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Das täuferische Erbe und seine Bedeutung für die Gegenwart – Jahrestagung 2022 des Vereins für Freikirchenforschung

500 Jahre Täuferbewegung

Im Jahr 2025 jährt sich zum 500. Mal die erste Gläubigentaufe, die als Beginn des reformatorischen Täufertums und der mit ihm verbundenen täuferischen Kirchen, wie Mennoniten, Baptisten und Siebenten-Tags-Adventisten, gilt. Seit dem Jahr 2020 nähern sich Mitglieder aus verschiedenen freikirchlichen und landeskirchlichen Gemeinden unter dem Motto „gewagt!“ dem Täufergedenken in Themenjahren an. Eine Tagung des Vereins für Freikirchenforschung und der Theologischen Hochschule Elstal widmete sich der Frage nach der Bedeutung des täuferischen Erbes für die heutige Zeit.

Der baptistische Pastor Jens Stangenberg (Bremen) hob in seinem Vortrag hervor, dass die Täufer des 16. Jahrhunderts durch ihre kritische Haltung zum Bestehenden charakterisiert waren. Bei allem kritischem Hinterfragen stellten sie jedoch stets die Versöhnung in den Mittelpunkt. Die Täufer, so Stangenberg, lebten eine „Wir-Gestalt“ des Glaubens: lebensfördernd, friedensstiftend und das Miteinander der Menschen in den täuferischen Gemeinden stärkend. Keine zentrale institutionelle Instanz habe Vorgaben gemacht. Dies förderte die Mündigkeit und war, so Stangenberg, im positiven Sinne „Anarchie“.

Auch die blinden Flecken sehen

Dass auch die „blind spots“ einer Vergangenheit zur Sprache kommen müssen, darauf wies die Historikerin Astrid von Schlachta (Hamburg/Weierhof) hin. Die Mennoniten, heutzutage eine überzeugte Friedenskirche, standen in der Vergangenheit nicht immer zu ihrem Friedenszeugnis. Häusliche Gewalt, Unterstützung des Krieges beziehungsweise der Dienst an der Waffe gehörten immer wieder und spätestens seit dem 19. Jahrhundert überwiegend zum mennonitischen Leben.

Dazu zählte auch systemische Gewalt, wie einige Fälle sexuellen Missbrauchs in der neueren Zeit ans Tageslicht gebracht hätten. Joel Driedger (Karlsruhe) verdeutlichte dies am Fall des mennonitischen Theologen John Howard Yoder.

Kirche neu denken

Eine vom Vorsitzenden des Vereins für Freikirchenforschung, Andreas Liese (Bielefeld), geleitete Podiumsdiskussion rückte aktuelle freikirchliche Bünde und Neugründungen in den Mittelpunkt, die sich an den historischen Täufern orientierten. In Österreich und in Schweden etwa seien unterschiedliche Freikirchen in Bünden vereint und in Großbritannien verstehe sich das „Anabaptist Mennonite Network“ nicht als Institution, sondern als Netzwerk. Im aktuellen Verlust der gesellschaftlichen Position der Christen sehen dessen Mitglieder die Chance, Kirche neu zu denken und „Ballast“ abzuwerfen.

Aufarbeitung der täuferischen Geschichte

Ein letzter Programmpunkt der Tagung widmete sich der Aufarbeitung der täuferischen Geschichte von Verfolgung und Martyrium im ökumenischen Kontext. Andrea Strübind (Oldenburg) und Lothar Triebel (Bensheim) zeigten anhand der Dialoge, die zwischen verschiedenen lutherischen, katholischen und mennonitischen Verbänden abgehalten wurden, dass trotz aller Bereitschaft zum Gespräch und zum gegenseitigen Verständnis die Täufer immer noch eine „Sonderrolle“ einnehmen. Es sei in den Augen der „großen“ Kirchen keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sie zum pluralen Spektrum der Reformation zu zählen. Uwe Swarat (Elstal) sprach den Umgang mit den Verurteilungen der Täufer in der „Confessio Augustana“ von 1530 an. Es bleibe abzuwarten, welche Debatten darüber in den Jahren bis 2030 entstehen werden.

Die Tagung in Elstal habe deutlich gemacht, wie präsent das täuferische Erbe im Bewusstsein heutiger Kirchen und Gesellschaften sei. Allerdings hätte die Tagung auch gezeigt, wie interessegeleitet Geschichtsschreibung sei und dass Geschichte deshalb immer wieder neu geschrieben werden müsse.

Verein für Freikirchenforschung (VFF)

1990 gründeten Theologen und Historiker aus verschiedenen Freikirchen den Verein für Freikirchenforschung. Initiator war Professor Dr. Robert Walton, seinerzeit Direktor des Seminars für Neue Kirchen- und Theologiegeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Münster. Heute hat der Verein Mitglieder aus 27 Denominationen. Fach- und Laienhistoriker aus zwölf Ländern gehören ihm an. 180 Einzelpersonen und 21 Institute arbeiten zusammen, um wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen der Freikirchenforschung zu fördern.

Der VFF befasst sich mit theologischen und kirchengeschichtlichen Themen aus freikirchlichen Blickwinkeln. Er fördert wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen der Freikirchenforschung. Dazu unterhält der Verein auch eine freikirchliche Fachbibliothek, die ihren Standort an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg hat.

Darüber hinaus möchte der VFF Freikirchen bei der sachgerechten Archivierung von Quellenmaterial und beim Auf- und Ausbau von Archiven unterstützen.  Tagungsbeiträge und Forschungsberichte werden im Jahrbuch des Vereins für Freikirchenforschung veröffentlicht.

Weitere Informationen: www.freikirchenforschung.de.

Theologische Hochschule Elstal

Die Theologische Hochschule Elstal ist eine durch das Land Brandenburg staatlich akkreditierte kirchliche Hochschule in Trägerschaft des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden K.d.ö.R. Sie hat im Jahr 2007 nach der Begutachtung durch den Wissenschaftsrat die institutionelle Akkreditierung als Fachhochschule erhalten und ist 2013 erfolgreich institutionell reakkreditiert worden. Damit hat sie das Recht, staatlich anerkannte Hochschulabschlüsse zu verleihen.

Die Theologische Hochschule Elstal bietet drei akkreditierte Studiengänge mit staatlich anerkannten Studienabschlüssen an: Bachelor-Studiengang Evangelische Theologie, Master-Studiengang Evangelische Theologie und Master-Studiengang Diakonie und Sozialtheologie.

Weitere Informationen: https://www.th-elstal.de/




Adventisten in Deutschland planen Schritte zur Zusammenlegung ihrer überregionalen Verbände

Auf Antrag der Mittelrheinischen Vereinigung (die Verwaltungsgemeinschaft der adventistischen Gebietskörperschaften in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland) beschlossen die Delegierten des Süddeutschen Verbandes in einer getrennten Sitzung „die Verbandsausschüsse im SDV und NDV zu bitten, zeitnah die verfassungsgemäß notwendigen Schritte und Beschlüsse vorzubereiten, um die organisatorische Einheit unserer Freikirche in Deutschland herzustellen.“ In schriftlicher Abstimmung votierten 183 Delegierte mit Ja, es gab 102 Gegenstimmen. Bereits 2017 sprachen sich die Delegierten des Norddeutschen Verbandes auf ihrer turnusgemäßen Tagung mit großer Mehrheit (160 Ja-, 47 Nein-Stimmen) dafür aus, die beiden deutschen Verbände mittelfristig zusammenzulegen.

Trend zur verstärkten Zusammenarbeit

Damit setzt sich der Trend zur verstärkten Zusammenarbeit der beiden adventistischen Verbände in Deutschland fort. Neben einer deutschlandweiten gemeinsamen Finanzverwaltung für die Freikirche existieren schon seit längerem bundesweite Einrichtungen, wie das Religionspädagogische Institut (RPI), das Institut für Weiterbildung (IfW), der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG), das Advent-Wohlfahrtswerk, die Presse- und Informationsstelle, das Referat für zwischenkirchliche Beziehungen, die Zentralstelle für Weltanschauungsfragen und das Referat Kriegsdienstverweigerung. Ebenfalls gibt es nur noch ein Zentrallager in Deutschland für den Materialbedarf der Ortsgemeinden. 2016 ist für beide Verbände zum ersten Mal ein gemeinsamer Finanzvorstand gewählt worden.

Auf der Delegiertentagung wurde ebenfalls beschlossen, alle Leitungspositionen – mit Ausnahme der Präsidenten – für beide Verbände in Personalunion zu besetzen (s. Meldung von gestern: https://www.apd.info/2022/05/17/adventisten-in-deutschland-waehlen-freikirchenleitung/) Ebenfalls soll nach einem Anfang Dezember 2020 gefassten Beschluss der Exekutivausschüsse beider Verbände eine gemeinsame Verwaltungsdienststelle für beide Verbände geschaffen werden, die ihren Sitz in Darmstadt haben wird.

 Adventistische Organisationsstruktur

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland ist Teil einer weltweit organisierten Kirche. Deren örtliche Adventgemeinden in einem oder mehreren Bundesländern sind zu einer regionalen Verwaltungsgemeinschaft (Vereinigung) zusammengeschlossen. Mehrere Vereinigungen bilden als überregionale Kirchenleitung einen Verband. Den Verbänden global übergeordnet ist die Generalkonferenz als weltweite Kirchenleitung. Die Generalkonferenz unterhält als Abteilungen (Divisionen) insgesamt 13 teilkontinentale Kirchenleitungen. Für die deutschen Adventisten ist die Intereuropäische Division mit Sitz in Bern/Schweiz zuständig. Ursprünglich gab es in Deutschland den Ostdeutschen, Westdeutschen und Süddeutschen Verband. Schon Mitte der 1980er- Jahre hat es erste Empfehlungen gegeben, den West- und Süddeutschen Verband, und nach der Wiedervereinigung Deutschlands auch den Ostdeutschen Verband, zu einem Verband zusammenzulegen. Jedoch haben sich 1992 lediglich der Ost- und Westdeutsche Verband zum Norddeutschen Verband zusammengeschlossen.

Weitere Beschlüsse

Auf Antrag der Verwaltungsgemeinschaft Berlin-Mitteldeutsche Vereinigung beschlossen die Delegierten des Norddeutschen Verbandes, bei Sanierungen und Neubauten von kirchlichen Gebäuden auf Nachhaltigkeit zu achten und die ökologischen Aspekte des Betriebs zu berücksichtigen und entsprechende Fördergelder in Anspruch zu nehmen. Außerdem wird in die Verfassung des Norddeutschen Verbandes ein Passus zur Förderung der Gleichstellung eingefügt. Dafür stimmten mehr als zwei Drittel der NDV-Delegierten.

Weniger Mitglieder, stabile Finanzen

Aus dem Konferenzbericht geht hervor, dass die Zahl der adventistischen Kirchenmitglieder in den letzten fünf Jahren leicht von 34.948 auf 34.285 gesunken ist. Auch die Zahl der adventistischen Kirchengemeinden sank von 555 auf 546. Die finanzielle Lage der Verbände ist stabil geblieben.

Krankenhäuser, Schulen, Medien und soziale Aktivitäten

Die Freikirche in Deutschland betreut durch ihren Jugendverband rund 5.000 Pfadfinder, Teenager und Jugendliche. Sie ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie unterhält das Berliner Gesundheitsnetzwerk Waldfriede mit dem gleichnamigen Krankenhaus der der Klinik „Nikolassee“, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt, sowie weitere Grund- und Realschulen sowie Kindergärten. Das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. ist Träger von Seniorenheimen, Kindergärten, Hospizen und weiteren sozialen Einrichtungen. Auch das Medienzentrum Hope Media Europe in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, mit dem Sender Hope TV, der Hope-Hörbücherei und dem Hope Bibelstudien-Institut sowie der Advent-Verlag, Lüneburg, stehen unter adventistischer Leitung. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege setzt sich in Regionalgruppen sowie u. a. durch Seminare und die Ausbildung von Gesundheitsberatern für die Gesundheitsförderung ein. Die Entwicklungshilfeorganisation ADRA Deutschland gehört zum weltweiten ADRA-Netzwerk und ist in vielen Ländern mit humanitären Hilfsprojekten engagiert.




Adventisten in Deutschland wählen Freikirchenleitung

Ergebnisse der Wahlen

Bei der Wahl stimmten die Delegierten beider Verbände getrennt ab. Beide Verbandspräsidenten erhielten von den Delegierten ihres Verbandes jeweils über 80 Prozent der Stimmen.

Mit Ausnahme der Verbandspräsidenten sind alle weiteren Leitungspositionen in Personalunion besetzt worden, das heißt, die gewählten Personen sind für beide adventistischen Verbände zuständig und wurden in getrennten Abstimmungen von den Delegierten beider Verbände gewählt. Alle erhielten ebenfalls über 80 Prozent Zustimmung. Zum Vizepräsidenten und Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau wurde Pastor Alexander Kampmann gewählt. Zuvor war er Abteilungsleiter für missionarischen Gemeindeaufbau der Adventisten in Nordrhein-Westfalen. Im Laufe seines pastoralen Dienstes sammelte er zudem Erfahrungen in der Jugendarbeit und als Gemeindegründer. Sein neues Amt wird er ab 1. September ausüben.

Die Wahl eines Finanzvorstandes wurde in Ermangelung eines Wahlvorschlags den Exekutivausschüssen der Verbände übertragen. Zuletzt hatte Dieter Neef dieses Amt von 2016 bis Ende Februar 2022 inne.

Zum Abteilungsleiter für Erziehung und Bildung wurde Christian Fischer gewählt, der bereits zuvor als Beauftragter für diesen Bereich im Norddeutschen Verband tätig war. Der bisherige Beauftragte für Bildung und Erziehung des Süddeutschen Verbandes, Heinz Schlumpberger, tritt in den Ruhestand, wird aber noch unterstützend tätig sein.

Die Abteilungen Adventjugend und Kommunikation wird künftig Pastor Ruben Grieco leiten. Bereits zuvor leitete er gemeinsam mit Pastor Bert Seefeldt die Adventjugend in Deutschland. Bert Seefeldt ist am 1. April zur adventistischen Hilfsorganisation ADRA gewechselt. Die Abteilung Kommunikation der Freikirche wurde bis Mitte 2021 von Pastor Stephan G. Brass geleitet, der anschließend in den Ruhestand verabschiedet wurde, inzwischen aber vorübergehend wieder als Ortspastor in München tätig ist.

Zur Leiterin der Abteilung Frauen wurde Daniela Canedo wiedergewählt. Sie hat diese Position seit April 2021 inne und ist darin Nachfolgerin von Angelika Pfaller, die im Sommer 2021 in den Ruhestand trat. Diese war zuvor seit 2012 Leiterin der Abteilung Frauen im SDV und später auch im NDV.

Zum Abteilungsleiter für die Pastorendienste wurde Pastor Friedbert Schramm wiedergewählt.

Zur Person: Werner Dullinger (Präsident Süddeutscher Verband)

Der aus Deggendorf in Bayern stammende Werner Dullinger studierte nach dem Abitur am damaligen Theologischen Seminar Marienhöhe der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt. Von 1980 bis 1984 war er Jugendpastor in München, sowie ab 1990 ordinierter Pastor in Marburg an der Lahn. Von 1987 bis 1989 studierte er an der adventistischen Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, und schloss mit einem Master of Divinity (M.Div.) in Theologie ab. Ab 1991 war er Abteilungsleiter für den Bereich Kinder und Jugend der regionalen Kirchenleitung der Adventisten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 2003 bis 2006 absolvierte Dullinger berufsbegleitend ein Masterstudium in „Leadership and Administration“ ebenfalls an der Andrews Universität. 2007 wurde er als Finanzvorstand in den Süddeutschen Verband der Freikirche berufen – eine Tätigkeit, die er bis 2015l ausübte. Werner Dullinger ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Zur Person: Johannes Naether (Präsident Norddeutscher Verband)

Der gebürtige Kölner Johannes Naether studierte zunächst Geschichte und Englisch in Köln und bereitete sich danach am damaligen adventistischen Theologischen Seminar Marienhöhe, Darmstadt, auf sein geistliches Amt vor. Als Pastor wirkte er 14 Jahre in Hannover, Gifhorn und Braunschweig. Von 2001 bis 2012 war er Leiter der Siebenten-Tags-Adventisten in Niedersachsen und Bremen. Johannes Naether ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Norddeutscher und Süddeutscher Verband der Adventisten

Der Norddeutsche Verband mit Sitz in Hannover besteht aus den vier regionalen Kirchenleitungen Nordrhein-Westfalen, Hanse (Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern) sowie Berlin-Mitteldeutschland (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und zählt 18.716 erwachsen getaufte Kirchenmitglieder in 325 Adventgemeinden. Zum Süddeutschen Verband mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart gehören die drei regionalen Kirchenleitungen Baden-Württemberg, Bayern und Mittelrhein (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) mit insgesamt 15.569 erwachsen getauften Kirchenmitgliedern in 221 Adventgemeinden.

Zwischenkirchliche Beziehungen

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie Mitglied in der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG).

Verbandsdelegiertentagung alle fünf Jahre

Die Delegierten des Nord- und Süddeutschen Verbandes tagen alle fünf Jahre. Sie nehmen die Rechenschaftsberichte über die Arbeit der vorangegangenen Amtsperiode entgegen und erteilen den Verantwortungsträgern Entlastung. Sie wählen die künftige Freikirchenleitung und entscheiden über Anträge. Außerdem beschließen sie Rahmenrichtlinien und Pläne für die Arbeit in den kommenden fünf Jahren (ein weiterer Bericht folgt).




ADRA Ukraine verteilt Nahrungsmittel und evakuiert gefährdete Personen

Nahrungsmittelhilfe in verschiedenen Städten und Regionen

Demnach fand die Verteilung der Lebensmittelpakete in der Küstenstadt Odessa in Anwesenheit von Vertretern der humanitären Organisationen WFP und ADRA Ukraine sowie von Medien statt. Täglich werde Brot auch an die Einwohner der Regionen Sumy, Tschernihiw, Poltawa, Odessa und Saporischschja verteilt. Unterstützt werden damit Stadtverwaltungen, Sozialstationen, Krankenhäuser, Unterkunfts- und Versorgungszentren für Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer. Die Städte Mykolajiw und Kiew haben Nahrungsmittelhilfe in Form von Nudeln und Sonnenblumenöl erhalten.

Die Bewohner eines Dorfes in der Region Charkiw, das fünf Kilometer von der Kontaktlinie zu den Gebieten außerhalb ukrainischer Kontrolle entfernt liegt, hätten in der vergangenen Woche Hilfe in Form von 122 Lebensmittelpaketen sowie psychologischer Unterstützung erhalten.

Das ADRA-Ukraine-Projekt „Hoffnung für die Ukraine“ leistet weiterhin humanitäre Hilfe in verschiedenen Regionen des Landes durch die Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten und Kleidung.

Evakuierungen aus Krisengebieten

Die Evakuierung der Menschen aus den Krisenherden in sichere Gebiete gehe weiter, so ADRA. Dank des Zusammenwirkens mehrerer laufender ADRA-Projekte in der Ukraine konnten seit Beginn des Krieges bis Ende vergangener Woche durch die Hilfsorganisation 10.000 Menschen evakuiert werden.




Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft nach drei Jahren wieder in Präsenz

Der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel, freute sich über den würdigen Preisträger: „Mit innovativen Projekten zeigen sie, wie Bibelverbreitung und Bibelbegegnung heute gelingen kann.“ Die Laudatio zur Verleihung hielt Stephan Zeipelt, Geschäftsführer der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen. Zeipelt hob die Vielzahl innovativer Projekte hervor, an der insbesondere die ehrenamtlich Mitarbeitenden der von Cansteinschen Bibelanstalt beteiligt sind. Dazu gehört zum Beispiel die „Berliner Legobibel“. Daran wirkten von 2015 bis heute mehr als 100 Schulklassen mit mehreren tausend Schülerinnen und Schülern mit.

Die Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft tagte mit rund 50 Vertreterinnen und Vertretern von Bibelgesellschaften, Kirchen und christlichen Werken im Tagungszentrum des Wycliff e.V., dessen Tätigkeitsfeld sich international auf Sprachforschung, Bibelübersetzung und Alphabetisierung erstreckt. Die Versammlung beschäftigte sich unter anderem mit den Tätigkeitsberichten aus der nationalen und internationalen Arbeit der DBG, der Bibelverbreitung und der digitalen Präsenz der DBG.

Über die Deutsche Bibelgesellschaft 

Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) ist eine eigenständige Stiftung mit Sitz in Stuttgart. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Die Weltbibelhilfe der DBG unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel. Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und EKD-Ratsvorsitzende, Dr. h. c. Annette Kurschus. Zu den Mitgliedern der jährlich tagenden DBG-Vollversammlung gehört auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.




Protestantische Kirchen in China 2021 – Statistik Update

Gemäß diesen beiden Quellen, so schreibt der Informationsdienst China heute des Vereins China-Zentrum e. V. in Sankt Augustin (bei Bonn), zählt die Volksrepublik China 38 Millionen protestantische Gläubige, die sich in 60.000 Kirchengemeinden versammeln. Die Protestanten unterhalten 22 theologische Ausbildungsstäten (Seminare) und werden nach Angaben des damaligen Präsidenten des Chinesischen Christenrates, Gao Feng, von rund 14.000 „professionellen Klerikern (Pastorinnen und Pastoren, Lehrerinnen und Lehrer, Presbyterinnen und Presbyter)“ geleitet. Außerdem sind 22.000 Predigerinnen und Prediger seelsorgerisch tätig.

Die Zahl von 38 Millionen Protestanten geht vermutlich – so China heute – auf eine Studie der Forscher Lu Yunfeng und Wu Yue und Zhang Chunni von der Pekinger Universität zurück. Es gibt auch höhere Schätzungen, wie beispielsweise die vom Pew Research Center bereits 2011 ermittelte Zahl von 58 Millionen Protestanten. Im Jahr 2020 nannten fünf Forscher und Pastoren dem protestantischen Portal ChinaSource ihre „preferred estimates“ (bevorzugte Schätzungen) für die gegenwärtige Zahl protestantischer Christen in Festlandchina; diese bewegten sich in einer Bandbreite von 50 Millionen bis 116 Millionen. Andererseits wird nach den Angaben von China heute in letzter Zeit auch von einem Rückgang der protestantischen Christen berichtet. Allerdings geht diese Information über eine sinkende Zahl auf eine Erhebung zurück, die bereits im Oktober 2018 auf einem „Forum für Christentumsforschung“ veröffentlicht wurde

Präsenz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in China

Die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit Ende des 19. Jahrhunderts in China tätig. Organisatorische Strukturen wurden 1930 mit der Gründung der „China Division“ geschaffen. Damals zählte die Freikirche 156 Kirchengemeinden mit 9.456 erwachsen getauften Mitgliedern. Gleichzeitig begann die Bildungsarbeit mit 103 eigenen Schulen in denen 3.325 Schülern und Studenten auf den Sekundarschul- und College-Ebenen unterrichtet wurden.

Für die Zeitspanne von 1950 bis 1986 existieren infolge der damaligen politischen Lage keine offiziellen Mitgliederverzeichnisse bzw. Gemeindelisten.

Heute umfasst die „Chinese Union“ der Siebenten-Tags-Adventisten, mit Verwaltungssitz in Hongkong, geografisch die Volksrepublik China sowie die beiden Sonderverwaltungszonen (SARS’s) Hongkong und Macau. Der neuesten Statistik von 2020 zufolge gehören zur Chinese Union 472.314 erwachsen getaufte, adventistische Kirchenmitglieder, die sich in 4.601 Kirchengemeinden versammeln.




WHO zeichnet 10.000-Zehen-Kampagne von Adventist Health in Fidschi aus

Laut Adventist Record, der adventistischen Kirchenzeitschrift im Südpazifik, wurde die Auszeichnung am 5. Mai vom fidschianischen Minister für Gesundheit und medizinische Dienste, Dr. Ifereimi Waqainabete, an den Leiter der transkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten im Südpazifik (Südpazifik-Division), Pastor Glenn Townend, überreicht.

Mit der Auszeichnung wird die Arbeit der 10.000-Zehen-Kampagne gewürdigt, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Zivilisationskrankheiten, insbesondere von Diabetes, im pazifischen Raum zu bekämpfen.

Auf Fidschi sind mehr als 2.000 Botschafter für die Kampagne im Einsatz

„Es ist ein Privileg, für unsere Arbeit in diesem Bereich der Lebensstilmedizin anerkannt zu werden“, sagte die Koordinatorin der 10.000-Zehen-Kampagne für den Südpazifik, Pam Townend.

Laut George Kwong, dem regionalen Botschafter der 10.000-Zehen-Kampagne, gibt es auf den Fidschi-Inseln mehr als 2.000 Botschafter, die sich für die Bekämpfung von Diabetes einsetzen. „Wir haben derzeit eine Reihe von Wellness-Zentren, in denen Gesundheitsscreenings und Lebensstil-Interventionsprogramme angeboten werden. Unser Ziel ist es, bis Ende 2025 über 100 Wellness-Zentren zu betreiben.“

10.000-Zehen-Kampagne auch in sechs anderen Ländern präsent

Nach den Worten von Pam Townend sei die 10.000-Zehen-Kampagne nicht nur in Fidschi, sondern auch in sechs anderen Ländern präsent. Im Rahmen der Kampagne werden derzeit fünf mobile Kliniken unterhalten, es wurden bisher über 4.000 Botschafter geschult, 101 Fachleute weitergebildet, über 954 Screening-Kits bereitgestellt und über 10.000 Menschen auf Diabetes getestet. „Unsere Arbeit ist erst dann beendet, wenn jedes Dorf im Pazifik die Möglichkeit hatte, sich auf eine Gesundheitsreise zu begeben und wir freuen uns auf diese Herausforderung“, so Pam Townend.

Evidenzbasierte Lebensstilmedizin kann Lebensstilkrankheiten vorbeugen

Die Koordinatoren der Kampagne sind davon überzeugt, dass die Integration einer evidenzbasierten Lebensstilmedizin in die Universitätsmedizin Krankheiten des Lebensstils vorbeugen, aufhalten und in einigen Fällen sogar rückgängig machen kann.

„Die 10.000-Zehen-Kampagne wird nicht nur Leben und Gliedmaßen retten, sondern auch das Leben der Menschen verändern, indem sie mit der Weltgesundheitsorganisation, Regierungen und verschiedenen Gesundheits-organisationen zusammenarbeitet, um Diabetes und anderen chronischen Krankheiten Einhalt zu gebieten“, sagte Geraldine Przybylko, Strategiebeauftragte von Adventist Health für den Südpazifischen Raum.

Viele Amputationen

Aktuelle Statistiken zeigen, dass alle 20 Minuten einem Menschen im Südpazifik aufgrund von Diabetes eine Gliedmaße amputiert werden muss, und dies hat negative Auswirkungen auf die lokalen Gemeinschaften. Die Lebensgrundlagen werden beeinträchtigt, Familien in Mitleidenschaft gezogen und die Regierungen belastet.

Weitere Informationen zur Kampagne: https://www.10000toes.com/

Bildlegende (von links):

Fidschis Gesundheitsminister Dr. Ifereimi Waqainabete, Dr. Davina Nand, Leiterin der Abteilung Wellness und medizinische Dienste im Gesundheitsministerium Fidschis, George Kwong, regionaler Botschafter der 10.000-Zehen-Kampagne, Pastor Glenn Townend, Präsident der Adventisten im Südpazifik, Shelley Wallace, Direktorin der WHO für den pazifischen Raum, Pastor Maveni Kaufononga, Präsident der für die Region zuständigen adventistischen Kirchenleitung (Trans-Pazifik-Verband).




Adventistischer Kirchenleiter aus der Ukraine besuchte Deutschland

Pastorales und diakonisches System funktioniert

Unter den Kriegsopfern befänden sich auch adventistische Christen. Einige Gemeindehäuser seien beschädigt, manche sogar zerstört worden. Auch zahlreiche Privathäuser von Kirchenmitgliedern seien zerstört worden. Dennoch funktioniere das pastorale und diakonische System weiterhin, so Nosov. Die Kirche versuche humanitäre Hilfe zu leisten. Wichtig sei auch die Medienarbeit von HopeTV Ukraine, die den Menschen vor Ort Hoffnung spende. In der humanitären Hilfe sei das adventistische Hilfswerk ADRA in der Ukraine und in den umliegenden Ländern aktiv.

Fast alle Kirchenmitglieder im humanitären Einsatz

Neben der Arbeit vor Ort unterstütze die adventistische Kirche auch Menschen auf der Flucht. So würden Gemeindehäuser zur Übernachtung für Flüchtlinge auf der Durchreise zur Verfügung gestellt. Auch Menschen, die durch den Krieg Hab und Gut verloren haben, können in Gemeindehäusern Unterkunft finden. Evakuierungen aus Gefahrenzonen nimmt die Kirche vor Ort ebenfalls vor. Nahezu jedes Kirchenmitglied sei nach den Worten von Nosov derzeit im Dienst für Menschen aktiv. Siehe auch die APD-Meldung https://www.apd.info/2022/05/04/adventisten-in-der-ukraine-leiden-hoffen-helfen-und-beten/

Menschen finden zum Glauben

Auch in dieser schwierigen Lage sei der Segen Gottes spürbar, so Nosov. Menschen fänden trotz des Krieges oder gerade wegen dieser großen Not zum Glauben an Jesus Christus und ließen sich taufen (Adventisten praktizieren die Taufe von Erwachsenen).

Die Situation der ukrainischen Kriegsvertriebenen verglich Nosov mit Johannes, der auf Patmos im Exil leben musste, und schloss seine Predigt mit der Verheißung: „Wie die Lage auch ist, Jesus Christus geht an unserer Seite.“

Stanislav Nosov konnte während seines Aufenthaltes dringend benötigte Hilfsgüter entgegennehmen. Dankbar zeigte er sich auch für eine finanzielle Unterstützung, die Pastor André Lang im Auftrag regionalen adventistischen Kirchenleitung in Berlin-Mitteldeutschland übergab.

Die Ansprache von Stanislav Nosov kann im Predigtpodcast der Adventgemeinde Chemnitz unter diesem Link angehört werden:

https://adventgemeinde-chemnitz-predigten.letscast.fm/episode/auch-im-krieg-geschuetzt-in-gottes-armen

Auch eine Veröffentlichung des Vortrags auf dem YouTube-Kanal der Adventgemeinde Chemnitz ist geplant.




Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland bleibt vollständig Teil der weltweiten United Methodist Church

Der zurückliegende Sonntag (1. Mai), markiert den offiziellen Beginn der Global Methodist Church (GMC, Globale methodistische Kirche). Der Aufbau einer sich von der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church, UMC) abspaltenden und jetzt unter dem Namen Global Methodist Church gegründeten Kirche zeichnete sich über Jahre hinweg ab. Letzte Anlässe waren die mit einer knappen Mehrheit für eine Ordnungsverschärfung in sexualethischen Fragen votierende außerordentliche Generalkonferenz der UMC im Februar 2019 mit daraus folgenden Auseinandersetzungen in vielen Bereichen der weltweiten methodistischen Kirche und die knapp ein Jahr später vorgelegte Mediationsvereinbarung „Versöhnung und Gnade durch Trennung“. Die formale Gründungsversammlung der GMC soll am morgigen Freitag (6. Mai) in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana stattfinden.

Gemeinschaftsbund sieht Segnung gleichgeschlechtlicher Paare kritisch

„Obwohl uns die theologischen Positionen dieser neuen Kirche nahe sind, müssen wir unseren Weg in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt nicht neu überdenken“, sagte Andreas Kraft mit Blick auf die erfolgte Gründung dieser neuen methodistischen Kirche. Kraft ist Sprecher des deutschen Gemeinschaftsbunds der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der aus Beschlüssen des für Deutschland zuständigen Kirchenvorstands hervorging. Diese Beschlüsse öffneten den Weg des deutschen Teils der EmK zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und Ordination Homosexueller zum pastoralen Dienst. Mit der Gründung des Gemeinschaftsbunds eröffneten die Beschlüsse gleichzeitig die weiterhin mögliche Beheimatung traditioneller Positionen in sexualethischen Fragen. Liberale und traditionelle Positionen gingen auf dieser Basis bewusst einen Weg versöhnender Gemeinschaft, heißt es in einer Presseerklärung der EmK.

„Zu diesen Beschlüssen stehen wir“, betonte der in einer Hamburger EmK-Gemeinde aktive Pastor und Sprecher des Gemeinschaftsbunds. Deshalb habe sich die Frage nach einem Beitritt zu dieser neuen Kirche nicht gestellt. „Neue, bemerkenswerte Ereignisse an anderen Orten führen nicht notwendigerweise dazu, die eigene Position neu zu beschreiben“, ergänzt Kraft die loyale Haltung zu dem in Deutschland eingeschlagenen Weg. Der Vorstand des Gemeinschaftsbunds habe die neue Sachlage nur kurz beraten und zur Kenntnis genommen. „Wir haben Frieden, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, bestätigt Kraft die kurz gefassten Äußerungen im Vorstand des Gemeinschaftsbunds. Der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Harald Rückert, äußerte sich dankbar „für diese klare und verbindliche Haltung des deutschen Gemeinschaftsbundes. Der Weg in versöhnter und versöhnender Verschiedenheit, sei zwar anstrengend, aber verheißungsvoll.

Evangelisch-methodistische Kirche

Die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland (EmK) ist Teil der UMC, einer weltweit strukturierten evangelischen Freikirche, die aus einer Erweckungsbewegung in England im 18. Jahrhundert hervorging. Führende Persönlichkeiten am Anfang der Bewegung waren die Brüder John und Charles Wesley. Höchstes Leitungsgremium ist die alle vier Jahre tagende Generalkonferenz.

Weltweit zählen sich zur UMC rund zwölf Millionen Menschen. In Afrika, Amerika, Asien und Europa arbeitet die UMC auf Basis weltweiter und ineinandergreifender Strukturen. Sie ist bewusst nicht nationalstaatlich organisiert, sondern arbeitet über Ländergrenzen hinweg.

Zur EmK in Deutschland zählen sich gut 46.000 Kirchenmitglieder und Kirchenangehörige in 432 Gemeinden. Harald Rückert, Frankfurt am Main, ist der für Deutschland zuständige Bischof.




Adventisten in der Ukraine leiden, hoffen, helfen und beten

Der am 24. Februar von Russland begonnene Angriffskrieg auf die Ukraine hat laut „statista“ bis Anfang Mai zu 5,5 Millionen Geflüchteten in andere Länder und laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zu 7,7 Millionen Binnenflüchtlingen geführt. Das sei die größte Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

„Ein Drittel der Adventisten wurde vertrieben oder ist geflüchtet“

Maksym Krupskyi, Direktor der Hope Media Group, dem Medienzentrum der Adventisten in der Ukraine sowie der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Kirchenleitung in der Ukraine, wies auf die Auswirkungen des Krieges hin. „Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber ich gehe davon aus, dass mehr als 30 Prozent unserer Kirchenmitglieder Vertriebene oder Flüchtlinge sind.“ Bei einer Gesamtmitgliederzahl von 43.307 bedeutet dies, dass etwa 13.000 ukrainische Adventisten ihre Heimat verloren haben oder gezwungen sind, sie zu verlassen.

In vom russischen Militär besetzten Gebieten ist die Versorgungslage prekär

„Die Menschen, die in Gebieten leben, in denen keine militärischen Auseinandersetzungen stattfinden, kommen bislang gut zurecht“, sagte Nosov. Die Situation in den besetzten Gebieten sei jedoch anders. „Den Kirchenmitgliedern dort gehen die Lebensmittel, das Wasser und die Möglichkeiten, zu heizen, aus. Es ist eine humanitäre Krise“, so der Kirchenleiter.

Zerstörte adventistische Kirchengebäude, andere dienen Obdachlosen

Einige Kirchengebäude seien zerstört worden. Unbeschädigte Gebäude dienten als Unterkünfte für Obdachlose.

Alle adventistischen Schulen sind geschlossen – sie bieten online Unterricht an

Von den 40 Schulgebäuden, die der adventistischen Kirche in der Ukraine gehören, seien zwischenzeitlich alle geschlossen und der Unterricht werde online angeboten. Das Ukrainian Adventist Center of Higher Education (UACHE) in Butscha habe nur geringe Schäden erlitten und sei ebenfalls geschlossen. Studierende und Mitarbeitende seien rechtzeitig evakuiert worden. Ein Teil von ihnen ist auf dem Campus der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg untergebracht.

