aufhielten, rannten nach draußen und sprachen von einem Wunder, dass das Geschoss nicht sofort explodiert war.“

Adventistische Hochschule in Butscha kaum beschädigt

Laut Pavlo Khiminets, der aus der Ukraine stammt, seien die Gebäude auf dem Campus der adventistischen Hochschule in Butscha kaum beschädigt worden. Zwar habe es Plünderungen gegeben, zum Beispiel seien Computer gestohlen worden, aber die Gebäude seien weitgehend verschont geblieben. Die Mehrzahl der Studierenden und Lehrenden der Hochschule sei jetzt in Czernowitz im Westen der Ukraine untergekommen, wo auch Lehrveranstaltungen stattfänden. Ein Teil der Studierenden und Lehrenden sind bereits zuvor von der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau (bei Magdeburg) aufgenommen worden. An der adventistischen Hochschule in Butscha können neben Theologie weitere Fächer wie Soziale Arbeit und Betriebswirtschaft studiert werden.

Adventisten in der Ukraine

Vor dem Krieg gab es in der Ukraine rund 44.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 790 Kirchengemeinden. Die Freikirche unterhält dort neben der Hochschule in Butscha 21 Grundschulen, 16 weiterbildende Schulen sowie eine berufsbildende Institution. Alle Bildungsstätten sind gegenwärtig geschlossen. Teilweise findet der Unterricht über das Internet statt. Am 12. April beschloss der Exekutivausschuss der adventistischen Weltkirchenleitung, die adventistische Kirchenverwaltung in der Ukraine vorübergehend der Weltkirchenleitung anzugliedern (siehe Meldung https://www.apd.info/2022/04/14/kirchenverwaltung-der-adventisten-in-der-ukraine-voruebergehend-an-weltkirchenleitung-angegliedert/).




Kirchenverwaltung der Adventisten in der Ukraine vorübergehend an Weltkirchenleitung angegliedert

Laut dem Beschluss des Exekutivausschusses tritt die vorübergehende Angliederung des Ukrainischen Verbandes an die Weltkirchenleitung mit sofortiger Wirkung in Kraft und ist das Ergebnis der „aktuellen geopolitischen Lage, welche den Ukrainischen Verband und die Euro-Asien-Division vor administrative und missionarische Herausforderungen stellen“.

Aufsichtskomitee für die adventistische Kirche in der Ukraine

Nach diesem Beschluss des Exekutivausschusses wird ein 21-köpfiges Aufsichtskomitee des Ukrainischen Verbandes unter dem Vorsitz von Artur Stele, einem Vizepräsidenten der der Weltkirchenleitung, die Aktivitäten der adventistischen Kirche in der Ukraine anleiten und begleiten. Darüber hinaus wird die Anbindung des Ukrainischen Verbandes an die Weltkirchenleitung in regelmäßigen Abständen überprüft, „um den besten Weg für die organisatorische und missionarische Weiterentwicklung zu bestimmen“, heißt es in dem Beschluss.

„Die Struktur der Kirche muss immer dem Auftrag der Kirche dienen“, sagte Stele, der selbst einen russlanddeutschen Hintergrund hat. „Leider leben wir nicht in einer perfekten Welt. Die derzeitige Situation in der Ukraine erfordert eine Änderung der operativen Struktur, damit der Auftrag der Kirche erfüllt werden kann. Wir haben unseren Leitern in der Ukraine sowie den Leitern der ESD aufmerksam zugehört, und es ist offensichtlich geworden, dass eine Veränderung notwendig ist“, fügte er an.

Aufruf zum Gebet für Frieden

Ted Wilson, Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung, rief in diesem Zusammenhang zu verstärktem Gebet auf, „während die Kirche, dem Vorbild Christi folgend, den Menschen in einer sehr herausfordernden Zeit physisch, psychisch, sozial und geistlich dient“.

„Die traumatischen und tragischen Ereignisse, die sich derzeit in der Ukraine ereignen, haben die Welt zutiefst erschüttert“, so Ted Wilson. „Die schreckliche Gewalt und der Verlust von Menschenleben in der Ukraine machen uns traurig und belasten unsere Herzen. Wir beten inständig für ein Ende des Blutvergießens und dafür, dass in der Ukraine und auch in Russland wieder Frieden einkehrt. Wir sind sehr dankbar für die christliche Liebe und Fürsorge, die so viele Kirchenmitglieder in Osteuropa und in der ganzen Welt angesichts der Tragödie so vieler Menschen auf der Flucht aus ihrer Heimat zeigen.“

Stele: „Wir alle sind Gottes Kinder“

Die ESD wird ihre Arbeit fortsetzen und die Aktivitäten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den übrigen Teilen der Region verwalten.

