Adventisten: Kostenloses Studienmaterial zur Bibel

Das Corona-Virus stelle die ganze Welt derzeit vor viele Herausforderungen und so könnten in den kommenden Wochen auch keine Gottesdienste stattfinden. Der Advent-Verlag versorge die Gemeindemitglieder gewöhnlich direkt über die Büchertische in den Ortsgemeinden mit dem Studienmaterial, mit Zeitschriften und Büchern. Da derzeit deutschlandweit der Weg in die Kirchengemeinden vor Ort nur erschwert möglich sei, solle den Mitgliedern zumindest der Zugang zum Material für das Bibelstudium erleichtert werden. „Wir haben im Verlag aufgrund der aktuellen Lage gemeinsam mit der Kirchenleitung beschlossen, die Studienhefte für das zweite Quartal 2020 einmalig kostenlos als PDF zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen“, so Jessica Schultka, Verlagsleitung des Advent-Verlags Lüneburg. „Mit diesem Angebot möchten wir den Kirchenmitgliedern in der gegenwärtigen Situation entgegenkommen und ihnen das persönliche Bibelstudium erleichtern“, so Schultka weiter.

Das Bibelstudium zuhause und das regelmäßige Bibelgespräch im Gottesdienst sind wichtige Bestandteile des adventistischen Lebens. Beides findet weltweit auf Basis der Studienhefte statt. „In diesen für uns alle schweren Tagen möchten wir als Freikirche unsere Gemeindemitglieder so gut es geht mit den Studienheften versorgt wissen, selbst wenn derzeit keine Gottesdienste stattfinden können“, so Johannes Naether, Vizepräsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. „In dieser außergewöhnlichen Zeit auch auf eine außergewöhnliche Maßnahme – wie die kostenlose Bereitstellung des Studienmaterials zur Bibel- zurückzugreifen, ist sowohl für uns als Verlag als auch für die Freikirche selbstverständlich“, ergänzt Dieter Neef, Geschäftsführer des Advent-Verlags Lüneburg und Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.

Hier die Links für den Download des Materials:
2020-02 Wie legen wir die Bibel aus? – FiD-Ausgabe .pdf:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/bt55Wto4tfzpzbb
2020-02 Wie legen wir die Bibel aus? – Standardausgabe.pdf:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/q9WaroYmrSa5nCP
2020-02 Wie legen wir die Bibel aus? – Standardausgabe mit Lehrerteil:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/C8BNJ3annAwa4tW
Alle drei Studienhefte: https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/okdSYS5XDAy2FQt

Neben den Kirchenzeitschriften „adventisten heute“ und „Adventist World“, die ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden können, hat das Religionspädagogische Institut (RPI) der Freikirche bereits in der letzten Woche begonnen, mit der Serie „ERzählt – meine Bibelgeschichten“ kostenloses Material für den häuslichen Kindergottesdienst bereitzustellen.

Links zu den weiteren Angeboten:
Adventisten heute – Kirchenzeitschrift Deutschland – pdf:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/d0/6b/f3/AH_2020_04.pdf
Adventist World – Kirchenzeitschrift International deutsch – pdf:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/c8/d6/4c/AW_2020_04.pdf
Methoden zum Bibelstudium:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/e4/63/92/Methoden-Bibelstudium-1-6.pdf
Material für den häuslichen Kindergottesdienst – „ERzählt“-Angebot
http://www.sta-rpi.net/

Über die Advent-Verlag GmbH
Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen bietet er den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht Menschen ganzheitlich und generationsübergreifend an. Der Advent-Verlag will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben. Die Literatur will dabei den Glauben nachhaltig fördern, vertiefen und begleiten. Das Motto des Verlags lautet: Wir schaffen Worte, die bleiben.