Nothilfe und Evakuierungen

Die adventistische Kirche sei damit beschäftigt, sowohl ihren Mitgliedern als auch der Gesellschaft zu dienen. „Pastoren und Leiter helfen bei der Evakuierung von Menschen aus den Kampfgebieten“, berichtet Nosov. „Sie stellen Unterkünfte, Medikamente, Lebensmittel, Informationen zur Verfügung und beten für sie.“ (Siehe auch die APD-Meldung https://www.apd.info/2022/04/14/adventistische-kirche-in-der-ukraine-organisiert-evakuierungen/)

Neue Dienstroutine für Pastoren

80 Prozent der adventistischen Pastoren seien noch im Land. Krupskyi beschrieb die neue Dienstroutine der adventistischen Pastoren: „Unsere Partner und Freunde liefern Hilfsgüter in die westlichen Regionen des Landes. Von dort aus bringen die Pastoren die Hilfsgüter in kleinen Autokonvois in die umkämpften Gebiete und evakuieren die Menschen auf dem Rückweg aus diesen Gebieten.“

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Hope Media Ukraine und dem Büro der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) in Rumänien erhalten die Binnenvertriebenen außerdem Hygieneartikel, Lebensmittel, Wasser, Kleidung und Medikamente.

Menschen fragen nach Gott

„In der Dunkelheit von Tod und Zerstörung suchen die Menschen Gott“, sagte Nosov. „Sie fragen nicht, warum Gott diesen Krieg zulässt, sondern suchen die Verbindung zu ihm.“ Überraschenderweise nimmt die Zahl der Kirchenbesucher zu. „Es sind jetzt mehr Menschen in unseren Kirchen als früher. Die Kirchengemeinden, deren Gebäude nicht beschädigt oder zerstört wurden, arbeiten normal weiter und bieten Gottesdienste für eine wachsende Zahl an Menschen an.“

„Hope Channel Ukraine, das adventistische Fernsehen, sendet von Montag bis Freitag um 11:00 und 18:00 Uhr, am Samstag um 11:00 Uhr und am Sonntag um 18:00 Uhr und macht trotz der Herausforderungen weiter“, so Krupskyi. (Siehe auch APD-Meldung https://www.apd.info/2022/04/01/ukraine-menschen-suchen-schutz-und-hoffnung-in-kirchen/)

Trotz allem Grund zur Hoffnung

„Wir wissen nicht, was als nächstes passieren wird. Alles liegt in Gottes Hand. Aber wir wissen, dass seine Hände uns gesegnet haben, und das gibt uns Grund zur Hoffnung“, so Kirchenleiter Stanislav Nosov. Er danke Gott für dessen Barmherzigkeit inmitten der Tragödie.




30 Jahre adventistische Kirche in Albanien

Sali Berisha, ein ehemaliger albanischer Präsident und Premierminister, schickte ein Glückwunschvideo. In seiner Botschaft drückte Berisha seine Wertschätzung für die adventistische Kirche aus und erinnerte an ihre große Arbeit zur Unterstützung der Menschen in Albanien. „Tausenden von Albanern wurde von der Adventistischen Kirche und der Adventistischen Entwicklungs- und Hilfsorganisation [ADRA] geholfen.“ Berisha, der während seiner Amtszeit die Entstehung der adventistischen Kirche in Albanien miterlebte, fuhr fort: „Adventisten sind wie der barmherzige Samariter im Evangelium“, sie seien immer bereit zu retten und zu helfen. Schließlich erinnerte Berisha daran, wie der frühere US-Präsident Jimmy Carter, ein guter Freund von ihm, ihn immer wieder um Hilfe und Unterstützung für die Mission der Adventisten in Albanien bat. „Jimmy Carter hat Albanien in den 1990er- Jahren zwei Mal besucht. Bei diesen Gelegenheiten, aber auch in Briefen, die ich aufbewahrt habe, bat er mich, die Adventisten im Blick zu behalten“, sagte Berisha.

Präsident Berisha und die Religionsfreiheit

Berisha war von 1992 bis 1997 der zweite Präsident Albaniens und von 2005 bis 2013 Premierminister. Im Jahr 2012 wurde er von der Religious Liberty Association für das herausragende und vorbildliche Niveau der Religionsfreiheit und der friedlichen Koexistenz zwischen den Religionen in Albanien gelobt. Im selben Jahr überreichte Bertil Wiklander, der damalige Präsident der adventistischen teilkontinentalen Kirchenleitung für Nord- und Osteuropa (Transeuropäische Division), Berisha eine Plakette in Anerkennung seines Beitrags zur Religionsfreiheit und zur Förderung humanitärer Werte für das albanische Volk.

Geschichte der adventistischen Kirche in Albanien

Die Anfänge des adventistischen Glaubens in Albanien reichen fast 100 Jahre zurück. Daniel Lewis, ein Apotheker aus Boston, Massachusetts (USA), kehrte in den 1930er- Jahren in seine Heimat Albanien zurück, um dort das Evangelium zu verkündigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Errichtung eines einer repressiven kommunistischen Diktatur wurde Lewis wegen seiner religiösen Überzeugungen inhaftiert und gefoltert und starb im Gefängnis. Einzelne Personen hielten im Laufe der Jahrzehnte bis zur offiziellen Kirchengründung 1992 am adventistischen Glauben fest. Derzeit gibt es in Albanien fünf adventistische Kirchengemeinden mit etwa 470 erwachsen getauften Mitgliedern.

Weitere Informationen: www.adventist.al




Persönlicher Glaube und soziales Gemeinschaftsgefühl der Adventisten während der Corona-Pandemie stabil geblieben

Der Umfrage zufolge hat Corona-Pandemie ihre Spuren auch bei Adventisten hinterlassen. Das seelische Wohlbefinden der Adventisten (gemäß dem WHO-5-Index) sei während des ersten Lockdowns höher gewesen als zwischen Dezember 2021 und Februar 2022. Inzwischen sei das seelische Wohlbefinden wieder genauso hoch wie vor der Pandemie.

Das spirituelle Wohlbefinden (SpWb-5) habe sich über die Zeitspanne nicht verändert. Das Interesse an religiösen Themen, die Häufigkeit des persönlichen Gebets, der persönlichen Andacht und das Vertrauen in Gott hätten laut Umfrageergebnis nicht abgenommen.

Mehr Zeit für Stille und Besinnung

Der persönliche Glaube und die soziale Gemeinschaft unter Adventisten seien stabil geblieben. Adventisten hätten sich in der Pandemie mehr Zeit für Beziehungen zu ihren Familien und Freunden genommen und diese Kontakte auch intensiver wahrgenommen. Die Verbundenheit miteinander sei wichtiger und stärker geworden, der Umgang miteinander freundlicher.

Durch eine verstärkte Nutzung der digitalen Medien seien Adventisten mit Freunden und Bekannten verbunden geblieben, hätten weiterhin an der Welt teilgenommen, sich inspirieren und anregen lassen. Sie hätten häufiger an digitalen Gottesdiensten und Andachten teilgenommen. Ferner hätten sie sich bewusster und intensiver mit sich selbst auseinandergesetzt, stärker auf das geachtet, was ihnen im Leben wirklich wichtig sei, die Natur intensiver wahrgenommen sowie mehr Zeit für Stille und Besinnung gefunden.

Das Gefühl, dass Gott fern sei, obwohl man sich um ihn bemühe, das Gefühl, von Gott verlassen zu sein, geistlich leer zu sein oder auf Gebete keine Antwort zu finden (geistliche Trockenheit, SDS-6) sei im Laufe der Pandemie in seiner Häufigkeit gleich geblieben (es betreffe 14 Prozent der Befragten).

„Das stärkere Nachdenken über sich selbst und den Sinn des Lebens, die Zeiten der Stille und Besinnung sowie der Naturverbundenheit stehen in einem engen Zusammenhang mit der seelischen und geistlichen Gesundheit“, schreibt Studienleiter Klaus van Treeck (IKL) der zusammen mit dem Mediziner Professor Arndt Büssing (Universität Witten/Herdecke) und Lorethy Starck (IKL) die Studie konzipierte und auswertete. „Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Reaktion auf die Corona-Pandemie in einem hohen Maß von der Fähigkeit abhängt, selbstbestimmt auf positive – interne und externe – seelische, soziale und spirituelle Ressourcen zugreifen zu können (ressourcenorientiertes Selbstmanagement) sowie Ängste und Furcht emotional zulassen zu können“, so Klaus van Treeck in Adventisten heute.

Einstellung der Adventisten zu Corona-Maßnahmen

Die Umfrage enthielt auch Fragen zur persönlichen Haltung gegenüber den die persönliche Freiheit einschränkenden Corona-Schutzmaßnahmen. Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Positionen zu den Empfehlungen, Maßnahmen und Regeln unter Corona nicht voneinander, so das Ergebnis der Umfrage. Personen über 60 Jahre und Familien ohne minderjährige Kinder neigten zu einer höheren Akzeptanz der Corona-Schutzmaßnahmen. Adventisten, deren Herkunftsland in osteuropäischen Regionen liegt, tendierten zu einer kritischeren Haltung den Einschränkungen gegenüber.

62 Prozent der Teilnehmenden waren zum Zeitpunkt der Studie bereits geimpft, 5 Prozent überlegten noch und 22 Prozent wollen sich nicht impfen lassen; 11 Prozent hätten keine Angaben gemacht. 74 Prozent seien bis Ende Februar nicht an COVID-19 erkrankt. 78 Prozent gaben an, sich an die Corona-Maßnahmen und Beschränkungen ihrer Adventgemeinde zu halten, 5 Prozent akzeptieren sie nicht, 7 Prozent nur bedingt; 10 Prozent haben dazu keine Angaben gemacht.

51 Prozent seien gern dazu bereit gewesen, sich im Gottesdienst einzuschränken, um es auch Risikopersonen zu ermöglichen, den Gottesdienst zu besuchen. Etwa auf ein Drittel der Befragten trifft das mit Einschränkungen zu. 4 Prozent seien nicht dazu bereit, 11 Prozent hätten dazu keine Angaben gemacht.

17 Prozent beschäftigten sich regelmäßig mit Internet-Beiträgen und Informationen, die eine kritische Haltung zu Corona-Impfungen und Schutzmaßnahmen einnehmen. Auf ein Drittel treffe das überhaupt nicht zu. 40 Prozent stimmen dieser Aussage etwas oder kaum zu; 10 Prozent machten keine Angabe.

62 Prozent der Studienteilnehmer stellten in ihren Gemeinden Konflikte oder Spaltungen bezüglich der Corona-Schutzmaßnahmen fest (darunter 39 Prozent starke und 23 Prozent etwas Zustimmung). Ein Viertel stimmte teils-teils oder kaum zu; 10 Prozent machten keine Angaben dazu, 4 Prozent erlebten keine Konflikte oder Spaltungen.

Über die Studie

Die Studie wurde von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland angeregt. Erste Ergebnisse der Studie wurden im März 2022 zur wissenschaftlichen Veröffentlichung eingereicht. Nach Veröffentlichung ist der wissenschaftliche Artikel mit Referenzen und Tabellen auch auf der Website des Instituts für ganzheitliches Wohlbefinden, Spiritualität und Resilienz einsehbar. (www.kraftvoll-leben.info)

Ergebnisse früherer Umfragen

Diese Umfrage ist bereits die zweite Studie zum ganzheitlichen Wohlbefinden unter Adventisten in der Corona-Pandemie Der APD berichtete am 9. Juni 2020 von einer vergleichbaren Untersuchung des IKL in der ersten Welle der Corona-Pandemie. Damals übte die Pandemie einen geringen Einfluss auf das seelische, geistliche und soziale Wohlbefinden der Adventisten in Deutschland aus, so das Ergebnis der Umfrage. Siehe https://www.apd.info/2020/06/09/corona-mit-geringem-einfluss-auf-deutsche-adventisten/.

Laut einer ähnlichen Studie des Mediziners Arndt Büssing unter der allgemeinen Bevölkerung, die im Januar 2022 veröffentlicht wurde, habe das Vertrauen in eine höhere Macht und das Gebet als Ressource im Alltag vom ersten Lockdown bis zur vierten Infektionswelle Ende des Jahres 2021 deutlich abgenommen. Viele Menschen hätten ihren Halt im christlichen Glauben verloren, so Büssing. Von diesen Menschen hätten sich zudem viele einsam und sozial isoliert gefühlt. Das Interesse an Spiritualität sei nach der zweiten Corona-Welle deutlich zurückgegangen. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass auch das Kirchen- und Gemeindeleben eingeschränkt war. Befragungen hätten gezeigt, dass viele Gläubige zudem enttäuscht waren, dass ihre Kirche oder Gemeinde keine Antworten oder zu wenig Zuspruch lieferten. Siehe https://www.apd.info/2022/01/27/studie-im-verlauf-der-pandemie-verlieren-menschen-halt-im-christlichen-glauben/




Mit erneuerbaren Energien gegen Hunger und Armut

Zwei beispielhafte Projekte

Beispielhaft dafür ist ein neues Projekt im Südsudan, bei dem es um den Ausbau von erneuerbaren Energien geht. Aus der Nutzung von Biogas und Solaranlagen wird dabei nachhaltig Strom erzeugt. Brunnen werden erschlossen, um die Versorgung der Menschen und der Landwirtschaft zu verbessern. Mit neuen, klimaangepassten Anbaumethoden und Saatgut wird der Hunger bekämpft. Das Projekt unterstützt 2.200 bäuerliche Familien direkt. Von den Maßnahmen profitieren indirekt noch viel mehr Menschen der Region.

Ein anderes Beispiel dafür ist ein Projekt in Äthiopien. Durch den Bürgerkrieg im Norden des Landes sind viele Menschen auf der Flucht und leben in Flüchtlingslagern. Für 500 Geflüchtete und Einheimische bietet ADRA eine berufliche Ausbildung in der Solarenergie sowie Holz- und Metallverarbeitung und ermöglicht ihnen dadurch neue berufliche Perspektiven.

Eine Projektliste von ADRA Deutschland gibt es unter https://adra.de/publikationen/?utm_source=nl&utm_medium=mail&utm_campaign=04-26

Spenden sind über ein Spendenformular möglich: https://adra.de/spendenformular/?utm_source=nl&utm_medium=mail&utm_campaign=04-26

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Seit 1987 hat ADRA Deutschland in über 40 Ländern mehr als 3.000 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




R+V-Versicherung und AWW-Suppenküche Nachschlag laden Bedürftige in Ludwigsburg zum Essen „to go“ ein

Die genossenschaftliche R+V Versicherung feiert ihr 100-jähriges Jubiläum und will aus diesem Anlass der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Unter dem Titel „Mission Miteinander“ tourt die R+V mit einem eigens gebauten Tiny House durch ganz Deutschland und besucht und unterstützt Menschen und Initiativen, die unser Leben und unsere Zukunft zum Besseren verändern wollen.

Zwischen 27. April und 2. Mai

Zwischen Mittwoch, 27. April, und Dienstag, 2. Mai 2022, gibt es am Tiny House der R+V auf dem Rathausplatz Ludwigsburg täglich von 11–13Uhr ein warmes Mittagessen mit Nachtisch und Getränk zum Mitnehmen. Von 14–15 Uhr wird am gleichen Ort zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Gemeinsam mit den Vertretern der Stadtverwaltung wurde der Rathausplatz für diese Aktion ausgewählt, da dieser zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.

„Genau zur richtigen Zeit“

Reinhard Knobloch, der seit 2017 die Suppenküche „Nachschlag“ leitet, freut auf das gemeinsame Projekt mit der R+V und die Zusammenarbeit im Dienst für Menschen. „Als im Herbst 2021 die ersten Gespräche mit der R+V gestartet sind, war noch nicht daran zu denken, dass im Frühjahr 2022 die Inflation auf über 7 Prozent steigt und dadurch die Lebensmittelpreise geradezu explodieren. Auch ein Krieg in der Ukraine war unvorstellbar, geschweige die Millionen von ukrainischen Flüchtlingen. Die Aktion „Suppenküche auf dem Rathausplatz“ findet jetzt zur genau richtigen Zeit und zur Unterstützung für notleidende Menschen statt“, so Reinhard Knobloch. Damit bestätigt er die Einschätzung der Tafeln in Deutschland e. V., die in einer Presseerklärung darauf hingewiesen haben, dass der Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Lebensmittelpreise zu einer Belastungsprobe für die ärmeren Bevölkerungsschichten und die Tafeln geworden seien.

Auf Nachhaltigkeit geachtet

Das Mitarbeiterteam, das je zur Hälfte aus Mitarbeitern der R+V und ehrenamtlichen Helfern der Suppenküche „Nachschlag“ besteht, wird die Ausgabe des von der Zentralküche der Karlshöhe gekochten Mittagessens übernehmen. Bei den Planungen der To-go-Verpackungen ist auf die biologische Abbaubarkeit geachtet worden.

„Das warme Mittagessen werden sicherlich viele Gäste direkt in der Stadt verzehren und dabei das Angebot an Sitzgelegenheiten in der Ludwigsburger Innenstadt nutzen“, hofft Reinhard Knobloch. „Der Kaffee ‚to go‘, samt süßem Gebäck, kann auf dem Weg nach Hause beim Tiny House in Empfang genommen werden“.

Die Erste Bürgermeisterin der Stadt Ludwigsburg, Renate Schmetz, wird die R+V Suppenküche am 27. April um 11 Uhr offiziell eröffnen und bei der Ausgabe der ersten Mittagessen „to go“ mithelfen.

Über die Suppenküche Nachschlag

Die Suppenküche Nachschlag veranstaltet jeden 4. Sonntag im Monat von 12 bis 13.30 Uhr einen sozialen Mittagstisch. Ehrenamtliche Helfer bereiten ein schmackhaftes Vier-Gänge-Menü zu. In geselliger Runde wird die Mahlzeit an Gemeinschaftstischen verspeist.

Zu diesem Angebot sind alle eingeladen, besonders jedoch Menschen in sozialen Notlagen, Flüchtlinge, Bedürftige, Hartz-IV-Empfänger, Wohnungslose und ältere alleinstehende Menschen. Beim gemeinsamen Essen begegnen sich alle sozialen Gesellschaftsschichten können miteinander ins Gespräch kommen.

Die Suppenküche Nachschlag wird vom AWW-Helferkreis Ludwigsburg getragen und organisiert und findet in den Räumen der örtlichen Adventgemeinde, Carl-Goerdeler-Straße 16, statt. Das Projekt Suppenküche „Nachschlag“ lebt ausschließlich von Sach- und Geldspenden sowie vom ehrenamtlichen Engagement. Der AWW-Helferkreis Ludwigsburg umfasst ein Team mit über 50 Freiwilligen. Träger der Suppenküche Nachschlag ist das Advent-Wohlfahrtswerk e.V., das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Es hat seinen Sitz in Hannover. Weitere Informationen gibt es unter www.aww.info.




Zwei Ziegen für Oma Phone

„Ich möchte ein glückliches Zuhause haben. Ich möchte, dass es meinen Kindern und Enkelkindern gut geht, dass sie genug zu essen haben und ein gutes Haus“, wünschte sich Phone.

Eines Tages bekam sie unerwartet Besuch von einem Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA. Er erzählte ihr von einem Ernährungsprojekt, das in ihrem Distrikt Poukhoud auf dem Hochland von Laos gestartet wurde. Es ging um Landwirtschaft und Tierhaltung. Phone erzählte dem Mitarbeiter, dass sie schon immer mit Tieren arbeiten wollte, am liebsten mit Ziegen. „Ich war überglücklich, als ich in das ADRA-Projekt aufgenommen wurde“, berichtete sie. Kurz darauf bekam sie zwei Ziegen und eine ausführliche Schulung. „Ich lernte, wie man sie richtig füttert, melkt und wie ich Krankheiten verhindern kann. Mein Traum ging in Erfüllung.“

„Von deren Großzügigkeit überwältigt“

Phone kümmerte sich liebevoll um ihre Ziegen, und wenig später wurden Zicklein geboren. Zwei davon werde sie an ADRA zurückgeben. Diese gehen dann an eine weitere Familie. Die beiden anderen möchte sie verkaufen, um ihre Kinder und Enkelkinder zu unterstützen. „Ich weiß nicht, wie ich ADRA und den Spendern danken soll. Ich bin von deren Großzügigkeit überwältigt.“

Wie Phone nehmen über 900 Familien aus 16 Dörfern des Poukhoud Distriks an dem Projekt von ADRA Deutschland teil. Neben der Tierzucht gehören neue, klimaresistente Anbaumethoden und verbessertes Saatgut zu dem Programm. Speziell alleinerziehende Mütter und Kriegsinvaliden profitieren davon. Das langfristige Projekt begann im November 2018 und endet planmäßig im Dezember 2022. Es wurde ermöglicht durch Spenden und Projektpartner sowie die Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Seit 1987 hat ADRA Deutschland in über 40 Ländern mehr als 3.000 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




ADRA Rumänien erhält aus Norwegen 92.000 Euro für die Ukrainehilfe

Die Flüchtenden müssten oft weite Strecken zu Fuß zurücklegen, da die Verkehrssysteme nur eingeschränkt funktionierten und die Infrastruktur wie Straßen und Brücken oft beschädigt seien, so ADRA.

„Wir wollen schnell sein viele Hilfsbedürftige erreichen, damit sie sich so wenig wie möglich Sorgen um fehlende Lebensmittel oder Hygieneartikel machen müssen“, so der Projektleiter von ADRA Rumänien, Bogdan Stanica. „Wir wollen uns um ihre unmittelbaren Bedürfnisse kümmern, damit sie sich auf ihre Zukunftspläne konzentrieren können.“

Der Norwegische Flüchtlingsrat

Der Norwegische Flüchtlingsrat ist eine nichtstaatliche humanitäre Organisation, die sich für die Rechte von Menschen einsetzt, die von Vertreibung betroffen sind. Dazu gehören Flüchtlinge und Binnenvertriebene, die aufgrund von Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und akuter Gewalt sowie aufgrund des Klimawandels und von Naturkatastrophen gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen.

ADRA Rumänien

Die 1990 gegründete Hilfsorganisation ADRA Rumänien engagiert sich vor allem in Entwicklungsprojekten, die der gesamten Bevölkerung zugutekommen, unter dem Motto „Gerechtigkeit. Barmherzigkeit. Liebe.“ Die Organisation setzt sich für eine bessere Zukunft, Werte und Menschenwürde ein. Als anerkannter Sozialverband ist ADRA Rumänien Teil des internationalen ADRA-Netzwerks, der weltweiten humanitären Organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die in 118 Ländern tätig ist.




Religiöse Minderheiten in Konflikten besonders gefährdet

Die in den letzten Jahren weltweit gestiegene Zahl von Konflikten hat viele Religionsgemeinschaften ihrer grundlegenden Menschenrechte, einschließlich der Religions- und Glaubensfreiheit, beraubt. Dies wird in dem jüngsten Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit dokumentiert. Der 22-seitige Bericht trägt den Titel „Rechte von Personen, die religiösen oder weltanschaulichen Minderheiten angehören, in Konfliktsituationen oder bei unsicherer Lage“.

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 82,4 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben, was mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Diese Situation wird durch die Flüchtlingskrise infolge des Krieges in der Ukraine noch verschärft.

Der Bericht weist darauf hin, dass Hassreden „ein Umfeld fördern können, in dem Diskriminierung nicht nur toleriert, sondern von politischen Führern gebilligt wird“ (S. 5). In Konfliktsituationen werden religiöse Minderheiten oft als „Ausländer“ abgestempelt, wodurch sie der Gewalt ausgesetzt sind. Der Bericht führt mehrere Beispiele für ein solches Verhalten an. Ein Beispiel bezieht sich auf den Krieg in der Ukraine: „In den ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk beschuldigen die Behörden de facto regelmäßig ‚nichttraditionelle‘ christliche Konfessionen wie die Mormonen und die Zeugen Jehovas, Spione für die Ukraine und ‚westliche Interessen‘ zu sein.“

Die hasserfüllte Rhetorik findet sich in den sozialen Medien und sogar in den Lehrplänen wieder und „beeinflusst künftige Generationen“. Im Jemen ändern die Führer der von den Houthis kontrollierten Gebiete den Lehrplan, um ihr Verständnis des Islam widerzuspiegeln.

Durch Gewalt, Einschüchterung und diskriminierende Gesetze versuchen Staaten, die Menschenrechte religiöser Minderheiten einzuschränken oder diese Gemeinschaften auszulöschen. „Myanmar begeht quasi einen Völkermord an den Rohingya durch eine systematische Kampagne zur Auslöschung oder Vertreibung ihrer Gemeinschaften aus dem Rakhine-Staat, wobei es weit verbreitete und oft wahllose Gewalt anwendet“ (S. 6). Berichten zufolge wurden in Myanmar innerhalb von zehn Monaten im Jahr 2021 vierunddreißig christliche Kirchen und drei islamische religiöse Stätten zerstört.

Zwangsübertritte in die Hauptreligion

Der Bericht enthält eine lange Liste von Menschenrechtsverletzungen, denen religiöse Minderheiten während des Konflikts ausgesetzt sind. Zwangskonversionen sind eine Form von Menschenrechtsverletzungen. Das Ziel von Zwangskonversionen ist es, religiöse Minderheiten dazu zu bringen, ihre Glaubensidentität aufzugeben und sich der Hauptkultur anzugleichen. „Es gibt Hinweise darauf, dass es in Nigeria, Myanmar, Afghanistan, Pakistan und im Sudan zu Zwangskonvertierungen von Minderheiten gekommen ist.“ (S. 7)

Sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt ist eine weitere Form der Unterdrückung, die zur Zerstörung von Minderheitengemeinschaften eingesetzt wird. Die erschütternden Geschichten jesidischer Frauen im Irak, die von ISIL-Soldaten sexuell missbraucht und versklavt wurden, sind ein Beispiel dafür. Die Notlage christlicher Frauen in Nordnigeria ist ein weiteres Beispiel.

Konflikte dienen als Vorwand für Menschenrechtsverletzungen

Der UN-Sonderberichterstatter stellt fest, dass „mehrere staatliche Behörden Konflikt- oder Unsicherheitssituationen entweder als politisch bequeme Rechtfertigung für die Nichterfüllung ihrer Menschenrechtsverpflichtungen oder zur Instrumentalisierung der Fragilität bestimmter Gemeinschaften zur Förderung ihrer politischen Ziele angeführt haben“ (S. 9). Es werden die Behandlung der Uiguren in China, der Palästinenser in Israel und die Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung in Sri Lanka angeführt.

COVID-19-Beschränkungen wurden in mehreren Fällen zur Rechtfertigung von Einschränkungen der Rechte religiöser oder weltanschaulicher Minderheiten herangezogen. In Sri Lanka, Indien und Myanmar wurden Muslime beschuldigt, das Virus einzuschleppen oder die Infektionsrate zu erhöhen. In einigen Gebieten wurde in den sozialen Medien ein „Corona-Dschihad“ ausgerufen.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Behörden in einigen Ländern aktiv daran gearbeitet haben, dass religiöse Minderheiten keine humanitäre Hilfe erhalten. Der Bericht weist darauf hin, dass die Vertreter der humanitären Hilfe verpflichtet sind, auf die religiösen Überzeugungen der betroffenen Gemeinschaften Rücksicht zu nehmen.

Aufhebung von Anti-Konversionsgesetzen gefordert

Der Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Glaubensfreiheit schließt mit einer Liste von Empfehlungen. Die erste von zwölf Empfehlungen an die Staaten lautet, „die Religions- und Glaubensfreiheit von Minderheiten zu fördern und zu schützen, indem Gesetze gegen Konversion und Blasphemie aufgehoben werden …“ (S. 20).

Die wichtigste Empfehlung für die Vereinten Nationen und die Gebergemeinschaft lautet, „Verallgemeinerungen über den Zusammenhang zwischen Religion und Konflikt zu vermeiden“ (S. 21). Der Bericht enthält eine Empfehlung für Vertreter der Zivilgesellschaft: „Religiöse Leiter und Einflussnehmer sollten ihre Autorität nutzen, um integrative, friedliche und gerechte Konfliktlösungen zu fördern und das Entstehen von Spannungen zu verhindern, insbesondere wenn diese im Namen der Religion oder des Glaubens ausgetragen werden“ (S. 22).

Dieser Bericht stützt sich auf eine Pressemeldung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Norwegen.




Kandidatensuche für Bibel-Quizshow bei Hope TV

Gesucht werden Personen, die ein gutes Bibelwissen aufweisen und dieses in der Quizsendung unter Beweis stellen möchten. Als Hauptpreis lockt im Finale der Quizshow eine Reise für zwei Personen nach Israel, dem Land der Bibel. Bis Ende April 2022 können sich Erwachsene ab 18 Jahren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der Website www.dasbibelquiz.tv bewerben.

Hope TV

Der Sender Hope TV wird von Hope Media Europe betrieben und gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile über 60 nationalen Sendern besteht.

Hope TV kann unter anderem über Satellit, deutschlandweit im Kabel und im Internet über www.hopetv.de empfangen werden.




Adventistische Kirche in der Ukraine organisiert Evakuierungen

Dabei würden die Menschen bei diesen Evakuierungen von Pastorenteams und freiwilligen Helfern begleitet und seelsorgerlich unterstützt.

Erste Todesopfer unter Adventisten

Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Geflüchtete“, in dem das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. die adventistische Hilfsorganisation ADRA und weitere Akteure zusammenarbeiten, informierte mit einem Rundbrief über die aktuelle Situation der adventistischen Kirche in der Ukraine. Dieser stützt sich vorwiegend auf Informationen, die Pavlo Khiminets teilweise direkt vor Ort sammelte. Demnach teilte der Präsident der ukrainischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, Stanislav Nosov, am 12. April mit, dass zwei Adventisten in Mariupol durch Granatexplosionen ums Leben gekommen seien, vier weitere würden vermisst. Während der acht Jahre des Krieges sei es das erste Mal gewesen, dass adventistische Kirchenmitglieder in der Ukraine starben. Landesweit seien fünf Gemeindehäuser teilweise und 22 leicht beschädigt worden. In 18 Städten unter russischer Besatzung seien gottesdienstliche Versammlungen verboten.

Von Mykhailo Prodaniuk, einem adventistischen Pastor in Tschernihiw, einer Großstadt im Norden, die seit Kriegsbeginn unter schwerem Beschuss steht, wurde dieser Bericht übermittelt: „Die Stadt zittert. Wir sind von allen Seiten umzingelt. Alle paar Minuten ertönt Alarm. Raketen vom Typ ‚Grad‘ (das russische Wort für Hagel – Anm. d. Red.) treffen die Stadt. Das kann man sich nicht einmal in einem schrecklichen Traum vorstellen. Am 4. März durchbohrte eine der Granaten mehrere Balken vom Dach des adventistischen Kirchengebäudes und flog über die Mauer, bevor sie explodierte. Die Menschen, die sich im Haus aufhielten, rannten nach draußen und sprachen von einem Wunder, dass das Geschoss nicht sofort explodiert war.“

Adventistische Hochschule in Butscha kaum beschädigt

Laut Pavlo Khiminets, der aus der Ukraine stammt, seien die Gebäude auf dem Campus der adventistischen Hochschule in Butscha kaum beschädigt worden. Zwar habe es Plünderungen gegeben, zum Beispiel seien Computer gestohlen worden, aber die Gebäude seien weitgehend verschont geblieben. Die Mehrzahl der Studierenden und Lehrenden der Hochschule sei jetzt in Czernowitz im Westen der Ukraine untergekommen, wo auch Lehrveranstaltungen stattfänden. Ein Teil der Studierenden und Lehrenden sind bereits zuvor von der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau (bei Magdeburg) aufgenommen worden. An der adventistischen Hochschule in Butscha können neben Theologie weitere Fächer wie Soziale Arbeit und Betriebswirtschaft studiert werden.

Adventisten in der Ukraine

Vor dem Krieg gab es in der Ukraine rund 44.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 790 Kirchengemeinden. Die Freikirche unterhält dort neben der Hochschule in Butscha 21 Grundschulen, 16 weiterbildende Schulen sowie eine berufsbildende Institution. Alle Bildungsstätten sind gegenwärtig geschlossen. Teilweise findet der Unterricht über das Internet statt. Am 12. April beschloss der Exekutivausschuss der adventistischen Weltkirchenleitung, die adventistische Kirchenverwaltung in der Ukraine vorübergehend der Weltkirchenleitung anzugliedern (siehe Meldung https://www.apd.info/2022/04/14/kirchenverwaltung-der-adventisten-in-der-ukraine-voruebergehend-an-weltkirchenleitung-angegliedert/).




Kirchenverwaltung der Adventisten in der Ukraine vorübergehend an Weltkirchenleitung angegliedert

Laut dem Beschluss des Exekutivausschusses tritt die vorübergehende Angliederung des Ukrainischen Verbandes an die Weltkirchenleitung mit sofortiger Wirkung in Kraft und ist das Ergebnis der „aktuellen geopolitischen Lage, welche den Ukrainischen Verband und die Euro-Asien-Division vor administrative und missionarische Herausforderungen stellen“.

Aufsichtskomitee für die adventistische Kirche in der Ukraine

Nach diesem Beschluss des Exekutivausschusses wird ein 21-köpfiges Aufsichtskomitee des Ukrainischen Verbandes unter dem Vorsitz von Artur Stele, einem Vizepräsidenten der der Weltkirchenleitung, die Aktivitäten der adventistischen Kirche in der Ukraine anleiten und begleiten. Darüber hinaus wird die Anbindung des Ukrainischen Verbandes an die Weltkirchenleitung in regelmäßigen Abständen überprüft, „um den besten Weg für die organisatorische und missionarische Weiterentwicklung zu bestimmen“, heißt es in dem Beschluss.

„Die Struktur der Kirche muss immer dem Auftrag der Kirche dienen“, sagte Stele, der selbst einen russlanddeutschen Hintergrund hat. „Leider leben wir nicht in einer perfekten Welt. Die derzeitige Situation in der Ukraine erfordert eine Änderung der operativen Struktur, damit der Auftrag der Kirche erfüllt werden kann. Wir haben unseren Leitern in der Ukraine sowie den Leitern der ESD aufmerksam zugehört, und es ist offensichtlich geworden, dass eine Veränderung notwendig ist“, fügte er an.

Aufruf zum Gebet für Frieden

Ted Wilson, Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung, rief in diesem Zusammenhang zu verstärktem Gebet auf, „während die Kirche, dem Vorbild Christi folgend, den Menschen in einer sehr herausfordernden Zeit physisch, psychisch, sozial und geistlich dient“.

„Die traumatischen und tragischen Ereignisse, die sich derzeit in der Ukraine ereignen, haben die Welt zutiefst erschüttert“, so Ted Wilson. „Die schreckliche Gewalt und der Verlust von Menschenleben in der Ukraine machen uns traurig und belasten unsere Herzen. Wir beten inständig für ein Ende des Blutvergießens und dafür, dass in der Ukraine und auch in Russland wieder Frieden einkehrt. Wir sind sehr dankbar für die christliche Liebe und Fürsorge, die so viele Kirchenmitglieder in Osteuropa und in der ganzen Welt angesichts der Tragödie so vieler Menschen auf der Flucht aus ihrer Heimat zeigen.“

Stele: „Wir alle sind Gottes Kinder“

Die ESD wird ihre Arbeit fortsetzen und die Aktivitäten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den übrigen Teilen der Region verwalten.

Artur Stele, wies darauf hin, dass es wichtig sei, sich daran zu erinnern, „dass wir alle Gottes Kinder sind. Wir haben denselben Vater. Wir blicken auf dasselbe Himmelreich … Unsere Leute in der ESD sind Mitglieder derselben Gemeindefamilie. Sie lieben sich, sie sorgen füreinander und wünschen einander nur das Beste.“

Neben der Ukraine gibt es mit China und Israel zwei weitere adventistische Kirchenregionen, deren Verwaltung der Weltkirchenleitung zugeordnet ist.




