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AWW Hospiz Südbrandenburg in Lauchhammer jetzt gemeinnützige GmbH

Die Mitglieder des AWW Hospiz Südbrandenburg e.V. haben in ihrer Jahres-Mitgliederversammlung am 09.06.2021 einstimmig beschlossen, den 2006 gegründeten Verein in eine gemeinnützige GmbH umzuwandeln. Die Empfehlung dazu hatte der Vorstand des Vereins bereits im September 2020 gegeben und Lothar Scheel, den ehemaligen Vereinsvorsitzenden und langjährigen Geschäftsführer des AWW mit der Projektsteuerung und die Kanzlei „Bette, Westenberger, Brink“ in Mainz mit der juristischen Begleitung beauftragt. In den zurückliegenden Monaten sind daraufhin alle erforderlichen Schritte zur Vorbereitung des Rechtsformwechsels unternommen worden, sodass die Umwandlung selbst als notarieller Akt am Donnerstag, den 10.06.2021 in Hannover erfolgen konnte.

Gesellschafter der „AWW Hospiz Südbrandenburg gGmbH“ sind nun das Advent-Wohlfahrtswerk e.V., das Advent-Wohlfahrtswerk Berlin-Brandenburg e.V. sowie der Hospizdienst Oberspreewald-Lausitz e.V. zu gleichen Teilen.

Manuela Remmert und Sylvia Finsterbusch, die beiden Geschäftsführerinnen der Hospiz Friedensberg gGmbH, wurden nun auch mit der Geschäftsführung der neu gebildeten Gesellschaft (als Obergesellschaft) beauftragt.

Der Verein war 2006 zum Zweck der Planung und Realisierung eines Hospiz-Neubaus in der Region Südbrandenburg vom Advent-Wohlfahrtswerk und dem regional tätigen ambulanten Hospizdienst gegründet worden. 2009 konnte nach dreijähriger Planungs- und Bauphase das Hospiz Friedensberg am 01.07.2009 eröffnet werden. Für den Betrieb des Hospizes gründete der Verein die „Hospiz Friedensberg gGmbH“, deren alleiniger Gesellschafter er bis jetzt war.

Der Freundeskreis des Hospiz Friedensberg hat sich im Zuge des Rechtsformwechsels neu formiert und lädt Interessenten, Freunde und Förderer des Hauses und der hospizlichen Arbeit zur Mitarbeit und Unterstützung ein. Interessenten melden sich bitte bei der Geschäftsleitung des Hauses.

Weitere Informationen unter: www.hospiz-friedensberg.de.




Bundesweite Straßenaktionen zum Welttag gegen Kinderarbeit

So hat das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA am 11. Juni anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit (12.06.) mit Beteiligung von ADRA Deutschland e.V. gegen Kinderarbeit demonstriert. Dies geschah mit einer bundesweiten Aktion zeitgleich auf zentralen Plätzen in Berlin, Köln und Frankfurt am Main.

Über Kinderarbeit
In einer Pressemeldung weist ADRA darauf hin, dass Jedes fünfte Kind auf dem afrikanischen Kontinent – das seien mehr als 72 Millionen Mädchen und Jungen – unter extremen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, müssten, um ihr Überleben zu sichern. Weltweit sei jedes zehnte Kind von Kinderarbeit betroffen. Das seien etwa 152 Millionen Kinder. Fast die Hälfte von ihnen sei unter zwölf Jahren alt. Viele arbeiteten zum Beispiel in der Landwirtschaft im Kakao-, Kaffee- und Palmölanbau oder im Bergbau zur Rohstoffgewinnung für Handys, Batterien und Computer oder von Gold und Edelsteinen. Aber auch als Prostituierte, Kindersoldaten oder Haussklaven müssten sich viele Kinder verdingen.

GEMEINSAM FÜR AFRIKA
GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist ein Bündnis von 13 Hilfsorganisationen, das sich im Rahmen einer bundesweiten Kampagne für bessere Lebensbedingungen in Afrika einsetzt. Zwölf Mitgliedsorganisationen, darunter ADRA Deutschland e.V., unterstützen das Bündnis. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Weitere Informationen: www.gemeinsam-fuer-afrika.de und www.adra.de.




ADRA Deutschland erhält neues Spendenzertifikat

„Wir freuen uns sehr über die erneute Zertifizierung“, erklärte Christian Molke, geschäftsführender Vorsitzender von ADRA Deutschland e.V. „Für uns ist Transparenz und Offenheit gegenüber unseren Spenderinnen und Spendern eine Selbstverständlichkeit und ein Anspruch, den wir immer wieder an uns selbst stellen.“

ADRA Deutschland e.V. sei Partner großer öffentlicher Geldgeber auf nationaler und internationaler Ebene sowie von privaten Spenderinnen und Spendern. Nahezu jedes Projekt der öffentlichen Geldgeber habe einen Eigenanteil, den wir aufbringen müssen, um unseren satzungsgemäßen Auftrag zu erfüllen, so Molke. „Unsere Spenderinnen und Spender ermöglichen es uns, den Eigenanteil zu stemmen und Menschen Hoffnung und Perspektive zu geben.“