Artur Stele, wies darauf hin, dass es wichtig sei, sich daran zu erinnern, „dass wir alle Gottes Kinder sind. Wir haben denselben Vater. Wir blicken auf dasselbe Himmelreich … Unsere Leute in der ESD sind Mitglieder derselben Gemeindefamilie. Sie lieben sich, sie sorgen füreinander und wünschen einander nur das Beste.“

Neben der Ukraine gibt es mit China und Israel zwei weitere adventistische Kirchenregionen, deren Verwaltung der Weltkirchenleitung zugeordnet ist.




„Der Tyrannei Hoffnung und Taten entgegensetzen“ – VEF veröffentlicht Erklärung zum Krieg in der Ukraine

„Mit unserer Stellungnahme wollen wir Hoffnungszeichen aufzeigen, die wir in unserer Gesellschaft sehen und die wir als Christinnen und Christen setzen“, so VEF-Präsident Christoph Stiba. So könnten Gebet und Engagement viel bewirken: „Angesichts der neuen russischen Großoffensive in der Ostukraine beten wir weiter für Frieden. Wir beten für die Kriegstraumatisierten, die in Butscha, Kramatorsk und an vielen anderen Orten Schreckliches erleben mussten. Wir beten für die Ärmsten der Armen in anderen Ländern, die von den wirtschaftlichen Folgen betroffen sind.“

„Für die große Solidarität und das gesamtgesellschaftliche Engagement für die Geflüchteten sind wir sehr dankbar“, erklärte Stiba. Dazu heißt es in der Stellungnahme: „Diese Zeichen der Menschlichkeit machen Mut! Wir werden uns hier weiterhin einbringen, um der Tyrannei etwas entgegenzusetzen und Zeichen der Hoffnung zu setzen.“ Ebenso hebt die Stellungnahme unter Bezugnahme auf die friedensethische Orientierungshilfe der VEF aus dem Jahr 2015 das Engagement der Freikirchen für Frieden hervor: „Wir engagieren uns auch in der Friedensarbeit und beteiligen uns an der gesellschaftlichen Debatte darüber, mit welchen Mitteln Frieden geschaffen und gesichert werden kann.“

Link zur friedensethischen Orientierungshilfe: https://www.vef.de/erklarungen/friedensethik

Link zur Stellungnahme zum Krieg in der Ukraine: https://www.vef.de/media/pages/erklarungen/7711eb80ce-1649777564/2022-04-12-vef-zu-ukraine-der-tyrannei-hoffnung-und-taten-entgegensetzen.pdf

Finanzen, Lebensrecht und Vollmitgliedschaft

Die Mitgliederversammlung der VEF, die zweimal im Jahr tagt, befasste sich auch mit den Finanzen der Vereinigung sowie mit den aktuellen ethischen Themen einer geplanten Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen und der Gesetzgebung zum assistierten Suizid. Ferner stellte sich die Apostolische Gemeinschaft vor, die einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der VEF gestellt hat.

Über die VEF

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie Evangelisation und missionarischem Gemeindeaufbau, gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung.

Weitere Informationen: www.vef.de




ADRA in Butscha und Irpin: Schnelle und wirksame humanitäre Hilfe

„Schnelle und wirksame humanitäre Hilfe ist unsere Priorität“, teilt das ADRA-Regionalbüro für Europa in Brüssel auf seiner Facebookseite mit. „Wir freuen uns zu erfahren, dass unsere ukrainischen Kollegen ADRA-Hilfspakete an die Bewohner von Butscha und Irpin verteilen.“

Evakuierungstransporte

In Sjewjerodonezk, nahe Luhansk, waren die Menschen aufgrund der Kämpfe gezwungen in Kellern vor den Angriffen Schutz zu suchen. Fahrern von ADRA Ukraine sei es gelungen, drei Evakuierungstransporte vorzunehmen, bei denen rund 120 Bewohner, darunter etwa zehn Kinder, vorwiegend nach Nowomoskowsk evakuiert werden konnten. Die Mehrheit der Evakuierten waren laut ADRA Ukraine Ältere und Menschen mit Behinderungen.