„Der Tyrannei Hoffnung und Taten entgegensetzen“ – VEF veröffentlicht Erklärung zum Krieg in der Ukraine

„Mit unserer Stellungnahme wollen wir Hoffnungszeichen aufzeigen, die wir in unserer Gesellschaft sehen und die wir als Christinnen und Christen setzen“, so VEF-Präsident Christoph Stiba. So könnten Gebet und Engagement viel bewirken: „Angesichts der neuen russischen Großoffensive in der Ostukraine beten wir weiter für Frieden. Wir beten für die Kriegstraumatisierten, die in Butscha, Kramatorsk und an vielen anderen Orten Schreckliches erleben mussten. Wir beten für die Ärmsten der Armen in anderen Ländern, die von den wirtschaftlichen Folgen betroffen sind.“

„Für die große Solidarität und das gesamtgesellschaftliche Engagement für die Geflüchteten sind wir sehr dankbar“, erklärte Stiba. Dazu heißt es in der Stellungnahme: „Diese Zeichen der Menschlichkeit machen Mut! Wir werden uns hier weiterhin einbringen, um der Tyrannei etwas entgegenzusetzen und Zeichen der Hoffnung zu setzen.“ Ebenso hebt die Stellungnahme unter Bezugnahme auf die friedensethische Orientierungshilfe der VEF aus dem Jahr 2015 das Engagement der Freikirchen für Frieden hervor: „Wir engagieren uns auch in der Friedensarbeit und beteiligen uns an der gesellschaftlichen Debatte darüber, mit welchen Mitteln Frieden geschaffen und gesichert werden kann.“

Link zur friedensethischen Orientierungshilfe: https://www.vef.de/erklarungen/friedensethik

Link zur Stellungnahme zum Krieg in der Ukraine: https://www.vef.de/media/pages/erklarungen/7711eb80ce-1649777564/2022-04-12-vef-zu-ukraine-der-tyrannei-hoffnung-und-taten-entgegensetzen.pdf

Finanzen, Lebensrecht und Vollmitgliedschaft

Die Mitgliederversammlung der VEF, die zweimal im Jahr tagt, befasste sich auch mit den Finanzen der Vereinigung sowie mit den aktuellen ethischen Themen einer geplanten Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen und der Gesetzgebung zum assistierten Suizid. Ferner stellte sich die Apostolische Gemeinschaft vor, die einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der VEF gestellt hat.

Über die VEF

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie Evangelisation und missionarischem Gemeindeaufbau, gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung.

Weitere Informationen: www.vef.de




ADRA in Butscha und Irpin: Schnelle und wirksame humanitäre Hilfe

„Schnelle und wirksame humanitäre Hilfe ist unsere Priorität“, teilt das ADRA-Regionalbüro für Europa in Brüssel auf seiner Facebookseite mit. „Wir freuen uns zu erfahren, dass unsere ukrainischen Kollegen ADRA-Hilfspakete an die Bewohner von Butscha und Irpin verteilen.“

Evakuierungstransporte

In Sjewjerodonezk, nahe Luhansk, waren die Menschen aufgrund der Kämpfe gezwungen in Kellern vor den Angriffen Schutz zu suchen. Fahrern von ADRA Ukraine sei es gelungen, drei Evakuierungstransporte vorzunehmen, bei denen rund 120 Bewohner, darunter etwa zehn Kinder, vorwiegend nach Nowomoskowsk evakuiert werden konnten. Die Mehrheit der Evakuierten waren laut ADRA Ukraine Ältere und Menschen mit Behinderungen.

„Im Krieg gibt es keine Gewinner. Es gibt nur Waisen und Witwen, Hunger, Leid und Traumata“, betont ADRA Europa und ruft zum Gebet für den Frieden auf.

Ukraine-Hilfe durch 21 ADRA-Landesbüros

Aus dem weltweiten ADRA-Netzwerk seien 21 Länderbüros in und um die Ukraine herum aktiv. Besonders tätig wären die ADRA-Länderbüros der an die Ukraine angrenzenden Staaten Polen, Slowakei, Rumänien und Moldawien.

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland sei mit eigenem Personal an der Grenze in Polen und Rumänien im Einsatz. In Deutschland helfe ADRA bei Hilfstransporten, organisiere Unterkünfte und leiste finanzielle Soforthilfe.

Zur Finanzierung der humanitären Arbeit sei ADRA Deutschland auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: ADRA Deutschland e.V. | IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00 | Stichwort: Nothilfe Ukraine.

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Adventisten beten während des Ramadan für Muslime in aller Welt

Im Ramadan werde laut Gebetskalender zwölf Stunden am Tag gefastet, der Koran, das heilige Buch des Islam, gelesen und Gutes getan. Es sei die Zeit, in der Muslime glauben, dass Gott ihnen besonders nahe sein möchte.

Beten, dass Gott sich offenbart

Laut der nordamerikanischen Kirchenzeitschrift Adventist Review forderte GCAMR-Direktor Petras Bahadur dazu auf, dass Adventisten auf der ganzen Welt besonders während des Ramadan für Muslime beten sollten. „Wir ermutigen dazu, für sie und die muslimischen Gebiete zu beten, dass Gott sich auf besondere Weise offenbart.“ Mit dem Gebetskalender als Leitfaden könnten sich die adventistischen Kirchengemeinden jeden Tag des Ramadan auf eine andere muslimische Stadt konzentrieren und dafür beten, „dass Gott die Herzen unserer muslimischen Brüder und Schwestern öffnet, damit sie die Liebe Jesu empfangen“. Die örtlichen adventistischen Kirchengemeinden könnten den Muslimen in ihren Städten die Liebe Jesu auch durch Taten der Nächstenliebe während des Ramadan näher bringen.

Beten für 30 Städte

Es wäre nicht das erste Mal, dass das GCAMR einen englischsprachigen Gebetskalender erstelle, so Petras Bahadur. Im Jahr 2021 sei es allgemein um Länder mit einem starken muslimischen Bevölkerungsanteil gegangen. Im Jahr 2022 konzentriere sich der Ramadan-Kalender speziell auf Städte auf dem europäischen, amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinent sowie auf den Nahen Osten mit einer starken muslimischen Bevölkerung. Der Kalender enthalte kurze Informationen über Geschichte, demografische Entwicklung, Sehenswürdigkeiten und Herausforderungen der jeweiligen Stadt. Jeder Tag sei auch mit einem Bibeltext und mit Gebetsanliegen versehen, die auf den Bedürfnissen der 30 ausgewählten Städte beruhten.

Der Ramadan-Gebetskalender begann am 2. April als Kirchenmitglieder für Nur-Sultan (ehemals Astana), die Hauptstadt Kasachstans, beteten. Die Stadt erlebte mehrere Namensänderungen, was in der Einwohnerschaft auf Unverständnis gestoßen sei und zu Spannungen geführt habe. Gebetet wurde, dass die Bewohner von Nur-Sultan sich wegen des Stadtnamens verständigen könnten und dass Gott in den Herzen der Bevölkerung ein Verlangen nach der Hoffnung wecke, die bei Gott zu finden sei. Gebetet wurde auch für Melbourne in Australien, wo fast 200.000 Muslime leben. Die Kirchenmitglieder waren aufgerufen, für die nördlichen Stadtteile zu beten, in denen viele Muslime wohnen.

Weitere Städte sind unter anderem Kapstadt (Südafrika), Berlin (Deutschland), Mombasa (Kenia), Kairo (Ägypten), Istanbul (Türkei) und Karachi (Pakistan). Die Liste endet am 2. Mai, wenn die Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten eingeladen sind, für die Muslime in Medina (Saudi-Arabien) zu beten.




Adventistisches Schulzentrum Marienhöhe (Darmstadt) kümmert sich um ukrainische Flüchtlinge

Bereits am 5. März fuhren Mircea Riesz, Campuspastor am Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt, und sein Team an die rumänisch-ukrainische Grenze. Sie brachten 29 Flüchtlinge und eine Katze nach Deutschland. Der jüngste Passagier war acht Wochen alt. Zwischenzeitlich kommen immer wieder Flüchtlinge an.  Mitglieder der Adventgemeinde Darmstadt-Marienhöhe nehmen die Flüchtlinge auf und unterstützen sie bei der Suche nach einer langfristigen Unterkunft. Auch Familien von Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums Marienhöhe haben Flüchtlinge bei sich aufgenommen.

Es seien weitere Bustouren an die ukrainische Grenze geplant, um Flüchtlingen zu helfen, so Campuspastor Riesz.

Spendenaktion

Am 18. März fand im Rahmen des Schulgottesdienstes des Schulzentrums Marienhöhe eine Spendenaktion für die Flüchtlinge aus der Ukraine statt. Damit soll eine christliche Schule in Lwiw in der Ukraine unterstützt werden, die selbst Flüchtlinge aufnimmt.

Schulzentrum Marienhöhe

Das 1925 als „Seminar Marienhöhe» gegründete heutige Schulzentrum Marienhöhe hat seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 folgte die Realschule und 2010 die Grundschule. Von den 787 Schülerinnen und Schülern besuchen 543 das Gymnasium, 185 die Real- und 59 die Grundschule. 32 Schülerinnen und Schüler leben im hauseigenen Internat. Das als gemeinnützige GmbH geführte Schulzentrum Marienhöhe ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (KdöR) und ist als „Gesundheitsfördernde Schule“ und Schule für den Klimaschutz zertifiziert. Weitere Informationen unter: www.marienhoehe.de.




Hochschule Friedensau trifft Münchener Kirchengemeinden

Am Samstagnachmittag (02.04.) fand in der örtlichen Kirchengemeinde der Adventisten in München München-Ost (Haidhausen) ein Podiumsgespräch mit den Dozenten Prof. Stefan Höschele, Dr. Johannes Hartlapp und Prof. Bernhard Oestreich statt. Das Thema war aktuell gewählt: „Ein Glaube – viele Meinungen?“ Miki Jovanovic, einer der Münchener Pastoren, moderierte die Referate und anschließende Aussprache im 12-Minutentakt. Interessierte Kirchenmitglieder und Gäste aus München und Umgebung waren gekommen.

Jugendveranstaltung MunichMeets
Parallel dazu fand im unteren Mehrzweckraum des Kirchengebäudes die beliebte Veranstaltung der Münchener Jugendlichen „MunichMeets“ statt, der von Studenten der Hochschule mitgestaltet wurde. Nach einer kurzen Pause mit Kuchen und Getränken schloss sich eine Informations- und Fragestunde rund um die Theologische Hochschule mit ihren Studienangeboten an.

Gemeindezentrum München-Ost (Haidhausen)
Das Gemeindezentrum in Haidhausen erlebte nach der Umbauphase und Pandemiezeit wieder ein volles Haus. Jetzt ist das Haus, in dem neben den Adventisten auch eine englischsprachige Baptistengemeinde (IBCM) und die Gemeinde Christ House Gottesdienste feiert, als kurzfristige Anlaufstelle für ukrainische Flüchtlinge adventistischer Partnergemeinden gerüstet.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend und in Teilzeit, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 40 Nationen sind unter den mehr als 200 Studierenden und Lehrenden vertreten.

Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de und www.friedensau.de.




Krankenhaus Waldfriede in Berlin wieder unter den Besten weltweit

Die amerikanische Zeitschrift Newsweek und das renommierte deutsche Online-Portal für Statistik „Statista“ haben zum vierten Mal gemeinsam die besten Krankenhäuser weltweit ermittelt. Am Ende konnte eine Liste der weltweit besten Krankenhäuser und Kliniken erstellt werden. Die in 2022 etwas mehr als 2.200 in dieser Liste genannten Krankenhäuser, die mittlerweile 27 Länder abdecken, darunter die USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada, zeichnen sich durch herausragende Leistungen aus, darunter angesehene Ärzte, erstklassige Pflege und modernste Technologie.

Bernd Quoß – Vorstand des Krankenhauses Waldfriede – zeigte sich sehr erfreut darüber, abermals diese hervorragende internationale Bewertung seiner Einrichtung bekommen zu haben.

Die Herangehensweisen und Methoden der Studien sowie die herangezogenen Daten und Ergebnisse sind online unter https://www.newsweek.com/worlds-best-hospitals-2022 einsehbar und wurden am 11.03.2022 in der internationalen Ausgabe der Zeitschrift Newsweek veröffentlicht (hier die TOP 100 weltweit und die Top 10 national).

Krankenhaus Waldfriede
Das freigemeinnützige Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es wurde nach gesetzlichen Qualitätsparametern mehrfach zertifiziert und hat mit seiner medizinischen und pflegerischen Qualität bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Pro Jahr werden hier etwa 15.000 Patienten stationär und 120.000 Patienten ambulant behandelt. Der Träger ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit rund 900 medizinische Einrichtungen unterhält. Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) und Kooperationspartner des adventistischen Krankenhausverbundes Advent Health in den USA.

Das Krankenhaus ist Teil des Gesundheitsnetzwerks Waldfriede zu dem auch eine Tagesklinik, eine Sozialstation, eine Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, eine Servicegesellschaft, ein Seniorenhaus, das Gesundheitszentrum PrimaVita, die Privatklinik Nikolassee und das Desert Flower Center gehören.

Zur Webseite des Krankenhauses Waldfriede: www.krankenhaus-waldfriede.de




Friedensau nimmt Kriegsvertriebene aus der Ukraine auf

Laut Andrea Cramer von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule galt es zunächst, den zu erwartenden Gästen zumindest ein Bett zur Verfügung stellen zu können. Die Mitarbeitenden der Betriebstechnik, des Gästehauses und zusätzliche Ehrenamtliche hätten die Hauptlast der Vorbereitungsarbeiten und der sich anschließenden Betreuung getragen. Sie bereiteten binnen weniger Tage eine Art „Notaufnahme“ in Friedensau vor. Drei größere, vorübergehend leerstehende Wohnungen wurden aus dem Stand mit den nötigsten Möbeln und dem wichtigsten Hausrat aus gespendeten Gegenständen ausgestattet. Inzwischen wären 64 Frauen und Kinder aus der Ukraine als Kriegsvertriebene vorübergehend in Friedensau untergekommen. Damit sei der Ort mit seinen bisher 450 Einwohnern mehr als voll belegt.

Das Angebot von Friedensau sei Teil eines Hilfenetzwerkes, zu dem auch die Stadt Möckern gehöre. Einige der Frauen würden mit ihren Kindern in den nächsten Tagen aus Friedensau nach Möckern in eine eigene Wohnung umziehen können und dort versuchen, ein relativ „normales“ Leben zu führen, informierte Andrea Cramer.

Materielle Unterstützung habe Friedensau durch Spenden von Einwohnern, Freunden und ehemaligen Absolventen der Hochschule, aber auch durch die Kleiderkammer Leipzig des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW), die Adventgemeinde Waldenburg und von vielen Ehrenamtlichen erhalten.

Seit einigen Tagen würden manche der ukrainischen Gäste das Angebot der Dozentinnen des Deutschkurses der Friedensauer Hochschule nutzen, die gegenwärtig unterrichtsfreie Zeit haben. Sie nehmen an einem spontan für sie organisierten Deutschunterricht teil und könnten in absehbarer Zeit über ein wenig Alltagsdeutsch ihre neue Umgebung kennenlernen.

Ort Friedensau
Friedensau ist ein 1899 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründeter Ort. Auf dem Gelände einer einstigen Wassermühle entstanden in wenigen Jahren eine „Industrie- und Missionsschule“, ein Sanatorium und ein Seniorenheim. Von 1922 bis 2001 war Friedensau eine selbstständige politische Gemeinde. Heute ist die Ortschaft mit ihren 450 Einwohnern Teil der Verwaltungsgemeinschaft Möckern. Zu Friedensau gehören ein Seniorenheim des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW) für 122 pflegebedürftige Menschen, ein Zeltplatz für Pfadfindergruppen und große Events, eine überdachte Arena mit Platz für bis zu 1.500 Personen, ein Ökohaus und eine Hochschule.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend und in Teilzeit, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 40 Nationen sind unter den mehr als 200 Studierenden und Lehrenden vertreten.

Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de und www.friedensau.de.

Adventisten in der Ukraine
Vor dem Krieg gab es in der Ukraine rund 44.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 790 Kirchengemeinden. Die Freikirche unterhält in der Ukraine neben der Hochschule in Butscha 21 Grundschulen, 16 weiterbildende Schulen sowie eine berufsbildende Institution. Alle Bildungsstätten sind gegenwärtig geschlossen. Teilweise findet der Unterricht über das Internet statt.




Ukraine: Menschen suchen Schutz und Hoffnung in Kirchen

Weil immer mehr Menschen in den Gebäuden adventistischer Kirchengemeinden in der Ukraine Schutz suchen, hat Leonid B. Rutkovskiy, ein adventistischer Kirchenleiter, das Büro für die adventistische Mission der Weltkirchenleitung gebeten, Gelder zu zur Verfügung zu stellen, um diese Menschen zu unterstützen. Das Büro hat für solche Zwecke die Initiative „Hoffnung in der Krise“ gegründet, die auch einen Notfallfonds umfasst. Sie wurde ursprünglich nach den Anschlägen in New York vom 11. September 2001 gegründet. Mit den ersten Geldern wurden Notfallseelsorger und andere Personen entsandt, um die Menschen auf den Straßen von New York psychosozial zu unterstützen. Inzwischen sind die ersten Spendengelder in der Ukraine angekommen.

Wie das Büro für adventistische Mission am Verwaltungssitz der Weltkirchenleitung in Silver Spring/Maryland (USA) berichtet, kommen laut Rutkovskiy seit Beginn des Krieges jede Nacht etwa 50-100 Menschen zu den Gemeindehäusern und bitten um Hilfe und einen sicheren Ort zum Übernachten.

Adventistische Pastoren und Kirchenmitglieder helfen bei der Evakuierung von Menschen aus den Kampfgebieten. Sie verteilen Lebensmittel, Medikamente und bieten Gottesdienste und Seelsorge an.

„Mehrere“ Kirchengebäude zerstört, Schulen geschlossen

„Alle ukrainischen Pastoren sind bisher in der Ukraine geblieben, und alle arbeiten und tun, was sie können“, so Rutkovskiy.

Die Adventisten haben in der Ukraine rund 43.300 Mitglieder in 784 Kirchengemeinden, wie aus den jüngsten Statistiken des offiziellen Adventistischen Jahrbuchs hervorgeht – mehr als in jedem anderen Land der ehemaligen Sowjetunion. Wie viele Kirchengebäude zerstört sind, ist nicht bekannt, Kirchenleiter vor Ort sprachen von „mehreren“. Die adventistische Kirche unterhält in der Ukraine 20 Schulen und eine Hochschule, die alle geschlossen und versiegelt sind. Die meisten Schulen erteilen ihren Unterricht per Videokonferenz. Die Angehörigen der Hochschule haben an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau (bei Magdeburg) Zuflucht gefunden.

Am 18. März berichtete der Nachrichtendienst der adventistischen Weltkirchenleitung, Adventist News Network (ANN), über eine gemeinsame Initiative des adventistischen Medienhauses Hope Channel Ukraine und der Adventistischen Entwicklungs- und Hilfsorganisation ADRA Rumänien, die in den ersten Tagen des Krieges ins Leben gerufen wurde und den Namen „Hoffnung für die Ukraine“ trägt. Diese Initiative evakuiert Menschen aus den Gefahrenzonen und hilft Vertriebenen und Bedürftigen in der Ukraine mit Hygieneartikeln, Lebensmitteln, Wasser, Kleidung, Reinigungsmitteln und Erste-Hilfe-Produkten und betreibt feste Lebensmittelausgabestellen.

Offenheit für spirituelle Fragen

Nach Angaben adventistischer Pastoren in der Ukraine sind die Menschen offener für spirituelle Fragen geworden. Ein Pastor sagte gegenüber dem adventistischen Nachrichtendienst aus Norwegen: „Ich glaube, dass sich der Einfluss der adventistischen Kirche in der Ukraine verdoppelt und verdreifacht hat.“ Der wachsende Einfluss der adventistischen Kirche sei aber auch auf die Gastfreundschaft zurückzuführen, die Adventisten sowohl ihren Nachbarn als auch Fremden in Not entgegenbringen, so die Einschätzung ukrainischer Pastoren.

Hope Channel Ukraine strahlt jeden Montag bis Freitag um 11.00 und 18.00 Uhr, Samstag um 11.00 Uhr und Sonntag um 18.00 Uhr Live-TV-Programme aus, obwohl statt sechs nur noch zwei Studios arbeitsfähig sind.

„Die Situation in der Ukraine ist nach wie vor schwierig und gefährlich“, teilte ein ukrainischer Kirchenleiter, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden soll, per E-Mail mit. „Aber wir werden durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes unseren Dienst und die Verkündigung des Evangeliums fortsetzen!“




Die vollständige Bibel jetzt in 719 Sprachen

Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl der abgeschlossenen Übersetzungsprojekte um mehr als 30 Prozent gestiegen. Unter den Sprachen mit einer Erstübersetzung wurden 37 biblische Einzelschriften, acht Neue Testamente und drei vollständige Bibelausgaben fertiggestellt. Darunter befinden sich die erste Bibel in Asturisch, einer Regionalsprache innerhalb Spaniens, die von rund 100.000 Menschen im Norden des Landes gesprochen wird, sowie die Übersetzung auf Santali, einer asiatischen Mundart verwendet von rund 225.000 Personen in Nordwesten Bangladeschs.

Zu den 43 Übersetzungsprojekten in bereits erschlossenen Sprachen gehöre auch die BasisBibel der Deutschen Bibelgesellschaft, die im Januar des vergangenen Jahres erschien.

3.900 Sprachen noch ohne Bibelübersetzung

In 3.524 Sprachen gibt es nun mindestens ein Buch der Bibel und in 1.593 Sprachen das Neue Testament. Damit erreichten die Bibelgesellschaften weltweit knapp 7,6 Milliarden Menschen. Ausgehend von 7.376 Sprachen liege somit in rund 3.900 Sprachen noch keine Übersetzung eines biblischen Buches vor. Zielsetzung des Weltverbands sei es deshalb, bis 2038 die Bibel in weitere 1.200 Sprachen zu übersetzen.

UBS

Der Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS) zählt 160 Mitglieder und ist in 184 Ländern sowie Territorien tätig. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Aufgaben seien die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. In Deutschland werde diese Arbeit vor allem durch Spenden für die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt.

Weitere Informationen: www.weltbibelhilfe.de/zahlen-und-fakten

Zur Deutschen Bibelgesellschaft: www.die-bibel.de




Brasilien: Junge Adventisten bieten Dusche für Obdachlose an

Zum adventistischen Weltjugendtag am 19. März 2022 startete die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der nordbrasilianischen Stadt Manaus mehrere Initiativen mit dem Ziel, bedürftigen Menschen in der Stadt zu helfen. Auf einem zentralen Platz im historischen Zentrum der Stadt bot eine mobile Einrichtung die Möglichkeit, kostenlos zu duschen. Die Obdachlosen, die das Angebot annahmen, erhielten zusätzlich Toilettenartikel wie Seifenstücke, Zahnpasta, eine Zahnbürste und ein Handtuch.

Trotz Regen nutzen etwa 30 Menschen die mobile Einrichtung. Die Teilnehmer erhielten außerdem Snacks, Literatur und geistliche Begleitung. Einige von ihnen berichten aus ihrem Leben: „Das Leben auf der Straße ist nicht einfach; der Hunger tut weh“, sagte Carlos M., 22 Jahre alt. Er habe versucht, bei seiner Großfamilie zu leben, nachdem er vor einiger Zeit eine Entzugsklinik verlassen hatte. „Ich dachte, sie würden mich akzeptieren, aber das taten sie nicht“, sagte Carlos. „Ich musste zurück auf die Straße, und diesmal mit meiner Frau und meiner Tochter.“

Hilfsangebote in Coronazeit

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Jugendlichen der adventistischen Kirchengemeinde an Initiativen zur Unterstützung der Obdachlosen beteiligt. „Auf dem Höhepunkt der Pandemie im letzten Jahr kamen wir hierher, um Suppe, Kleidung, Masken und Desinfektionsmittel auszugeben“, so Bruna Ximendes, Leiterin der örtlichen Jugendgruppe. „Damals wurde uns klar, dass die Obdachlosen kostenlosen Zugang zu Duschen brauchen. An anderen Orten müssen sie Gebühren zahlen“, erklärte sie.

Adventisten in Südamerika

Das Gebiet der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in Südamerika (Südamerikanische Division, SAD) umfasst die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, die Falklandinseln, Paraguay, Peru und Uruguay. In dieser Region mit ca. 345 Millionen Einwohnern leben 2,5 Millionen Adventisten, die sich samstags in über 14.000 örtlichen Kirchengemeinden versammeln.




Die 119. Jahreskonferenz der Adventisten in der Deutschschweiz fand als Online-Veranstaltung statt

Die Jahreskonferenz 2022 fand online als Videokonferenz statt, weil es schwierig gewesen wäre, kurzfristig auf eine Präsenzveranstaltung umzustellen, nachdem der Schweizer Bundesrat im Februar Großveranstaltungen wieder ermöglicht hatte. Im Jahr 2021 wurde die Jahreskonferenz ebenfalls online abgehalten, 2020 wurde sie wegen der Corona-Pandemie ganz abgesagt.

Das Programm für die Erwachsenen wurde in separaten Zoom-Räumen auf Englisch, Portugiesisch und Spanisch übersetzt. Gleichzeitig hatten die Kinder fünf Zoom-Räume mit altersgerechten Angeboten.

Bibelgespräch: Das auf den Kopf gestellte Königreich Gottes

Wie es auch in Präsenzgottesdiensten der Adventisten üblich ist, fand im ersten Teil des Gottesdienstes ein Bibelgespräch in Gruppen statt. In diesem Online-Gottesdienst wurden Breakout-Gruppen von jeweils sechs Personen zusammengeschaltet, die über einen Link Zugang zu Bibeltexten und Fragen für das Gespräch in der Gruppe erhielten.

Projekt „Talentschmiede“

Anschließend wurde ein kurzes Video eingespielt, das die „Talentschmiede“ vorgestellte, ein Projekt der Schweizer Adventjugend. Es möchte „Kindern, Teens und Jugendlichen im Alter von 10 – 20 Jahren die Möglichkeit bieten, ihre Talente zu entdecken“, damit sie diese für sich und gegebenenfalls auch in der Gemeinde einbringen können. Erreicht werden soll dies durch direkte Kontakte von Erwachsenen mit den Teens.

Mehr zur Talentschmiede: https://www.adventjugend.ch/talentschmiede/

Kollekte für die Ukrainehilfe von ADRA Schweiz

In einem Video wurde ein Einblick ins Engagement der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz für die Binnenflüchtlinge in der Ukraine sowie für Geflüchtete in der Schweiz gegeben. ADRA engagiert sich allein in Rumänien mit 1.000 Freiwilligen und zusätzlich in den anderen vier Anliegerstaaten der Ukraine. Spenden konnte man über einen QR-Code von Twint. Zur Hilfe von siehe Meldung https://www.apd.info/2022/03/24/europaeische-adra-teams-helfen-ukraine-fluechtlingen-mit-hunderten-freiwilligen/

Himmelreich: „Ein Geschenk zum Auspacken!“

In der Predigt sprach Alexander Kampmann, Leiter der Abteilungen Gemeindeaufbau und Kommunikation der Adventisten in Nordrhein-Westfalen, über die Werte des Himmelreichs. Im Hinblick auf das Reich Gottes hätten die Adventisten eher das Warten betont, so Kampmann. Auf Grundlage der Begebenheit von der Heilung der zehn Aussätzigen durch Jesus (Lukasevangelium, 17,11ff) schlug er neben dem Warten vor, fünf Werte des Himmelreichs bereits im Hier und Jetzt zu leben und damit in der Gegenwart einen Vorgeschmack aufs Himmelreich zu ermöglich: 1. Reich Gottes sei dort erlebbar, wo Menschen auch soziale Grenzen überschreiten würden und die Nähe zu ihren Mitmenschen suchten (Vers 11). 2. Das Reich Gottes breite sich aus, wenn man sich für die körperliche und seelische Gesundheit anderer einsetze. Die Aussätzigen seien im Gehen gesund geworden (Vers 14). 3. Das Reich Gottes sei erlebbar, wenn Schranken zwischen Kulturen und soziale Schranken abgebaut würden (Vers 16). 4. Das Reich Gottes breitet sich aus, wenn Jesus Christus im Glauben kontaktiert bzw. angebetet wird (Vers 19). 5. Dankbarkeit erfüllt das Leben (Vers 15).

Auf das Himmelreich könne nicht nur gewartet werden, sondern es könne bereits jetzt Gestalt gewinnen im Sinne des Wortes Jesu an seine Jünger: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Vers 22).

„No Bible – no Smartphone“

Für Jugendliche gestaltete die Jugendabteilung der adventistischen Kirche in der Schweiz auf der Jahreskonferenz einen Kahoot, eine Art von elektronischem Echtzeit-Quiz bzw. eine spielbasierte Lernplattform, darin ging es über die Angebote der Adventjugend und der Kirche.

Eine fundamentale Wahrheit im Leben mit Gott teilte Alexander Kampmann mit den Jugendlichen, die als Gruppe oder Einzelne online am Programm teilnahmen. Gott sei ständig gegenwärtig. Gottes Gegenwart wahrzunehmen könne man lernen oder kultivieren, unter anderem auch durch Rituale, durch die man in der Gegenwart bei Gott ankomme, sei es durch dafür festgesetzte Zeiten im eigenen Leben oder den Besuch regelmäßiger Events, wie zum Beispiel Gottesdienste etc. Kampmann outete sich als Handy-Junkie. Er habe sich aber eine Regel gesetzt, an die er sich halte: „No Bible – no Smartphone“. Er benutze das Smartphone am Morgen nicht, bevor er die Bibel gelesen habe. „Gott jetzt, in diesem Augenblick begegnen“, sei eine echte Chance für das Leben und stärke das Vertrauen zu ihm.

 

Das Reich Gottes ist ein anderer Lebensraum

Anschließend klang die Jahreskonferenz und der Sabbat unter dem Titel „Ein Stück Himmel auf Erden“ mit einem Input von Stephan Sigg, dem Kirchenleiter der Adventisten in der Deutschschweiz, aus.

 

Die Seligpreisungen von Jesus in der Bergpredigt seien die Lehre vom Himmelreich, sagte Sigg. Dem Himmelreich Raum zu geben, bedeute Jesus und seiner Liebe Raum zu geben. Das Reich Gottes habe eine gegenwärtige Dimension (Lukasevangelium 17,21). Mit dem Gleichnis vom Senfkorn (Markusevangelium 4,30–32) zeige Jesus, dass das unscheinbare Senfkorn sprosse und wachse, nachdem es gepflanzt worden sei. Dies sei die Realität der Nachfolger Jesu, die zu einem großen Baum, zu einer großen Bewegung in der Menschheitsgeschichte geworden sei. Liebe, Dienst und Hingabe an die Menschen bilde das Königreich Jesu und nicht nur das Predigen (nach Paulus im 1. Korintherbrief, 4,20). Sigg sagte, dass Jesus seinen Nachfolgern diene, sich mit ihnen solidarisiere – er lasse sich nicht bedienen. Tätige Liebe sei die neue Sprache der ersten Christen gewesen (so Paulus im Römerbrief 14,17–18). „Das Himmelreich ist offenbar, nahbar, unverkennbar und erlebbar“, sagte Sigg, das wünsche er sich für die adventistischen Kirchenmitglieder in der Deutschschweiz.




Einen Monat Krieg in der Ukraine – ADRA Deutschland hilft

„Der Krieg in Europa ruft uns alle zu Mitgefühl und tatkräftiger Unterstützung auf. Als international tätige Hilfsorganisation können wir nicht tatenlos bleiben, wenn Menschen leiden. Wir nutzen unser Netzwerk und unsere Erfahrung, um den Geflüchteten beizustehen. Wir haben darüber hinaus enge Bindungen in die Ukraine, seitens unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch durch unser ADRA-Partnerbüro in der Ukraine, mit dem wir schon vor dem Ausbruch der landesweiten Gewalt vor einem Monat zusammengearbeitet haben“, so Christian Molke, Vorsitzender des Vorstands von ADRA Deutschland e.V.

Weiterarbeit mit hohem persönlichem Risiko

„Wir sorgen uns auch um unsere Kolleginnen und Kollegen von ADRA Ukraine, die innerhalb des Landes unter hohem persönlichem Risiko weiterarbeiten und in zehn Städten eine finanzielle Soforthilfe für die Bewohnerinnen und Bewohner anbieten. Außerdem organisieren sie Lebensmittelverteilungen, Evakuierungen und Hilfstransporte“, teilte Molke mit. Die Transportrouten in die Ukraine führten über Ungarn und Rumänien. An den Grenzen würden medizinische Hilfsgüter und Lebensmittel an die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen übergeben, die sie dann weitertransportieren. Wie lange die Routen noch sicher sind, wisse niemand. „Daher fordern wir im Chor der Hilfsorganisationen den uneingeschränkten und sicheren Zugang humanitärer Helferinnen und Helfer sowie die Einhaltung des Völkerrechts. Nur durch eine friedliche Beendigung des Krieges kann weiteres Leid verhindert werden“, appellierte Christian Molke.

Aus dem weltweiten ADRA-Netzwerk seien 21 Länderbüros in und um die Ukraine herum aktiv. ADRA Deutschland sei mit eigenem Personal an der Grenze in Polen und Rumänien vor Ort. In Deutschland helfe ADRA bei Hilfstransporten, organisiere Unterkünfte und leiste finanzielle Soforthilfe. Von den 1000 Betten, die ADRA derzeit zur Verfügung stellen könne, befänden sich 70 Prozent in Privathaushalten, verteilt in ganz Deutschland. Knapp ein Drittel der Kapazitäten sei belegt. Die Hilfe werde durch Spendengelder – auch von Aktion Deutschland Hilft – getragen.

Infohotline

ADRA hat eine Infohotline eingerichtet, unter der Menschen Unterstützung anbieten könnten. Neben Unterkünften würden auch Übersetzerinnen und Übersetzer gesucht, welche die Geflüchteten bei Ämtergängen begleiten. Auch eine ukrainisch- bzw. russischsprachige Hotline für Geflüchtete sei eingerichtet worden.

ADRA Info-Hotline zum Ukraine-Einsatzfall: +49 (0) 6151 8115-22

ADRA Notfallnummer, ukrainisch- und russischsprachig: +49 (0) 6151 8115-60

Zur Finanzierung der humanitären Arbeit sei ADRA Deutschland auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: ADRA Deutschland e.V. | IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00 | Stichwort: Nothilfe Ukraine.

ADRA Deutschland schon seit 2014 in der Ukraine tätig

Seit dem Ausbruch der Gewalt im Jahr 2014 leistete ADRA Deutschland e.V. in der Ukraine humanitäre Hilfe in den Gebieten Donezk und Luhansk. Ziele des Projektes waren die Verbesserung der psychosozialen Gesundheit, Zugang zu Trinkwasser und besserer Zugang zu Basisdienstleistungen wie Arztbesuche, Apothekengänge und Einkaufsmöglichkeiten. Das Projekt kam laut ADRA insgesamt 13.900 Menschen zugute – vor allem älteren Personen, Menschen mit Behinderungen sowie Verletzten – und lief bis einschließlich November 2020.

ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Europäische ADRA-Teams helfen Ukraine-Flüchtlingen mit hunderten Freiwilligen

Hunderte adventistische Freiwillige helfen nationalen ADRA-Teams

Gemeinsam mit anderen Organisationen helfe ADRA den Geflüchteten, so ADRA Europa. Mit Beteiligung hunderter adventistischer Freiwilliger leisteten die nationalen ADRA-Teams derzeit humanitäre Hilfe in der Ukraine, in den Nachbarländern und in den nationalen Aufnahmezentren. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sei in den meisten Ländern der Welt tätig. Die nationalen ADRA-Büros könnten daher auf Freiwillige zurückgreifen, welche die Örtlichkeiten, die Sprache sowie die Kultur kennen, um auf breiter Basis konkrete Hilfe zu leisten

ADRA sei rechtlich von der Kirche getrennt und antworte auf die Frage, ob das Hilfswerk missionarisch tätig sei: „ADRA versucht nicht, Menschen zu bekehren, um sie für die adventistische Kirche zu gewinnen. In der Notsituation, in der sich die Menschen befinden, denen wir dienen, würde dies einer Manipulation gleichkommen.“

Einige Aktivitäten von nationalen ADRA-Teams:

Bulgarien

In Bulgarien habe ADRA seit Beginn der Krise mit Spendenaktionen begonnen und sammle Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente. ADRA Bulgarien arbeite mit ADRA Rumänien zusammen und habe bisher etwa sechs Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geliefert. Die bulgarische Regierung richtete ein Krisenzentrum in Varna ein, in dem etwa eintausend Flüchtlinge untergebracht seien. ADRA-Freiwillige seien vor Ort und versorgten sie mit dem Nötigsten.

Deutschland

ADRA Deutschland unterstütze die Transporte von Flüchtlingen von der ukrainischen Grenze finanziell und baue ein Netzwerk zur Unterstützung von Flüchtlingen in Deutschland auf. ADRA organisiere die Unterbringung über ein Online-Formular und über eine ukrainisch- und russischsprachige Telefon-Hotline. Privatpersonen, die Menschen mit Fluchterfahrung aufnehmen wollen, erhielten eine Handreichung mit Mindestanforderungen für die Unterbringung und zehn weiteren Punkten, die beachtet werden sollten.  Darüber hinaus biete ADRA Deutschland finanzielle Unterstützung an, bis die staatliche Hilfe in Kraft tritt. Parallel dazu bereite ADRA langfristige Projekte vor.