Adventisten eröffnen Naturmuseum auf den Galapagosinseln

Das Museum ist laut Adventist News Network ANN mit Touchscreen-Fernsehern und Virtual-Reality-Headsets ausgestattet, um den Besuchern ein interaktives Erlebnis mit Fossilien sowie Panzern von Riesenschildkröten zu ermöglichen. Neben der Ausstellungshalle wurden zwei Räume zur naturwissenschaftlichen Erforschung der Erdentstehung sowie der Artenvielfalt eingerichtet. Im Obergeschoss des Komplexes befinden sich die Räumlichkeiten der adventistischen Kirchengemeinde und eine Schule mit zwölf Schulstufen. Allein die Kosten dafür betrugen eine Million US-Dollar (ca. 877.000 Euro). Viele Freiwillige haben dabei mitgearbeitet.

„Wir wollen die Menschen, die anders denken, nicht konfrontieren, sondern ihnen einige Gesichtspunkte zeigen, die sie vielleicht noch nicht gesehen haben“, sagte Pastor Erton Köhler, Kirchenleiter der Adventisten in Südamerika bei der Eröffnung. „Nach dem Besuch erkennen sie vielleicht, dass eine besondere Hand hinter den Prozessen der Natur steht“, so Köhler.

Der Direktor der Charles-Darwin-Forschungsstation, die sich für den Naturschutz und die biologische Vielfalt auf den Galapagosinseln einsetzt, lobte bei der Einweihung das Museum wegen der Förderung des Umweltschutzes. L. James Gibson, Wissenschaftler und Direktor des adventistischen Geowissenschaftlichen Forschungsinstituts (Geoscience Research Institute) in Kalifornien/USA, äußerte laut ANN die Hoffnung, dass das Forschungszentrum des Museums eine Gelegenheit biete, die Sorge um die Umwelt mit der Schöpfungsgeschichte zu verbinden.

Adventisten auf den Galapagosinseln

Auf den Galapagosinseln, die zu Ecuador gehören, leben rund 12.000 Einwohner, darunter 250 Siebenten-Tags-Adventisten, die jeweils samstags in zwei Kirchgemeinden Gottesdienst feiern. Die eine Kirchgemeinde befindet sich auf Santa Cruz Island, wo Adventisten auch eine Schule mit 270 Schülern und Schülerinnen unterhalten, zusätzlich zum neuen Museum. Eine weitere Kirchengemeinde befindet sich auf der Insel San Cristobal, rund 100 Kilometer entfernt.




Symposium: Adventistische Interpretationen biblischer Apokalyptik

Diese Hoffnung, die Jesus vor fast zweitausend Jahren verkündet hat, erfülle noch immer die Herzen vieler Gläubiger, während zahlreiche andere sie längst aufgegeben hätten. „Ist es immer noch vernünftig, über die „selige Hoffnung“ zu predigen und zu lehren?“, fragt Prof. Rolf J. Pöhler, ThD, Direktor von „International Adventist Studies“ (IAS), in der Einladung zum Symposium.

Diese Frage sei für Siebenten-Tags-Adventisten besonders heikel, da ihre Geschichte geprägt sei von fast zwei Jahrhunderten der Predigt, dass die Wiederkunft Christi „nahe ist, sogar vor der Tür stehe!“

Das bevorstehende Symposium wird sich mit diesen und anderen damit verbundenen Fragen befassen. „Neben der Lehre vom Sabbat hat kein anderer Glaube den Adventismus stärker geprägt als die Überzeugung, dass das Ende der Welt bevorsteht. Kann der Adventismus ohne ihn überleben und sogar gedeihen? Muss unser Verständnis der apokalyptischen Teile der Bibel revidiert werden? Oder haben wir immer noch gute Gründe, unseren Glauben an die rasche Erfüllung und endgültige Vollendung der Verkündigung Christi aufrechtzuerhalten?“, fragt Pöhler.