„Im Krieg gibt es keine Gewinner. Es gibt nur Waisen und Witwen, Hunger, Leid und Traumata“, betont ADRA Europa und ruft zum Gebet für den Frieden auf.

Ukraine-Hilfe durch 21 ADRA-Landesbüros

Aus dem weltweiten ADRA-Netzwerk seien 21 Länderbüros in und um die Ukraine herum aktiv. Besonders tätig wären die ADRA-Länderbüros der an die Ukraine angrenzenden Staaten Polen, Slowakei, Rumänien und Moldawien.

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland sei mit eigenem Personal an der Grenze in Polen und Rumänien im Einsatz. In Deutschland helfe ADRA bei Hilfstransporten, organisiere Unterkünfte und leiste finanzielle Soforthilfe.

Zur Finanzierung der humanitären Arbeit sei ADRA Deutschland auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: ADRA Deutschland e.V. | IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00 | Stichwort: Nothilfe Ukraine.

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Adventisten beten während des Ramadan für Muslime in aller Welt

Im Ramadan werde laut Gebetskalender zwölf Stunden am Tag gefastet, der Koran, das heilige Buch des Islam, gelesen und Gutes getan. Es sei die Zeit, in der Muslime glauben, dass Gott ihnen besonders nahe sein möchte.

Beten, dass Gott sich offenbart

Laut der nordamerikanischen Kirchenzeitschrift Adventist Review forderte GCAMR-Direktor Petras Bahadur dazu auf, dass Adventisten auf der ganzen Welt besonders während des Ramadan für Muslime beten sollten. „Wir ermutigen dazu, für sie und die muslimischen Gebiete zu beten, dass Gott sich auf besondere Weise offenbart.“ Mit dem Gebetskalender als Leitfaden könnten sich die adventistischen Kirchengemeinden jeden Tag des Ramadan auf eine andere muslimische Stadt konzentrieren und dafür beten, „dass Gott die Herzen unserer muslimischen Brüder und Schwestern öffnet, damit sie die Liebe Jesu empfangen“. Die örtlichen adventistischen Kirchengemeinden könnten den Muslimen in ihren Städten die Liebe Jesu auch durch Taten der Nächstenliebe während des Ramadan näher bringen.

Beten für 30 Städte

Es wäre nicht das erste Mal, dass das GCAMR einen englischsprachigen Gebetskalender erstelle, so Petras Bahadur. Im Jahr 2021 sei es allgemein um Länder mit einem starken muslimischen Bevölkerungsanteil gegangen. Im Jahr 2022 konzentriere sich der Ramadan-Kalender speziell auf Städte auf dem europäischen, amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinent sowie auf den Nahen Osten mit einer starken muslimischen Bevölkerung. Der Kalender enthalte kurze Informationen über Geschichte, demografische Entwicklung, Sehenswürdigkeiten und Herausforderungen der jeweiligen Stadt. Jeder Tag sei auch mit einem Bibeltext und mit Gebetsanliegen versehen, die auf den Bedürfnissen der 30 ausgewählten Städte beruhten.

Der Ramadan-Gebetskalender begann am 2. April als Kirchenmitglieder für Nur-Sultan (ehemals Astana), die Hauptstadt Kasachstans, beteten. Die Stadt erlebte mehrere Namensänderungen, was in der Einwohnerschaft auf Unverständnis gestoßen sei und zu Spannungen geführt habe. Gebetet wurde, dass die Bewohner von Nur-Sultan sich wegen des Stadtnamens verständigen könnten und dass Gott in den Herzen der Bevölkerung ein Verlangen nach der Hoffnung wecke, die bei Gott zu finden sei. Gebetet wurde auch für Melbourne in Australien, wo fast 200.000 Muslime leben. Die Kirchenmitglieder waren aufgerufen, für die nördlichen Stadtteile zu beten, in denen viele Muslime wohnen.

Weitere Städte sind unter anderem Kapstadt (Südafrika), Berlin (Deutschland), Mombasa (Kenia), Kairo (Ägypten), Istanbul (Türkei) und Karachi (Pakistan). Die Liste endet am 2. Mai, wenn die Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten eingeladen sind, für die Muslime in Medina (Saudi-Arabien) zu beten.