Spenden für die Nothilfen in der Ukraine sind über das Spendenformular von ADRA Deutschland möglich: https://adra.de/spendenformular/. Weitere Informationen zum Einsatz von ADRA in der Ukraine gibt es auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine/.

Seit dem Ausbruch der Gewalt im Jahr 2014 habe ADRA Deutschland in der Ukraine humanitäre Hilfe in den Gebieten Donezk und Luhansk geleistet. Bestandteile des Projektes seien psychosoziale Gesundheit, Zugang zu Trinkwasser und besserer Zugang zu Basisdienstleistungen, wie Arztbesuche, Apothekengänge und Einkaufsmöglichkeiten, gewesen. Das Projekt habe sich an insgesamt 13.900 Personen gerichtet, vor allem ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Verletzte, und lief bis einschließlich November 2020.

Italien

ADRA Italien unterstütze einige Projekte des ADRA-Netzwerks in der Ukraine und in Rumänien finanziell. Das Hilfswerk habe auch eine Umfrage gestartet, um Daten über Familien zu sammeln, die bereit wären, Flüchtlinge in adventistischen Familien aufzunehmen. Neun Flüchtlinge seien bereits untergebracht worden. Einige ukrainische Familien hätten Unterkunft in kirchlichen Wohnungen und Gebäuden gefunden. In Rom sollen in der „Casa del fanciullo“ (Haus der Kinder) in den nächsten Wochen etwa 30 ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden.

Kroatien

In den Flüchtlingszentren in Varazdinske Toplice, Gospic und Osijek halte ADRA Kroatien mit Hilfe eines Netzwerks von Freiwilligen Workshops für Kinder und Frauen ab und biete weitere Dienstleistungen an, die von den Flüchtlingen benötigt würden, etwa den Transport in andere Städte für medizinische Untersuchungen oder sportliche Aktivitäten. ADRA Kroatien habe Hygienepakete verteilt und sammle Geld für den Kauf eines Lieferwagens zum Transport von Spenden in die Ukraine.

Österreich

In Österreich betreibe ADRA zwei Willkommenszentren, eines davon in Wien, das jeden Nachmittag 20 Flüchtlinge aufnehme. Dort könnten sie essen, schlafen, duschen und erhielten grundlegende Informationen zur Registrierung und der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Hilfswerk unterstütze außerdem zwei weitere Willkommenszentren, die mit den adventistischen Kirchengemeinden in Linz und Mistelbach verbunden seien.  ADRA fördere finanziell auch die Volksschule Bogenhofen in St. Peter am Hart/Oberösterreich, in der sechs ukrainische Flüchtlingskinder eingeschult wurden. ADRA Österreich habe zudem 40.000 Euro zur Unterstützung des ADRA-Netzwerkprojekts für die Ukraine zugesagt.

Polen

In Polen arbeite ADRA mit der adventistischen Kirche zusammen, um den Flüchtlingen zu helfen. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Polen zählt rund 5.000 Mitglieder. Viele Kirchengemeinden und Mitglieder hätten ihre Türen für Flüchtlinge geöffnet und insgesamt etwa eintausend Betten zur Verfügung gestellt. ADRA Polen unterstütze diese kirchlichen Notunterkünfte mit der notwendigen Ausrüstung und finanziell, damit pro Nacht mindestens 500 Betten zur Verfügung stünden. Das Hilfswerk finanziere auch Busfahrten in die Ukraine. Die Busse seien mit Hilfsgütern beladen und würden auf dem Rückweg Flüchtlinge nach Polen bringen.

Schweiz

ADRA Schweiz stelle als Überbrückungshilfe, bis die staatliche Unterstützung greife, für Geflüchteten und Privatpersonen, die sie aufnehmen, ein finanzielles „Welcome Package“ zur Verfügung.

Slowakei

In der Slowakei wurde das Transitzentrum an der Grenze auf Anordnung der Regierung 34 Kilometer weit ins Landesinnere nach Michalovce verlegt. Dort betreibe ADRA ein Zelt, in dem die Flüchtlinge an andere Orte weitergeleitet würden. ADRA Slowakei bereite auch Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für die Ukraine vor.

Slowenien

In Slowenien sammle ADRA medizinisches Sanitätsmaterial, das in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer sortiert und an ukrainische Krankenhäuser verteilt werden soll. ADRA Slowenien biete auch Transitunterkünfte und Transporthilfe für Flüchtlinge an und bitte um Spenden zur Unterstützung der Ukraine und der Nachbarländer.

Tschechien

ADRA Tschechien konzentriere sich derzeit auf drei Möglichkeiten, um die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen zu unterstützen: (1) Hilfe für Binnenflüchtlinge im ukrainischen Gebiet von Zakarpatska. Sie erhalten Lebensmittel, medizinische Ausrüstung und andere Hilfsgüter. (2) Unterstützung von Familien an der slowakisch-ukrainischen Grenze in Zusammenarbeit mit ADRA Ukraine. (3) Hilfe für Migranten, die in der Tschechischen Republik Zuflucht suchen. ADRA Tschechien habe auch damit begonnen, medizinisches Material zu kaufen, das in die Ukraine transportiert werden soll, insbesondere Defibrillatoren, Notfallkoffer, Verbandsmaterial und weitere medizinische Ausrüstung.

Ungarn

ADRA Ungarn betreibe vier Unterkünfte und versorge Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Das Hilfswerk organisiere den Transport von Matratzen, Decken, Bettwäsche, Elektrogeräten, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten in die Westukraine. ADRA leite auch eine Lebensmittelverteilung, die zwei Mal pro Woche im Hauptbahnhof von Budapest stattfindet.

Über ADRA

Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA ist eine nichtstaatliche Hilfsorganisation und wird von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. 1987 wurde ADRA Deutschland e. V. gegründet und hat seinen Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt. ADRA hilft Menschen unabhängig von ihrer ethnischen und politischen Zugehörigkeit, ihrem Geschlecht oder ihrer Religion.




Adventistisches Krankenhaus in Malaysia eröffnet Zentrum für Nuklearmedizin

Die neue Einrichtung bietet Diagnose- und Behandlungsverfahren für bestimmte Beschwerden und Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenkrebs, Lymphome und durch verschiedene Krebsarten verursachte Knochenschmerzen an.

„Wir können jetzt mehr Behandlungsmöglichkeiten anbieten und unseren Patienten dadurch neue Hoffnung geben“, sagte Richard Koh, Geschäftsführer des Penang Adventist Hospital. „Die aufregendste Besonderheit des Nuklearmedizinischen Zentrums ist das neue SPECT, das den Diagnoseprozess in zahlreichen medizinischen Fachgebieten wie Kardiologie, Orthopädie, Onkologie, Endokrinologie, Nephrologie und weiteren entscheidend verändern wird“, fügt er hinzu.

Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT)

SPECT steht für Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie, ein nukleares Diagnosesystem, das zwei verschiedene Arten von Scans kombinieren kann, um genaue Informationen über die Funktionsweise verschiedener Regionen des Körpers zu liefern und Probleme zu erkennen.

Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

„In Verbindung mit dem Positronen-Emissions-Tomographiegerät (PET) werden wir in der Lage sein, unseren Patienten umfassende nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren anzubieten“, sagte Koh während seiner Rede bei der Einweihungsfeier im Penang Adventist Hospital.

Mit der Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie werden kleine Mengen radioaktiver Stoffe, so genannte Radiotracer oder Radiopharmaka, eine spezielle Kamera und ein Computer eingesetzt, um Organ- und Gewebefunktionen zu untersuchen. Durch die Identifizierung von Veränderungen auf zellulärer Ebene kann PET den frühen Ausbruch von Krankheiten erkennen, bevor sie durch andere bildgebende Verfahren entdeckt werden können.

Kampagne zur Krebsaufklärung

Neben der Eröffnung des nuklearmedizinischen Zentrums startet das Penang Adventist Hospital auch eine auf ein Jahr angelegte Kampagne zur Krebsaufklärung. Unter dem Motto „Close the Gap“ (Schließt die Lücke) zielt die Kampagne auf die Zusammenarbeit mit zwölf Gemeindevertretern als Botschafter der Krebsaufklärung ab. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung über Krebs aufzuklären und Wege zur Vorbeugung und Behandlung der Krankheit aufzuzeigen. Die Teilnehmer sollen sich während der Kampagne so viel Wissen wie möglich aneignen.

Zum Auftakt der Kampagne bietet das Penang Adventist Hospital von März bis Mai 30 kostenlose diagnostische Scans für ausgewählte Patienten an. Finanziert wird diese Kampagne aus dem Wohltätigkeitsfonds des Penang Adventist Hospital.

Penang Adventist Hospital

Das Penang Adventist Hospital (PAH) ist Teil des umfangreichen Netzes aus Hunderten von medizinischen Einrichtungen auf der ganzen Welt, die von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten betrieben werden. Nach Angaben seiner Leiter ist das PAH bestrebt, den Menschen medizinische Dienstleistungen höchster Qualität sowie Gesundheitserziehung, Krankheitsvorbeugung und Aufklärung über hilfreiche Änderungen der Lebensweise zu bieten.




Ukrainische Bibelübersetzung im Internet abrufbar

„Wir möchten damit ermöglichen, dass gerade in dieser Notsituation Menschen den direkten Zugang zur Bibel in ihrer Sprache erhalten können“, informierte der Generalsekretär der Bibelgesellschaft Christoph Rösel. Gleichzeitig wolle man damit Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, ukrainische Bibeltexte für die eigene Arbeit mit Geflüchteten zur verwenden.

Die digitale Verfügbarkeit einer ukrainischen Bibel wäre auch deshalb wichtig, da gedruckte Bibelausgaben auf Ukrainisch in ganz Europa vergriffen seien. „Die Lager sind leer“, so Rösel. „Zusammen mit anderen Bibelgesellschaften organisieren wir gerade den Nachdruck von Bibeln, Kinderbibeln und anderen Schriften, aber bis die Bücher bei den Menschen sind, wird es leider noch einige Wochen dauern.“

Die ukrainische Bibelübersetzung ist auf der Website der Deutschen Bibelgesellschaft unter www.die-bibel.de/bibeln kostenfrei verfügbar, ebenso in der App Die-Bibel.de. Der Text könne in der Arbeit von Kirchen und Gemeinden ohne Gebühren eingesetzt werden.

Bei dem Bibeltext handele es sich um eine Übersetzung in modernes Ukrainisch von dem ukrainischen Bibelübersetzer und Theologen Raimond Turkonjak aus dem Jahr 2011. Sie wird von der Ukrainischen Bibelgesellschaft herausgegeben und ist vor allem unter ukrainisch-orthodoxen Mitgliedern verbreitet. Rund 60 Prozent der Menschen in der Ukraine gehörten dieser Konfession an.

Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart übersetzt die biblischen Schriften und verbreitet Bibelausgaben. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen.

Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstand der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Dr. h. c. Annette Kurschus. Zur Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft gehören Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Bibelgesellschaften sowie von evangelischen Freikirchen und christlichen Werken, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Weitere Informationen: http://www.die-bibel.de/




Adventistisches Krankenhaus Waldfriede (Berlin) beherbergt Geflüchtete aus der Ukraine

Wie das Krankenhaus mitteilte, wurden darüber hinaus an den vergangenen beiden Wochenenden gesammelte Sachspenden und Hilfsgüter (Medikamente, Narkosegerät, Babynahrung, Wasser u.v.m.) von Mitarbeitern mit einem Transportfahrzeug an die ukrainische Grenze gebracht. Auf dem Rückweg nahmen sie weitere Flüchtlinge (eine Großfamilie) mit (s. Foto oben). Bernd Quoß, Vorstand des Krankenhauses, hatte gemeinsam mit Pflegedirektorin Maria Gössler Unterbringungsmöglichkeiten organisiert.

Förderverein und Krankenhaus arbeiten zusammen

Der Förderverein des Krankenhauses Waldfriede unterstützt seit vielen Jahren soziale Projekte in Berlin, in Deutschland und der Welt. Aktuell bemühen sich das Krankenhaus und der Förderverein nach Kräften, Nothilfe für die Ukraine zu leisten, Hilfsgüter und Spendengelder aufzubringen, um die Menschen vor Ort und die Geflüchteten in Berlin mit dem Nötigsten zu versorgen.

Zeichen der Solidarität und Friedensgebete

Das Krankenhaus Waldfriede zeigt seine Solidarität mit der Ukraine auch durch symbolische Gesten. So wurde am Krankenhaus die blau-gelbe ukrainische Flagge gehisst und das Gebäude nachts in den Nationalfarben der Ukraine angestrahlt. Zudem bieten die Seelsorger des Krankenhauses zweimal wöchentlich Friedensgebete für all jene an, denen der Frieden und die Solidarität mit den Notleidenden ein Anliegen ist.

Krankenhaus Waldfriede

Das freigemeinnützige Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es wurde nach gesetzlichen Qualitätsparametern mehrfach zertifiziert und hat mit seiner medizinischen und pflegerischen Qualität bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Pro Jahr werden hier etwa 15.000 Patienten stationär und 120.000 Patienten ambulant behandelt. Der Träger ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit rund 900 medizinische Einrichtungen unterhält. Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) und Kooperationspartner des adventistischen Krankenhausverbundes Advent Health in den USA.

Das Krankenhaus ist Teil des Gesundheitsnetzwerks Waldfriede zu dem auch eine Tagesklinik, eine Sozialstation, eine Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, eine Servicegesellschaft, ein Seniorenhaus, das Gesundheitszentrum PrimaVita, die Privatklinik Nikolassee und das Desert Flower Center gehören.

Zur Webseite des Krankenhauses Waldfriede: www.krankenhaus-waldfriede.de




„Nun musste ich erneut fliehen“

Mit einem Jahr schon auf der Flucht

Nina ist eine 82-jährige Großmutter aus der Ukraine. In einer kalten Nacht stieg sie mit ihrer Schwester und deren Ehemann in einen Zug und verließ ihr Heimatland, um der Gewalt zu entkommen. „Dies war nicht meine erste Flucht. Im Jahr 1941, ich war erst ein Jahr alt, überfielen Nationalsozialisten meine Heimatstadt. Meine Eltern flohen mit mir nach Sibirien, um vor dem Krieg in Sicherheit zu sein.“

Zu alt, um ständig in den Keller zu laufen

„Jeden Abend hörte ich in meiner Wohnung die Sirenen und Explosionen. Ich bin zu alt, um ständig aus dem 9. Stock in den Schutzraum im Keller zu laufen! Ich bin einfach sitzen geblieben und habe das Beste gehofft. So konnte es aber nicht weitergehen, ich habe zusammen mit meiner Schwester und ihrem Mann beschlossen, zu gehen“, berichtet Nina. Die Reise der drei führte sie nach Deutschland zu ihrem Sohn und ihren beiden Enkelkindern.

„Ich weiß wirklich nicht, wann das hier zu Ende sein wird. Aber wenn es zu Ende ist, würde ich gerne in meine Wohnung zurückkehren“, sagt die 82-Jährige.

Dank der Spenden sei ADRA in der Lage, Menschen wie Nina auf ihrem Weg zu unterstützen. „Wir helfen bei der Evakuierung in der Ukraine und organisieren Transporte von den ukrainischen Grenzen in eine sichere Zuflucht“, informierte das Team von ADRA Deutschland.

ADRA Deutschland e. V.

ADRA Deutschland e.V. ist Teil eines weltweiten Netzwerks mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.

Spenden für die Nothilfen in der Ukraine sind über das Spendenformular von ADRA Deutschland möglich: https://adra.de/spendenformular/. Weitere Informationen zum Einsatz von ADRA in der Ukraine gibt es auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine/.




Adventistische Kirchenleiter bedanken sich für die Hilfsbereitschaft und rufen zur friedlichen Beilegung des Krieges in der Ukraine auf

„Die Bilder des Krieges in der Ukraine stehen uns vor Augen. Die ganze Bandbreite von Betroffenheit ist bei uns zu spüren. Sie reicht von Wut und Aggression bis hin zu Ratlosigkeit, Angst und dem tiefen Wunsch nach einer raschen Beendigung der Gewalt und Zerstörung und des Tötens von Menschen.“ Christen seien aufgerufen, durch praktische Hilfe eine Perspektive des Friedens und der Versöhnung aufzuzeigen. Er bedankte sich bei allen, „die sofort praktische Hilfe angeboten und Geflüchtete aufgenommen haben oder eine Bleibe vermitteln konnten.“

„Wir brauchen als erstes ein klares Bekenntnis zu einer friedlichen Beilegung des Kriegsgeschehens. Zerstörung und Gewalt produzieren auf allen Seiten Opfer und Leid – das darf nicht sein“, so Werner Dullinger in der Videobotschaft.

Er schloss sich den Dankesworten von Johannes Naehter an und ergänzte: „Besonders wichtig ist eine psycho-soziale Betreuung und Seelsorge, die kurz- und mittelfristig organisiert werden muss.“ Wer die erforderlichen Kompetenzen, Sprachkenntnisse und die nötige emotionale Stabilität besitze sei eingeladen, sich bei den adventistischen Hilfswerken zu melden, die Hilfe für Geflüchtete leisten (s.u.).

Beide Kirchenleiter riefen dazu auf, in den Gebeten für Frieden in der Ukraine nicht nachzulassen. Die Videobotschaft ist unter dem Link https://youtu.be/17U9G4_hJdY anzusehen.

Informationen zu Hilfsmöglichkeiten für die Ukraine bei adventistischen Werken

Die adventistische Hilfsorganisation ADRA ist in der Flüchtlingshilfe vor Ort aktiv. Das Team von ADRA Deutschland arbeitet mit seinen Partnerbüros in der Ukraine und den anderen ADRA-Büros in den europäischen Nachbarländern zusammen. Ausführliche Informationen zum Einsatz in der Ukraine gibt es unter https://adra.de/nothilfe-ukraine/

Folgende konkrete Hilfsmöglichkeiten gibt es:

1. Spenden

Geldspenden ermöglichen es dem Notfallteam von ADRA, flexibel zu bleiben und auf die verschiedenen Bedürfnisse einzugehen, die in dieser Krise entstehen. Hier der Link zum Spendenformular von ADRA: https://adra.de/spendenformular/

Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00

BIC: BFSWDE33KRL

Spendenstichwort: Nothilfe Ukraine

2. Praktische Hilfe

Wer Fahrdienste oder Begleitdienste für die geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer zur Verfügung stellen möchte, übersetzen kann (Ukrainisch oder Russisch) oder Geflüchtete bei Behördengängen unterstützen will, kann Kontakt mit ADRA aufnehmen unter: https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/

3. Unterkünfte anbieten

Wer Unterkünfte bereitstellen will, kann sich direkt bei ADRA melden unter: https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/.

Viele Privatpersonen nehmen gerade Menschen bei sich auf, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Die Aufnahme von Geflüchteten ist mit Verantwortung verbunden und erfordert psychische Kraft. Um Privatpersonen bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu unterstützen, haben ADRA, das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland eine Handreichung verfasst. Die Handreichung kann hier heruntergeladen werden: https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/Handreichung_UKR_private_Unterk%C3%BCnfte.pdf

4. Bargeldunterstützungen/-auszahlungen für Geflüchtete

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Gemeinsam für Geflüchtete“ hat ADRA Deutschland einen Prozess entwickelt, der eine Auszahlung für ein Überbrückungsgeld/Willkommensgeld regelt. Es ist zu beachten, dass nur Geflüchteten die Auszahlung zusteht, die in einer bei ADRA registrierten Unterkunft aufgenommen wurden! Die Registrierung der Unterkünfte muss online unter https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/ vorgenommen werden!

Die Auszahlung ist für Menschen gedacht, die noch keine staatlichen Hilfen bekommen haben und im Zeitraum der Antragsstellung für das Überbrückungsgeld/Willkommensgeld in privaten Unterkünften (z.B. bei Gastfamilien) untergebracht sind. Es handelt sich um eine zunächst einmalig vorgesehene Förderung für die erste Woche. Die beschriebene Vorgehensweise bei der Auszahlung ist unbedingt einzuhalten, damit ADRA die Auszahlungen vornehmen darf. Alle Informationen und Formblätter sind hier zu finden:

Überbrückungs-Willkommensgeld-Antrag Auszahlungsbeleg deutsch: https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/%C3%9Cberbr%C3%BCckungs-Willkommensgeld_Antrag___Auszahlungsbeleg.pdf

Überbrückungs-Willkommensgeld-Feedbackformular deutsch:

https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/%C3%9Cberbr%C3%BCckungs-Willkommensgeld_Feedbackformular_Deutsch.pdf

Überbrückungs-Willkommensgeld-Feedbackformular ukrainisch:

https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/%C3%9Cberbr%C3%BCckungs-Willkommensgeld_Feedbackformular_Ukraine.pdf

Abschließend werden Gemeinden und Familien ermutigt, weiterhin um Frieden und Versöhnung zu beten.

Weiterführende Informationen und Links:

ADRA Info-Hotlines

ADRA Info-Hotline zum Ukraine-Einsatzfall: +49 (0) 6151 8115-22

ADRA Notfallnummer, ukrainisch- und russischsprachig: +49 (0) 6151 8115-60

 

Informationen zu einem geplanten Training für Menschen in der Freiwilligenarbeit des Friedensau Institute for Evaluation (FIFE) gibt es hier:

E-mail: info@fife.institute

Tel: +49-3921-916-144

Mob: +49 1755742909

 

Website mit Zügen und Bussen, die flüchtende Menschen umsonst nutzen können

https://www.thetrainline.com/trains/ukraine-travel-advice

 

Die Deutsche Telekom gibt kostenlose Sim-Karten aus

https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/kostenlose-sim-karten

 

Liste wichtiger Anlaufstellen zur rechtlichen Beratung

https://www.pilnet.org/resource/ukraine-resources/




ACK-Mitgliederversammlung ruft zum sofortigen Kriegsende in der Ukraine auf und bestätigt Vorstand

Bei den Vorstandswahlen wurde der bisherige Vorsitzende, Erzpriester Radu Constantin Miron von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland, mit großer Mehrheit für die Dauer von drei Jahren wiedergewählt. Der 65-Jährige ist Pfarrer in Köln. Der Vorsitz der ACK in Deutschland ist ein Ehrenamt. Zu seinen Stellvertretern wurden erneut Bischof Harald Rückert von der Evangelisch-methodistischen Kirche und Reverend Christopher Easthill von der Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland gewählt. Als weitere Vorstandsmitglieder der ACK in Deutschland wurden außerdem Landesbischof Friedrich Kramer von der Evangelischen Kirche in Deutschland und Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger von der Deutschen Bischofskonferenz in ihren Ämtern bestätigt.

Dankgottesdienst und Appell zum sofortigen Kriegsende in der Ukraine

Mit der 250. Mitgliederversammlung der ACK begann zugleich eine neue Delegationsperiode. Dazu kamen zum Teil neue Delegierte aus den Mitgliedskirchen zusammen, zum Teil wurden Delegierte von ihren Kirchen erneut entsandt. Aus diesem Anlass feierten die Mitglieder am Abend des 16. März einen Dankgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche. Auf der Tagesordnung der ACK in Deutschland standen zudem die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, die ab 31. August erstmals in Deutschland stattfinden wird, der Katholikentag in Stuttgart sowie Berichte zu verschiedenen Projekten. Die Delegierten der ACK in Deutschland veröffentlichten auch eine Erklärung, in der die „völkerrechtswidrige Invasion“ und der Krieg in der Ukraine verurteilt wurden. Diese kann hier abgerufen werden: https://www.oekumene-ack.de/aktuell/aktuelle-meldungen/mitgliederversammlung/artikeldetails/wort-der-mitgliederversammlung-der-ack-zum-krieg-in-der-ukraine/

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

Die ACK repräsentiert etwa 50 Millionen Christen in Deutschland. Ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.




Stellungnahmen der Kirchen zum Krieg in der Ukraine

Gemeinsame Erklärung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

Kurz nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine forderten sie eine sofortige Beendigung der Invasion, die Beachtung des Völkerrechts sowie konkrete Friedensbemühungen aller Beteiligten. „Wir sind erschüttert über die aktuelle Entwicklung und rufen die Russische Föderation dazu auf, weitere Aggressionen zu unterlassen. Russland muss die militärischen Angriffe unverzüglich stoppen und die territoriale Integrität der Ukraine vollumfänglich anerkennen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine gefährdet das Friedensprojekt Europa“, so die Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Annette Kurschus, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir wissen uns ökumenisch in dieser angespannten politischen Lage besonders miteinander verbunden und sind in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine. Die Ukraine mit ihrem reichen Kulturerbe hat ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, die in diesen Tagen mit Füßen getreten wird. Als Christen glauben wir, dass Frieden möglich ist und verschlossene Türen wieder geöffnet werden können“, so Präses Kurschus und Bischof Bätzing. Gemeinsam riefen sie zum Gebet für die Opfer der Gewalt und mit ihnen auf.

Katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK)

Auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung hat die DBK am 10. März eine Erklärung mit dem Titel „Der Aggression widerstehen, den Frieden Gewinnen, die Opfer unterstützen“ verabschiedet. Darin wird sich auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob militärische Unterstützung der Ukraine, wie z. B. Waffenlieferungen“ aus kirchlicher Sicht moralisch gerechtfertigt sei, und kommen zu dem Schluss: „Rüstungslieferungen an die Ukraine, die dazu dienen, dass das angegriffene Land sein völkerrechtlich verbrieftes und auch von der kirchlichen Friedensethik bejahtes Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen kann, halten wir deshalb für grundsätzlich legitim.“ Die Stellungnahme kann unter https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2022/2022-034a-Anlage1-FVV-Vierzehnheiligen-Pressebericht_Ukraine-Erklaerung.pdf heruntergeladen werden.

Evangelische Kirche in Deutschland

Die Evangelische Kirche in Deutschland verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine: „Es kommt auf uns an, den leidenden Menschen in der Ukraine, den verängstigten Menschen in unseren Nachbarländern, unsere Solidarität zu zeigen, keine billige, sondern eine, die uns etwas kostet. Es kommt auf uns an, den Menschen in Russland, die sich gegen den Krieg stellen, unsere Achtung zu bezeugen. Es kommt auf uns an, den Menschen, die flüchten, zu helfen und ihnen Wege zu öffnen, damit sie ihr Leben retten können.“, so die Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus. Dabei zeigt sie Verständnis für Waffenlieferungen in die Ukraine, mahnt aber gleichzeitig zur Zurückhaltung. Die Ukrainer „brauchen mehr als unser Mitgefühl und unsere Gebete“, sagte Kurschus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ihr Land sei willkürlich und bösartig überfallen worden, sie hätten das Recht, sich zu verteidigen“, so die EKD-Ratsvorsitzende laut dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland hat „die Invasion und den völkerrechtswidrigen Krieg in der Ukraine“ in einer Erklärung verurteilt. Sie ruft darin gleichzeitig zu Frieden und Verständigung auf. Die Erklärung wurde am 14. März in Dortmund veröffentlicht, wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA berichtete.

In der Erklärung heißt es weiter: „Krieg kann und darf kein Mittel der Durchsetzung politischer Ziele sein.“ Man unterstütze den Aufruf der Bischöfe in der Ukraine und der russischen Bischöfe in Deutschland zu Gebet und tätiger Hilfe für die Menschen in der Ukraine und für die Flüchtlinge. Außerdem werden alle orthodoxen Gläubigen in Deutschland gebeten, „für die Einheit unserer Kirchengemeinden und Diözesen in Deutschland einzustehen“. In einem besonderen Schreiben bitten die Bischöfe alle orthodoxen Kirchengemeinden und Gläubigen, Hilfsinitiativen ins Leben zu rufen bzw. nach Kräften bereits bestehende Projekte zu unterstützen. Zugleich sollen sie verstärkt für die Betroffenen und ein schnelles Ende des Krieges beten. Zu der Bischofskonferenz unter Vorsitz von Metropolit Augoustinos (Bonn) gehören Repräsentanten der sieben in Deutschland tätigen orthodoxen Kirchen. Die Vertreter der Russischen Orthodoxen Kirche arbeiten seit 2018 nicht mehr mit.

Kritik an Orthodoxer Kirche in Russland

Weil die Russisch-Orthodoxe Kirche als bisher einzige Religionsgemeinschaft nach den Worten ihres Patriarchen Kyrill den Krieg Russlands gegen die Ukraine weiterhin rechtfertigt, wächst die Kritik aus anderen orthodoxen Kirchen. Neben den orthodoxen Kirchen in West- und Osteuropa hat nicht nur die autokephale (eigenständige) orthodoxe Kirche der Ukraine sondern auch die die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats den Krieg scharf verurteilt.

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK)

Die Mitgliederversammlung der ACK in Deutschland verurteilte auf ihrer Mitgliederversammlung am 17. März in Wittenberg „die völkerrechtswidrige Invasion und den Krieg in der Ukraine. Wer Krieg und Leid verbreitet, widerspricht dem Bekenntnis zu Jesus Christus. Solche Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Botschaft Jesu Christi ist für uns alle verbindlich: ‚Selig, die Frieden stiften‘ (Mt 5,9).“

Weiter heißt es: „Wir rufen alle Geschwister im Glauben dazu auf, in dem uns verbindenen Geist Jesu Christi Zeugnis für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung zu geben. Keine christliche Kirchenleitung darf das Evangelium Jesu Christi im Streit um politische Interessen missbrauchen. Wir nehmen bestürzt zur Kenntnis, dass dies geschieht. Wir klagen mit den Leidtragenden und trauern um die Opfer des Krieges in der Ukraine. Wir wenden uns zugleich gegen jede Stigmatisierung von Menschen russischer Herkunft und Angriffe gegen sie und ihre Gotteshäuser.“ Die ACK äußert sich „dankbar für die große Hilfsbereitschaft in Deutschland und weltweit – unabhängig von Religions- und Konfessionszugehörigkeit. Wir freuen uns insbesondere darüber, dass viele Projekte in ökumenischer Gemeinschaft gestaltet werden.“ Die Erklärung schließt mit einem Aufruf zum Gebet „um Geisteskraft und Ideenreichtum für die Verantwortlichen zur Versöhnung. Wir vertrauen auf die Kraft des Gebets für den Frieden. Wir rufen alle Kriegstreibenden zur Umkehr. Der Krieg muss sofort beendet werden! Wir bekennen Jesus Christus. Er ist unser Friede (Eph 2,14).“

Über den ACK

Die ACK repräsentiert etwa 50 Millionen Christen in Deutschland. Ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.

Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)

Am 4. März veröffentlichte die EAD eine Erklärung zum Krieg in der Ukraine. Darin heißt es: „Wir sind erschüttert über die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine. Die Zahl der Todesopfer steigt, Bomben fallen auf die Zivilbevölkerung, Hunderttausende fliehen … Viele Menschen haben sich einen derartigen Völkerrechtsbruch in Europa nicht vorstellen können …Gerade jetzt gilt: Krieg ist die Zeit der Friedensstifter. Dem Frieden nachzujagen, in einer oft so friedlosen Welt, sowohl im persönlichen Leben wie in politischen Zusammenhängen, gehört zur Kernberufung der Nachfolger des Friedensstifters Jesus Christus … Wir ermutigen die Politiker in Deutschland und Europa, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, die den Mächtigen Russlands Einhalt gebieten und zum Frieden führen, und dabei das Augenmaß zu behalten, damit nicht vor allem die armen Bevölkerungsschichten in Russland zu den Hauptleidtragenden der Sanktionen werden …Wir beten für die Menschen, die in der Ukraine und in Russland unter diesem Krieg leiden; für diejenigen, in Todesangst sind oder nahestehende Menschen verloren haben … für die politisch verantwortlichen Personen auf allen Seiten, dass die Waffen schweigen und bei den Aggressoren die Einsicht wächst, dass Gewalt niemals ein Mittel der Auseinandersetzung sein darf. Wir beten für Politiker, dass sie sich aktiv um die Organisation des Friedens bemühen und nicht nur friedfertige Absichten bekunden … Wir fordern auf, Organisationen logistisch und finanziell unterstützen, die Menschen in der Ukraine in dieser Notlage Hilfe leisten und die Flüchtenden in den Nachbarländern versorgen. Lasst uns Flüchtlinge willkommen heißen, ihnen beistehen und praktisch helfen, wo immer wir können. Wir danken allen, die hier bereits aktiv helfen.“ Die vollständige Erklärung ist unter https://www.ead.de/aktuelles/nachrichten/ zu lesen.

Über die EAD

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) mit Sitz in Bad Blankenburg (Thüringen) ist ein eingetragener Verein, dem sich ein Netzwerk von Christen und Organisationen aus verschiedenen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften zugehörig fühlt. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 1000 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen lokalen Gemeinden und Organisationen, aus Landes- und Freikirchen sowie christlichen Gruppen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Die EAD ist Mitglied der weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Mitgliedern in 129 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-katholischen Kirche ist.

Russische Evangelische Allianz (REA) distanziert sich in offenem Brief vom Krieg

In einem offenen Brief an seine Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt bringt Vitaly Vlasenko, Generalsekretär der Russischen Evangelischen Allianz, seine Trauer über die Entscheidungen der russischen Regierung zum Ausdruck und fährt fort: „Heute entschuldige ich mich als Bürger und als Generalsekretär der REA bei allen, die infolge dieses militärischen Konflikts gelitten, Angehörige und Verwandte oder ihren Wohnsitz verloren haben.“ In seinem Brief erklärt Vlasenko auch, dass sein Gebet die gemeinsamen Beziehungen betrifft. Er bittet Gott um Kraft für Solidarität und Vergebung.

Vlasenko hat nach eigenen Angaben persönlich alles getan, „um einen Krieg zu verhindern“. Noch am Tag vor dem Einmarsch habe er Russlands Präsidenten Wladimir Putin ebenfalls in einem Offenen Brief aufgefordert, eine friedliche Lösung in dem Konflikt zu suchen. Die Russische Evangelische Allianz hat zum Gebet für den Frieden aufgerufen. Im Süden Russlands betreut sie etwa 500 Flüchtlinge aus der
Ukraine. Vlasenko schließt seinen Brief mit dem Wunsch: „Möge unser himmlischer Vater uns allen helfen.“

Über die REA

Die Russische Evangelische Allianz wurde 2003 gegründet. Sie vertritt nach eigenen Angaben 450.000 Christen in 4.500 Gemeinden. Unter den 144 Millionen Einwohnern Russlands leben etwa eine Million Protestanten. Nach Angaben der russischen Botschaft in Berlin sind 75 Prozent der Einwohner des Landes orthodox.

Europäische Evangelische Allianz (EEA)

Die Europäische Evangelische Allianz verurteilt alle Angriffe auf die Ukraine. Generalsekretär Thomas Bucher sagte: „Wir sehen keine Rechtfertigung für diese Aktionen und sind zutiefst erschüttert über Tod, Zerstörung, Chaos und Elend, die daraus resultieren werden.“

Der Einmarsch in die Ukraine sei sowohl ungerechtfertigt als auch unprovoziert. „Es wurde behauptet, der Angriff sei notwendig, um ethnische Russen in der Ukraine zu schützen und die Ukraine davon abzuhalten, Russland zu bedrohen. Diese Behauptungen sind unwahr. Diese Katastrophe wurde von Präsident Putin aus umfassenderen geopolitischen Gründen herbeigeführt.“ Russland und die Ukraine seien beides souveräne Nationen, die in der Lage sein müssten, in Frieden miteinander zu leben und die Grenzen sowie die internen und geopolitischen Angelegenheiten des jeweils anderen zu respektieren.

Die EEA ruft die Christen auf, für alle zu beten, die leiden, und für diejenigen, die die Macht haben, Leben zu retten, humanitäre Hilfe zu leisten und Schutz zu bieten. Ebenso soll für alle gebetet werden, „die die Macht haben, den Krieg zu beenden und einen langfristigen Frieden zu schaffen.“

Weltweite Evangelische Allianz (WEA)

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) schließt sich der Europäischen Evangelischen Allianz (EEA) an und verurteilt die Verletzung des Völkerrechts durch Russland und fordert ein sofortiges Ende der Angriffe auf die Ukraine. Die WEA und die EUA rufen die Kirchen in aller Welt auf, für die Wiederherstellung des Friedens zu beten.