Sparsame und zweckgerichtete Verwendung von Spenden
Der Deutsche Spendenrat habe mit dem Spendenzertifikat die zweckgerichtete und sparsame Mittelverwendung von Spenden- und Fördergelder bestätigt. Der überwiegende Teil, nämlich 91 Prozent, der Gelder gehe in die Projektarbeit, nur neun Prozent würden in die Verwaltung einschließlich Marketing fließen. „ADRA arbeitet nachhaltig und setzt auf eine langfristige Beziehung zu den Spendenden und den Geldgebern. Im Umkehrschluss verzichtet ADRA auf Provisionszahlungen oder ähnliches für die Vermittlung von Spenden“, betonte Christian Molke. Im Jahr 2019 habe ADRA Deutschland e.V. Einnahmen in Höhe von über 21 Millionen Euro erhalten. Aus Spenden privater Personen stammten rund 3,2 Millionen Euro.

Deutscher Spendenrat
Der Deutsche Spendenrat e.V. ist der gemeinnützige Dachverband Spenden sammelnder gemeinnütziger Organisationen in Deutschland. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die ethischen Grundsätze im Spendenwesen in Deutschland zu wahren und zu fördern sowie den ordnungsgemäßen, treuhänderischen Umgang mit Spendengeldern durch freiwillige Selbstkontrolle sicherzustellen. Der Deutsche Spendenrat setzt sich daher für die Stärkung von Transparenz und für bessere gesetzliche Rahmenbedingungen im deutschen Spendenwesen ein.

ADRA Deutschland
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Deutschland e.V. ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros.

Weitere Informationen: www.adra.de




"Tag der Umwelt" am 5. Juni

„Die Atmosphäre und der Ozean haben sich erwärmt“, schreibt ADRA Deutschland in einer Pressemeldung. „Die Schnee- und Eismengen sind zurückgegangen und der Meeresspiegel ist angestiegen. Der Einfluss des Menschen auf das Klimasystem ist klar und die Emissionen von Treibhausgasen sind die höchsten in der Geschichte. Der Klimawandel ist real und hat schon heute spürbare Folgen für natürliche Systeme und die Menschheit.“

Der Klimawandel werde laut ADRA bestehende Risiken verstärken und neue Risiken hervorrufen. Dabei seien die Risiken ungleichmäßig verteilt. Die armen Länder des globalen Südens werde es härter treffen als die verursachenden Industrienationen.

In der Entwicklungszusammenarbeit sei der Klimawandel längst angekommen. ADRA helfe zum Beispiel den Kleinbauern in Mali bei der Anpassung an den Klimawandel. In 4.500 bäuerlichen Haushalten würden neue Anbaumethoden für klimaresistentere Pflanzen entwickelt. Jetzt trotzten die Landwirtinnen und Landwirte der Dürre und entflöhen dem Hunger.

Auch in der Katastrophenvorsorge seien die Veränderungen allgegenwärtig. Zwar könnten Hilfsorganisationen Naturkatastrophen nicht verhindern, aber „wir können uns und die örtliche Bevölkerung besser darauf vorbereiten“. Gemeinsam mit der lokalen Gesellschaft werde Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt. Auf den Philippinen würden Einsatzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhielten Schutzausrüstung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich nicht selbst helfen könnten. Es sei der Katastrophenvorsorge zu verdanken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

In der Meldung appelliert ADRA: „Wir müssen Menschen und ihre Heimat schützen. Schreitet der Klimawandel ungehindert fort, werden viele Gebiete auf dem Planeten unbewohnbar. Als Folge dessen steigt die Anzahl der Menschen auf der Flucht. Durch Klimaveränderungen nehmen genauso (kriegerische) Konflikte zwischen Ländern bzw. Ethnien um fruchtbares Land zu. Nicht zu vergessen, dass durch den Klimawandel sogenannte Starkwetterereignisse zunehmen, das heißt Naturkatastrophen sind häufiger und heftiger.“

Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (Non Governmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei ADRA.de




Qualmst Du noch? Ich hör auf! – Weltnichtrauchertag am 31. Mai

Ursprung des Weltnichtrauchertages und Engagement der Adventisten
Andreas Mazza von der Kommunikationsabteilung der transnationalen Kirchenleitung der Adventisten in West- und Südeuropa weist auf den Ursprung des Weltnichtrauchertages hin. Er warne die Öffentlichkeit vor den Gefahren des Tabakkonsums, informiere über die Geschäftspraktiken der Tabakkonzerne und zeige auf, was Menschen auf der ganzen Welt tun könnten, um ihr Recht auf Wohlbefinden und ein gesundes Leben einzufordern und zukünftige Generationen zu schützen. „Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben den Weltnichtrauchertag 1987 ins Leben gerufen, um die weltweite Aufmerksamkeit auf die Tabakepidemie und die dadurch verursachten vermeidbaren Todesfälle und Krankheiten zu lenken”.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hätte sich immer schon energisch gegen den Gebrauch von Alkohol, Tabak und unzulässigen Drogen ausgesprochen. So sei, laut Mazza, die Haltung der Kirche, die für Abstinenz von schädlichen Substanzen eintrete, in ihren Grundüberzeugungen fest verankert. Als eine der ersten habe sie Raucherentwöhnungsprogramme angeboten, nachdem durch den sogenannten „Terry-Report“ 1964 die negativen Gesundheitsfolgen des Tabakrauchens veröffentlicht wurden.