Adventistisches Schulzentrum Marienhöhe (Darmstadt) kümmert sich um ukrainische Flüchtlinge

Bereits am 5. März fuhren Mircea Riesz, Campuspastor am Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt, und sein Team an die rumänisch-ukrainische Grenze. Sie brachten 29 Flüchtlinge und eine Katze nach Deutschland. Der jüngste Passagier war acht Wochen alt. Zwischenzeitlich kommen immer wieder Flüchtlinge an.  Mitglieder der Adventgemeinde Darmstadt-Marienhöhe nehmen die Flüchtlinge auf und unterstützen sie bei der Suche nach einer langfristigen Unterkunft. Auch Familien von Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums Marienhöhe haben Flüchtlinge bei sich aufgenommen.

Es seien weitere Bustouren an die ukrainische Grenze geplant, um Flüchtlingen zu helfen, so Campuspastor Riesz.

Spendenaktion

Am 18. März fand im Rahmen des Schulgottesdienstes des Schulzentrums Marienhöhe eine Spendenaktion für die Flüchtlinge aus der Ukraine statt. Damit soll eine christliche Schule in Lwiw in der Ukraine unterstützt werden, die selbst Flüchtlinge aufnimmt.

Schulzentrum Marienhöhe

Das 1925 als „Seminar Marienhöhe» gegründete heutige Schulzentrum Marienhöhe hat seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 folgte die Realschule und 2010 die Grundschule. Von den 787 Schülerinnen und Schülern besuchen 543 das Gymnasium, 185 die Real- und 59 die Grundschule. 32 Schülerinnen und Schüler leben im hauseigenen Internat. Das als gemeinnützige GmbH geführte Schulzentrum Marienhöhe ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (KdöR) und ist als „Gesundheitsfördernde Schule“ und Schule für den Klimaschutz zertifiziert. Weitere Informationen unter: www.marienhoehe.de.




Hochschule Friedensau trifft Münchener Kirchengemeinden

Am Samstagnachmittag (02.04.) fand in der örtlichen Kirchengemeinde der Adventisten in München München-Ost (Haidhausen) ein Podiumsgespräch mit den Dozenten Prof. Stefan Höschele, Dr. Johannes Hartlapp und Prof. Bernhard Oestreich statt. Das Thema war aktuell gewählt: „Ein Glaube – viele Meinungen?“ Miki Jovanovic, einer der Münchener Pastoren, moderierte die Referate und anschließende Aussprache im 12-Minutentakt. Interessierte Kirchenmitglieder und Gäste aus München und Umgebung waren gekommen.

Jugendveranstaltung MunichMeets
Parallel dazu fand im unteren Mehrzweckraum des Kirchengebäudes die beliebte Veranstaltung der Münchener Jugendlichen „MunichMeets“ statt, der von Studenten der Hochschule mitgestaltet wurde. Nach einer kurzen Pause mit Kuchen und Getränken schloss sich eine Informations- und Fragestunde rund um die Theologische Hochschule mit ihren Studienangeboten an.

Gemeindezentrum München-Ost (Haidhausen)
Das Gemeindezentrum in Haidhausen erlebte nach der Umbauphase und Pandemiezeit wieder ein volles Haus. Jetzt ist das Haus, in dem neben den Adventisten auch eine englischsprachige Baptistengemeinde (IBCM) und die Gemeinde Christ House Gottesdienste feiert, als kurzfristige Anlaufstelle für ukrainische Flüchtlinge adventistischer Partnergemeinden gerüstet.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend und in Teilzeit, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 40 Nationen sind unter den mehr als 200 Studierenden und Lehrenden vertreten.

Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de und www.friedensau.de.




Krankenhaus Waldfriede in Berlin wieder unter den Besten weltweit

Die amerikanische Zeitschrift Newsweek und das renommierte deutsche Online-Portal für Statistik „Statista“ haben zum vierten Mal gemeinsam die besten Krankenhäuser weltweit ermittelt. Am Ende konnte eine Liste der weltweit besten Krankenhäuser und Kliniken erstellt werden. Die in 2022 etwas mehr als 2.200 in dieser Liste genannten Krankenhäuser, die mittlerweile 27 Länder abdecken, darunter die USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada, zeichnen sich durch herausragende Leistungen aus, darunter angesehene Ärzte, erstklassige Pflege und modernste Technologie.

Bernd Quoß – Vorstand des Krankenhauses Waldfriede – zeigte sich sehr erfreut darüber, abermals diese hervorragende internationale Bewertung seiner Einrichtung bekommen zu haben.

Die Herangehensweisen und Methoden der Studien sowie die herangezogenen Daten und Ergebnisse sind online unter https://www.newsweek.com/worlds-best-hospitals-2022 einsehbar und wurden am 11.03.2022 in der internationalen Ausgabe der Zeitschrift Newsweek veröffentlicht (hier die TOP 100 weltweit und die Top 10 national).