Der Generalsekretär der WEA, Bischof Dr. Thomas Schirrmacher, sagte: „Wir sind zutiefst besorgt, dass wir erneut Zeuge eines bewaffneten Konflikts werden, der unweigerlich zu tragischen Verlusten an Menschenleben führt, darunter auch unschuldige Zivilisten, die nur in Frieden leben wollen. Wir fordern ein Ende der Feindseligkeiten, einen sofortigen Waffenstillstand und die Achtung der territorialen Integrität der Ukraine.“

Weitere kirchliche Stellungnahmen

Bisherige Stellungnahmen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zum Krieg in der Ukraine sind folgenden APD-Meldungen zu entnehmen:

Krieg in der Ukraine: Adventistische Kirchenleitungen in Deutschland, der Schweiz und weltweit rufen zum Gebet für den Frieden auf (https://www.apd.info/2022/02/25/krieg-in-der-ukraine-adventistische-kirchenleitungen-in-deutschland-der-schweiz-und-weltweit-rufen-zum-gebet-fuer-den-frieden-auf/)

Kirchenleitung der Adventisten für die Euro-Asien-Region ruft zu Gebet und Taten der Nächstenliebe auf (https://www.apd.info/2022/03/11/kirchenleitung-der-adventisten-fuer-die-euro-asien-region-ruft-zu-gebet-und-taten-der-naechstenliebe-auf/)

Kirchenleiter der Adventisten in Deutschland rufen zum Frieden in ihren Gemeinden auf (https://www.apd.info/2022/03/09/kirchenleiter-der-adventisten-in-deutschland-rufen-zum-frieden-in-ihren-gemeinden-auf/)

Eine Auflistung von Stellungnahmen von verschiedenen Kirchen in Europa zum Krieg in der Ukraine ist unter https://www.ceceurope.org/reactions-from-churches-on-russian-aggression-in-ukraine/ zu finden.




Lutherbibel 2017 jetzt auch komplett in Blindenschrift

Jeder Band hat die Größe eines schmalen DIN A4-Aktenordners. „Wir sind sehr froh, die Bibel endlich beendet zu haben“, sagte Pfarrerin Barbara Brusius, die das Projekt für den Dachverband der evangelischen Blinden- und evangelischen Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) geleitet hat: „Eigenständig in meiner Bibel lesen zu können, das ist für alle Menschen wichtig. Auch blinde Menschen wollen dies selbständig tun.“

Sich eine Bibel leisten zu können, das sei bei der Punktschrift nicht selbstverständlich. „Wir sind froh, dass dank hoher Subventionen durch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wir die Preise für die Kunden subventionieren können. 100 Euro für ein gesamtes Neues Testament in neun Bänden klingt trotzdem noch sehr viel, doch der reine Produktionspreis ist fast dreimal so hoch“, so Brusius.

Die ganze Lutherbibel gibt es in Braille-Kurzschrift, es ist eine um 30 bis 40 Prozent eingekürzte Schrift, vergleichbar mit der Stenografie in der Schwarzschrift. Außerdem stehen das Neue Testament sowie die Psalmen auch in Vollschrift zur Verfügung. Weitere Informationen zu Bibeln in Punktschrift finden sich auf der Homepage des DeBeSS unter: www.debess.de.




Kirchenleitung der Adventisten für die Euro-Asien-Region ruft zu Gebet und Taten der Nächstenliebe auf

„In diesen unruhigen Zeiten, in denen Trübsal und Schmerz in unser Leben eingebrochen sind, in denen unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit in ein Vorher und ein Nachher geteilt ist, halten wir unser Vertrauen in den Herrn aufrecht, der uns die Gewissheit seiner Liebe gibt, uns stützt und beschützt“, heißt es im Aufruf.

Die Kirchenleitung dankt allen „Brüdern und Schwestern“ herzlich für Gebete, Gottvertrauen und den „engagierten Dienst der Barmherzigkeit, für offenen Herzen bei der Hilfe und Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen“, für die „Bereitschaft, Unterkunft und Brot mit den Bedürftigen zu teilen“.

Die Herausforderungen seien sehr zahlreich, schreibt die Kirchenleitung. Dazu gehörten die Belastung durch Vertreibung, die Trauer über Verlust und Leid, der Schmerz über zerbrochene Beziehungen und viele weitere Sorgen.

„Liebe Brüder und Schwestern, verliert nicht den Mut … Bildet Gebetsketten, organisiert Gebetsgruppen, haltet Gebetstreffen ab. Denn unsere Hilfe ist nur im Herrn!“, heißt es weiter im „Aufruf zu Gebet sowie Taten der Nächstenliebe und Barmherzigkeit“.

Die Kirchenleitung schlägt vor „um Gottes Eingreifen, seinen Schutz und seine Führung zu bitten, um Trost für diejenigen, die ihre Angehörigen verloren haben, um Weisheit für diejenigen, von denen die Wiederherstellung des Friedens abhängt“.

Adventisten in der Euro-Asien-Division (EAD)

Die EAD ist eine von weltweit 13 teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitungen (Divisionen) zu deren Gebiet neben Russland und der Ukraine auch folgende Staaten gehören: Aserbaidschan, Armenien, Afghanistan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Moldawien, Tadschikistan und Turkmenistan. In diesen Ländern mit insgesamt etwa 330 Millionen Einwohnern gibt es rund 108.000 erwachsen getaufte Adventisten, die sich in rund 2700 Kirchengemeinden und Gruppen versammeln. Rund 46.000 von ihnen leben in der Ukraine.




ADRA-Nothilfeprojekt in zehn ukrainischen Städten gestartet

Zehn Städte

In folgenden zehn Städten wird das Nothilfeprojekt verwirklicht: Im Westen: Uschhorod, Mukachevo und Liviv (Lemberg); im Norden: Kiew; im Zentrum: Winnyzja und Tscherkassy; im Südwesten: Tscherniwzi; im Süden: Odessa und Mykolajiw; im Osten: Dnipro.

21 ADRA Landesbüros beteiligen sich am Nothilfeprojekt

An diesem Nothilfeprojekt beteiligen sich 21 verschiedene ADRA-Landesbüros. Neben zahlreichen ADRA-Büros aus Europa leisten auch jene aus Japan, Australien, Neuseeland und Kanada sowie einige ADRA-Büros aus Ländern in Mittel- und Südamerika einen Beitrag.

In der Ukraine koordiniert ADRA von Mariupol und Slovansk aus die Nothilfe im Land. ADRA Ukraine wird vor allem vom europäischen ADRA-Netzwerk unterstützt.

Videoaufruf zum Spenden

In einem 30 Sekunden-Video ruft ADRA International zum Spenden für die Ukraine auf (nur Bilder, Musik und Untertitel auf Englisch): https://youtu.be/cCElfxtRNP4

ADRA vermittelt Hilfsangebote

Wer gemeinnützige Einrichtungen kennt, die Unterkünfte in Deutschland bereitstellen können oder Fahr- oder Begleitdienste für Geflüchtete übernehmen kann, ist eingeladen, sich bei ADRA über das Kontaktformular auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/ zu melden.

Spenden für die Nothilfen in der Ukraine sind über das Spendenformular von ADRA Deutschland möglich: https://adra.de/spendenformular/ Weitere Informationen zum Einsatz von ADRA in der Ukraine gibt es auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine/.

Facebookseite von ADRA Ukraine: www.facebook.com/ADRA.Ukraine

ADRA Deutschland e. V.

ADRA Deutschland e.V. ist Teil eines weltweiten Netzwerks mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Kirchenleiter der Adventisten in Deutschland rufen zum Frieden in ihren Gemeinden auf

In ihrer Stellungnahme heißt es, dass der russische Militäreinsatz in der Ukraine die ganze Welt in Spannung versetzt habe. Angst vermische sich mit Entsetzen über das Maß an Zerstörung, der die Menschen in der Ukraine ausgesetzt sind. „In diese bedrohliche und angespannte Situation möchten wir als Verbandsvorstände gemeinsam mit dem russischsprachigen Arbeitskreis mit diesen Zeilen ein bewusstes Signal des Friedens und der Besonnenheit an unsere Gemeinden richten.“

Nicht feindlich gegenüberstehen

Krieg und andere politische Konflikte könnten auch Adventisten in eine emotionale Ausnahmesituation führen, sodass ihr Handeln im Alltag und in der örtlichen Adventgemeinde von diesen Konflikten mitgeprägt werde. Würden solche Themen, kontrovers in einer Gemeinde ausgetragen, könnte dies enorm belastend für alle sein. „Leider beobachten wir im Moment Spannungen, Verletzungen durch Worte, sowie Anschuldigungen und Ausgrenzung in unserem unmittelbaren Gemeindeumfeld, besonders in einigen russischsprachigen Kreisen“, beklagen die Freikirchenleiter. „Uns ist durchaus bewusst, wie herausfordernd es sein kann, wenn sich in der Gemeinde Glaubensgeschwister begegnen, deren Heimatländer sich durch Gewalt und Zerstörung feindlich gegenüberstehen.“

Gelungene Integration

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland habe in den letzten 30 Jahren einen gemeinsamen Integrationsprozess erlebt, sodass deren Gemeinden in Harmonie und Liebe hätten leben und sich entwickeln können. „Dankbar dürfen wir auf diese Zeit schauen und dankbar dürfen wir sein, dass ganz verschiedene Lebenserfahrungen und kulturelle Unterschiede uns nicht getrennt haben. Wir betrachten das als ein Geschenk Gottes, weil er durch seinen Geist unsere Herzen füreinander geöffnet hat.“

Damit sich Frieden ausbreiten kann

Die deutschen Freikirchenleiter erinnern daran, dass sich Siebenten-Tags-Adventisten als eine weltweite Kirche verstehen würden, „die durch den Geist Gottes und unseren gemeinsamen Glauben an Gott den Schöpfer und Erhalter des Lebens verbunden ist.“ Es handele sich um eine bunte Familie, die sich in ihrem Glaubensartikel 14 dazu bekenne: „In Christus sind die Gläubigen eine neue Schöpfung. Rassische, kulturelle, bildungsmäßige, nationale, soziale und gesellschaftliche Unterschiede sowie Unterschiede zwischen Mann und Frau dürfen unter uns nicht trennend wirken. In Christus sind alle gleich, durch einen Geist zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander zusammengefügt.“ Durch die Gnade Gottes wären Adventisten reich beschenkt und zum Frieden befähigt. Deren Gemeinden und Familien sollten solche Orte des Friedens und der Versöhnung sein. „Dazu möchten wir jeden ermutigen, seinen Beitrag zu leisten, damit sich Frieden ausbreiten kann.“

Die Stellungnahme endet mit dem Gebet „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“.

5.000 russischsprachige Adventisten in Deutschland

Laut Pastor Khiminets gebe es in Deutschland etwa 5.000 russischsprachige Adventisten. Von 1991 bis 1995 seien sie vorwiegend aus Mittelasien und Sibirien gekommen, danach auch aus West- und Südrussland, der Ukraine und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken. Die eingewanderten russlanddeutschen Adventisten hätten jedoch in der Bundesrepublik keine unabhängige Organisation oder eigene Ortsgemeinden gegründet, sondern sich bereits den bestehenden Adventgemeinden angeschlossen. Das habe aber nicht bedeutet, dass das Zusammenleben von Spätaussiedlern und Einheimischen in den Adventgemeinden immer problemfrei gewesen sei. Die Aussiedlergruppe wurde in etlichen Ortsgemeinden plötzlich zur Mehrheit, sodass die Gefahr bestand, dass die Zugezogenen nun das Gemeindeleben bestimmen und den einheimischen Gläubigen einen neuen Stil, neue Gewohnheiten und Traditionen aufdrängen würden.

Die meisten Aussiedler befänden sich laut Khiminets in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Es gebe Adventgemeinden in Deutschland, die zu 95 bis 98 Prozent aus Aussiedlern bestehen und 200 bis 300 Mitglieder umfassen. Diese Gemeinden hätten aufgrund der großen Anzahl von Kindern und Jugendlichen neue Gemeindezentren gebaut.

Freikirchenleitung als „Brückenbauer“

Dass es den Adventisten in Deutschland gelungen sei, ihre kirchliche Einheit zu bewahren, habe mehrere Gründe. Die Adventisten seien als weltweite Kirche verfasst, mit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) an der Spitze, die für die Einheit in Lehre und Organisation zuständig sei. Die Freikirchenleitung in Deutschland habe behutsam als „Brückenbauer“ bei dem Prozess des Zusammenwachsens geholfen. Es galt Fragen zu klären, einander zu verstehen und die Bedürfnisse von Einheimischen und Aussiedlern zu stillen. Dabei habe die Freikirchenleitung russlanddeutsche Pastoren eingesetzt, die ihre Ausbildung in Deutschland erhalten hatten und daher nicht nur den kulturellen Hintergrund der Spätaussiedler, sondern auch den der Einheimischen kannten, erläuterte Khiminets. Auch seien regional und deutschlandweit „russischsprachige Arbeitskreise“ eingesetzt worden. Diese hätten sich bei der Klärung und beim Verständnis verschiedener Problemfelder als sehr hilfreich erwiesen. (Siehe dazu auch APD-Meldung 217/2021 vom 11.11.2021 „Kein einfacher Weg – Integration von russischsprachigen Adventisten in Deutschland“)




ADRA Ukraine versorgt Bedürftige in Kiew und Odessa mit Lebensmitteln

In der Ukraine koordiniert ADRA von Mariupol und Slovansk aus die Nothilfe im Land. Das Hilfswerk teilt über seine Facebookseite mit, wann und wo in welcher Stadt Lebensmittel abgegeben werden. ADRA Ukraine wird vor allem vom europäischen ADRA-Netzwerk unterstützt, unter anderem durch die ADRA-Büros in den deutschsprachigen Ländern.

Spenden über ADRA Deutschland möglich

Spenden für die Nothilfen in der Ukraine sind über das Spendenformular von ADRA Deutschland möglich: https://adra.de/spendenformular/ Weitere Informationen zum Einsatz von ADRA in der Ukraine gibt es auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine/.

Facebookseite von ADRA Ukraine: www.facebook.com/ADRA.Ukraine




Mennoniten gegen Waffenlieferungen in die Ukraine

Gebet und praktische Hilfe

In der Stellungnahme wird gefragt, was Menschen angesichts des Ukrainekrieges tun können. „Wir beten für den Frieden – gemeinsam mit Geschwistern in der weltweiten Ökumene, über alle nationalen Grenzen hinaus! Wir beten für die an Leib und Leben Bedrohten, dass sie Schutz und Trost finden mögen. Wir beten für die Machthabenden, dass sie von der ‚Torheit‘ des Krieg führens und dem Drohen mit noch mehr Vernichtung ablassen. Wir beten für alle Soldaten und Kämpfenden, dass sie sich dem Töten und dem Vernichten verweigern. Und wir beten für uns selbst, dass wir Orientierung finden in unserem Bekenntnis zu Jesus Christus, der unser Friede ist.“

Aber es gehe auch um praktische Hilfe, wie Aufnahme von Flüchtlingen, Geldspenden, selbst Hilfe organisieren, in Kontakt bleiben mit Bekannten in der Ukraine, in Russland und Belarus sowie Beteiligung an öffentlichen Protesten gegen den Krieg in der Ukraine.

Der Aggression gewaltfrei begegnen

„Waffen schützen nicht vor Tod und Zerstörung“, heißt es in der Stellungnahme. Ein abermaliges Einsteigen in die Abschreckungsszenarien des Kalten Krieges werde nicht mehr Sicherheit produzieren, sondern eine Eskalation vorantreiben. Sicherheit könne es nicht auf Kosten der anderen geben, sondern nur gemeinsam. Waffenlieferungen würden keinen Krieg beenden, sondern heizten ihn an und ermöglichten erst Kriegsführung und Menschenrechtsverletzungen.

Das Vertrauen der Mennoniten in die Macht der Gewaltfreiheit, wie sie Jesus selbst gelebt habe, sei ungebrochen. „Unsere Hoffnung ist nicht zerstört, sie leitet auch jetzt unser Handeln.“ Die Mennoniten würden einer neuerlichen Aufrüstung in unserem eigenen Land nicht zustimmen, da dies ihrem Bekenntnis zu Jesus Christus widerspreche. „Wir wollen auf dem Weg des Friedens bleiben, der den Irrtum, dass Waffen unsere Sicherheit gewähren könnten, entlarvt.“

Der ganze Wortlaut der Stellungnahme unter: www.mennoniten.de/wp-content/uploads/2022/03/AMG-Ko%CC%88nnten-wir-doch-ho%CC%88ren-Ukraine.pdf

Über die Mennoniten

Die Mennoniten verstehen sich als evangelische Freikirche. Hervorgegangen aus der Täuferbewegung der Reformation im 16. Jahrhundert sind sie heute als eine der „historischen Friedenskirchen“ bekannt. Mennoniten begreifen den Glauben als Geschenk der Gnade Gottes. Aufgrund dieser liebenden Zuwendung Gottes ist die gewaltfreie Nachfolge Jesu für sie ein entscheidendes Merkmal christlichen Bekennens und Handelns.

Zur Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) gehören 52 Gemeinden mit 4.273 Mitgliedern. Weltweit gibt es gegenwärtig in 86 Ländern etwa 2,1 Millionen mündig getaufte Christen in mennonitischen/täuferischen Gemeinden. Weitere Informationen unter: www.mennoniten.de

 




ADRA-Netzwerk in Ukraine und europäischen Nachbarländern im Einsatz für Geflüchtete

ADRA Ukraine

In der Ukraine koordiniert ADRA von Mariupol und Slovansk die Nothilfe im Land. In schwer zugänglichen Gebieten werden die Menschen über digitale Medien und Telefon psychologisch und seelsorgerlich betreut. ADRA Ukraine hat an die Bewohner von Kiew auch Lebensmittelpakete verteilt.

ADRA Polen

Für viele Menschen, die die beschwerliche Flucht über die Grenze geschafft haben, dient der Bahnhof im polnischen Przemysl als erster sicherer Ort, an dem Kraft geschöpft werden kann. ADRA Polen verteilt dort und an anderen Orten Nahrungsmittel und Willkommenspakete mit warmer Kleidung, damit die Geflüchteten mit dem Notwendigsten versorgt sind. Auch Gutscheine für Dinge des täglichen Bedarfs werden verteilt.

ADRA Schweiz

ADRA Schweiz stellt den aus der Ukraine Geflüchteten für eine Überbrückungszeit, bis die staatlichen Hilfen greifen, ein „Welcome-Package“ zur Verfügung. Das Hilfswerk hat für die Deutschschweiz und die Romandie sowie das Tessin je eine Ansprechperson bezeichnet, an die man sich wenden kann, um Nothilfe zu erhalten.

ADRA Österreich

ADRA Österreich wurden 300 Unterkünfte für Flüchtlinge angeboten. Diese sollen den ankommenden Familien über ein Callcenter vermittelt werden, in dem Ehrenamtliche arbeiten. An zwei Orten bietet das Hilfswerk zusätzlich Willkommenszentren an, in denen Flüchtlinge empfangen werden, eine Mahlzeit bekommen sowie duschen können, bis sie an eine Unterkunft vermittelt werden können.

Mehr unter www.adra.at

ADRA Rumänien

ADRA Rumänien brachte mit einem ersten humanitären Konvoi Hoffnung und Hilfsgüter zu den Binnenvertriebenen sowie in die Westukraine. Zu den gelieferten Hilfsgütern gehören Matratzen, Hygieneartikel, Bettwäsche und vieles mehr. Nach 29 Stunden kehrten die freiwilligen Helfer sicher nach Rumänien zurück.

ADRA Ungarn

Das ADRA-Team will den Transport Geflüchteter von der Grenze zu den Unterkünften übernehmen. 100 bis 200 Menschen können von adventistischen Kirchgemeinden in Ungarn aufgenommen werden, weitere 50 Menschen auf dem Campingplatz der Kirche.

ADRA Slowakei und ADRA Tschechien

ADRA Slowakei hat in Vyšné Nemecké, an der Grenze zur Ukraine, ein großes Rundzelt aufgestellt, um den Geflüchteten Schutz, Wärme, Erfrischungen, ein Kinderprogramm sowie den Transport in die Städte zu organisieren. Dazu stellt das Hilfswerk seinen Reisebus zum Personentransport zur Verfügung. Es sei ein Vorteil, dass viele der Freiwilligen Ukrainisch sprächen, schreibt ADRA Slowakei.

Mitarbeiter von ADRA Slowakei und Tschechien haben Hilfslieferungen mit dem Partnerhilfswerk ADRA Ukraine in Mukachevo vereinbart. Aufgrund der Versorgungsengpässe in der Ukraine müssten die Lebensmittel über die Grenze transportiert werden.

ADRA und adventistische Einrichtungen in Deutschland

Die Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) bereitet sich derzeit vor, eine grössere Gruppe von Flüchtlingen in Möckern und auf dem Campus unterzubringen. Friedensau steht in Kontakt zu Studierenden, Mitarbeiterinnen und Alumni der adventistischen Partneruniversität in Bucha/Ukraine, einem Vorort von Kiew, die sich in die Westukraine haben retten können und nun Zuflucht suchen. Etwa 40 Personen können in Friedensau, die weiteren in der näheren Umgebung untergebracht werden. Drei Lehrerinnen aus der Ukraine mit ihren Kindern sind inzwischen in Friedensau eingetroffen.

Das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt unterstützt die Adventgemeinde Darmstadt-Marienhöhe bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine und ist bereit, die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen zu ermöglichen.

Die Tagungsstätte Bergheim Mühlenrahmede bei Altena/NRW hat ebenfalls die ersten Geflüchteten aufgenommen.

Für die Hilfe der Adventisten aus Deutschland siehe auch APD-Meldung vom 4. März: www.apd.info/2022/03/04/hilfe-der-adventisten-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine-ist-gestartet

ADRA Deutschland vermittelt Hilfsangebote

Wer gemeinnützige Einrichtungen kennt, die Unterkünfte bereitstellen können oder Fahr- oder Begleitdienste für Geflüchtete übernehmen kann, ist eingeladen, sich bei ADRA über das Kontaktformular auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/ zu melden. Weitere Informationen zum Einsatz von ADRA in der Ukraine gibt es auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine/.

ADRA-Spendenformular: https://adra.de/spendenformular/




Hilfe der Adventisten für Geflüchtete aus der Ukraine ist gestartet

Nothilfe in der Ukraine und den Nachbarländern

Das Team von ADRA Deutschland arbeitet mit den ADRA-Partnerbüros in der Ukraine den europäischen Nachbarländern zusammen. In der Ukraine koordiniert ADRA von zwei Standorten aus (Mariupol und Slovansk) die Nothilfe im Land. In schwer zugänglichen Gebieten werden die Menschen über digitale Medien und Telefon psychologisch und seelsorgerlich betreut. Für viele Menschen, die die beschwerliche Flucht über die Grenze geschafft haben, dient zum Beispiel der Bahnhof im polnischen Przemysl als erster sicherer Ort, an dem Kraft geschöpft werden kann. ADRA verteilt dort und an anderen Orten Nahrungsmittel und Willkommenspakete mit warmer Kleidung, damit die Geflüchteten mit dem Notwendigsten versorgt sind. Auch Gutscheine für Dinge des täglichen Bedarfs werden verteilt.

Adventistische Einrichtungen in Deutschland helfen Geflüchteten

Die Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) bereitet sich derzeit vor, in den nächsten Tagen eine größere Gruppe von Flüchtlingen in Möckern und auf dem Campus unterzubringen. Friedensau steht in Kontakt zu Studierenden, Mitarbeiterinnen und Alumni der adventistischen Partneruniversität in Bucha (einem Vorort von Kiew), die sich in die Westukraine haben retten können und nun Zuflucht suchen. Etwa 40 Personen können in Friedensau, die weiteren in der näheren Umgebung untergebracht werden. Drei Lehrerinnen mit ihren Kindern sind inzwischen in Friedensau eingetroffen.

Das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt unterstützt die Adventgemeinde Darmstadt-Marienhöhe bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine und ist bereit, die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen zu ermöglichen.

Die Tagungsstätte Bergheim Mühlenrahmede (Altena/NRW) hat ebenfalls die ersten Geflüchteten aufgenommen.

Das Advent-Wohlfahrtswerk e.V., ADRA, die Theologische Hochschule Friedensau, die adventistische Freikirche sowie Vertreter des Arbeitskreises „Russischsprachige Adventisten in Deutschland“ haben sich in einer Steuerungsgruppe organisiert, um das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ zu reaktivieren, damit nachhaltige Flüchtlingshilfe geleistet werden kann. (Näheres siehe APD-Meldung vom 1. März https://www.apd.info/2022/03/01/adventisten-in-deutschland-helfen-fluechtlingen-aus-der-ukraine/)

Das Medienhaus Hope Media wird am kommenden Sonntag, den 6. März 2022, um 21 Uhr eine Live-Sendung „Hope für die Ukraine“ auf Hope TV ausstrahlen. Darin werden u. a. Vertreter verschiedener ADRA-Büros zugeschaltet sein.

ADRA vermittelt Hilfsangebote

Wer gemeinnützige Einrichtungen kennt, die Unterkünfte bereitstellen können oder Fahr- oder Begleitdienste für Geflüchtete übernehmen kann, ist eingeladen, sich bei ADRA über das Kontaktformular auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine-formular/ zu melden. Weitere Informationen zum Einsatz von ADRA in der Ukraine gibt es auf der Webseite https://adra.de/nothilfe-ukraine/.

ADRA-Spendenformular: https://adra.de/spendenformular/




Theologische Hochschule Friedensau bietet Online-Kurs für Kleingruppenleiter an

Wer eine Kleingruppe leiten möchte, aber nicht weiß, wie das geht, oder als Leiterin oder Leiter einer Kleingruppe neue Impulse braucht, für den wäre der Online-Kurs gedacht, so die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule. Das Wissen werde nicht in langen Seminaren vermittelt, sondern durch interaktives Lernen in Kleingruppen, wo alle Teilnehmer ihre Erfahrungen teilten und jeder sich ausprobieren könne.

Den Kurs „Kleingruppentraining“ leitet Dr. László Szabó, Dozent für Missionswissenschaft und interkulturelle Studien sowie Leiter des ADIMIS. Verschiedene Kurzvorträge und praktische Übungen in kleinen Teams wechselten sich ab. Nach dem Grundkurs könnten zwei weitere Kurse belegt werden: der Fortgeschrittenen- und der missionarische Kurs. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstünden keine Kosten Eine Anmeldung für den Grundkurs ist bis zum 15. März 2022 über die Mailadresse: adimis@thh-friedensau.de möglich. Weitere Informationen: https://adimis.org.

Weitere adventistische Angebote für Kleingruppen

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland unterstützt Kleingruppen u. a. durch das Netzwerk KLEINGRUPPE.DE mit Impulsen, Material (Videos und Print) und Angeboten zum Erfahrungsaustausch. Teil des Netzwerks ist die Initiative steps2.one, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet und ihnen praktische Hilfen für die Gründung und die Leitung von kleinen Gruppen bietet.

Hochschule Friedensau

Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- (B.A.) und Master-Studiengänge (M.A.), zum Teil berufsbegleitend, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 40 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten. Neu im Angebot ist ab Herbst 2022 das B.A.-Studium „Soziale Arbeit“ als Teilzeitstudium.




Dieter Neef als Finanzvorstand der Adventisten in Deutschland verabschiedet

Dieter Neef ist seit 2016 Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland und hat mit seiner langjährigen Erfahrung als Manager in großen deutschen und internationalen Konzernen viel Expertise in das Amt gebracht. So hat er nicht nur den Haushalt der Freikirche verantwortet, sondern auch viele Entwicklungsprozesse und Umstrukturierungen innerhalb der Freikirche und ihrer Institutionen angestoßen, etabliert und vorangetrieben. Neef war überdies als Gesellschaftervertreter und Aufsichtsrat in vielen Einrichtungen der Kirche vertreten und hat in diesen Funktionen zahlreiche Veränderungen mit auf den Weg gebracht. Von Juli 2019 bis Dezember 2020 war er zudem als Geschäftsführer für den Advent-Verlag tätig.

Die Vorstände der beiden deutschen Verbände bedanken sich ausdrücklich und mit großer Wertschätzung bei Dieter Neef – nicht nur für seinen außerordentlich engagierten Einsatz für die Freikirche, sondern auch für die kollegiale Zusammenarbeit. Seine Vorstandskollegen wünschen ihm für die neue Aufgabe gutes Gelingen und Gottes Segen.




Adventisten in Deutschland helfen Flüchtlingen aus der Ukraine

Die Freikirche und ihre Institutionen haben hierfür die Steuerungsgruppe des Aktionsbündnisses „Gemeinsam für Flüchtlinge“ reaktiviert, die unter der Leitung der adventistischen Hilfsorganisation ADRA vor allem den Geflüchteten aus der Ukraine helfen möchte, in Deutschland Schutz zu finden. Das Bündnis konnte bereits während der Flüchtlingskrise 2015 erfolgreich zusammenarbeiten und möchte an den Erfahrungen von damals anknüpfen.

„In den vergangenen Tagen haben uns zahlreiche Meldungen und auch Hilferufe erreicht, die uns sehr betroffen machen. Als Freikirche möchten wir mit unseren Möglichkeiten und Einrichtungen den Menschen helfen, die der Eskalation und Gewalt in der Ukraine ausgesetzt sind“, so Johannes Naether (Präsident Norddeutscher Verband).

Es wird in den kommenden Tagen seitens der Freikirche, ADRA, des AWW und der ThHF Informationen darüber geben, welche konkreten Hilfen das Bündnis plant, wo sich Helfende und Hilfesuchende informieren können und wo und wie gespendet werden kann.

Die Freikirche, ADRA, das AWW und die ThHF werden hierfür kurzfristig alle wichtigen Informationen bereitstellen, um schnell, gezielt und unbürokratisch helfen zu können.

Hilfe von ADRA bereits angelaufen

Die adventistische Hilfsorganisation ADRA ist bereits sowohl in der Ukraine als auch an der polnisch-ukrainischen Grenze tätig und arbeitet „mit zuverlässigen Partnern und den adventistischen Kirchengemeinden vor Ort zusammen, um sicherzustellen, dass unsere humanitäre Hilfe die Bedürftigen schnell erreichen kann“, heißt es in einer Pressemitteilung von ADRA Deutschland. ADRA wird Willkommenspakete mit Kleidung, Lebensmitteln und Bargeldgutscheinen (die Banken in der Ukraine haben ihren Betrieb eingestellt) bereitstellen. Zusätzlich ist auch die Bereitstellung langfristiger psychologischer Beratung geplant, damit die Geflüchteten die traumatisierende Erfahrung verarbeiten können. Weitere Informationen über die ADRA-Nothilfe in der Ukraine gibt es unter https://adra.de/nothilfe-ukraine/?utm_source=nl&utm_medium=mail&utm_campaign=02-22

 ADRA Deutschland e. V.

ADRA Deutschland e.V. ist Teil eines weltweiten Netzwerks mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.

 Advent-Wohlfahrtswerk e. V.

Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Das AWW unterhält Kindertagesstätten, Seniorenheime, Suchtberatungsstellen, Hospize und weitere soziale Einrichtungen sowie örtliche Helferkreise. Weitere Informationen unter www.aww.info.

Gemeinsam für Flüchtlinge

ADRA und AWW haben gemeinsam mit anderen Akteuren der adventistischen Freikirche im Jahr 2015 das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ gegründet, das sich bis heute der Not Geflüchteter annimmt und ihnen auf der Suche nach einem menschenwürdigen, selbstbestimmten Leben beisteht. Weitere Informationen unter http://gemeinsamfürflüchtlinge.de.

Hochschule Friedensau

Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- (B.A.) und Master-Studiengänge (M.A.), zum Teil berufsbegleitend, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 40 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten. Neu im Angebot ist ab Herbst 2022 das B.A.-Studium „Soziale Arbeit“ als Teilzeitstudium.




Buchrezension Joe Miller: Projekt Lightspeed

Möglich war dies, weil das Wissenschaftler-Paar bereits seit über 30 Jahren erfolgreich an mRNA-basierten Medikamenten gegen Krebs gearbeitet hatte. Am 27. Januar 2020 wurde der erste Fall einer Covid-19-Erkrankung in Deutschland diagnostiziert. Einen Tag zuvor hatte Sahin bereits das Design für acht mögliche Impfstoffe entworfen, von denen einer, BNT 162b2, nach Monaten harter Arbeit, Fortschritten und Rückschlägen sowie den vorgeschriebenen Testphasen (I-III) an zigtausend Patienten das Rennen zur Zulassung gewann.

Der Wettlauf des Projekts Lightspeed (Lichtgeschwindigkeit) gegen die Zeit wurde gewonnen. Innerhalb einer Zeitspanne von gerade einmal zehn Monaten gelang es dem weltweit hervorragend vernetzten Forscherpaar, durch die internationale Zusammenarbeit von zahlreichen hervorragenden Wissenschaftlern (darunter einige Nobelpreisträger) und die Kooperation von internationalen Pharma-Unternehmen unglaublich komplizierte Mechanismen in 50.000 Herstellungsschritten so zu vereinen, dass die Entwicklung und Produktion von Milliarden Impfdosen in kürzester Zeit möglich wurde. Das Geheimnis hinter dem Erfolg von BioNTech sei das Zusammenspiel dieser beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten, schreibt Joe Miller.

Miller, Journalist bei der der Financial Times, hat Ugur Sahin und Özlem Türeci auf der Abenteuer-Reise zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs begleitet. Dabei entstand ein Sachbuch, das sich von der ersten bis zur letzten Seite spannender liest als jeder Kriminalroman.

Man könnte es Zufall nennen, dass genau zur richtigen Zeit die passenden Menschen, Forschungsergebnisse, wissenschaftlichen Erkenntnisse, Firmen und Investoren zur Verfügung standen, damit die komplexe Herstellung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 gelingen konnte. Wer nicht an Zufall glaubt, kann sich der Aussage von Professor Siegfried Scherer anschließen, der auf dem Gebiet der mikrobiellen Ökologie forscht und zum Thema Impfstoff feststellte: „Ich bin versucht zu sagen: mRNA-Impfstoffe sind ein Geschenk Gottes.“ (Interview mit dem christlichen Medienmagazin PRO, Ausgabe 2/2021, S. 24)

Zusammensetzung des BioNTech-Impfstoffs: https://www.cdc.gov/vaccines/covid-19/clinical-considerations/covid-19-vaccines-us.html#Appendix-C

Heidemarie Klingeberg

 

Joe Miller (mit Özlem Türeci und Ugur Sahin)

Projekt Lightspeed: Der Weg zum BioNTec-Impfstoff – und zu einer Medizin von morgen

Rowohlt-Verlag, 2021, 352 Seiten,

Gebundenes Buch: 22,00 Euro

Ebook/Kindle: 19,99 Euro

ISBN-10: 3498002775

ISBN-13: 978-3498002770




Krieg in der Ukraine: Adventistische Kirchenleitungen in Deutschland, der Schweiz und weltweit rufen zum Gebet für den Frieden auf

Stellungnahme der adventistischen Kirchenleiter in Deutschland

„Als Präsidenten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland sind wir erschüttert über die Eskalation der Gewalt in der Ukraine,“ schreiben Werner Dullinger und Johannes Nather, Präsidenten des Süd- und Norddeutschen Verbandes (SDV und NDV) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Wir repräsentieren eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft, zu deren Grundsätzen die Nichteinmischung in politische Angelegenheiten gehört. Trotzdem lehnen wir Gewaltanwendung, wie wir sie jetzt in der Bombardierung der Ukraine sehen können, als Methode der Konfliktlösung entschieden ab. Erst recht lehnen wir Krieg in jeder Form ab.

Bereits im Februar 2018 hatten wir erklärt: ‚Wir sind der Überzeugung, dass Versöhnung, Vergebung, Frieden und Gerechtigkeit nur auf dem Boden einer gewaltfreien Lebensart gedeihen können; so, wie es uns unser Herr und Meister, Jesus Christus, in seinem Leben und Sterben vorgelebt hat. In seinem Sinne wollen wir unsere Verantwortung in dieser Welt gewaltfrei ausüben.‘ (Erklärung Mut zum Frieden, Download unter https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/2017-12-04_Mut_zum_Frieden.pdf ).

Wir appellieren daher an alle Beteiligten, sich für die Wiederherstellung und Erhaltung des Friedens einzusetzen.

Als Christen glauben wir an die Kraft des Gebets. Wir beten gemeinsam mit anderen Christen für die Verantwortlichen auf allen Seiten um Einsicht und Besonnenheit. Wir beten für alle, welche die Folgen der Eskalation der Gewalt in der Ukraine zu erleiden haben.

Wir beten für unsere Glaubensgeschwister in der Ukraine und rufen unsere Mitglieder in Deutschland dazu auf, dies ebenfalls zu tun,“ so die Kirchenleiter abschließend.