Die negativen Auswirkungen
Der Tabakkonsum habe überwiegend negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Tabakrauch enthalte mehr als 70 Chemikalien, die Krebs verursachten. Tabak enthalte Nikotin, eine stark süchtig machende psychoaktive Droge. Wenn Tabak geraucht werde, führe Nikotin zu physischer und psychischer Abhängigkeit.

Laut Erhebungen sterben jedes Jahr deutschlandweit schätzungsweise 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens – weltweit seien es über sieben Millionen Menschen. Damit sei weltweit jeder siebte Todesfall oder 13 Prozent aller Todesfälle auf die Folgen direkten Rauchens zurückzuführen, weitere zwei Prozent entfielen auf die Folgen von Passivrauchen. Allein in Deutschland beliefen sich die jährlich durchs Rauchen verursachten Krankheitskosten auf über 20 Milliarden Euro. Weltweit habe der Tabakkonsum im 20 Jahrhundert schätzungsweise 100 Millionen Todesfälle verursacht. (Statista 2021)

Die drei Dimensionen
Der adventistische Wissenschaftler und führende Experte für die Erforschung des Tabaks in Italien, Dr. Giacomo Mangiaracina, erklärt in einem Interview für EUDnews: „Tabak verursacht Schäden in drei Dimensionen. Zuerst der Mensch (Toxizität, Sucht, chronische Krankheiten, Tumorbildung, Schädigung des Fortpflanzungssystems), dann die Wirtschaft (Gesundheits- und Sozialkosten, Schmuggel, Kriminalität, Armut und Ausbeutung) und schließlich die Umwelt (Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden, Erschöpfung der Ernten, Entwaldung, Brände und städtische Sauberkeit).” Somit sei der Schaden durch Rauchen ein mehrdimensionaler Schaden: Schaden für Gesundheit und Leben, Schaden für die Umwelt und Schaden für die Wirtschaft einer Nation.

„Wir müssen uns vor Augen halten, dass Rauchen weder ein Laster noch ein soziales Verhalten ist, sondern eine krankhafte Sucht“, fuhr Dr. Mangiariacina in einem aktuellen Videointerview fort, „deshalb ist ein Raucher ein Tabaksüchtiger.“

Das Rauchen zu behandeln sei wie die Befreiung eines Menschen aus der Sklaverei, betonte Dr. Mangiariacina. „Die Behandlung des Rauchens ist eine Befreiung! Wer mit dem Rauchen aufhört, gewinnt Würde, Gesundheit und eine Menge Geld. Wenn man das Geld für Zigaretten ein Leben lang spart, kann man sich ein Haus kaufen.”

Prävention und Therapien
„Prävention ist sehr wichtig, aber leider kümmern sich einige Staaten nicht darum”, argumentiert Dr. Mangiaracina. Also werde die Prävention dem privaten Sektor, den privaten Organisationen überlassen. Das sei ein Handicap, denn private Organisationen hätten nicht die Budgets des Staates. So habe die Prävention weniger Einfluss und das sei ein Bumerang für die Staaten, denn der Staat verdiene zwar Geld durch den Verkauf von Zigaretten, verliere dann aber doppelt so viel für die Behandlung der Tabakpatienten.

Mit dem Rauchen aufzuhören sei kein Akt, sondern ein Prozess, der sehr zeitintensiv sei. Die Hauptbehandlung sei heute die Tabakberatung, die einen Raucher Schritt für Schritt begleite. Es gehe nicht um Methoden, um mit dem Rauchen aufzuhören, sondern um Fachleute, die dafür ausgebildet seien, Rauchern zu helfen, ihre Sucht loszuwerden. „Eine Therapie allein reicht nicht aus, sie muss von einer Beratung begleitet werden“, betonte Dr. Mangiaracina. Der Raucher muss seinen Therapeuten regelmäßig sehen. In vielen Ländern gebe es auch Fernbetreuungsstellen über das Internet, um Rauchern aus der Ferne zu helfen – auch wegen der Pandemie. Die Raucher könnten auch von zu Hause aus betreut werden.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EUDnews:




Der 28. Mai ist Welttag der Frauengesundheit

„Warum“, fragt Pierre Schweitzer, Projektassistent bei ADRA, „wird dieser Aktionstag zelebriert? Gibt es nicht schon den internationalen Frauentag am 08. März?“ Am internationalen Frauentag werde auf die fehlende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stünden die sozialen, politischen und kulturellen Rechte der Frauen. Am 28. Mai werde hingegen an das Recht aller Frauen auf eine uneingeschränkte medizinische Versorgung erinnert. „Gesundheit ist ein hohes Gut und Voraussetzung für ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben“, so Schweitzer. Leider sterben noch viele Frauen weltweit, insbesondere in den Entwicklungsländern, weil sie nicht rechtzeitig medizinisch behandelt werden könnten. Krankenhäuser gebe es oft nur in den Großstädten. Der Weg dorthin sei für viele Frauen, die auf dem Land leben, sehr weit und gefährlich. Hinzu kämen die Kosten einer medizinischen Behandlung, die sich Frauen selten leisten könnten, weil sie entweder über kein eigenes Einkommen verfügten oder ihre Familie in Armut lebe.