Programm und online-Anmeldung zum Symposium:
https://www.thh-friedensau.de/en/research/institute/school-of-theology/institute-for-adventist-studies/




Professor William H. Shea verstorben

„Bill“ Shea, wie er von den meisten genannt wurde, überzeugte als Arzt und Chirurg ebenso wie als Absolvent der Harvard Universität und der Universität von Michigan. Er war ein unermüdlicher Diagnostiker sowohl in der Notaufnahme als auch als Historiker und Linguist, der mehrere semitische Sprachen beherrschte. Shea forschte, hielt Vorträge und schrieb über den Sabbat, die Genesis, Daniel und die Offenbarung. Er veröffentlichte hunderte Artikel und mehrere Bücher über Themen von antiken Inschriften bis hin zur Bedeutung biblischer Prophezeiungen. Mehrere Pastorengenerationen wurden durch seine Studien geprägt.

In einer Sammlung von Aufsätzen zu Ehren von Professor Shea aus dem Jahre 1997 verglich Donald J. Wiseman, emeritierter Professor für Assyriologie an der Universität London, den Jubilar mit dem bekannten Altertumsforscher William F. Albright. Wie jener sei auch Shea immer „bereit gewesen, seine Interpretationen im Lichte neuer linguistischer und bestätigter archäologischer Beweise zu erweitern“. Dies sei ein Zeichen solider und bescheidener Gelehrtheit.

Beide Welten von Shea, als Wissenschaftler und als Person, seien miteinander verbunden gewesen, so der stellvertretende Herausgeber des „AdventistReview“, Gerald Klingbeil. Shea „war nicht nur ein vollkommener Gelehrter und ein kreativer und sorgfältiger Interpret des Wortes. Er war ein freundlicher Mann, dessen Offenheit und Freundlichkeit Studenten und Kirchenmitglieder anzog.“

1999 ging Shea in den Ruhestand und zog nach Red Bluff in Nordkalifornien, um in der Nähe seines Sohnes Ted und seiner Familie zu sein. Jahre später zogen die Sheas zurück an die Ostküste, um bei der Betreuung des jüngsten Enkelkindes Allison zu helfen. Gelegentlich predigte er noch in den örtlichen Kirchengemeinden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der er angehörte.

Nach einigen kurzen Krankenhausaufenthalten wurde Shea am frühen Dienstagmorgen, dem 11. Februar 2020, noch einmal eingeliefert. Sein Immunsystem war durch immunsuppressive Medikamente beeinträchtigt. Die benötigte er seit einer Nierentransplantation – ein Geschenk seiner Tochter Rebecca vor fast 10 Jahren. Sie sagt über ihren verstorbenen Vater: „Ich kann nur schwer in Worte fassen, was für ein bescheidener Mann mein Vater war.“

Für den 11. April 2020 ist ein Gedenkgottesdienst in der adventistischen Kirchengemeinde in Manassas, Virginia, geplant.




Adventistisches Schulwesen in Deutschland wächst

Gegenwärtig gibt es in Deutschland die Adventistischen Bekenntnisschulen in Heilbronn (Grundschule), Herbolzheim nördlich von Freiburg (Grund- und Realschule), Isny im Allgäu (Grund- und Gemeinschaftsschule), Mannheim (Grundschule), Murrhardt nordöstlich von Stuttgart (Grund- und Realschule), Rastatt (Grund- und Realschule), Zeutern in der Gemeinde Ubstadt-Weiher im Landkreis Karlsruhe (Grund- und Realschule), Müllheim (Grundschule) und Nürnberg (Grundschule). Weitere adventistische Bildungsstätten sind die Andrews Advent-Grundschule Solingen, die Adventschule Oberhavel in Oranienburg (Oberschule mit Grundschulteil) sowie das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt (Gymnasium, Realschule und Grundschule).

Laut dem Beauftragen für Schulen im Norddeutschen Verband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Christian Fischer (Hannover), bestehe derzeit ein Gründungsprojekt für eine Grundschule im Heidekreis nördlich von Hannover.