Gebetsaufruf an die adventistischen Kirchengemeinden in der Deutschschweiz

Stephan Sigg, Präsident der Adventisten in der Deutschschweiz, schreibt in einem Rundbrief an die adventistischen Kirchengemeinden: „Der heute durch Russland entfachte Krieg in der Ukraine macht uns betroffen und sprachlos. Machtpolitik setzt sich mit kaltem Kalkül über internationale Friedensabkommen und das Völkerrecht hinweg und verursacht eine humanitäre Krise, welche zuerst und vor allem die Menschen in der Ukraine trifft, sich aber über ihre Grenzen ausweiten wird. Kaum hat sich die Pandemie abgeschwächt, entflammt ein Krieg in Europa. Die Endzeitrede Jesu (Matthäusevangelium 24,4–14) findet eine deutliche Entsprechung in unserer Zeit.

Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen, welche über Nacht aus ihrem Alltag heraus in einen Krieg gerissen wurden. Betroffen von Angst, Unsicherheit, Leid und Tod sind auch unsere adventistischen Glaubensgeschwister in der Ukraine.

In Jesus begegnet uns Gott als Friedefürst. Zerstörung und Leid ist Menschenwerk und das wird uns durch die aktuellen Ereignisse besonders deutlich gemacht. Aggressoren und Kriegstreiber stehen nicht auf Gottes Seite.

Bitte betet für die Menschen in der Ukraine und für das richtige Maß an Besonnenheit im Umgang mit der Aggression. Nutzt doch den kommenden Gottesdienst dazu. Wir sind und bleiben in Gottes Hand geborgen.“

Gebetsaufruf des Präsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung

„Es ist sehr wichtig, dass wir für unsere lieben Brüder und Schwestern in Osteuropa, in der Ukraine und in Russland beten“, schreibt Pastor Ted Wilson, Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) am 25. Februar laut Adventist News Network (ANN). „Die Herausforderungen, die ein offener Konflikt mit sich bringt, sind entsetzlich. Wir haben Tausende von Mitgliedern in dieser Region der Welt. Sie brauchen unsere Gebete und unsere Unterstützung in jeder erdenklichen Form. Bitte schließen Sie sie und ihre Familien in Ihr Gebet ein, während wir für den Frieden in dieser Welt beten“, schreibt Ted Wilson im Aufruf zum Gebet.

Er bittet die adventistischen Kirchenmitglieder weltweit um Zuversicht für die Menschen in beiden Ländern zu beten und für ein christliches Miteinander „in diesen sehr schwierigen Zeiten. Möge Gottes Gegenwart und Stärke für jeden einzelnen von ihnen spürbar sein und sie mit Frieden erfüllen, während er sie durch diese schwierige Situation führt“, so Wilson mit Verweis auf die Bibelstellen Jesaja 26,3, Jesaja 41,10,13 und Josua 1,9.

„Wir sind bereit, der adventistischen Kirchenleitung in der Euro-Asien-Region, zu der auch die Ukraine gehört, auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Wir werden mit moralischer Unterstützung, Ratschlägen, Gebeten und finanzieller Hilfe beistehen. ADRA prüft derzeit, wie humanitäre Hilfe im Land geleistet werden kann, auch für die Flüchtlinge“.

Weiter heißt es: „Natürlich ist die Kirche als menschliche Organisation machtlos, wenn es darum geht, die aktuelle Situation messbar zu verändern, aber wir haben alle Macht, die uns durch das Gebet zur Verfügung steht, und wir verlassen uns ganz auf den allmächtigen Gott, dass er eingreift, um das Blutvergießen zu beenden und den Frieden wiederherzustellen.“

Zum ausführlichen Gebetsaufruf auf Englisch:

https://adventist.news/news/an-urgent-call-for-prayer




Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ des Advent-Wohlfahrtswerks veröffentlicht Erklärung zu Krieg in Ukraine

„Mit dem Angriff der russischen Armee auf die Ukraine sind die schlimmsten Befürchtungen der letzten Wochen zur bitteren Realität geworden – allen diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Bearbeitung dieses Konflikts zum Trotz. Fassungslos sehen wir uns mit einem Krieg in Europa konfrontiert, der unermessliches Leid über Menschen bringt und dessen Ausmaß heute noch nicht abgeschätzt werden kann. Zu erwarten ist, dass viele Menschen vor diesem Krieg fliehen müssen und auch in unserem Land Zuflucht suchen werden. In Solidarität mit den Menschen der Ukraine und in Sorge um ein sicheres Zusammenleben von Völkern in Frieden und Freiheit sind Christen vereint im Gebet für den Frieden“ heißt es in der Erklärung, die von Michael Götz, dem Beauftragten für Flüchtlings- und Integrationshilfe des AWW unterzeichnet ist. Sie enthält auch den Text eines Friedensgebets von Jürgen Henkys und Jan Nooter und ermutigt zum Gebet „im Vertrauen darauf, dass Gott auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Tagen wartet und darauf antwortet.“ Zudem werden die AWW-Helferkreise und Kirchengemeinden dazu ermutigt, sich in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine einzusetzen.

Advent-Wohlfahrtswert e. V.

Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Das AWW unterhält Kindertagesstätten, Seniorenheime, Suchtberatungsstellen, Hospize und weitere soziale Einrichtungen sowie örtliche Helferkreise. Das AWW hat gemeinsam mit anderen Akteuren der adventistischen Freikirche im Jahr 2015 das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ gegründet, das sich bis heute der Not Geflüchteter annimmt und ihnen auf der Suche nach einem menschenwürdigen, selbstbestimmten Leben beisteht.




ADRA Ukraine für Notlage vorbereitet

Medizinische Hilfe

ADRA Ukraine hat aktive Projekte mit dem UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF), dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA/UHF), sowie dem Hilfswerk der Mormonen (LDS) und privaten Spendern, die im Bereich Gesundheitsdienste – einschließlich medizinischer Notdienste – sowie psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung angesiedelt sind. Diese Projekte wurden entlang der Kontaktlinie verwirklicht, um die isolierten Siedlungen mit diesen wesentlichen Diensten zu versorgen. Wie sich die Situation nach dem Einmarsch der russischen Truppen vom 24. Februar darstellt, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

Wasserversorgung

Am 21. Februar 2022 ist die Stromversorgung der Donezker Filterstation (DFS), die rund 380.000 Menschen auf beiden Seiten der „Kontaktlinie“ mit Wasser versorgt, nach einem Beschuss ausgefallen. Die Stadt Donezk wurde inzwischen auf eine andere Filterstation umgestellt, mehrere Siedlungen erhalten nun für drei bis vier Tage Wasser aus kleineren Reservoirs. Jedoch haben noch immer ca. 29.000 Menschen aktuell keinen Zugang zu Wasser.

Da bereits vor dem Beschuss viele Dörfer und Städte entlang der Kontaktlinie keine oder nur eine sehr eingeschränkte Wasserversorgung hatten, existieren auch in diesem Gebiet Projekte, mit denen die Wasserversorgung der Bevölkerung wieder sichergestellt werden soll. Bis zur Fertigstellung sind jedoch weiterhin Wassertransporte in diese Regionen notwendig. Derzeit geht man davon aus, dass bereits in wenigen Tagen ca. 90.000 Menschen auf Wassertransporte angewiesen sein werden.

ADRA Ukraine braucht Unterstützung

ADRA Ukraine hat bereits mitgeteilt, in welchen Bereichen Hilfe benötigt wird: für die Wasserversorgung im Osten der Ukraine, Unterkünfte für die Überwinterung, Beschaffung von Nahrungsmitteln, Wasser und Hygieneartikeln, Beschaffung von Bargeld/Zertifikaten/Gutscheinen, die verteilt werden, wenn die Banken/Läden funktionieren, Beschaffung von Benzin zum Betanken von ADRA-/Partnerfahrzeugen, um die gefährdete Bevölkerung zu evakuieren, wenn die lokalen Behörden nicht in der Lage sind, dies zu tun.




Ukrainische Bibelgesellschaft setzt sich für den Frieden ein

Viele kommen in die Kirchen

„Die aktuelle Situation setzt unsere Landsleute stark unter Druck“, teilte Anatolij Rajchinets in einem Interview der Deutschen Bibelgesellschaft zur Situation in der Ukraine mit. Manche Menschen bereiteten sich bereits auf einen großen Krieg vor, andere versuchten aus den Frontgebieten zu fliehen. Gleichzeitig würden viele in die Kirchen kommen. „Die Kirchen geben unserem Volk einen Rückhalt und verbreiten Hoffnung und Trost“, so Rajchinets.

Seit einigen Monaten ist die Ukrainische Bibelgesellschaft Vorsitzende des „Gesamtukrainischen Rates der Kirchen und religiösen Organisationen“ und damit Vertreterin der Religionen hinein in Politik und Gesellschaft. Am 16. Februar hatte der Rat in der Kiewer Sophienkathedrale zum Gebet für den Schutz des Landes und der Menschen aufgerufen. „Ein Chor sang das Vaterunser, danach sprachen Vertreter unterschiedlicher Kirchen und Religionen Gebete und Segensworte.“

Zerstrittene Kirchen beten zusammen

Bemerkenswert sei laut kathpress/Wien,  dass neben dem Oberhaupt der autokephalen (unabhängigen) Orthodoxen Kirche der Ukraine, Metropolit Epiphanij Dumenko, auch Bischof Viktor Kotsaba von der konkurrierenden Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats an diesem Gebetstreffen teilnahm. Anwesend waren zudem der griechisch-katholische Großerzbischof Swjatoslav Schewtschuk und der römisch-katholische Bischof von Kiew-Zhytomyr, Vitali Kryvytski, wie auch Vertreter der evangelischen Kirche, der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, ein Rabbiner sowie ein sunnitischer Mufti.

Bereits Anfang Februar habe die Bibelgesellschaft Kirchen- und Regierungsvertreter empfangen, um über die Rolle der Kirchen in der Krise zu sprechen. „Wir glauben, dass das beste Gegenmittel immer noch ist, die gute Nachricht der Heiligen Schrift weiterzugeben“, betonte damals der Generalsekretär der Ukrainischen Bibelgesellschaft, Oleksandr Babitschuk. „Sie macht deutlich, dass unsere Zukunft in Gottes Hand liegt.“

Austausch von Kriegsgefangenen

Darüber hinaus sei die Bibelgesellschaft mit den Kirchen auch aktiv in den Prozess des Austauschs von Kriegsgefangenen beteiligt. „Wir nutzen unser Netzwerk in diplomatischen Kreisen und Kirchen in Russland und versuchen, Politiker auf beiden Seiten zum Austausch zu bewegen“, berichtete Rajchinets. Bereits vor der jüngsten Eskalation hätten sich Hunderte von ukrainischen Soldaten und Freiwilligen in russischer Kriegsgefangenschaft befunden.

Biblische Traumabegleitung

Doch es bleibe weiterhin die zentrale Aufgabe der Bibelgesellschaft, die Menschen mit Bibeln zu versorgen. „Täglich erreichen uns Dutzende Bitten um Bibeln und bald schon wird unser Lager leer sein“, befürchtet Anatolij Rajchinets. 56.000 Bibeln sollten in der nächsten Zeit zur Verfügung stehen. Dafür bitte die Bibelgesellschaft um Unterstützung. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sei die biblische Traumabegleitung für Soldatinnen und Soldaten und andere Betroffene. Die Bibelgesellschaft bietet diesbezüglich Schulungsprogramme zum Beispiel für Geistliche an.

Weltbibelhilfe

Unterstützt wird die Arbeit der Ukrainischen Bibelgesellschaft von der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft. Seit mehreren Jahren fördert sie bereits Projekte für die Opfer des Krieges in der Ostukraine. Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Heiligen Schrift sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 160 Mitglieder und ist in 184 Ländern aktiv.

Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart übersetzt die biblischen Schriften und verbreitet Bibelausgaben. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.

 

Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Dr. h. c. Annette Kurschus. Zur Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft gehören Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Bibelgesellschaften sowie von evangelischen Freikirchen und christlichen Werken, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Weitere Informationen: http://www.die-bibel.de/




Kirchen beten für den Frieden während der Münchener Sicherheitskonferenz sowie in Berlin und Kiew

Die Initiative „Beten für den Frieden“ des Erzbischöflichen Ordinariats München war eine Einladung, die Münchener Sicherheitskonferenz mit Friedensgebeten zu begleiten. Es begann bereits am Sonntagmorgen, dem 13. Februar, mit einem „Friedensgebet der Religionen“, an dem Juden, Buddhisten, Christen, Muslime und Baháí teilnahmen. Während der internationalen Tagung übernahmen Orden, Hilfswerke, geistliche Gemeinschaften, Kirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in München (ACK), Vereine und Initiativen die Gestaltung von stündlichen Gebetszeiten. Am Freitag (18.02.) lud das Münchener Forum für Islam zum Freitagsgebet und der Gemeinderabbiner griff das Friedensthema in den Schabbat-Gottesdiensten (19.02.) in der Hauptsynagoge der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern auf.

Das Zeitfenster von 15 bis 16 Uhr am Freitag (18.02), dem Beginn der Sicherheitskonferenz, gestalteten Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in München. Pastor Petko Bonev betonte in seinen Anmerkungen drei Aspekte des Friedens. 1. Frieden bedeute, aktiv zu sein und Probleme nicht unter den Teppich zu kehren. 2. Frieden könne nur derjenige leben, der selbst Frieden in sich trage. 3. Unter Bezug auf die Bergpredigt von Jesus seien Friedensstifter gefordert, die darin Gotteskinder genannt würden. Die anschließenden Fürbitten beantworteten die Teilnehmenden mit dem Ruf „Herr, gib uns deinen Frieden!“ aus dem Kanon von Ludger Edelkötter. Die musikalische Umrahmung der Gebetszeit übernahm Franz Fink, Dozent an der Dommusikhochschule Regensburg, auf der Querflöte.

Beten für den Frieden in München

Auf der 58. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof vom 18.02.-20.02.2022 diskutierten Politiker aus aller Welt über aktuelle Themen der globalen Sicherheitspolitik. Die Erzdiözese München und Freising hatte eingeladen, um dieses internationale Treffen mit dem Gebet für Frieden und Geschwisterlichkeit zu begleiten. Die Treffen fanden in der Rupert Mayer Kirche (Bürgersaalkirche) und an anderen Orten statt. Während der gesamten Sicherheitskonferenz brannte in der Christophorus-Kapelle am Münchner Flughafen ein Friedenslicht. Gebetstexte in deutscher und englischer Sprache zum Beten und Mitnehmen lagen aus.

Ökumenisches Friedensgebet in Berlin

Angesichts der zugespitzten Situation um die Ukraine kamen Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg bereits am 12. Februar 2022 zu einem ökumenischen Friedensgebet zusammen, wie die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland auf ihrer Website berichtet. Das Leitwort bildete die Seligpreisung aus der Bergpredigt: „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Auch der ukrainische Botschafter in Deutschland nahm an dem Friedensgebet teil.

Der katholische Geistliche Hansjörg Günther, Vorsitzender des ÖRBB, sprach in der Predigt vom Schalom Gottes, den Gott selbst schenkt. Wo Gottes Schalom wirke, entstehe ein „gerechter Friede“, der Krieg unmöglich mache.

Am Gebet wirkten Vertreter der vier Konfessionsfamilien mit: Erzbischof Heiner Koch für die katholische Kirche, Bischof Christian Stäblein für die evangelische Kirche, der adventistische Pastor Dietmar Päschel für die Freikirchen und Bischof Emmanuel von Christoupolis für die orthodoxe Kirche.

Bischof Stäblein appellierte an die Verantwortlichen: „Krieg soll um Gottes willen nicht sein. Und so rufen und bitten wir hier in dieser Stunde: Hört auf mit dem Krieg und sucht den Frieden! … Gott hat uns Menschen geschaffen mit der Einsicht, dass der Nächste ist wie ich. Hören wir hin, suchen wir einen Weg zu Gottes Frieden!“

Den Abschluss des Gebets bildete das gemeinsame gesungene Lied: „Im Frieden dein, o Herre mein, lass ziehn mich meine Straßen“.

Religionsübergreifendes Friedensgebet in Kiew

Auch in der Ukraine haben Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften gemeinsam für den Frieden gebetet. Wie die katholische Wochenzeitung Die Tagespost (Würzburg) berichtete, versammelten sie sich bereits am 16. Februar auf Einladung des „Gesamtukrainischen Rates der Kirchen und religiösen Organisationen“ in der Kiewer Sophienkathedrale, um Gott zu bitten, die Ukraine vor einer russischen Aggression zu schützen. Nachdem ein Kammerchor das „Vater unser“ gesungen hatte, sprachen Vertreter unterschiedlicher Kirchen und Religionen Gebete und Segensworte. Darunter waren leitende Bischöfe der autokephalen (selbstständigen) Orthodoxen Kirche der Ukraine, der mit ihr konkurrierenden Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats, ferner das Oberhaupt der mit Rom unierten Katholiken des byzantinischen Ritus und der Bischof der römisch-katholischen Kirche von Kiew-Zhytomyr. Auch Vertreter der Adventisten, der Evangelischen Kirche ein jüdischer Rabbiner und ein sunnitischer Mufti sprachen Gebete.




Sambias Präsident Hichilema besuchte Papst Franziskus

Dem Kathpress-Bericht zufolge habe das sambische Staatsoberhaupt in einem Facebook-Post vor seinem Abflug nach Europa die Rolle der katholischen Kirche in Sambia bei der Förderung von sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten, Bildung und Gesundheit gewürdigt.

Hakainde Hichilema – Politiker, Unternehmer, Adventist

Hichilema ist Unternehmer und einer der reichsten Sambier. Geboren wurde er in einer armen Familie im Süden Sambias. Er besuchte die Universität von Sambia mit einem Regierungsstipendium und studierte später Wirtschaft und Finanzen an der Universität von Birmingham/Großbritannien. Er war bereits fünf Mal zuvor erfolglos bei Präsidentenwahlen angetreten, ehe er sich im August 2021 deutlich gegen Amtsvorgänger Edgar Lungu (65) durchsetzen konnte. Während seines Wahlkampfes versprach der Adventist Hichilema, die Religionsfreiheit für alle Glaubensrichtungen im Land zu fördern.

Gespräche in herzlicher Atmosphäre

Bei den an den Besuch des Papstes anschließenden Gesprächen Hichilemas mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Miroslaw Wachowski vom vatikanischen Außenamt ging es laut Angaben des Vatikans um den allgemeinen Zugang zu Impfstoffen sowie die Bekämpfung von Covid-19. Zudem habe man über den Entwurf eines bilateralen Abkommens gesprochen sowie über die wirtschaftliche und soziale Lage Sambias. Wie der vatikanische Pressesaal im Anschluss mitteilte, fanden die Gespräche im Vatikan in „einer herzlichen Atmosphäre“ statt. Da der Papst nicht nur Kirchenoberhaupt, sondern auch Staatsoberhaupt (des Vatikanstaats) ist, gehören Besuche anderer Staatspräsidenten im Vatikan zur Tagesordnung.

Adventisten in Sambia

In Sambia mit einer Bevölkerung von 18,4 Millionen Menschen, feiern 1,36 Millionen adventistische Christen jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag (Sabbat), ihren Gottesdienst in 3.250 Kirchengemeinden. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält im Land 25 Primar- und zehn Sekundarschulen, ein Berufsbildungszentrum, eine Universität, eine Augenklinik, zwei allgemeine Krankenhäuser, 15 ambulante Kliniken sowie einen Verlag.




Sondierungsgespräche zwischen Lutheranern und Adventisten in Deutschland

Bilaterale Gespräche auf Weltebene

Bereits von 1994 bis 1998 gab es bilaterale Gespräche zwischen dem Lutherischen Weltbund (LWB) und der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten (STA). Der damalige Bericht trägt den Titel Adventisten und Lutheraner im Gespräch. Er beschreibt die erzielten Gesprächsergebnisse zu den Themen „Rechtfertigung aus Glauben“, „Das Gesetz“, „Die Heilige Schrift und die Autorität der Kirche“, „Ekklesiologie und Eschatologie“. Als Abschluss wurden Empfehlungen formuliert. Der Bericht kann heruntergeladen werden unter:

https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/LWB.pdf.

Kritik des DNK/LWB

2001 nahm das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes zum Bericht Stellung. Die Kritik des DNK/LWB lief im Wesentlichen auf den Vorwurf an den Lutherischen Weltbund hinaus, die Stimme der lutherischen Theologie nicht angemessen ins Gespräch eingebracht zu haben. Das Gesprächsergebnis treffe somit in den behandelten Themen den Sachstand lutherischer Lehrbildung nicht hinreichend. Das betreffe insbesondere die Rechtfertigungslehre, das Bibelverständnis, die Ekklesiologie und die Eschatologie. Nur so habe eine weitgehende Übereinstimmung in diesen Fragen als Gesprächsergebnis festgestellt werden können. Hierzu: https://www.dnk-lwb.de/de/content/stellungnahme-zu-adventisten-und-lutheraner-im-gesprach-zwischen-lwb-und-generalkonferenz.

Gemeinsam besetzte Sondierungsgruppe

Nach dieser kritischen Stellungnahme des DNK/LWB zum Abschlussbericht des weltweiten Dialoges und der darauffolgenden Korrespondenz zwischen DNK/LWB und der Freikirche der STA in Deutschland beschlossen Lutheraner und Adventisten, im Hinblick auf das Reformationsjubiläum von 2017 die Gespräche in einer gemeinsam besetzten Sondierungsgruppe zu intensivieren.

Die Sondierungsgruppe vereinbarte, dass die damals im Bericht besprochenen Themen auch in den aktuellen Gesprächen behandelt werden sollten, um zu ermessen, inwieweit die Darstellung des internationalen Berichtes sowie die Einwände des DNK/LWB von 2001 zu aktualisieren seien. Die kritisierten Passagen sollten erneut betrachtet und eingeordnet werden. Außerdem sollte geprüft werden, welche Themen sich für das weitere theologische Gespräch in Deutschland als lohnend darstellen könnten.

Acht Sitzungen

Die erste Sitzung fand im April 2017 in Hannover mit einem Rückblick auf die Gespräche LWB/STA und den Reaktionen darauf statt. Im Januar 2018 ging es in Darmstadt um die Rechtfertigung durch den Glauben sowie die Bibel und die Autorität der Kirche. Die dritte Sitzung im November 2018 in Berlin befasste sich mit dem praktischen Bibelgebrauch in der Theologie, dem Sola Scriptura (allein die Heilige Schrift) und sekundäre Texte sowie der Geltung von Gottes Gesetz im Römer- und Galaterbrief der Bibel. Die Sitzungen im März 2019 in Hamburg und im Oktober 2019 in Hannover waren den Themen Ekklesiologie (Lehre von der Kirche) und Eschatologie (Lehre von den letzten Dingen) gewidmet. Die sechste Sitzung im März 2020 in Kassel musste pandemiebedingt abgesagt werden. Diese Sitzung wurde zum Thema Heilsgeschichte und Heiligtum im Oktober 2020 online nachgeholt. Auch die siebte Sitzung fand online statt und befasste sich im März 2021 mit der Bearbeitung des Abschlussdokuments. In Berlin wurde schließlich im September 2021 der Bericht über die Sondierungsgespräche fertiggestellt.

Zu jeder Thematik wurde zunächst die lutherische und adventistische Sichtweise dargestellt. Daraus ergaben sich Konvergenzen, Differenzen/unterschiedliche Aspekte, gemeinsame offene Fragen sowie Überlegungen und Konsequenzen für die Weiterarbeit.

Resümee

Bei den Referaten und Diskussionen habe sich gezeigt, so das Resümee des Sondierungsberichtes, „wie viel wir übereinander lernen konnten und welche weiterführenden Fragen entwickelt wurden. Zugleich konnte die Sondierungsgruppe auf einige seit der Reformation entwickelte Lehrbildungen wie selbstverständlich zurückgreifen. Insoweit konnten auch unterschiedliche Ausprägungen und Entwicklungen deutlich erkannt werden.“

Die Teilnehmenden der Sondierungsgespräche seien dankbar „für die Atmosphäre, die bei aller Unterschiedlichkeit von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung gekennzeichnet war. Wir haben einander aufmerksam zugehört, intensiv diskutiert und voneinander gelernt. Wertvoll war auch die Anteilnahme an den jeweiligen aktuellen Entwicklungen in den beiden Kirchen.“

Offizielle Kontaktgespräche geplant

Deshalb regten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu offiziellen Kontaktgesprächen zwischen Lutheranern und Adventisten in Deutschland an, bei denen die theologischen Fragestellungen weiterbearbeitet werden sollten. In diesen Treffen würde es sich zudem als fruchtbar erweisen, wenn auch der Austausch über aktuelle Entwicklungen und Diskussionen in den beiden Kirchen etabliert werde. „Wir empfehlen zudem, die Kommunikation zwischen unseren Kirchen auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene zu vertiefen.“

Wie von lutherischer und adventistischer Seite mitgeteilt wurde, hätten die Versammlung des DNK/LWB und die Leitung der Freikirche der STA in Deutschland den Bericht über die Sondierungsgespräche zustimmend zur Kenntnis genommen und offizielle künftige Kontaktgespräche beschlossen.

Der Bericht über die Sondierungsgespräche siehe: https://www.dnk-lwb.de/de/content/lutheraner-und-adventisten-146.




ADRA startet E-Learning-Plattform für Solartechnik in Äthiopien

Diese Ausbildung wird von den äthiopischen Ministerien für Energie und Bildung unterstützt. Das Projekt findet in zwei Modellregionen im Norden des Landes statt. Dort werden 2.200 junge Erwachsene, davon 30 Prozent Frauen, praktisch und theoretisch im Umgang mit Photovoltaik-Anlagen ausgebildet. Erneuerbare Energien liefern eine saubere, nachhaltige Energie, besonders an Orten, die noch nicht erschlossen waren.

Technisches und betriebswirtschaftliches Wissen wird vermittelt

Damit die Schülerinnen und Schüler sich auch digital weiterbilden können, hat ADRA gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie eine digitale Lernplattform gestartet: ADRA Solar. In sieben Modulen lernen die angehenden Technikerinnen und Techniker alles über Installation und Wartung von Photovoltaik-Anlagen sowie betriebswirtschaftliches Wissen. Die Plattform ist staatlich anerkannt und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

ADRA Deutschland e. V.

ADRA Deutschland e.V. ist Teil eines weltweiten Netzwerks mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. Weitere Informationen unter www.adra.de.

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS) ist die deutsche Sektion der International Solar Energy Society (ISES). Sie wurde 1975 in München von Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik gegründet. Der Verein hat sich der Veränderung der Energiewirtschaft zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise durch die breite Einführung erneuerbarer Energien zur Aufgabe gemacht. Er versteht sich außerdem als Mittler zwischen Wissenschaftlern, Ingenieuren, Architekten, dem Baugewerbe, dem Handwerk, der Industrie, Behörden und Parlamenten. Zugleich ist er ein als gemeinnützig anerkannter Verbraucherschutzverband.




ADRA und adventistische Kirche leisten Hilfe nach Vulkanausbruch und Tsunami in Tonga

ADRA Australien, ADRA Neuseeland, das regionale ADRA-Büro und die adventistische Kirche im Südpazifik haben gemeinsam 87.000 Euro für die Hilfsmaßnahmen bereitgestellt. ADRA hat zusätzlich 700 betroffenen Haushalten auf Tongas Hauptinsel Tongatapu und den Ausseninseln Mango, Atata und Ha’apai Bargeldgutscheine für Lebensmittel und andere lebenswichtige Dinge im Rahmen von 41.000 Euro zur Verfügung gestellt, wie Adventist Record, die adventistische Kirchenzeitschrift für den südpazifischen Raum, berichtet.

Nach dem ADRA-Lagebericht vom 31. Januar waren 84 Prozent der Bevölkerung auf den Inseln des Königreichs Tonga von der Katastrophe betroffen. Demnach seien viele Menschen obdachlos geworden, 293 Häuser seien beschädigt oder zerstört und drei Menschen kamen ums Leben. Die internationale Hilfe sei zwar inzwischen eingetroffen, doch die Ernährungssicherheit sei nach wie vor ein großes Problem. Zudem stelle die Kommunikation mit dem Land weiterhin eine Herausforderung dar, schreibt Adventist Record.

ADRA Südpazifik arbeitet mit Unterstützung von ADRA Australien und ADRA Neuseeland sowie mit der adventistischen Kirchenleitung auf Tonga zusammen, um den betroffenen Kommunen unter der Leitung der Nationalen Organisation für Katastrophenschutz Hilfe zu leisten.

Auch adventistische Einrichtungen betroffen

Der Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai am 15. Januar verursachte einen Tsunami, der Teile von Tongatapu und anderen nahe gelegenen Inseln überschwemmte. Wohnhäuser, Kirchen und andere öffentliche Einrichtungen wurden beschädigt. Einige Gebäude der adventistischen Kirche wurden in Mitleidenschaft gezogen, darunter das der Kirchenverwaltung, das Wohnhaus des Kirchenleiters sowie ein weiteres Haus auf dem Gelände. Die Kirche habe Unterlagen und Ausrüstungen verloren, und das Büro musste von den Trümmern befreit werden, welche die Flut verursachte, so Adventist Record.

Über ADRA

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA ist eine nichtstaatliche Hilfsorganisation und wird von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden.




Keine 3G-Regel für Gottesdienste in Baden-Württemberg

Am 28. Januar hatte das Land Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Ursprünglich enthielt sie auch folgende Regelung: „Für Veranstaltungen, die der Religionsausübung dienen, wird in der CoronaVO BW ab 14.  Februar 2022 in den Alarmstufen eine 3G-Regelung eingeführt.“ Wäre sie eingeführt worden, hätten nur gegen das Coronavirus geimpfte, von COVID-19 genesene oder auf Corona getestete Personen Zutritt zu Gottesdiensten und religiösen Versammlungen gehabt.

Kritik aus Landes- und Freikirchen

Wie die Nachrichtenagentur IDEA berichtete, rief diese Regelung viel Kritik bei den Kirchen hervor. Die evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg teilten mit, dass sie zusammen mit den beiden katholischen Diözesen in Baden-Württemberg – Gespräche mit der Landesregierung führten. Kirchensprecher Dan Peter (Evangelische Kirche in Württemberg) schätzte, dass etwa 70 Prozent der Haupt- und Ehrenamtlichen sowie vermutlich eine ähnlich große Zahl der Mitglieder der Landeskirche wegen der bewährten Schutzkonzepte „kein Verständnis für diese Auflage zum jetzigen Zeitpunkt“ hätten. Auch einzelne Geistliche von landes- und freikirchlichen Gemeinden äußerten sich öffentlich kritisch zur Einführung dieser Regelung.

Adventisten planten zunächst juristische Schritte

Der Vorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg erwog, zum 9. Februar einen Antrag beim Verwaltungsgerichtshof einzureichen, um überprüfen zu lassen, ob die geplante Regelung mit dem Grundrecht auf freie und ungestörte Religionsausübung (Grundgesetz Art. 4. Absatz 2) vereinbar sei. Auch andere Kirchen wurden eingeladen, sich diesem Antrag anzuschließen oder selbst einen entsprechenden Antrag einzureichen. Am 6. Februar teilte der Vorstand der Freikirche in einem Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, mit, „dass die neu eingeführte 3G-Regelung in Gottesdiensten uns sehr bewegt und etliche Kirchenmitglieder und Pastoren in Gewissensnöte gebracht hat.“ Im Brief wurde darum gebeten, die neue 3G-Regelung für Gottesdienste bis auf Weiteres aufzuheben oder so lange außer Vollzug zu setzen, bis eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs vorliege. Einen Tag später teilte die Bereichsleiterin für Religionsfreiheit im Staatsministerium dem Präsidenten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg, Eugen Hartwich, mit, dass die Corona-Verordnung überarbeitet werde und eine Änderung der 3G-Regel für religiöse Veranstaltungen angedacht sei. Am 8. Februar wurde die überarbeitete Corona-Verordnung verkündet, in der die diese 3G-Regelung nicht mehr enthalten ist. Sie trat am 9. Februar in Kraft.

Dankschreiben an den Ministerpräsidenten

In einen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann bedankte sich Kirchenpräsident Eugen Hartwich im Namen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg für die Rücknahme der 3G-Vorschriften für Gottesdienste und kündigte an, keinen Antrag am Verwaltungsgerichtshof einzureichen. Die Rücknahme „ist für uns sowohl eine Gebetserhörung als auch ein positives Signal auf die vielen Reaktionen verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften“, so Eugen Hartwich in dem Schreiben. „Wir haben in unseren Kirchengemeinden in den letzten zwei Jahren mit unseren Infektionsschutzkonzepten zur Bewältigung der Coronakrise erfolgreich beigetragen und werden dies auch weiterhin tun“, kündigte er an.

Auch von Seiten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gab es Dank und Anerkennung für das beherzte Vorgehen des Vorstands der Adventisten, das – so die Einschätzung – in erheblicher Weise zur Rücknahme der 3G-Regel beigetragen hat.

Adventisten in Baden-Württemberg

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg umfasst rund 6.424 erwachsen getaufte Mitglieder in 88 Kirchengemeinden und 11 Gruppen. Die Freikirche in Baden-Württemberg ist Trägerin von acht adventistischen Bekenntnisschulen mit insgesamt 380 Schülerinnen und Schülern. Weitere adventistische Einrichtungen in Baden-Württemberg sind das Haus Lichtblick (betreutes Wohnen) in Gaildorf und das Tagungszentrum Haus Schwarzwaldsonne in Freudenstadt.




Der neue EKD-Friedensbeauftrage gilt als Mahner für Frieden und Gerechtigkeit

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Friedensbeauftragten und sehen in der raschen Berufung eines Nachfolgers von Renke Brahms auch ein Zeichen, wie wichtig der EKD die Friedensarbeit ist“, so Christine Busch, die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und derzeit auch Vorsitzende des Vereins für Friedensarbeit im Raum der EKD.

Mit Friedrich Kramer würde eine profilierte ostdeutsche Stimme künftig auch die Evangelische Friedensarbeit prägen. „Es ist gut, dass durch den neuen Friedensbeauftragten auch die so wichtige friedenstheologische Tradition der evangelischen Kirchen in der früheren DDR in die heutige Friedensarbeit der evangelischen Kirchen mit einfließt“, sagte die AGDF-Vorsitzende.

Deutliche Worte

„Friedrich Kramer ist ein vehementer Verfechter von Demokratie und Menschenfreundlichkeit“, unterstrich Detlev Besier, einer der Sprecher der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Und er wäre immer auch ein Mahner für Frieden und Gerechtigkeit. „Sei es das Eintreten für eine atomwaffenfreie Welt, sei es die Forderung nach einer Abrüstung oder für eine gerechte Welt oder dem Ruf nach einer Welt ohne Gewalt, immer findet Friedrich Kramer hier deutliche Worte“, so Detlev Besier, der auch der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz ist. Die landeskirchliche Friedensarbeit freue sich daher auf die künftige Zusammenarbeit mit dem neuen EKD-Friedensbeauftragten, betonte der EAK-Sprecher.

Ehemaliger Bausoldat

Als Bausoldat in der Nationalen Volksarmee der DDR habe Kramer als junger Mensch zudem ein deutliches Friedenszeugnis für einen waffenlosen Dienst gegeben, gab Besier zu bedenken. Hier fühle sich die EAK, die sich bis heute für Kriegsdienstverweigerer einsetze und das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen betone, eng dem neuen EKD-Friedensbeauftragten verbunden.

In seiner Sitzung am 28. und 29. Januar hatte der Rat der EKD den Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, zum neuen Friedensbeauftragten berufen. Er ist damit Nachfolger von Renke Brahms (Bremen), der seit 2008 bis zur EKD-Synode im November 2021 der erste EKD-Friedensbeauftragte war.

EAK

In der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) sind Vertreterinnen und Vertreter aus Landes- und Freikirchen sowie aus kirchlichen Werken zusammengeschlossen. Sie bilden ein kirchliches Netzwerk, welches durch Studientage und Mitgliederversammlungen sowie durch Stellungnahmen in Kirche und Öffentlichkeit für persönlichen Gewaltverzicht und für gewaltfreie Wege zum Frieden eintritt. Die EAK hat gegenwärtig 36 Mitglieder. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wird in der EAK-Mitgliederversammlung und im -Vorstand von Dr. Horst Sebastian vertreten. Er leitet das Referat Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Information: www.eak-online.de.

AGDF

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ist ein Zusammenschluss von 31 Institutionen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten. Unter den Institutionen befindet sich mit dem Mennonite Voluntary Service e.V.  auch eine freikirchliche Initiative. Information: https://friedensdienst.de.

Gemeinsame Geschäftsstelle

Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD und die Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD (KfF) mit ihrem Arbeitsausschuss werden von der gemeinsamen Bonner Geschäftsstelle der AGDF und der EAK, rechtlich getragen vom Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD, unterstützt und koordiniert. Information: www.evangelische-friedensarbeit.de.