Die Notlage, in der sich viele Frauen befänden, habe Konsequenzen. Angaben der Weltgesundheitsorganisation zufolge, sterbe alle elf Sekunden eine Mutter an den Folgen von Komplikationen bei der Schwangerschaft oder bei der Geburt. In der Südhalbkugel sei die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate am höchsten. Frauen seien auch verstärkt Opfer häuslicher Gewalt oder Ausbeutungen ausgesetzt, die ein Leben in Frieden und Glück verhindern.

Mit ihrer Unterstützung fördere ADRA weltweit, in unterschiedlichen Projekten, die Aufklärung, die Prävention und den Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Frauen. „Ob in unseren Krankenhäusern im Jemen, in den Jugendheimen in Thailand oder in Dörfern in Kenia, wir setzen uns für die Unversehrbarkeit der Frauen ein und bieten ihnen Schutz vor Übergriffen und Ausbeutungen. Jede sollte das Recht genießen, ein Leben in Würde zu führen. Wir dürfen niemanden zurücklassen. Nur gemeinsam können wir die Missstände in dieser Welt aufheben“, so der Aufruf von ADRA Deutschland.

ADRA Deutschland
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit − Mitgefühl − Liebe“ arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.




COVID-19: ADRA Indien unterstützt Krankenhäuser mit Sauerstoff

Weston Davis, Direktor von ADRA Indien, beschrieb die Situation in seinem Land: „Viele, viele Menschen kennen jemanden, der umgekommen ist“. Es gebe Experten, die sagten, dass man die offizielle Todeszahl der Opfer von COVID-19 mit zehn multiplizieren müsse, um sich der tatsächlichen Zahl anzunähern.

Parkplätze vor Krematorien werden zu Krematorien umgewandelt
„Unser Gesundheitssystem war nicht darauf vorbereitet, eine so große Zahl an Patienten zu versorgen“, sagt Trisha Mahajan, Kommunikationsverantwortliche von ADRA Indien. „Die Fälle hatten im Februar stark nachgelassen und die Menschen dachten, dass COVID in Indien fast vorbei sei. Diese zweite Welle hat die Menschen überrascht. Menschen sterben an vermeidbaren Todesursachen, weil sie nicht rechtzeitig Sauerstoff, ein Krankenhausbett, oder nicht rechtzeitig einfache Medikamente bekommen“, sagte sie. In ihren sozialen Medien suchten viele Menschen nach Hinweisen auf Krankenhausbetten oder Sauerstoffflaschen. „Die Menschen verlieren einfach ihr Leben außerhalb der Krankenhäuser. Selbst Krematorien sind überfüllt. Es gibt keinen Platz. Sie werden in Orte verwandelt, an denen die Toten verbrannt werden – selbst auf den Parkplätzen dieser Krematorien werden Feuer entfacht. Es ist sehr tragisch, was hier passiert“, fügte sie hinzu. „Wir sind im Moment alle sehr besorgt.“

ADRA stellt Schutzausrüstung und Sauerstoff zur Verfügung
Das COVID-19-Nothilfeteam von ADRA Indien unterstützt Impfkliniken im schwer getroffenen Delhi. Sie stelle persönliche Schutzausrüstung (PSA) für das adventistische Krankenhaus in Pune sowie für jenes in Bangalore bereit und unterstütze neun weitere adventistische Krankenhäuser in schwer betroffenen Gebieten. ADRA fliege eine dringend benötigte Sauerstofferzeugungsanlage für das 300 Betten „METAS Adventist Hospital“, das größte adventistische Krankenhaus in Surat, Gujarat/Indien, aus Italien ein. Das METAS Spital habe bereits über 10.000 Patienten betreut. Adventistische Krankenhäuser stünden weltweit allen Personen offen, die medizinische Hilfe benötigten.

Triage mit tödlichen Konsequenzen
Die Sauerstoffkrise habe ein immenses Ausmaß, so Weston Davis. Ein Freund habe in Delhi die Stadt nach Sauerstoffflaschen durchsucht, um sie einer Familie zu geben, die zwei Familienmitglieder in kritischem Zustand betreute. Nach stundenlanger verzweifelter Suche habe er nur eine einzige Flasche gefunden. „Die Familie musste eine Entscheidung treffen, welche Person den Sauerstoff erhalte.“ so Davis. „Nach der Entscheidung verstarb die andere Person.“

Starke Partnerschaft zwischen ADRA Indien und den adventistischen Krankenhäusern
Diese Partnerschaft mit den adventistischen Krankenhäusern in Indien sei stark und ermögliche es ADRA, lebensrettende Ressourcen zu liefern, die sofort Tausenden der am meisten gefährdeten Menschen zugutekommen werden, schreibt das Hilfswerk. Aber obwohl die Partnerschaft zwischen ADRA und dem Netzwerk der adventistischen Krankenhäuser stark sei, bliebe der Bedarf immens.