Die größte Bildungseinrichtung ist das bereits 1925 gegründete Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt mit 753 Schülerinnen und Schülern, die kleineste die erst seit Herbst 2019 bestehende adventistische Bekenntnisschule Müllheim mit fünf Kindern. An den adventistischen allgemeinbildenden Schulen in Deutschland unterrichten insgesamt 158 Lehrkräfte in Voll- oder Teilzeit.

Weitere Bildungsangebote der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Neben den allgemeinbildenden Schulen unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg (ThHF) mit rund 200 Studierenden aus über 30 Nationen. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden.

Die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege des adventistischen Krankenhauses „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf verfügt über 68 Ausbildungsplätze.

Kindertagesstätten gibt es in Berlin, Fürth, München, Penzberg und Bad Aibling. Eine Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) befindet sich in Neuburg/Donau und ein Familienzentrum in Penzberg/Bayern.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält auch ein Religionspädagogisches Institut (RPI) zur Materialerstellung für den Kindergottesdienst und Religionsunterricht. Zudem gibt es ein Gemeindefernstudium zur theologischen Qualifizierung von Mitgliedern der Siebenten-Tags-Adventisten. Das Institut für Weiterbildung (IfW) richtet sich mit seinen Angeboten an Gemeindemitglieder, Pastorinnen und Pastoren sowie haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte.

In Deutschland gibt es rund 35.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 555 örtlichen Adventgemeinden. Weitere Informationen unter www.adventisten.de.




Bildung: Adventistische Schüler unter den Besten

Die Studie Cognitive Genesis untersuchte 52.000 Schüler an adventistischen Schulen in den Vereinigten Staaten, auf den Bermudas und in Kanada. Es handelte sich um eine Forschungsarbeit, die über vier Jahre angelegt war. Die getesteten Schülerinnen und Schüler stellten einen Querschnitt der Gesellschaft dar. Das bedeutet, dass die Kinder zwar Privatschulen besuchten, deren Eltern jedoch zumeist nicht der oberen Mittelschicht angehörten. Die Forschung wurde nicht von der adventistischen Freikirche finanziert. Es wurden standardisierte Tests benutzt, die auch in anderen Bereichen Anwendung finden.

Ergebnis
Die Umfrage zeige, so Prof. Kido, dass die Schülerinnen und Schüler adventistischer Schulen in allen Fächern und auf allen Ebenen besser abschneiden, als die der Kontrollgruppe. Das Auffälligste sei jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler an adventistischen Schulen in Bezug auf die gemessenen Fähigkeiten sogar besser abschneiden, als man normalerweise erwarten würde. Dieser Effekt werde umso größer, je mehr Jahre im adventistischen Schulsystem verbracht werden und je mehr Schüler, die von anderen Schulen in adventistische Schulen wechseln, eine deutliche Verbesserung ihrer schulischen Leistungen zeigten.

Die Untersuchung zeige auch, dass es keine Unterschiede in der Leistung bei kleinen und großen adventistischen Schulen gab. Stadt und Land erbrachten in der Umfrage die gleichen Ergebnisse. Der Mythos, dass die kleinen Schulen den Schülern nicht die gleichen Chancen bieten wie die größeren, städtischen Schulen, sei damit gebrochen. Überraschend sei auch, dass die Höhe der Dollars pro Schüler keinen großen Unterschied in den Leistungen der Schüler machte.

Die Erfolgsfaktoren
Dieses Ergebnis sei auf den ganzheitlichen Bildungsansatz der Adventisten zurückzuführen. Tatsächlich sind die schulischen Leistungen bei den Schülern am besten, die einen positiven spirituellen Fokus und eine gute Beziehung zu ihren Eltern hätten und auf ihre eigene Gesundheit achteten. Um diese Ergebnisse weiter zu stützen hat das CRAE deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, um den Einfluss der eigenen Weltsicht der Schülerinnen und Schüler auf deren schulischen Leistungen zu untersuchen.