Krankenhaus Waldfriede
Das freigemeinnützige Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es wurde nach gesetzlichen Qualitätsparametern mehrfach zertifiziert und hat mit seiner medizinischen und pflegerischen Qualität bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Pro Jahr werden hier etwa 15.000 Patienten stationär und 120.000 Patienten ambulant behandelt. Der Träger ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit rund 900 medizinische Einrichtungen unterhält. Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) und Kooperationspartner des adventistischen Krankenhausverbundes Advent Health in den USA.

Das Krankenhaus ist Teil des Gesundheitsnetzwerks Waldfriede zu dem auch eine Tagesklinik, eine Sozialstation, eine Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, eine Servicegesellschaft, ein Seniorenhaus, das Gesundheitszentrum PrimaVita, die Privatklinik Nikolassee und das Desert Flower Center gehören.

Zur Webseite des Krankenhauses Waldfriede: www.krankenhaus-waldfriede.de




Friedensau nimmt Kriegsvertriebene aus der Ukraine auf

Laut Andrea Cramer von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule galt es zunächst, den zu erwartenden Gästen zumindest ein Bett zur Verfügung stellen zu können. Die Mitarbeitenden der Betriebstechnik, des Gästehauses und zusätzliche Ehrenamtliche hätten die Hauptlast der Vorbereitungsarbeiten und der sich anschließenden Betreuung getragen. Sie bereiteten binnen weniger Tage eine Art „Notaufnahme“ in Friedensau vor. Drei größere, vorübergehend leerstehende Wohnungen wurden aus dem Stand mit den nötigsten Möbeln und dem wichtigsten Hausrat aus gespendeten Gegenständen ausgestattet. Inzwischen wären 64 Frauen und Kinder aus der Ukraine als Kriegsvertriebene vorübergehend in Friedensau untergekommen. Damit sei der Ort mit seinen bisher 450 Einwohnern mehr als voll belegt.

Das Angebot von Friedensau sei Teil eines Hilfenetzwerkes, zu dem auch die Stadt Möckern gehöre. Einige der Frauen würden mit ihren Kindern in den nächsten Tagen aus Friedensau nach Möckern in eine eigene Wohnung umziehen können und dort versuchen, ein relativ „normales“ Leben zu führen, informierte Andrea Cramer.

Materielle Unterstützung habe Friedensau durch Spenden von Einwohnern, Freunden und ehemaligen Absolventen der Hochschule, aber auch durch die Kleiderkammer Leipzig des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW), die Adventgemeinde Waldenburg und von vielen Ehrenamtlichen erhalten.

Seit einigen Tagen würden manche der ukrainischen Gäste das Angebot der Dozentinnen des Deutschkurses der Friedensauer Hochschule nutzen, die gegenwärtig unterrichtsfreie Zeit haben. Sie nehmen an einem spontan für sie organisierten Deutschunterricht teil und könnten in absehbarer Zeit über ein wenig Alltagsdeutsch ihre neue Umgebung kennenlernen.

Ort Friedensau
Friedensau ist ein 1899 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründeter Ort. Auf dem Gelände einer einstigen Wassermühle entstanden in wenigen Jahren eine „Industrie- und Missionsschule“, ein Sanatorium und ein Seniorenheim. Von 1922 bis 2001 war Friedensau eine selbstständige politische Gemeinde. Heute ist die Ortschaft mit ihren 450 Einwohnern Teil der Verwaltungsgemeinschaft Möckern. Zu Friedensau gehören ein Seniorenheim des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW) für 122 pflegebedürftige Menschen, ein Zeltplatz für Pfadfindergruppen und große Events, eine überdachte Arena mit Platz für bis zu 1.500 Personen, ein Ökohaus und eine Hochschule.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend und in Teilzeit, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 40 Nationen sind unter den mehr als 200 Studierenden und Lehrenden vertreten.

Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de und www.friedensau.de.

Adventisten in der Ukraine
Vor dem Krieg gab es in der Ukraine rund 44.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 790 Kirchengemeinden. Die Freikirche unterhält in der Ukraine neben der Hochschule in Butscha 21 Grundschulen, 16 weiterbildende Schulen sowie eine berufsbildende Institution. Alle Bildungsstätten sind gegenwärtig geschlossen. Teilweise findet der Unterricht über das Internet statt.