Ausführlicher Bericht auf Englisch bei ADRA Indien:
https://adraindia.org/whats-next-in-a-crisis-thats-far-from-over/

 




UMDENKEN: NachhaltigkeitsCamp 2021

Dieses NachhaltigkeitsCamp will, nach Auskunft der Organisatoren, einen Begegnungsraum für Interessierte, Motivierte, aber auch bereits gut Informierte im Bereich Nachhaltigkeit anbieten. Es sei der Plan, dass die Teilnehmenden …

… sich mit den sozialen und ökologischen Aspekten von Nachhaltigkeit auseinandersetzen,

… Ideen aufschnappen, wie der persönliche Alltag nachhaltiger gestalten werden kann,

… Möglichkeiten entdecken, wie das Umfeld für eine gerechte und nachhaltige Lebensweise motiviert werden kann und

… eigene Erfahrungen und Perspektiven teilen und sich mit Gleichgesinnten vernetzen können.

Mit diesem NachhaltigkeitsCamp wollen die Veranstalter zugleich aber auch das Thema Nachhaltigkeit generationsübergreifend und erlebnisorientiert angehen. Deshalb werde es neben den thematischen Referaten und Workshops immer auch ein Workshop-Angebot speziell für Kinder, Familien und Praktiker*innen geben.

Der Zeltplatz Friedensau – mitten im Wald, mit seinen gemütlichen Lagerfeuer-Abenden, den verschiedensten Übernachtungsoptionen (Zelt, Gästehaus) und seinem umweltpädagogischen Angebot für Kinder und Familien – biete das ideale Ambiente für das NachhaltigkeitsCamp und erlaubt es gleichzeitig, die Teilnahmegebühren bei vegetarischer und weitestgehend nachhaltiger Vollverpflegung klein zu halten.

Aufgrund der Corona-Situation werde das NachhaltigkeitsCamp in diesem Jahr bewusst mit einer geringeren Teilnehmendenzahl geplant. Deshalb mache es durchaus Sinn, sich möglichst zügig anzumelden. Sollte Corona-bedingt das NachhaltigkeitsCamp abgesagt werden, würden selbstverständlich die Gebühren zurückerstattet.

Die Veranstaltung wird durch den Katholischen Fonds für weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gefördert. Weitere Informationen über das NachhaltigkeitsCamp 2021: www.umdenken.camp.




ADRA: der 24. April ist Tag der erneuerbaren Energien

„Der Aktionstag erinnert an den Ausbau der erneuerbaren Energien auf allen Ebenen“, so die Pressemeldung der adventistischen Katastrophen- und Entwicklungshilfe  ADRA Deutschland e. V.. „Auch in der Entwicklungszusammenarbeit haben sie einen wichtigen Stellenwert.“ Sie seien nachhaltig und schädigten die Umwelt nicht, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern. Außerdem seien sie leicht dezentral einsetzbar und brächten so Strom in die entlegensten Ecken der Welt.

In Äthiopien erarbeite ADRA der Meldung zufolge gemeinsam mit den Ministerien für Energie und Bildung staatlich anerkannte Berufsstandards für die Ausbildung zu Solartechniker*innen. Begonnen habe das Projekt in zwei Modellregionen des Landes. Dort seien 2.200 Jugendliche, davon 30 Prozent Frauen, ausgebildet worden. Eine von ihnen ist Zenebu. Sie berichtet: „Dank des Unterrichts habe ich ein besseres technisches Verständnis der Solartechnologie. Ich fand die Kurse sehr wichtig, um meine Fähigkeiten in der Solartechnologie zu entwickeln. Ich finde es großartig, dass ich Studenten zu Solartechnikern auszubilden kann.“
Durch den großen Erfolg der Ausbildung seien die Lehrpläne nun durch das zuständige Ministerium auf das ganze Land übertragen worden.

Solartechnik komme in zahlreichen Ländern zum Einsatz. Sie sei auch Teil eines Bildungsprojektes in Somalia. Dort statte ADRA die Schülerinnen und Schüler mit Solarlampen aus. Durch die neuen Lampen könnten sie zu Hause auch noch nach Einbruch der Dunkelheit lernen, ohne dass der Rauch sie schädigt oder einen Brand auslöst. Bereits mit einer Spende von 30 Euro könne den Schülern eine langlebige Solarlampe zur Verfügung gestellt und ihre Zeit zum Lernen verlängert werden!

Auch das ADRA-Gebäude im südhessischen Weiterstadt werde durch Solarenergie versorgt. Seit 2012 versorge eine Solaranlage mit einer jährlichen Leistung von ca. 33.784 kWh das Bürogebäude. Damit würden jährlich ungefähr 23,6 Tonnen klimaschädliches CO² eingespart.




ADRA: Myanmar im Ausnahmezustand

So komme es täglich besonders in den Städten des Landes zu kleineren und größeren Demonstrationen gegen das Militär. Das Militärregime reagiere auf diese Demonstrationen mit aller Härte; Tote und Verletzte seien die Folge. Aufgrund der Gewalt, politischer Instabilität und wachsender Unsicherheit seien fast 30.000 Menschen aus ihrer Heimat auf der Flucht. Viele suchten Zuflucht in Thailand.