ADRA Albanien mit zweisprachigem Kindergarten in Tirana

„Unser zweisprachiger Kindergarten (Albanisch/Englisch) bietet nicht nur den nationalen Lehrplan, sondern auch personalisierte Lernpläne und außerschulische Aktivitäten wie Gartenarbeit in unserem Gewächshaus, Kochen, Basteln, Musik und Kunst“, sagte die Leiterin Elda Bashkimi.

„Unsere Vision war es, das alte ADRA-Gelände in Tirana in ein Bildungszentrum umzuwandeln und den Familien mit innovativen Bildungsmethoden die christliche Lebensweise näher zu bringen“, so Altin Rexhepi, Direktor von ADRA Albanien. Laut Elda Bashkimi „träumten“ die ADRA-Verantwortlichen davon, direkt neben dem Kindergarten eine Grundschule zu eröffnen. „Wir glauben, dass wir noch wachsen und unseren Einfluss ausweiten können.“

ADRA

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA ist eine nichtstaatliche Hilfsorganisation und wird von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Albanien arbeitet seit 1993. Weitere Informationen in Englisch: https://adraalbania.org/




Guter Start für die BasisBibel

Bei anderen Bibelausgaben hatte das Pandemie-Jahr 2020 teils zu erheblichen Einbrüchen geführt. „Wir sind froh, dass sich im vergangenen Jahr die Absatzzahlen bei den meisten Ausgaben wieder stabilisiert haben“, so Rösel. Sowohl Ausgaben der Lutherbibel (100.000 Exemplare) als auch Kinder- und Jugendausgaben (165.000 Stück) hätten deutliche Zuwächse gegenüber 2020 verzeichnet, lägen aber noch unter dem Niveau von vor der Pandemie. „Ein deutlicher Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahr ist dennoch erkennbar“, betonte Rösel.

Rückgang bei Gute Nachricht Bibel

Einen Rückgang habe es dagegen mit 55.000 verbreiteten Exemplaren bei der Ausgabe Gute Nachricht Bibel (2020: 85.000) gegeben. Den Hauptgrund dafür sieht Rösel in der starken Nachfrage nach der BasisBibel. „Beide sind moderne Bibelübersetzungen, die ein Publikum ansprechen, das beispielsweise mit der traditionellen Sprache der Lutherbibel Schwierigkeiten hat.“ Die BasisBibel sei mit ihrem innovativen Konzept, das die Lesegewohnheiten in digitalen Medien berücksichtigt, insbesondere für jüngere Menschen attraktiver. „Wir sehen etwa bei Schulen, dass sie aufgrund der kurzen Sätze und der Randerklärungen nun eher zur BasisBibel greifen“, erläuterte der Generalsekretär.

Wissenschaftliche Bibelausgaben

Ein weiterer Schwerpunkt im Programm der Deutschen Bibelgesellschaft seien nach wie vor die wissenschaftlichen Ausgaben in den Ursprachen. Sie seien weltweit und bei allen Konfessionen die Grundlage für die theologische Wissenschaft und Bibelübersetzung. Dazu gehörten die Biblia Hebraica Stuttgartensia und die Biblia Hebraica Quinta, das Greek New Testament und das Novum Testamentum Graece (Nestle-Aland). Mit 27.000 verbreiteten Exemplaren seien die wissenschaftlichen Bibelausgaben gegenüber den beiden Vorjahren stabil geblieben.

Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart übersetzt die biblischen Schriften und verbreitet Bibelausgaben. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) global die Übersetzung und Verbreitung der Heiligen Schrift, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können.

Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Dr. h. c. Annette Kurschus. Zur Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft gehören Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Bibelgesellschaften sowie von evangelischen Freikirchen und christlichen Werken, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Weitere Informationen: http://www.die-bibel.de/




Internationales Symposium thematisiert Zusammenhänge zwischen Rassismus und Kolonialismus

Das 8. jährliche Symposium stand unter dem Titel „Mobilizing Moral Influence and Governance to End the Systemic Injustices of Racism, the legacy of Colonialism and Slavery“, (Mobilisierung des moralischen Einflusses und des Regierungshandelns zur Beendigung der systemischen Ungerechtigkeiten des Rassismus, des Erbes von Kolonialismus und Sklaverei).

Mehr Hassreden unter dem Deckmantel des Populismus

Alice Wairimu Nderitu, Sonderberaterin des UN-Generalsekretärs für die Verhütung von Völkermord, betonte, dass das Vorhandensein von Rassismus und Rassendiskriminierung in bestimmten Kontexten einen Schlüsselindikator für das Risiko von Gräueltaten darstellt. „Überall auf der Welt legitimiert der Wiederaufstieg des Ultranationalismus Hass, Rassismus und Gewalt“, sagte Nderitu. „Während Extremisten im politischen Mainstream-Diskurs aufrührerische Sprache verbreiten, nehmen Hassverbrechen und Hassreden unter dem Deckmantel des Populismus weiter zu.“

Glaubensbasierte Organisationen wichtig bei der Bekämpfung von Rassismus

Nderitu fügte hinzu, dass religiöse Akteure und glaubensbasierte Organisationen eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und jeder Form von Intoleranz spielen. „In lokalen Gemeinschaften setzen viele glaubensbasierte Organisationen und religiös inspirierte Einzelpersonen jeden Tag ihr Leben aufs Spiel, um die Werte der Inklusivität und des Respekts für Vielfalt voranzutreiben“, sagte Nderitu.

Rassismus nicht mehr verleugnen, kann positive Veränderungen bewirken

Dr. Masiiwa Gunda, ÖRK-Programmleiter für richtungsweisende Antworten zur Überwindung von Rassismus, sagte, dass der größte Katalysator für positive Veränderungen in unserem Bestreben, Rassismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit zu beseitigen, die absichtliche Überwindung der Leugnung sei. „Während Rassismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in allen Gesellschaften allgegenwärtig sind, ist es traurig, dass die meisten Gesellschaften dessen Verleugnung beibehalten“, sagte er. „Wir leugnen auf persönlicher Ebene, aber am besorgniserregendsten auf institutioneller Ebene.“

Gunda hob einige ÖRK-Mitgliedskirchen hervor, die die Realität von Rassismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft abgelehnt haben. „Diese Kirchen sind noch einen Schritt weiter gegangen, um ihre eigene Geschichte von Rassismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit anzuerkennen“, sagte er. „Sie erkennen an, wie sie in der Vergangenheit Nutznießer von Rassismus und Rassendiskriminierung waren, wie sie sogar für die Rassifizierung von Systemen gebetet haben, besonders in den ehemaligen Kolonien.“

COVID-19-Pandemie hat systemische Rassenungerechtigkeit verstärkt

Rudelmar Bueno de Faria, Generalsekretär der ACT-Allianz, sagte, es sei äußerst wichtig und dringend, Rassismus in der internationalen humanitären und Entwicklungszusammenarbeit anzugehen. „Wir müssen die Probleme im gesamten System erkennen, die die Fähigkeit von Institutionen und Organisationen untergraben, sich selbst zu dekolonialisieren“, sagte er. „Während Diskriminierung und Ungleichheiten in verschiedenen Formen gesellschaftsübergreifend existieren, hat die COVID-19-Pandemie die systemische, strukturelle und weit verbreitete Kraft von Rassenungerechtigkeit, rassistischer Gewalt und Rassenungleichheit in den Vordergrund gerückt, unter denen farbige Menschen unverhältnismäßig leiden.“

Organisatoren des Symposiums

Die diesjährige des Jahressymposiums wird vom Ökumenischen Büro des ÖRK bei den Vereinten Nationen in New York, der ACT Alliance, der United Nations Alliance of Civilizations (UNAOC), dem Büro der Vereinten Nationen für die Verhütung von Völkermord und für die Schutzverantwortung, dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), dem General Board of Church and Society der United Methodist Church gefördert. Weitere Unterstützer sind Islamic Relief USA, die weltweite Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das jüdische Milstein Center for Interreligious Dialogue, die United Religions Initiative und Soka Gakkai International (eine buddhistische Vereinigung).

Erklärungen der Siebenten-Tags-Adventisten zum Themenkreis Rassismus

Eine Menschheit: Eine Erklärung zu menschlichen Beziehungen gegen Rassismus, Kastendenken, Stammesdenken und Ethnozentrismus (2020, deutschsprachige Fassung):
https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/GK_2020-09-15_Stellungnahme_Eine_Menscheit-deutsch.pdf

Erklärung zum Thema Rassismus (1985, deutschsprachige Fassung):

https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/1985_Erkla%CC%88rung_zum_Thema_Rassismus_ERAD.pdf

Die Novemberausgabe 2020 von Adventisten heute, der Kirchenzeitschrift der Adventisten in Deutschland, war dem Thema „Rassismus“ gewidmet. Die Artikel enthalten Erfahrungsberichte von Adventisten, die innerhalb und außerhalb der Kirche Rassismus erlebt haben, sowie theologische und soziologische Auseinandersetzungen mit dem Thema. Download unter https://advent-verlag.de/zeitschriften/adventisten-heute/adventisten-heute-november-2020-rassismus




Advent-Verlag Lüneburg ist mit eigener App digital ins Jahr 2022 gestartet

Digital ins neue Jahr

Printprodukte wie Bücher und Zeitschriften sind nach wie vor beliebt – auch bei den Kunden des Advent-Verlags Lüneburg. Aber die Lesegewohnheiten der Menschen haben sich geändert, sodass unterschiedliche Inhalte auf unterschiedliche Weise aufbereitet und konsumiert werden: manche eher digital, manche eher gedruckt. „Durch die neue App können wir unserer treuen Leserschaft die Vielfalt ermöglichen, die sie sich von uns als Verlag wünscht. Ich freue mich sehr, dass wir das neue Jahr mit diesem wichtigen Schritt beginnen und unseren Kunden ein digitales und zeitgemäßes Leseerlebnis ermöglichen können“, so Verlagsleiterin und Geschäftsführerin, Jessica Schultka.

Einfacher Zugang zu kirchlichen Publikationen
„Aufgrund der Corona-Pandemie waren und sind viele Adventgemeinden geschlossen oder konnten ihre Gottesdienste nicht vollständig auslasten, was dazu geführt hat, dass viele Gemeindeglieder keinen oder nur einen erschwerten Zugang zu den Printprodukten der Freikirche hatten, die in aller Regel in den Gemeinden ausliegen. Die App verschafft hier Abhilfe und erleichtert z. B. den Zugang zur Gemeindezeitschrift, dass ein wesentliches Mittel der Kommunikation innerhalb der Freikirche ist“, so Andre Trofimov, Geschäftsführer und Leiter für den Bereich Vertrieb & Logistik im Advent-Verlag. „Vorerst enthält die App die kostenlosen kircheneigenen Zeitschriften Adventisten heute, Adventist World sowie das Hope Magazin. Weitere Produkte werden im Laufe des Jahres folgen“, so Trofimov weiter.

Über die Advent-Verlag GmbH

Der Advent-Verlag ist der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Er wurde 1895 in Hamburg gegründet und ist seit 1994 in Lüneburg ansässig. Mit seinen Publikationen möchte er der Leserschaft Orientierung in Sinn- und Lebensfragen bieten. Die Publikationen wollen dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben. Weitere Informationen über die Advent-Verlag GmbH gibt es auf www.advent-verlag.de sowie bei Facebook www.facebook.com/adventverlag und Instagram www.instagram.com/adventverlag/

 




Sternstunde – erster Band einer Romanserie über adventistisches Krankenhaus Waldfriede (Berlin) erschienen

Die Berliner Schriftstellerin Corina Bomann (bekannt geworden u. a. durch die Romanserie Die Farben der Schönheit, Ullstein-Verlag, ebenfalls ein SPIEGEL-Bestseller) verbrachte im Herbst 2019 aufgrund einer Operation zehn Tage im Krankenhaus Waldfriede. Über ihren Aufenthalt schrieb sie: „Dort machte man mir von Anfang an Hoffnung auf eine gute Genesung, und dank fähiger Ärzte und liebevoller Pflegekräfte kam ich wieder auf die Beine.“

Chronik der Krankenschwester Hanna Rinder diente als Vorlage

Während ihres Krankenhausaufenthalts entdeckte sie historische Fotos, auf denen das medizinischen Personal abgebildet war sowie historische Utensilien, beispielsweise zusammengenähte Betttücher aus der Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, die dort in einer Vitrine ausgestellt waren. Dies weckte ihr Interesse an der Geschichte des Krankenhauses und sie kontaktierte die Krankenhausleitung, die ihr daraufhin die Chronik der Krankenschwester Hanna Rinder zukommen ließ. Diese arbeitete vom Gründungsjahr 1920 bis zu ihrem Ausscheiden 1956 in Waldfriede. In ihrer Chronik beschrieb Hanna Rinder manche Abenteuer der Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, sie berichtete von Hochzeiten und Todesfällen, von Freude, Nöten und Leid. „Dreißig Jahre voller Schicksal, Gefühl, Sehnsüchte und Liebe. Die Idee zu meiner neuen Saga war geboren“, so Corina Bomann. Auf diesem Weg ist „Krankenschwester Hanna“ die Protagonistin der Romanserie geworden; anhand ihrer Erlebnisse wird darin die Geburtsstunde und die weitere Geschichte des Krankenhauses Waldfriede erzählt. Romane über Krankenhäuser finden oft große Aufmerksamkeit, wie die Reihe von Ulrike Schweikert über das Berliner Klinikum Charité gezeigt hat.

Erste adventistische Einrichtung, die in einer Romanserie gewürdigt wird

„Von allen adventistischen Institutionen weltweit ist unser Krankenhaus die einzige Einrichtung, deren Geschichte zum 100-jährigen Jubiläum in einem vierteiligen Roman veröffentlicht wird“, so Bernd Quoß, Vorstand des Krankenhauses Waldfriede.

Die weiteren Bände der Romanserie Die Schwestern vom Waldfriede tragen die Titel Leuchtfeuer, Sturmtage und Wunderzeit. Sie erscheinen bis Mitte 2023 im Penguin-Verlag, jeweils als Taschenbuch, e-Book und Hörbuch.

Krankenhaus Waldfriede
Das freigemeinnützige Krankenhaus Waldfriede liegt im Berliner Stadtteil Zehlendorf und ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es wurde nach gesetzlichen Qualitätsparametern mehrfach zertifiziert und hat mit seiner medizinischen und pflegerischen Qualität bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Pro Jahr werden hier etwa 15.000 Patienten stationär und 120.000 Patienten ambulant behandelt. Der Träger ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit rund 900 medizinische Einrichtungen unterhält. Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) und Kooperationspartner des adventistischen Krankenhausverbundes Advent Health in den USA.

Das Krankenhaus ist Teil des Gesundheitsnetzwerks Waldfriede zu dem auch eine Tagesklinik, eine Sozialstation, eine Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, eine Servicegesellschaft, ein Seniorenhaus, das Gesundheitszentrum PrimaVita, die Privatklinik Nikolassee und das Desert Flower Center gehören.

Zur Webseite des Krankenhauses Waldfriede: www.krankenhaus-waldfriede.de




Adventistisches Posaunenwerk mit neuer Internetseite

Nur ein Posaunenchor blieb übrig

In der 1899 gegründeten adventistischen Missionsschule in Friedensau bei Magdeburg gab es bereits eine Musikgruppe mit Blasinstrumenten und einer großen Trommel. Die ersten Missionare, die ab 1903 nach Deutsch-Ostafrika gingen, nahmen ihre Blechblasinstrumente mit und lehrten den Einheimischen deren Gebrauch. Auswirkungen davon gibt es in Tansania bis in die Gegenwart. Die ersten adventistischen Bläserchöre entstanden in Deutschland 1918 in Chemnitz, 1926 in Nürnberg und 1934 in Annaberg. Es folgten Chöre in Augsburg, Hamburg, Hannover, Landsberg/Ostpreußen, München und Waldenburg/Schlesien. Den Zweiten Weltkrieg überlebte lediglich der Nürnberger Posaunenchor, der 2016 auf 90 Jahre Bestehen zurückblicken konnte.

Nach Kriegsende begannen in den „alten“ Chören zaghafte Wiederbelebungsversuche. Neue Bläsergruppen entstanden auch dadurch, dass die „Vertriebenen“ aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ihre Instrumente und Fähigkeiten mitbrachten und so als Motivationsschub wirkten. Zum anderen erkannten musikbegabte junge Pastoren in der Bläserarbeit ein gutes Mittel der Gemeinde- und Jugendarbeit.  Doch die wenigen Bläserchöre hatten kaum Kontakt miteinander.

Ein Mann mit einer Idee

Der in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten tätige Pastor Paul Bromba hatte die Idee, den Mitmenschen durch die Choralmusik mit Blechblasinstrumenten Gottes Liebe zu verkünden, wie es in der Evangelischen Kirche verbreitet war. 1948 gelang es ihm, einen Posaunenchor in der Adventgemeinde Detmold zu gründen. 1951 entstand in Mölln/Holstein ein weiterer Bläserchor. Durch den unermüdlichen Einsatz von Paul Bromba, der auch bei seiner Kirchenleitung in Westdeutschland wegen der Förderung von Posaunenchören immer wieder vorstellig wurde, konnte Anfang Mai 1958 bei einem Posaunenlehrgang das Advent-Posaunenwerk ins Leben gerufen werden. Der Posaunenwart Philippus Reuse von der Evangelischen Kirche aus Treysa-Hephata wurde durch die Freundschaft mit Paul Bromba ein guter Ausbilder für das adventistische Posaunenwerk. Jedes Alter war willkommen, um sich schulen zu lassen und mitzumachen.

Das Advent-Posaunenwerk entwickelt sich

1964 wurde Johannes Kahle, Musiklehrer mit abgeschlossenem Hochschulstudium an der Musikhochschule in West-Berlin, zum Musikbeauftragten für die Bundesrepublik berufen. Seine fachliche Kompetenz verhalf dem Posaunenwerk zu einer qualitativen Weiterentwicklung. 1981 folgte die Berufung von Pastor Hans-Joachim Scheithauer zum Bläser-Bundesobmann. In den westdeutschen Bundesländern wurden Obleute eingesetzt, die das Posaunenwerk förderten und eine wichtige Ergänzung der offiziellen Leiter des Posaunenwerkes waren.

In den Jahren 1948 bis 1958 entstanden neun Chöre. 43 Chöre kamen in den nächsten sieben Jahren dazu. 1983, 25 Jahre nach Gründung des Posaunenwerkes, gab es im Bundesgebiet, einschließlich West-Berlin, 82 Chöre mit etwa 1.200 aktiven Bläserinnen und Bläsern. In der damaligen DDR gründeten und betreuten Jörgen Zschunke und Wolfgang Kabus die Bläserchöre mit rund 350 Bläserinnen und Bläsern.

1970 erlebte das Posaunenwerk sein erstes Bundestreffen in Berlin. Der Austragungsort war die Berliner Philharmonie. Danach folgten weitere Bundestreffen 1974 in Heilbronn, 1979 in Göttingen, 1984 in Augsburg, 1990 in Lüneburg, 1995 in Hof, 2000 in Celle, 2006 in Chemnitz, 2012 in Geseke-Ehringerfeld. Das 10. Treffen ist in Planung.

1995 wurde das Advent-Posaunenwerk Mitglied beim Evangelischen Posaunendienst in Deutschland. „Durch diese Mitgliedschaft konnten viele Kontakte geknüpft werden, die unter anderem hilfreich sind für Bläserliteratur, Weiterbildung und geschwisterliches Miteinander“, berichtet Hans-Joachim Scheithauer in seiner Chronik des adventistischen Posaunenwerkes. In den einzelnen Bundesländern führen die jeweiligen adventistischen Musikbeauftragten Wochenendschulungen für die Chöre und Chorleiterschulungen durch.

„Gebt Gott die Ehre“

Nach der politischen Wende in Deutschland wurde Jörgen Zschunke zum Bläser-Bundeswart berufen und nach seiner Pensionierung übernahm diese Aufgabe Sebastian Haase, Musikbeauftragter der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordrhein-Westfalen. Durch die kontinuierliche Weiterbildung habe sich die Qualität der Posaunenchöre gesteigert. 2014 gab es etwa 500 aktive Bläserinnen und Bläser in 60 Chören in Deutschland. „Die Quantität hat nachgelassen, die Qualität ist gestiegen“, betonte Scheithauer. Durch mehr Angebote im Bereich Musik sei heute das Blechblasinstrument eines von vielen. Gleich geblieben sei jedoch das Motto des Advent-Posaunenwerkes: „Gebt Gott die Ehre“.




Buchrezension Paul Collier/ John Kay: Das Ende der Gier

Dabei sei die Grundmotivation jedes einzelnen das erfüllte Leben, das in der Verwirklichung von Tugenden zum Tragen kommt. Dies erfordere jedoch auch Ausgewogenheit und Mäßigung (S. 157). „Das gute Leben“ ist schon fast philosophisch zu verstehen, doch große Themen liegen Paul Collier, hat er bereits 2019 ein Werk zur sozialen Gerechtigkeit veröffentlicht (Sozialer Kapitalismus, Siedler-Verlag). Das neue Buch ist 274 Seiten stark und ist mit Anmerkungen, Angaben zu weiterführender Literatur, einer Bibliographie und einem Register ausgestattet. In drei gut gegliederten Kapiteln werden die Krise, die Symptome und ein Ausweg beschrieben.

Zum Inhalt

Teil eins beschreibt „den Triumph des Individualismus“, der „die Fähigkeit der Mitglieder einer Gesellschaft […]schwächt, gemeinsam auf bestimmte Ziele hinzuarbeiten.“ Die Lage ist düster: „Wir leben in Gesellschaften, die von Selbstsucht durchdrungen sind“ (S. 27) und die zudem der „Selbstüberschätzung von Politikern und Wirtschaftskapitänen“ (S. 11) ausgeliefert sind. Die Qualität der wechselseitigen Beziehungen ist durch Uneinigkeit gelähmt und die Menschheit grundsätzlich gespalten in arm und reich sowie links und rechts.

Im zweiten Teil werden deshalb die Aufgaben und Grenzen des Staats aufgezeigt, der beständig durch rechte und linke Ideologien bedroht wird. So muss der Staat als gemeinschaftsstiftende Institution nicht bloß alimentieren, sondern individuelle Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnen, um Gerechtigkeit zu schaffen. Andererseits müssen egozentrische Positionen, die auf Populismus, Identitätspolitik oder übersteigertem Kapitalismus aufbauen, bekämpft werden zugunsten der Förderung von Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie dem Willen dazu. Denn eine „partizipative Demokratie ist nicht nur dem gesellschaftlichen Wohlergehen förderlich, sie ist eine existentielle Notwendigkeit“ (S. 202).

Im dritten Teil stellen die Autoren ihre Lösung vor, indem sie die Perspektive für den Kommunitarismus öffnen, der die Notwendigkeit der Gemeinschaft und des sozialen Zusammenhalts betont. Kommunitaristische Politik fördert sachlich fundierten Gemeinsinn (S. 196) und stehe „ethnischen Nationalismus“ (S. 172) nicht entgegen. Die Autoren sehen Gemeinschaft und Markt dabei grundsätzlich nicht in einem Widerspruch, sondern konstruktiv aufeinander bezogen. Theoretisch beziehen sich beide Wissenschaftler auf kommunitaristische Philosophen, wie Amitai Etzioni, Alasdair MacIntyre, Michael Sandel und Michael Walzer.

Zum Punkt

Die Autoren schreiben engagiert mit vielen Beispielen. Die Coronakrise wird als Ausgangslage genommen, doch wurde das Buch schon vor der Krise konzipiert. Allerdings ist der nationale und gesellschaftliche Hintergrund britisch und bleibt für den deutschen Leser manchmal fremd. Die deutsche Ausgabe wurde um kleine fachliche Einschübe zum deutschen Kontext ergänzt, was jedoch aufgesetzt erscheint und sich nicht flüssig in den Inhalt einfügt. Doch erscheint das Thema grundsätzlich hochaktuell und in These und Lösungsvorschlag durchaus plausibel. Allerdings besteht die Gefahr der Romantisierung und Idealisierung. Es fällt schwer, bei solch ambitionierten Themen nüchtern zu bleiben.

So ist auch ein deutliches Sendungsbewusstsein herauszuhören, auch wenn beide Autoren betonen, nichts als Evangelisten aufzutreten. Trotzdem wird der Seelenfrieden als Belohnung in Aussicht gestellt, der demjenigen winkt, der seine moralische Verantwortung der praktischen Weltgestaltung zum Wohle der Menschheit annimmt (S. 203). Doch trotz oder gerade wegen dieser religiösen Obertöne, stellt das Buch das kommunitaristische Rezept für ein erfülltes Leben jenseits des übersteigerten Individualismus mit seinen falschen Versprechungen schmackhaft dar. Der Leser bekommt Lust auf Alternativen zum Lebensmotto: Geiz ist geil. Doch das Ende der Gier scheint im Großen und Ganzen noch nicht gekommen zu sein und so scheint der Titel des Buches eher Wunsch als Wirklichkeit.

Claudia Mohr

Paul Collier/ John Kay:

Das Ende der Gier. Wie der Individualismus unsere Gesellschaft zerreißt und warum die Politik wieder dem Zusammenhalt dienen muss.

Siedler-Verlag, 2021, 288 Seiten,

Gebundenes Buch: 24.00 Euro

Ebook/Kindle: 22,99 Euro

ISBN-10: 3827501423

ISBN-13: 978-3827501424




ADRA Deutschland hilft mit acht Millionen Euro Hochwassergeschädigten

Vier Großprojekte

Unter den geförderten Vorhaben sind laut dem ADRA-Positionspapier „Erkenntnisse aus der Fluthilfe 2021“ vom Januar 2022 auch vier größere Projekte. Der Verein für Katastrophenhilfe und Wiederaufbau Die AHRche e. V. erhält eine Fördersumme von 215.000 Euro für die Begegnungsstätte „Dorfplatz“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für den Kindergarten in Swisttal-Heimerzheim mit Räumlichkeiten für bis zu 100 Kinder stehen für Konzepterstellung, Aufbau- und Sanierungsmaßnahmen 280.000 Euro bereit. Das „Haus der offenen Tür“ in Sinzig, eine Anlaufstelle für Kinder- und Jugendbetreuung, wird mit 211.600 Euro gefördert. 630.000 Euro erhält die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e. V. für eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Sinzig. Bezuschusst werden die Konzepterstellung, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie der Wiederaufbau der Wohnstätte für 36 Menschen mit Behinderung.

Soforthilfe für gemeinnützige Einrichtungen

Als Gründungs- und Bündnismitglied der Aktion Deutschland Hilft (ADH) könne ADRA von einer starken Gemeinschaft profitieren. Stärken zu nutzen bedeute, sich seiner eigenen zu besinnen, aber auch sich Partnern anzuschließen. In Katastrophen wie dieser sei die Zusammenarbeit Vieler unverzichtbar. Da die Aktivitäten sehr vielfältig waren und große Flächen abgedeckt werden mussten, habe es innerhalb des Engagements verschiedene Schwerpunktsetzungen gegeben. ADRA konzentrierte sich laut Positionspapier auf die soziale Infrastruktur mit dem Schwerpunkt der Kinder- und Jugendhilfe. Geförderte Einrichtungen waren vor allem Elterninitiativen, an Schulen angeschlossene Fördervereine und Kindergärten. Insgesamt erhielten 79 Einrichtungen für Soforthilfemaßnahmen jeweils bis zu 30.000 Euro.

Soforthilfe für über 1.700 Haushalte

Im Vergleich zu anderen im Inland tätigen Katastrophenorganisationen hat ADRA weniger flächendeckende Strukturen. Deshalb war eine detaillierte Bedarfsanalyse vor Ort von einzelnen Haushalten nicht möglich. Das konnte jedoch die AWO Rheinland e. V. leisten, sodass ADRA diese Organisation mit 2,8 Millionen Euro Bargeldhilfe unterstützte, die 1.755 Haushalten zugutekamen. Das kleine ADRA-Team konzentrierte sich auf die schnelle, unbürokratische Sichtung der Anträge und auf Besuche vor Ort. Obwohl ADRA als Organisation kein Büro im Flutgebiet hatte, gab es mehrmals die Woche Reisen von mindestens zwei Angestellten in das Gebiet, um die Lage vor Ort gründlich beurteilen zu können.

Landwirtschaftliche Kleinbetriebe

Durch die Flutkatastrophe sind auch viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe betroffen. ADRA entschied sich daher gemeinsam mit LandsAid und der Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes Soforthilfe zu leisten. Es erfolgte unbürokratisch eine Auszahlung von 15.000 Euro pro Betrieb. Insgesamt wurden für die Beseitigung von Schäden durch die Flutkatastrophe und zur schnellen Existenzsicherung rund eine Millionen Euro für 66 Betriebe bereitgestellt. Durch die Prüfung der Schorlemer Stiftung sei sichergestellt worden, dass eine Doppelfinanzierung vermieden wurde. Die Antragsstellung erfolgte über die regionalen Bauernverbände, die Auszahlung durch die Stiftung, sodass in der Partnerschaft wirksame Synergien geschaffen wurden. Anträge wurden von Mitte August bis Ende September angenommen.

Effektive Mikroorganismen

Durch die Flutkatastrophe wurden auch Gift- und Schadstoffe angeschwemmt, die sich in den Häusern und Gärten absetzten. ADRA stellte deshalb effektive Mikroorganismen (EM) zur Bekämpfung von Geruch und Schimmel bereit. Im Monat September wurden 38.520 Liter und 686 Drucksprühgeräte in 20 Ausgabestellen im Flutgebiet kostenlos an Betroffene verteilt. In Schulungen wurde über die richtige Anwendung und Dosierung der flüssigen EM informiert. Bei EM handelt es sich um eine Mischung verschiedener mikroskopisch kleiner Lebewesen. Auf verunreinigte Flächen aufgetragen neutralisieren sie gesundheitsschädliche Fäulnis- und Geruchsbakterien. Die EM kommen ohne Chemie aus und sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Effektive Mikroorganismen wurden schon in der Vergangenheit bei den Hochwassern an Oder und Elbe erfolgreich eingesetzt.

ADRA soteria gGmbH für Inlandseinsätze gegründet

„Katastrophenschutz muss schneller, transparenter, zugänglicher gestaltet werden“, betont ADRA Deutschland in seinem Positionspapier. Daher habe das international tätige Hilfswerk erste Entscheidungen gefällt, um in Zukunft noch effektiver auf Krisen einzugehen. Mit der Gründung der ADRA soteria gGmbH, eine Einrichtung ausschließlich für Einsätze im Inland, die schon in der jetzigen Flutkatastrophe aktiv sei, sei eine Grundlage für schnelles Reagieren in Zukunft geschaffen worden. ADRA soteria habe maßgeblich den Aufbau von Containerdörfern und die Verteilung von Flutküchen im Ahrtal unterstützt.

Das ADRA-Positionspapier kann im Internet heruntergeladen werden unter https://adra.de/wp-content/uploads/2022/01/LessonsLearned_Fluthilfe_14.01..pdf

ADRA Deutschland

ADRA Deutschland ist Teil eines weltweiten Netzwerks mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Das deutsche Büro mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt, wenige Fahrstunden vom Flutgebiet entfernt. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Studie: Im Verlauf der Pandemie verlieren Menschen Halt im christlichen Glauben

Viele Menschen fühlten sich durch die Corona-Pandemie sozial isoliert, obwohl das nicht immer den tatsächlichen Gegebenheiten entspreche, so Büssing. Das religiöse Vertrauen in eine höhere Macht und tägliches Gebet als Ressource im Alltag nahmen vom ersten Lockdown bis zur vierten Infektionswelle Ende des Jahres 2021 deutlich ab. Durch die Corona-Pandemie hätten sich viele Menschen verstärkt einsam gefühlt. Angststörungen hätten um 26 Prozent und schwere Depressionen um 28 Prozent zugenommen, zitierte er die Studie eines internationalen Forscherteams aus dem vergangenen Herbst.

Enttäuschung und Einsamkeit

Büssing ist Lehrstuhlinhaber für Medizintheorie mit dem Arbeitsschwerpunkt „Lebensqualität, Spiritualität und Coping“ an der Universität Witten/Herdecke. In verschiedenen Studien und Untersuchungen erforschte er zusammen mit anderen Wissenschaftlern, wie sich die Corona-Pandemie auf Leben und Wohlbefinden der Menschen auswirkt. Stimmten zu Beginn der Krise noch um die 40 Prozent der Menschen zu, dass Gottvertrauen und tägliches Gebet sie stärke, waren es in der vierten Welle unter 30 Prozent, die in einer höheren Macht vertrauten und etwa 15 Prozent, die tägliches Gebet als Ressource nutzten. „Viele Menschen scheinen ihren Glauben verloren zu haben“, schlussfolgerte Büssing. Von diesen Menschen hätten sich zudem viele einsam und sozial isoliert gefühlt. Das Interesse an Spiritualität sei nach der zweiten Welle deutlich zurückgegangen. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass auch das Kirchen- und Gemeindeleben eingeschränkt war. Befragungen hätten gezeigt, dass viele Gläubige zudem enttäuscht waren, dass ihre Kirche oder Gemeinde keine Antworten oder zu wenig Zuspruch lieferten.

Zum Originalartikel von PRO: https://www.pro-medienmagazin.de/menschen-verlieren-glauben-in-pandemie/

Adventisten am Anfang der Pandemie noch zuversichtlich

Der APD berichtete am 9. Juni 2020 von einer vergleichbaren Untersuchung des Instituts für ganzheitliches Wohlbefinden und Resilienz in Bremen unter Mitgliedern der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der ersten Welle der Corona-Pandemie. Sie wurde von Klaus van Treeck und Arndt Büssing geleitet. Damals übte die Pandemie noch einen geringen Einfluss auf das seelische, geistliche und soziale Wohlbefinden der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland aus, so das Ergebnis der Umfrage. Die Corona-Pandemie sei für alle Befragten unerwartet passiert, auch in ihrer Tragweite. Dass das Leben in den örtlichen Kirchengemeinden in der gewohnten Vielfalt innerhalb kürzester Zeit völlig stillsteht, habe niemand erwartet. In der Krise fühlten sich über die Hälfte der Studienteilnehmer voller Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu, ein Viertel konnte dem jedoch nicht oder kaum zustimmen. Diese Hoffnung wäre besonders bei den Älteren (über 60 Jahre) zu finden, signifikant geringer bei den Jüngeren (unter 40 Jahre). Siehe https://www.apd.info/2020/06/09/corona-mit-geringem-einfluss-auf-deutsche-adventisten/.

Derzeit läuft eine zweite Umfrage zum ganzheitlichen Wohlbefinden in der Corona-Pandemie unter adventistischen Kirchenmitgliedern. Sie soll dabei helfen, den Zusammenhang zwischen Lebenszufriedenheit und bestimmten Anzeichen (Indikatoren) des persönlichen geistlichen Lebens (Spiritualität) während der Corona-Pandemie herauszufinden. Die Umfrage sei anonym und erfülle alle Kriterien des Datenschutzes. Sie ist im Internet unter www.7da-studies.de zu finden.

Allensbach-Umfrage: Pandemie hinterlässt mentale Spuren

Generell fühlt sich die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland gegenwärtig schlechter als vor dem Ausbruch der Pandemie. Dies geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, über deren Ergebnisse die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Demnach gaben 60 Prozent der Befragten an, sich mental schlechter zu fühlen als vor zwei Jahren. Lediglich einem Prozent geht es heute mental besser als vor zwei Jahren. 71 Prozent belastet die Situation, gut ein Fünftel der Bevölkerung sogar „massiv“. Frauen fühlen sich stärker belastet als Männer. Ihr Leben hat sich auch stärker verändert: 48 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen berichten, dass sich ihr Leben durch die Pandemie gravierend verändert hat. Der Anteil der Bevölkerung, der sein gewohntes Leben auch in der Pandemie ohne nennenswerte Abstriche fortführen konnte, macht knapp neun Prozent aus; dabei handelt es sich überwiegend um ältere Menschen.

 




ADRA baute in Mauretanien ein Gemeinschaftszentrum mit Plastikflaschen

Diese Initiative entspringe dem Anliegen des Hilfswerks, die Umwelt zu schützen und einen innovativen Weg zum Recycling von Plastikabfällen zu beschreiten, so ADRA Mauretanien. Die Flaschen hätten Jugendliche des Bezirks in Schulen und bei Botschaften in der Hauptstadt gesammelt. Die Kosten für das Projekt beliefen sich auf 103.000 Euro.