Ukraine: Menschen suchen Schutz und Hoffnung in Kirchen

Weil immer mehr Menschen in den Gebäuden adventistischer Kirchengemeinden in der Ukraine Schutz suchen, hat Leonid B. Rutkovskiy, ein adventistischer Kirchenleiter, das Büro für die adventistische Mission der Weltkirchenleitung gebeten, Gelder zu zur Verfügung zu stellen, um diese Menschen zu unterstützen. Das Büro hat für solche Zwecke die Initiative „Hoffnung in der Krise“ gegründet, die auch einen Notfallfonds umfasst. Sie wurde ursprünglich nach den Anschlägen in New York vom 11. September 2001 gegründet. Mit den ersten Geldern wurden Notfallseelsorger und andere Personen entsandt, um die Menschen auf den Straßen von New York psychosozial zu unterstützen. Inzwischen sind die ersten Spendengelder in der Ukraine angekommen.

Wie das Büro für adventistische Mission am Verwaltungssitz der Weltkirchenleitung in Silver Spring/Maryland (USA) berichtet, kommen laut Rutkovskiy seit Beginn des Krieges jede Nacht etwa 50-100 Menschen zu den Gemeindehäusern und bitten um Hilfe und einen sicheren Ort zum Übernachten.

Adventistische Pastoren und Kirchenmitglieder helfen bei der Evakuierung von Menschen aus den Kampfgebieten. Sie verteilen Lebensmittel, Medikamente und bieten Gottesdienste und Seelsorge an.

„Mehrere“ Kirchengebäude zerstört, Schulen geschlossen

„Alle ukrainischen Pastoren sind bisher in der Ukraine geblieben, und alle arbeiten und tun, was sie können“, so Rutkovskiy.

Die Adventisten haben in der Ukraine rund 43.300 Mitglieder in 784 Kirchengemeinden, wie aus den jüngsten Statistiken des offiziellen Adventistischen Jahrbuchs hervorgeht – mehr als in jedem anderen Land der ehemaligen Sowjetunion. Wie viele Kirchengebäude zerstört sind, ist nicht bekannt, Kirchenleiter vor Ort sprachen von „mehreren“. Die adventistische Kirche unterhält in der Ukraine 20 Schulen und eine Hochschule, die alle geschlossen und versiegelt sind. Die meisten Schulen erteilen ihren Unterricht per Videokonferenz. Die Angehörigen der Hochschule haben an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau (bei Magdeburg) Zuflucht gefunden.

Am 18. März berichtete der Nachrichtendienst der adventistischen Weltkirchenleitung, Adventist News Network (ANN), über eine gemeinsame Initiative des adventistischen Medienhauses Hope Channel Ukraine und der Adventistischen Entwicklungs- und Hilfsorganisation ADRA Rumänien, die in den ersten Tagen des Krieges ins Leben gerufen wurde und den Namen „Hoffnung für die Ukraine“ trägt. Diese Initiative evakuiert Menschen aus den Gefahrenzonen und hilft Vertriebenen und Bedürftigen in der Ukraine mit Hygieneartikeln, Lebensmitteln, Wasser, Kleidung, Reinigungsmitteln und Erste-Hilfe-Produkten und betreibt feste Lebensmittelausgabestellen.

Offenheit für spirituelle Fragen

Nach Angaben adventistischer Pastoren in der Ukraine sind die Menschen offener für spirituelle Fragen geworden. Ein Pastor sagte gegenüber dem adventistischen Nachrichtendienst aus Norwegen: „Ich glaube, dass sich der Einfluss der adventistischen Kirche in der Ukraine verdoppelt und verdreifacht hat.“ Der wachsende Einfluss der adventistischen Kirche sei aber auch auf die Gastfreundschaft zurückzuführen, die Adventisten sowohl ihren Nachbarn als auch Fremden in Not entgegenbringen, so die Einschätzung ukrainischer Pastoren.

Hope Channel Ukraine strahlt jeden Montag bis Freitag um 11.00 und 18.00 Uhr, Samstag um 11.00 Uhr und Sonntag um 18.00 Uhr Live-TV-Programme aus, obwohl statt sechs nur noch zwei Studios arbeitsfähig sind.

„Die Situation in der Ukraine ist nach wie vor schwierig und gefährlich“, teilte ein ukrainischer Kirchenleiter, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden soll, per E-Mail mit. „Aber wir werden durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes unseren Dienst und die Verkündigung des Evangeliums fortsetzen!“