ADRA hilft den Vertriebenen
In ihrer Verzweiflung fliehen die Menschen und lassen dabei einen Großteil ihres Hab und Gutes zurück. Doch längst nicht alle Vertriebenen schaffen es über die Grenze. So versteckten sich viele in der Grenzregion und hofften auf eine Möglichkeit, sich auf thailändischen Boden retten zu können. Auf beiden Seiten der Grenze sei ADRA für die Menschen da. Gemeinsam mit Partnern vor Ort helfe ADRA bei allem, was fehlt. Am dringendsten benötigten die Menschen Nahrung, Kleidung und Schutz. ADRA helfe den Vertriebenen mit Essen, Material zum Schutz vor Wind und Wetter, medizinischer Versorgung und Covid-Prävention sowie Hygienesets.

ADRA-Projekt vorerst gestoppt
Gemeinsam mit den Partnerbüros und der Europäischen Kommission richtet ADRA Deutschland e.V. ein Bildungsprojekt in Myanmar (https://adra.de/aktuelles/myanmar-bildung-in-konfliktgebieten/) aus. Neue Lehrkräfte sollten ausgebildet und den Kindern Schulmaterial zur Verfügung gestellt werden, um so die Völkerverständigung innerhalb des südostasiatischen Landes zu verbessern. Der Aufstand des Militärs Anfang Februar habe alles auf den Kopf gestellt. Um die Sicherheit der Teilnehmenden und der Kolleg*innen zu gewährleisten, werde das Projekt vorerst pausieren, so Matthias Münz, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei ADRA Deutschland e.V..

Myanmar ist ein Staat in Südostasien. Auf einer Fläche von 676.578 km² leben 54. Millionen Menschen. Seit 2019 betreibt ADRA Deutschland das Bildungsprojekt „CASE2Learn“ in Myanmar.

Diese Meldung erschien ursprünglich bei ADRA Deutschland e.V..




Rumänien: Adventisten betreuen Gefangene und deren Familien

Der adventistische Fernsehsender in Rumänien Hope TV stehe in jeder Zelle zur Verfügung, so dass die Gefangenen Programme mit erzieherischem, familiärem oder religiösem Inhalt schauen könnten.

Nach Lockdown – Kontakt per Briefwechsel
Nach den Monaten des totalen Lockdowns haben die Freiwilligen per Brief Kontakt mit den Häftlingen aufgenommen, was einer Rückkehr in die Zeit um 1990 gleichgekommen sei, als man auch nur schriftlich Kontakt habe halten können. Sie hätten den Gefangenen Schutzmasken, Handschuhe, Plastiklöffel, Seife und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt, weil nicht alle Gefängnisse diese zusätzlichen Ausgaben bezahlen konnten.

Regierung ermöglicht online Kontakte
Die Regierung und die Nationale Verwaltung der Strafvollzugsanstalten habe den Freiwilligen Ende Sommer 2020 die Möglichkeit geboten, Online-Meetings mit den Häftlingen zu starten. Das sei eine doppelte Herausforderung gewesen: Da es in den Haftanstalten weder Internet noch Computer gab, seien alte Computer und Laptops gesucht und verschenkt worden. Die neue Situation habe aber einige der Freiwilligen überfordert, da mehrere von ihnen über 60 Jahre alt seien und jetzt das erste Mal den Umgang mit einem Computer erlernen mussten. Einige hätten per Computer online Kontakte mit den Gefangenen gepflegt, andere per Telefon, so EUD News.

Betreuung der Familien von Häftlingen
In der Zeit, als die Häftlinge nicht besucht werden konnten, hätten die Freiwilligen deren meist ausgesprochen arme Familien besucht. Die Kinder haben oft zu wenig zu essen und müssen unter unbeschreiblichen Umständen leben. Es wurde den Familien Essen, Kleidung, Holz zum Heizen und Schulmaterial zur Verfügung gestellt, schreibt EUD News.

Adventistisches Zentrum für Resozialisierung
Für ehemalige Häftlinge, die entlassen wurden, aber nirgendwo hingehen können, hat Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ein Reintegrationszentrum geschaffen, in dem sie mehrere Monate leben können. In dieser Zeit wird ihnen geholfen, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, einen Job zu finden, usw..

Adventisten in Rumänien
Im Sommer 2020 lebten in Rumänien mit 19,2 Millionen Einwohnern, 62.200 adventistische Christen, die in 1.075 Kirchen und Versammlungsräumen jeweils samstags den Gottesdienst feiern. Die Siebenten-Tags-Adventisten in Rumänien unterhalten elf Primarschulen, vier Sekundarschulen, eine Universität, zwei Ausbildungszentren für Krankenpflege, ein Medienzentrum, einen Radio- sowie einen Fernsehsender, einen Verlag, eine Klinik und die humanitäre Hilfsorganisation ADRA Rumänien.

Diese Meldung erschien ursprünglich bei EUDNews.




Spendenaufruf nach Brand im Flüchtlingslager Bangladesh

In dem Lager lebten mindestens 150.000 Angehörige der ethnischen Minderheit der Rohingya in Hütten. Auch Tage nach dem Feuer ist die Lage in den zerstörten Camps noch unübersichtlich. Hilfskräfte vor Ort berichten, dass die Überreste des erloschenen Feuers, die Hitze und die Aschewolken den Zugang zu den zerstörten Gebieten stark einschränken. Laut Auskunft von Vitalie Zegera, dem bisherigen Direktor der Adventistischen Katastrophen- und Entwicklungshilfe ADRA in Bangladesch, werde seine Organisation derzeit durch einheimische Organisationen (NGO’s) vertreten.