Zentrum zur Förderung von Gesundheit, Sprach- und Computerkenntnissen

Laut Dr. André Saenz, Direktor von ADRA Mauretanien, soll das Zentrum zur Förderung der Gesundheit der Bevölkerung, dem Erlernen von Computerkenntnissen sowie von Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch dienen. Im Gebäude gebe es ein Mehrzweck-Auditorium für Bildungsveranstaltungen für Jugendliche, medizinische Geräte für die gesundheitliche Grundversorgung, ein Multimediazentrum zum Erlernen von Fremdsprachen, Näh- und Stickarbeiten sowie eine Bibliothek.

ADRA in Mauretanien unterstütze in der Region verschiedene Gemeinschaftsprojekte und Bildungsinitiativen, die vor allem Menschen am Rand der Gesellschaft helfen sollen, darunter jungen Mädchen, älteren Erwachsenen und Behinderten. Mehr zu den ADRA-Projekten für die Bevölkerung in Mauretanien: https://adramauritanie.org/

Über ADRA International

Das adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA ist eine nichtstaatliche Hilfsorganisation und wird von der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. 1987 wurde ADRA Deutschland e. V. gegründet, das seinen Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt hat. ADRA International hat seinen Sitz in Silver Spring, Maryland/USA.




Bei Übertritt zwischen drei evangelischen Kirchen in Bayern kein Kirchenaustritt beim Standesamt mehr erforderlich

Will ein Kirchenmitglied in eine andere der drei evangelischen Kirchen wechseln, genügt eine schriftliche Erklärung beim zuständigen Pfarramt oder Pastorat der neuen Kirche. Ein Kirchenaustritt beim Standesamt und ein anschließender Kircheneintritt bei der anderen Kirche sind nicht mehr nötig. Diese vereinfachte Form des Übertritts ist gemäß dem staatlichen bayerischen Kirchensteuergesetz unter Kirchen möglich, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Voraussetzung sei nur eine Vereinbarung unter den Kirchen.

Die beteiligten Kirchen

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern hat 2,3 Millionen Mitglieder in 1.540 Kirchengemeinden. Die Evangelisch-reformierte Kirche zählt bundesweit 165.000 Mitglieder, davon in Bayern 8.500 in zehn Gemeinden, und zur Evangelisch-methodistischen Kirche gehören in Deutschland rund 46.000 Kirchenglieder und Kirchenangehörige, davon in Bayern 2.700 in 23 Gemeinden. Die drei Kirchen gehören zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), bis 2003 „Leuenberger Kirchengemeinschaft“ genannt. Das bedeutet, dass sie grundlegende Überzeugungen teilen, miteinander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft pflegen, sowie ihre Amtsträger gegenseitig anerkennen. Aufgrund der inhaltlichen Nähe der drei Kirchen lag es nahe, den einfachen Kirchenübertritt in Bayern einzuführen, so Klaus Ulrich Ruof (Frankfurt/Main), Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Leuenberger Kirchengemeinschaft

Wegen des Abendmahlsstreits der Reformatoren Martin Luther und Huldrych Zwingli gab es über 400 Jahre keine Abendmahlsgemeinschaft zwischen Lutheranern und Reformierten. Nach zwischenkirchlichen Lehrgesprächen erklärten 1973 im Tagungshaus Leuenberg bei Basel Vertreter lutherischer und reformierter Kirchen in Europa mit der „Leuenberger Konkordie“, dass Kirchen unterschiedlich sein dürfen, da sie auf dem Evangelium als gemeinsamer Basis beruhen. Deshalb ist es ihnen möglich, gemeinsam Gottesdienst und Abendmahl zu feiern sowie die Taufe und Ordination der anderen Mitgliedskirchen der Leuenberger Kirchengemeinschaft, die sich seit 2003 Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) nennt, anzuerkennen. Die methodistischen Kirchen Europas traten 1997 auf der Grundlage einer „Gemeinsamen Erklärung zur Kirchengemeinschaft“ bei.

Zur GEKE gehören gegenwärtig 94 lutherische, methodistische, reformierte und unierte Kirchen aus über 30 Ländern Europas und Südamerikas an. Sie vertritt damit insgesamt rund 50 Millionen Protestanten. Seither darf beispielsweise ein lutherischer Pfarrer auf einer reformierten Kanzel predigen und in der Gemeinde das Abendmahl austeilen oder eine reformierte Pfarrerin eine lutherische oder unierte Kirchengemeinde in Deutschland leiten.




ADRA nach Vulkanausbruch in Tonga einsatzbereit

Laut der Website von Adventist Record, der adventistischen Kirchenzeitschrift im Südpazifik, ist die Kommunikation aufgrund der Schäden am Unterwasserkabel weiterhin eingeschränkt. Die tonganische Regierung bezeichnete in einer ersten offiziellen Mitteilung die Situation als „beispiellose Katastrophe“. Bislang seinen drei Todesfälle bestätigt, und es wurde auch von einer Reihe von Verletzten berichtet. Demnach haben einige der kleineren Inseln die schlimmsten Schäden erlitten, darunter die Insel Mango, auf der alle Häuser zerstört wurden. Auf der Insel Fonoifua stehen nur noch zwei Häuser, und auch auf der Insel Nomuka gab es erhebliche Schäden.

„Unsere Herzen und Gebete sind bei all denen in Tonga, die von diesem Ereignis betroffen sind“, sagte Greg Young, ADRA-Regionaldirektor für den Südpazifik. „ADRA beobachtet die Situation genau. Wir haben ein virtuelles Nothilfeteam eingerichtet, um die Menschen in Tonga zu unterstützen.“

Auch adventistische Einrichtungen in Mitleidenschaft gezogen

Die Überschwemmungen haben Häuser, Kirchen und andere öffentliche Einrichtungen beschädigt. Einige Gebäude der Adventistischen Kirche wurden in Mitleidenschaft gezogen, darunter auch das Gebäude der Kirchenverwaltung, das sich im Küstenbereich der Hauptstadt Nukuʻalofa auf der Hauptinsel Tongatapu befindet. Zudem habe der Wohnsitz des Kirchenleiters und ein weiteres Haus auf dem Gelände erhebliche Schäden erlitten, sagte Young.

Laut Adventist Yearbook gibt es auf Tonga, mit 100.000 Einwohnern, 16 adventistische Kirchengemeinden mit 3.878 Mitgliedern.

https://www.adventistyearbook.org/entity?EntityID=13291

 




Sponsorenlauf am Schulzentrum Marienhöhe – Spenden in Rekordhöhe

„Durch die Digitalisierung der Sponsorenerklärung konnten wir den Prozess der Suche von Sponsoren um ein Vielfaches vereinfachen“, so Dr. Christian Noack, Schulleiter am Schulzentrum. Nach einem Jahr „Zwangspause“ aufgrund der Pandemie war auch die Teilnahmebereitschaft unter der Schüler- und Lehrerschaft erhöht. Über 700 Schülerinnen und Schüler, dabei auch 15 Lehrkräfte, liefen insgesamt etwa 5200 Runden. Die schnellsten Läufer schafften in 30 Minuten 13 Runden der 550 Meter langen Strecke über den Campus. Im Durchschnitt wurden 7 Runden gelaufen.

Die Spenden des bereits am 5. Oktober 2021 durchgeführten Sponsorenlaufs gehen an drei Projekte im In- und Ausland:

  1. Unterstützung von Kindern in Notlagen für den Bezirksverband Darmstadt e.V. des Kinderschutzbundes;
  2. Unterstützung der Partnerschule und des Waisenhauses in Kambodscha;
  3. Unterstützung des Projekts „Bildung hilft“ in Rumänien: Campuspastor Mircea Riesz begleitet benachteiligte Kinder in Rumänien. „Wir helfen Kindern mit ihren schulischen Problemen und arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, dass sie die Schule schaffen.“ Durch die Spenden werden eine Hausaufgabenbetreuung und außerschulische Bildungsangebote finanziell unterstützt.

Schulzentrum Marienhöhe

Das 1925 als „Seminar Marienhöhe» gegründete heutige Schulzentrum Marienhöhe hat seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 folgte die Realschule und 2010 die Grundschule. Von den 787 Schülerinnen und Schülern besuchen 543 das Gymnasium, 185 die Real- und 59 die Grundschule. 32 Schülerinnen und Schüler leben im hauseigenen Internat. Das als gemeinnützige GmbH geführte Schulzentrum Marienhöhe ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (KdöR) und ist als „Gesundheitsfördernde Schule“ und Schule für den Klimaschutz zertifiziert. Weitere Informationen unter: www.marienhoehe.de




Sondersitzung der adventistischen Weltkirchenleitung beschließt Verfassungsänderung

Die Abstimmung über die Anderung der Verfassung würde es den Delegierten ermöglichen, an der kommenden Weltsynode vom 6. bis 11. Juni 2022 teilzunehmen, auch wenn sie aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht nach St. Louis, Missouri/USA reisen könnten, so die Kirchenleitung. Die geplante Sitzung im Juni wurde um zwei Jahre, vom regulären Termin im Jahr 2020, auf dieses Datum verschoben.

Aufgrund der derzeitigen COVID-19-Reisebeschränkungen wurden die Delegierten für die Sondersitzung vom 18. Januar hauptsächlich aus Personen ausgewählt, die derzeit am Hauptsitz der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) in Silver Spring arbeiten. Sie wurden von den 13 teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) vorgeschlagen und daraufhin vom Exekutivausschuss der Generalkonferenz am 16. September 2021 gewählt.

Bisher war persönliche Anwesenheit bei Weltsynode erforderlich

Der stellvertretende Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung, Hensley Moorooven, hatte bei einer Sitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung am 13. April 2021 einige der Faktoren erläutert, die bei der Vorlage dieses Vorschlags zu berücksichtigen seien, schreibt der Nachrichtendienst Adventist News Network (ANN). So schreibe die Verfassung der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) vor, dass die Sitzungen der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) sowie alle Abstimmungen unter der Voraussetzung der persönlichen Anwesenheit sowie vor Ort stattfinden müssten. Darüber hinaus besagt Artikel V, Abschnitt 1 der Verfassung, dass die Verschiebung einer Weltsynode „nicht mehr als zwei Jahre“ über einen regulär angesetzten Termin hinausgehen darf. Die Möglichkeit einer weiteren Verschiebung aufgrund der anhaltenden weltweiten Auswirkungen der Pandemie würde dazu führen, dass die Weltsynode nicht mehr im Einklang mit ihrem Leitdokument stehen würde. Moorooven erläuterte, dass Änderungen an der Verfassung und den Statuten der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) nur von den Delegierten auf einer regulären oder außerordentlichen Weltsynode vorgenommen werden können. Alles in allem, so Moorooven, halte sich der Vorschlag der Kirchenleitung im Rahmen der entsprechenden Bestimmungen der Verfassung und der Geschäftsordnung der Weltkirchenleitung, so ANN.

Erton Köhler, Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung, sagte zur Abstimmung, diese habe gezeigt, dass die adventistische Kirche verstanden habe, in welcher Zeit sie lebe. „Ich habe bei den Delegierten ein klares Interesse daran gesehen, unsere Strukturen und Prozesse anzupassen, Veränderungen vorzunehmen, die der Kirche helfen können, ihre Abläufe zu rationalisieren“, so Köhler.




USA: Avista Adventist Hospital nach Beeinträchtigungen durch Rauchschäden von Großbrand wieder eröffnet

Das Krankenhaus wurde kurzfristig evakuiert und blieb aufgrund umfangreicher Rauch- und Rußschäden geschlossen. Nun wurden alle Angebote wieder aufgenommen, einschließlich der Notaufnahme, die 24 Stunden am Tag geöffnet ist. Die Rauch- und Rußschäden, die Inneren entstanden waren, seien umfassend behoben und die Räume desinfiziert worden. Die Luft und das Wasser des Krankenhauses seien ausgiebig getestet worden, um die Qualität sicherzustellen, und „sind in einem ausgezeichneten Zustand, heißt es auf der Webseite des Krankenhauses.

„Viele unserer Matratzen wurden ersetzt; sie hatten Rauchschäden. Alle unsere Vorräte – alles wurde erneuert. Das ganze Büropapier, das in der Abteilung war, ist entsorgt, sagte Caroline Fraser, Leiterin der Notaufnahme in einem Interview mit dem Sender 9NEWS.

Siehe auch Meldung https://www.apd.info/2022/01/04/feuer-in-colorado-avista-adventist-hospital-entging-knapp-einem-grossbrand/

 




Neuer Weltverfolgungsindex: Christen in Afghanistan härter verfolgt als in Nordkorea

Afghanistan vor Nordkorea auf Rang 1

Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan habe Islamisten in aller Welt Auftrieb für ihre Umsturzpläne verliehen. Christen in Afghanistan seien ehemalige Muslime und würden deshalb von den Taliban gezielt gesucht und zumeist ermordet. Viele seien deshalb geflohen oder versuchen das Land zu verlassen. Das Land führt zum ersten Mal den Weltverfolgungsindex an und löst damit Nordkorea ab, das diese Position seit 20 Jahren innehatte. Dort sei die Lage der Christen unter Kim Jong Un weiterhin katastrophal: Zehntausende leisteten in den Straflagern Zwangsarbeit, oft bis zum Tod. Die Verhaftungen hätten sogar zugenommen. Die Ränge 3 bis 10 auf dem Weltverfolgungsindex belegen Somalia, Libyen, Jemen, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Iran und Indien.

Chinas Modell der Religionskontrolle macht Schule

Die kommunistische Regierung Chinas (Rang 17) habe mit der zentralisierten Kontrolle aller Religionen ein Negativ-Modell etabliert, so Open Doors. Xi Jinping festige sein System von „Ein Land, ein Volk, eine Religion“. Abweichler würden verhaftet, darunter auch weit über 1.000 Christen, oftmals Pastoren. Der Zugang zur Bibel und zu Bibel-Apps sei weitgehend blockiert. Kirchliche Aktivitäten würden streng überwacht, auch Online-Treffen, sofern sie überhaupt möglich seien. Kommunistische Staaten wie Vietnam (Rang 19) und Kuba (Rang 37) hätten das chinesische Modell übernommen.

Bitte um mehr Unterstützung und Gebet

Nigeria (Rang 7) und Indien (Rang 10) wertet Open Doors als „besonders besorgniserregende“ Länder, da Christen dort extremer Verfolgung ausgesetzt seien. Allein in Nigeria sei dokumentiert worden, dass 4.650 Christen wegen ihres Glaubens ermordet worden seien. Darüber hinaus hätten die Angriffe auf Christen in Subsahara-Afrika durch extremistische religiöse und politische Gruppen stark zugenommen, Millionen seien auf der Flucht. Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, sagt: „Die enorme Zahl von geschätzt mindestens 360 Millionen Christen, die unter hoher bis extremer Verfolgung und Diskriminierung leiden, wurde von der Politik bislang kaum thematisiert. Deshalb bitten wir zuerst alle Christen, sich noch stärker für ihre verfolgten Glaubensgeschwister einzusetzen und für sie zu beten.“

Jährlicher Weltverfolgungsindex zeigt Dynamik von Christenverfolgung

Seit 1955 setzt sich das christliche Hilfswerk Open Doors mit umfangreichen Hilfsprojekten für verfolgte Christen aller Konfessionen ein, heute in über 60 Ländern. Nach eigenen Angaben sei der Weltverfolgungsindex die weltweit einzige Erhebung, für die verfolgte Christen anhand einer differenzierten und von Experten kontinuierlich weiterentwickelten Methodik jährlich direkt befragt würden. Damit solle ihre Situation möglichst genau erklärt und die Dynamik der Verfolgung verdeutlicht werden. Dazu sammelt die Forschungsabteilung von Open Doors Daten aus fünf Lebensbereichen: Privatleben, Familienleben, gesellschaftliches Leben, Leben im Staat und kirchliches Leben. Hinzu kommt die Kategorie „Gewaltsame Übergriffe“. Das Ausmaß der Übergriffe wird für alle Bereiche in ein Punktesystem übertragen, um die unterschiedlichen Triebkräfte der Verfolgung in diesen Bereichen vergleichen zu können. Verfolgung wird definiert Verfolgung definiert Open Doors als „jegliche Art von erlebter Anfeindung aufgrund der Identifikation einer Person mit Christus. Dies kann feindselige Haltungen, Worte und Handlungen gegenüber Christen umfassen.“

Weitere Informationen unter:
https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex




Mehrheit der Deutschen hat kein Verständnis für Corona-Proteste

Je älter, desto höher die Ablehnung

Das Unverständnis ist bei den über 60-Jährigen mit 68 Prozent deutlich größer als in den anderen Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: 45 Prozent, 30- bis 39-Jährige: 43 Prozent, 40- bis 49-Jährige: 42 Prozent, 50- bis 59-Jährige: 48 Prozent).

Zustimmung bei AfD-Anhängern am größten

Bei den politischen Parteien zeigt sich ein großer Unterschied zwischen der AfD und den anderen politischen Lagern: 75 Prozent der AfD-Anhänger können die Demonstranten verstehen (kein Verständnis: 18 Prozent). Während sich bei den FDP-Wählern Verständnis und Unverständnis in etwa die Waage halten (43 zu 40 Prozent), überwiegt in den anderen Lagern die Ablehnung. Am deutlichsten zeigt sie sich bei den Parteigängern der Grünen (kein Verständnis: 70 Prozent; Verständnis: 24 Prozent), gefolgt von denen der SPD (kein Verständnis: 68 Prozent; Verständnis: 23 Prozent), der CDU/CSU (kein Verständnis: 67 Prozent; Verständnis: 24 Prozent) und der Linken (kein Verständnis: 55 Prozent, Verständnis: 32 Prozent).

Landeskirchliche Protestanten eher kritisch

Unter den Angehörigen der Konfessionen stehen vor allem die landeskirchlichen Protestanten den Demonstrationen kritisch gegenüber: 68 Prozent haben kein Verständnis für die Teilnehmer. Bei den Katholiken sind es 55 Prozent. Ein völlig anderes Bild ergibt sich bei Mitgliedern von Freikirchen: 49 Prozent von ihnen haben grundsätzlich Verständnis für die Proteste, 35 Prozent haben das nicht.

IDEA

Die 1970 gegründete Evangelische Nachrichtenagentur IDEA publiziert Nachrichten und Meinungen aus der christlichen Welt. Sie gibt mit IDEA das auflagenstärkste überregionale christliche Wochenmagazin in Deutschland heraus. Neben dem IDEA PRESSEDIENST ist sie im Internet (www.idea.de) und im Fernsehen tätig.




Korrekturhinweis zur Meldung: Adventisten ermöglichen gebührenfreies Theologiestudium an kircheneigener Hochschule Friedensau

Das Angebot des divisionsweiten Abschlusses Master of Pastoral Ministry in Friedensau bedeutet nicht, dass Masterstudiengänge in Pastoraltheologie an anderen adventistischen Hochschulen auf dem Gebiet der EUD eingestellt werden. Allerdings wird der Masterstudiengang an der ThH-Friedensau für Studierende, die eine Empfehlung für einen anschließenden Dienst als Pastorin oder Pastor von ihren nationalen Kirchenleitungen (Verbänden) erhalten haben, gebührenbefreit sein. Die Online-Version der APD-Meldung vom 17. Dezember wurde bereits entsprechend korrigiert. (https://www.apd.info/2021/12/17/adventisten-ermoeglichen-gebuehrenfreies-theologiestudium-an-kircheneigener-hochschule-friedensau/)

Wir bitten um Beachtung und Entschuldigung.




Fast 30.000 Pakete von Kindern für Kinder

2700 Pakete mehr als 2020

420 Aktionsgruppen in ganz Deutschland haben Pakete gesammelt, gepackt und verschickt. „Ihnen und den fleißigen Helferinnen und Helfern gilt unser ganzer Dank. Mit ihrem Einsatz schenken sie Hoffnung und Zuversicht“, sagt Michael Weller, Leiter der „Aktion Kinder helfen Kindern“. Die 29.709 verschickten Pakete sind ein Zuwachs von über 2.700 Paketen gegenüber dem vorangegangenen Jahr, nachdem es 2019 – vor der Pandemie – 35.513 Pakete waren.

„Es ist uns auch in diesem Jahr wieder gelungen, trotz der Corona-Maßnahmen fast alle Zielländer zu erreichen. Wir freuen uns über jedes Paket, denn jedes Paket steht für ein Kinderlachen“, so Michael Weller abschließend. Weitere Informationen gibt es unter https://kinder-helfen-kindern.org/

ADRA Deutschland e. V.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Deutschland ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros und Gründungsmitglied der „Aktion Deutschland Hilft“. Weitere Informationen zu ADRA Deutschland: www.adra.de.




„Mit Jesus das Leben gewinnen“ – Jahresanfangsgottesdienst der Adventisten auf Hope TV

Einige Aussagen aus der Predigt

„Jesus ist König. Aber nicht so wie die Leute denken. Nicht einer, der weltliche Macht hat oder dass er auf die Weltwirtschaft Einfluss nehmen könnte. Aber einer, der dem Herzen und dem Verstand Orientierung und der Seele Kraft gibt“, so formuliert es Johannes Naether in der Predigt. Und im Hinblick auf das Jahresmotto: „Es gibt nur wenige Dinge, die so demütigend sind wie die Erfahrung, abgelehnt und zurückgewiesen zu werden: ‚Du bist unerwünscht, du passt nicht zu uns.‘ Die Verletzungen, die dadurch entstehen, schmerzen und sitzen tief. Wir reden von Jesus, der sagt, dass er niemanden hinausstoßen will, der zu ihm kommt. Das ist Balsam für jede Seele, ausnahmslos für Jeden! Aber, können wir uns das überhaupt vorstellen? Kann man so bedingungslos reden und handeln? … Es geht um Begegnung und Annahme – das ist ein innerer Prozess, ein Weg, auf dem uns Gott begleitet und an uns wirkt – da verändert und erweitert sich mein Denken.“

Kindermoment und virtuelle Rundreise

Der Gottesdienst wird auch einen „Kindermoment“ enthalten, präsentiert von Katrin Grieco und Team. Außerdem wird Werner Dullinger, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, die Zuschauer auf eine virtuelle Rundreise durch einige Adventgemeinden mitnehmen und Projekte vorstellen, die das Jahresmotto in die Tat umsetzen wollen.

Der Gottesdienst wurde bereits in der Kapelle der Theologischen Hochschule Friedensau aufgezeichnet. Die Liedbegleitung hat ein Musikteam unter der Leitung von Sebastian Kuhle (Leiter des dortigen Hochschulinstituts für Kirchenmusik) übernommen.

Der Gottesdienst kann über unterschiedliche Medien angesehen werden:

Fernsehen: Hope TV (über Satellit und Vodafone-Kabel empfangbar)
Web: http://www.hopetv.de/live
YouTube (Hope TV Bibel): http://www.youtube.com/hopetvbibel/live
YouTube (Hope TV Gebärdensprache): http://www.youtube.com/channel/UCvjyl9-vis6c__aaNMUXORQ/live
Facebook: http://www.facebook.com/hopetvdeutsch/live/




AdventHealth-Krankenhäuser gehören zu den besten in den USA

Die Auszeichnung wird nur an Krankenhäuser vergeben, welche die hohen Standards der „Top Hospital Award“-Methodik erfüllen, die Qualitäten wie die Vermeidung von medizinischen Fehlern, die Qualität der Mutterschaftsversorgung, Infektionsraten und weitere Kriterien berücksichtigt.

Von den landesweit 149 Krankenhäusern, die als Top-Krankenhäuser ausgezeichnet wurden, machen die Krankenhäuser von AdventHealth fast ein Zehntel der Liste aus.

Krankenhäuser, die die Auszeichnung „Top Hospital“ erhalten, müssen auch die Leapfrog-Sicherheitsnote „A“ erreicht haben, was im Jahr 2021 auf mehr als zwei Dutzend AdventHealth-Krankenhäuser zutrifft. Bei dieser zusätzlichen Bewertung wird die Leistung im Zusammenhang mit der Vermeidung von medizinischen Fehlern, Verletzungen, Unfällen, Infektionen und anderen potenziellen Schäden für die betreuten Patienten analysiert. Das Bewertungssystem stützt sich auf 22 öffentlich zugängliche Daten, die sich auf die Sicherheit von Krankenhäusern beziehen, und bewertet mehr als 2.900 Akutkrankenhäuser im ganzen Land zwei Mal pro Jahr.

„Dieses Jahr hat viele Herausforderungen mit sich gebracht, da die Pandemie operative und strategische Veränderungen verursacht hat, die unsere Teams im ganzen Land auf die Probe gestellt haben. Dennoch ist unser Engagement für unsere Patienten ungebrochen, da wir uns um eine qualitativ hochwertige Versorgung in einer sicheren Umgebung bemühen, um den Menschen zu helfen, sich umfassend wohlzufühlen“, sagte William Scharf, MD, Executive Clinical Director of Quality and Safety bei AdventHealth. „Unser Servicestandard ‚Keep Me Safe‘ ist ein wichtiger Teil unserer Teamkultur und leitet die Investitionen, die wir tätigen, um unsere Mitarbeiter zu befähigen, diese Erfahrung für jeden Menschen zu jeder Zeit zu bieten“, so William Scharf in einem Bericht von AdventHealth auf deren Webseite.

Advent-Health

AdventHealth ist eine christlich orientierte, gemeinnützige Organisation, die 1973 gegründet wurde und Teil des adventistischen Gesundheitswesens in den USA ist. AdventHealth sieht ihren Auftrag darin, dem Heilungsdienst Jesu Christi nachzukommen. Die Organisation will diesen – nach eigenen Angaben – in „ganzheitlicher, hervorragender, vernetzter und erschwinglicher Weise“ in die Tat umsetzen und dabei die Werte wie „hervorragende Qualität der Dienstleistungen, Wohlbefinden der Bevölkerung, hohe ethische Standards, Verantwortungsbewusstsein und Einbezug der Patienten“ verwirklichen. Der Hauptsitz von AdventHealth liegt in Altamonte Springs, Florida/USA.

AdventHealth umfasst mehr als 1.200 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen und 50 Krankenhäuser in neun US-Staaten: Colorado, Florida, Georgia, Kansas, Kentucky, Illinois, North Carolina, Texas und Wisconsin. Das Versorgungsangebot umfasst Notfallzentren, häusliche Krankenpflege und Hospizdienste, Arztpraxen und qualifizierte Pflegeeinrichtungen. AdventHealth beschäftigt mehr als 80.000 Mitarbeitende. Sie versorgen jährlich mehr als 5,5 Millionen Patienten.




ADRA startet Ausbildung für ehrenamtliche Katastrophenhelfer in Südamerika

„Wenn eine Katastrophe über uns hereinbricht und unsere humanitäre Organisation aufgefordert wird, zu reagieren, gibt es eine Reihe von Verfahren, die wir befolgen müssen, um unsere Hilfe zu ermöglichen und wirksam zu machen“, sagte Eric Leichner, ADRA-Notfallmanager für Südamerika. „Da wir von den Ehrenamtlichen erwarten, dass sie diese Verfahren befolgen, hat die Hilfsorganisation ADRA beschlossen, ihre hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden zu schulen, damit sie für den Einsatz bei Ereignissen bereit sind, die als umfassende Notsituationen eingestuft werden können.“

„Ehrenamtliche sind von unschätzbarem Wert“

In den vergangenen Jahren seien diese Schulungen hauptsächlich von den Notfallkoordinatoren der Länder durchgeführt worden, erklärte Leichner. „Dabei haben wir eine wichtige Gruppe von Menschen übersehen“, räumte er ein und verwies auf die fast 3.000 Freiwilligen, die ADRA bereits jetzt in den acht südamerikanischen Ländern der Kirchenregion hat. „Die Ehrenamtlichen sind von unschätzbarem Wert für uns“, fügte Leichner hinzu. „Sie helfen uns bei der Zusammenstellung von Lebensmittelkörben sowie Hygienekits und unterstützen uns bei der Verteilung an die Bedürftigen. Die Freiwilligen besuchen die betroffenen Gebiete, sprechen mit den Opfern, um sich über ihre Bedürfnisse zu informieren, und bieten psychosoziale Unterstützung an. Wir fanden es wichtig, dass sie die Verfahren kennen, die die Agentur in solchen Fällen anwendet.“

Ehrenamtliche mit wesentlichen Aspekten der Katastrophenhilfe bekannt machen

Bei der Schulung geht es darum, die Ehrenamtlichen mit den wesentlichen Aspekten vertraut zu machen, die für die humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt gelten, und herauszufinden, welche Rolle ADRA in diesem Zusammenhang spielt. „Es handelt sich um einen Kurs für Menschen, die bereits als ehrenamtliche ADRA-Helfer tätig sind, aber auch für Menschen, die in Zukunft zu unserem Team gehören möchten“, sagte Silvia Tapia, Kommunikationsdirektorin von ADRA Südamerika. „Wir hoffen, dass in den kommenden Monaten mindestens 5.000 Menschen die erste Schulung absolvieren.“

Es wird erwartet, dass der Schulungskurs zwei weitere Kurse umfasst, die später im Laufe des Jahres 2022 beginnen sollen, so die ADRA-Leiter.




Kasachstan: Neues Religionsgesetz versetzt Christen in Sorge

Hohe Hürden für Gottesdienste außerhalb offizieller Kirchengebäude

Während die Welt die Proteste auf den Straßen beobachtet hat und auf den Einmarsch ausländischer Truppen unter russischer Führung achtet, sind Christen und andere religiöse Minderheiten im Land von anderer Seite bedroht, so Open Doors. Die geplante Verschärfung der existierenden Religionsgesetze sehe eine Genehmigungspflicht für jede Art von Veranstaltung mit religiösem Charakter außerhalb dafür registrierter Räumlichkeiten vor. Konkret bedeute dies, dass mindestens zehn Arbeitstage im Voraus eine Genehmigung für derartige Veranstaltungen bei den örtlichen Verwaltungen einzuholen sowie genaue und ausführliche Angaben zu der geplanten Veranstaltung zu machen seien. Dazu gehörten: das Datum, die Anfangs- und Endzeit, die Art, wie Teilnehmer anreisen, die Verwendung von Lautsprechern und die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge sowie deren Fahrtroute.

Die Umsetzung dieser sehr detaillierten Auflagen würde Veranstalter vor enorme Hürden stellen. Problematisch sei dies besonders für religiöse Gemeinschaften, die über kein eigenes Kirchengebäude verfügten, sondern sich in privaten Räumen treffen würden. Es werde auch befürchtet, dass ebenso Gottesdienste registrierter Gruppen in gemieteten Räumlichkeiten unter die neue Regelung fallen könnten. Nach Einschätzung eines für die Region zuständigen Mitarbeiters von Open Doors sind von den geplanten Verschärfungen vor allem die zahlreichen nicht registrierten Hauskirchen betroffen. Obwohl sie aufgrund der 2011 eingeführten Religionsgesetze bereits jetzt als illegale Gruppierungen gelten, würden die geplanten Neuerungen ihre Lage weiter verschärfen.

Seit Jahren vermehrt Überwachung, Razzien und Festnahmen

Die Religionsgesetze haben seit ihrem Inkrafttreten zu empfindlichen Einschränkungen der Religionsfreiheit in Kasachstan geführt schreiben Open Doors und Forum 18. Seitdem komme es verstärkt zur Überwachung von Veranstaltungen, Razzien und Festnahmen von Christen. Zahlreiche christliche Gemeinden würden sich deshalb bereits jetzt heimlich treffen.

Kasachstan hat 18,77 Millionen Einwohner, darunter sind 4,85 Millionen Christen. Die meisten von ihnen gehören zur russischen Minderheit im Norden des Landes und sind Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche. Diese ist als registrierte Gemeinschaft von den Einschränkungen der Religionsfreiheit bislang weniger stark betroffen. Der Großteil der übrigen Bevölkerung Kasachstans sind Muslime, die allerdings in der Regel lediglich islamischen Traditionen folgen und sich nicht strikt an alle muslimischen Lehren halten.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2021 steht Kasachstan an 41. Stelle der Länder, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Zum Weltverfolgungsindex 2021:

https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/laenderprofile/kasachstan?pk_campaign=NA&pk_kwd=20220107

 




Allianzgebetswoche zum Thema Sabbat: Ergänzendes Materialangebot der Adventisten

Zur AGW gibt es ein Vorbereitungsheft, das für jeden Tag einen der folgenden Aspekte des Sabbats anhand von Bibeltexten thematisiert: Identität, Versorgung, Ruhe, Barmherzigkeit, Erinnerung, Freude, Großzügigkeit und Hoffnung. Als vorbereitende Lektüre wird der Artikel „Sabbat – Gottes verschmähtes Geschenk?“ aus der christlichen Zeitschrift Aufatmen, (Ausgabe 3/2021), empfohlen, die im Bundes-Verlag, Witten, erscheint. Er kann unter https://www.allianzgebetswoche.de/fileadmin/user_upload/Dr.Schaeffer_Sabbat__AUFATMEN_3-2021.pdf kostenlos heruntergeladen werden. Autor ist Dr. Raffael Schäffer (Bensheim), ein Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Das gesamte AGW-Material kann auf der Website www.allianzgebetswoche.de bestellt oder heruntergeladen werden.

Ergänzende Aspekte im Zusatzmaterial

Das zusätzliche Material der Adventisten stammt aus ihren Publikationen der letzten Jahre und umfasst u. a. folgende Aspekte: „Im Leben angekommen – wie wir den Segen des Sabbats wirklich erleben können“; „Der Sabbat – ein Urlaubstag mit Jesus“; „1700 Jahre Sonntagsgesetz – wie aus dem Sabbat der Sonntag wurde“; „Die Kirchenväter und der Sonntag“.

Die einzelnen Themen des Materials können als pdf-Dateien auf www.adventisten.de (rechte Randspalte) heruntergeladen werden.

Auch der Fernsehsender Hope TV strahlt anlässlich der Allianzgebetswoche eine Reihe von Sendungen zum Thema Sabbat aus. Die genauen Themen und Termine sind hier zu finden: https://hopemedia.eu/news/news/go/2022-01-11/allianzgebetswoche-zum-thema-sabbat-spezial-sendungen-auf-hope-tv/ Die Sendungen sind auch in der Hope TV-Mediathek verfügbar.

Evangelische Allianz in Deutschland

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) mit Sitz in Bad Blankenburg (Thüringen) ist ein eingetragener Verein, dem sich ein Netzwerk von Christen und Organisationen aus verschiedenen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften zugehörig fühlt. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 1000 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen lokalen Gemeinden und Organisationen, aus Landes- und Freikirchen sowie christlichen Gruppen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Die EAD ist Mitglied der weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Mitgliedern in 129 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-katholischen Kirche ist.

Siebenten-Tags-Adventisten

Die protestantische Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist weltweit in 213 Ländern und Territorien tätig und hat rund 22 Millionen Mitglieder. In Deutschland gibt es rund 35.000 erwachsen getaufte adventistische Christen. Die Adventisten unterhalten mit über 8.800 Grundschulen, höheren Schulen und Universitäten das global größte protestantische Bildungswerk. Darüber hinaus unterhalten sie weltweit zahlreiche Krankenhäuser, Pflegeheime und weitere soziale Einrichtungen. Ihr Hilfswerk ADRA kümmert sich in 130 Ländern um humanitäre und soziale Bedürfnisse der Menschen.




Feuer in Colorado: Avista Adventist Hospital entging knapp einem Großbrand

Die Flammen seien bis auf eineinhalb Meter an die hochentzündlichen Sauerstofftanks an der Westseite des Gebäudes herangekommen, aber das Personal habe die Flammen mit Wasser bekämpft und verhinderte so, dass es zu einer katastrophalen Explosion gekommen sei, so eine Mitteilung des Hospitals. Das Krankenhaus ist derzeit ohne Erdgasversorgung und auf Dieselgeneratoren angewiesen, um die Kessel- und Heizungssysteme in Gang zu halten. Der Rauch und die Feinstaubrückstände haben die Filter der Klimaanlage des gesamten Krankenhauskomplexes beeinträchtigt sowie eine Schmutzschicht hinterlassen, sodass das Hospital auf absehbare Zeit geschlossen bleibt.

„Die starken Winde trieben das Feuer direkt auf unser Krankenhaus auf der Nordseite zu. Dass wir Stunden später zurückkehrten und keine nennenswerten Schäden vorfanden, ist wirklich ein Wunder“, sagte Isaac Sendros, Geschäftsführer des Avista Adventist Hospital. „Wir sind den Ersthelfern, die seit dem Ausbruch des Feuers in unserer Ortschaft unermüdlich im Einsatz waren, unendlich dankbar. Avista wird ein Licht in der Dunkelheit sein, während wir unsere Freunde, Nachbarn und die Kommune bei den Instandsetzungsarbeiten unterstützen.“