Viele Kinder wurden bei Großbrand von ihren Eltern getrennt
Wie das Bündnis Aktion Deutschland Hilft mitteilt, sei die Lage vor Ort chaotisch. Laut der Organisation CARE habe die Feuersbrunst zu einer Massenflucht geführt, bei der viele Kinder von ihren Eltern getrennt wurden. Nach ersten Erhebungen seien über 8.000 Gebäude vollständig zerstört – knapp 10.000 schwer beschädigt. Neben Unterkünften seien Hunderte Geschäfte, ein Krankenhaus, Wasserleitungen, Moscheen und weitere öffentliche Einrichtungen zerstört worden. Mindestens 123.000 Menschen seien nach letzten Angaben von dem Unglück betroffen.

Da die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Feuers nicht endgültig gebannt sei und die Lage laut Berichten von Helfer:innen unübersichtlich ist, sei davon auszugehen, dass die Zahlen der Betroffenen, der Todesopfer und auch der Schäden noch weiter ansteigen werden.

Hilfsorganisationen im Bündnis und ihre Partner sind vor Ort und leisten Nothilfe
Mehrere Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind nach dem Großbrand vor Ort. Helfer:innen unterstützen die Rettung und Evakuierungen, versorgen Verletzte, verteilen Lebensmittel und helfen den obdachlos gewordenen Familien.

Das genaue Ausmaß der Brandkatastrophe noch unklar
Auch ADRA war bereits vor dem Unglück mit lokalen Partnern in Cox’s Bazar aktiv. Sie haben zum Teil erste Nothilfemaßnahmen geleistet. Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen, sogenannten Nichtregierungsorganisationen (NGO’s),  sondieren sie jetzt die Ausmaße der Brandkatastrophe, um die Hilfe auszuweiten: Medizinische Hilfe, Notunterkünfte sowie Decken und Matratzen, Lebensmittel, Trinkwasser und der Zugang zu Sanitär- und Hygiene-Einrichtungen werden dringend benötigt.

Mehr Informationen zu ADRA: www.adra.de

Diese Meldung erschien ursprünglich bei Aktion Deutschland Hilft.




Am 22. März ist Weltwassertag

Die adventistische Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. weist in einer Pressemeldung darauf hin, dass Wasser nicht überall gleich verfügbar ist. Durch den Klimawandel werde Zugang zu Wasser immer unsicherer, Dürren und Überschwemmungen stärker. Die knappe Ressource Wasser sei Segen und Fluch zugleich, manchmal direkt hintereinander. Der Schutz von Gewässern und des Grundwassers zähle deshalb zu den größten Herausforderungen unserer Zeit.

Wasser ist Leben – Beispiel Kenia

Den Wert des Wassers wüssten diejenigen zu schätzen, die ein Leben ohne Wasser kennen. Wie zum Beispiel in Kenia. Aus den ärmsten Dörfern des Bezirks Kitui hätten 3.000 Kleinbauern gemeinsam mit ADRA in einem Projekt Bewässerungssysteme und Staudämme geplant und angelegt. Es habe sich für alle Teilnehmenden gelohnt!

Die Versorgung mit Lebensmitteln sei hier stets unsicher gewesen. Ausbleibende Regenfälle hätten für Dürren gesorgt, die die Lebensmittelunsicherheit zusätzlich verstärkten. Um zu überleben seien die Menschen auf Hilfspakete angewiesen gewesen. Armut sei überall. Doch es gebe auch Hoffnung. Unterstützt durch ADRA entwickelten die Kleinbauern wassersparende Anbaumethoden. Dank moderner Wasserwirtschaft stehe jetzt das Wasser fast das ganze Jahr zur Verfügung.

„Die Ernten reichen jetzt aus, um die ganze Familie zu ernähren und einen Teil zu verkaufen. Das zusätzliche Geld können wir in unseren Bauernhof stecken und darüber hinaus die Kinder zur Schule schicken“, sagt David Kyalo, Landwirt im Projekt (siehe Video). Durch die verbesserte Wasserversorgung gehe es der ganzen Region besser. Die nachhaltige Hilfe sorge generationsübergreifend für Sicherheit und Bildung. Die Menschen in Kenia wüssten den Wert des Wassers zu schätzen.

Bedrohung durch den Klimawandel
Wasser könne auch zur Katastrophe führen. Durch den Klimawandel verstärke sich laut ADRA die zerstörerische Kraft des Wassers; aus erlösenden Regenfällen würden dann tödliche Wassermassen. ADRA helfe da, wo Menschen in Not sind. Kenias Norden habe es im Oktober 2019 besonders stark getroffen. Erst litten über 3,1 Millionen Menschen an Lebensmittelknappheit nach der langanhaltenden Dürre, dann kamen diese sintflutartigen Regenfälle. Der ausgetrocknete Boden konnte den Regen nicht aufnehmen. Infolgedessen kam es zu heftigen Überschwemmungen, die mindestens 50 Todesopfer forderten.

Katastrophenvorsorge ist wichtig

Neben den Überschwemmungen, die Häuser und Ernten vernichten, verbreiten sich im Anschluss Krankheiten, zum Beispiel durch verunreinigtes Trinkwasser. Die Katastrophe habe viele Gesichter. In der Katastrophenvorsorge kümmert sich ADRA um die Menschen, die von Katastrophen bedroht sind.

Gemeinsam mit Unterstützern stellt ADRA Katastrophenpläne auf, legt Medikamentenvorräte an und sichert die Trinkwasserversorgung. „Jeder Euro, den wir in die Katastrophenvorsorge investieren“, so Matthias Münz von der Hilfsorganisation, „hilft dabei, Leben zu schützen und Leid zu verhindern. Wir brauchen jede Unterstützung, um noch mehr Menschen zu helfen.“

Diese Meldung erschien ursprünglich bei ADRA Deutschland.e.V.




Kirchliche Werke fordern gerechte Verteilung der Impfstoffe

So denken die Leitenden von zehn Missionswerken im Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) besonders an ihre Partnerorganisationen im globalen Süden: „Die Ungerechtigkeit der Verteilung von Impfstoffen auf Kosten der Armen dürfen wir nicht hinnehmen.“ Sie fordern anlässlich der Verhandlungen mit der Welthandelsorganisation (WTO) die deutsche Regierung und die Europäische Union auf, auch auf einer gerechten Verteilung von Vakzinen zu bestehen.

Auf Benachteiligungen beim Einkauf von Impfstoffen hingewiesen
Im Gebiet des Pazifiks, in Asien, Afrika und Lateinamerika könne die medizinische Versorgung den Auswirkungen des Virus keinen Einhalt gebieten. Die Patente, die von den Industrienationen angemeldet wurden, bedeuteten für die Länder dieser Regionen eine große Benachteiligung beim Einkauf auf dem Weltmarkt. Es sei zu befürchten, so die Leitenden nach gemeinsamen Beratungen, dass unter den gegebenen Bedingungen es bis zu zwei Jahre dauern könnte, bis in allen Ländern im globalen Süden genügend Impfungen durchgeführt werden können, um die Pandemie zu stoppen. „Tausende Menschen werden an der Erkrankung, aber auch an den Folgen weltweiter Lockdown-Regelungen sterben, da dadurch die Armut und der Hunger vervielfacht werden“, betont der EMW-Direktor Rainer Kiefer.

Globale Solidarität gefordert
Auch der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim), fordert im Umgang mit der COVID-19-Pandemie globale Solidarität und einen weltweiten Zugang zu Impfstoffen gegen COVID-19. „Während in der Bundesrepublik derzeit viel über Impfstrategien und Versäumnisse diskutiert wird, droht die weltweite Situation aus dem Blick zu geraten.“ Eine faire internationale Verteilung sei aber moralisch dringend geboten. Der fehlende Zugang zu Impfstoffen sei ein Gerechtigkeitsproblem. Es werde vielfach verstärkt, etwa durch den Aufkauf von Impfstoffen durch einige Länder weit über den eigenen Bedarf oder dadurch, dass Länder des Südens aufgrund von Exportkontrollen teils erheblich höhere Preise zu zahlen hätten.

Ohne einen verbesserten weltweiten Zugang zu Impfstoff steige die Gefahr von Mutationen, die letztlich alle Menschen weltweit bedrohten. Ein ungleicher Zugang zu Impfstoffen werde bestehende Ungerechtigkeiten weiter verschärfen. Impfungen ermöglichten die Öffnung von Geschäften und Betrieben, Reisen und Studien- und Forschungsaufenthalte. Bliebe eine faire Verteilung von Impfstoffen aus, drohe der Globale Süden daher ökonomisch noch weiter abgehängt zu werden, als ohnehin schon.

„Unsere Solidarität ist daher gefordert“, so Bischof Wilmer. Zudem sei es wichtig, dass jetzt in der Krise Hilfsgelder nicht gekürzt würden. Im Gegenteil, gerade jetzt seien Investitionen in die Gesundheitssysteme der Länder des Globalen Südens geboten, um diese vor dem Zusammenbruch zu bewahren und nachhaltig zu stärken.

Sich gegenseitig etwas gönnen
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat in einer Videobotschaft dazu aufgerufen, sich gegenseitig etwas zu gönnen. Es ginge darum, ob gegen Corona Geimpfte und davon Genesene wieder Restaurants und Theater besuchen oder Reisen unternehmen dürften, während andere noch warten müssten. Die Sorge sei, dass dies den sozialen Zusammenhalt schädige, weil es den Menschen mit späterer Impfpriorität dann vielleicht noch schwerer falle zu warten. Es leuchte ihm nicht ein, so der bayerische Landesbischof, wenn von Geimpften und Genesenen wirklich keine Gefahr mehr ausgehe, warum sie dann nicht wieder die Freiheiten ausüben dürften, die ja nur aus Gesundheitsschutzgründen eingeschränkt worden seien. Für ihn sei die Frage dahinter: „Können wir denen, die kein Risiko mehr bedeuten, das nicht gönnen, dass sie sich wieder freier bewegen können?”




Nach 10 Jahren Krieg in Syrien zwei Drittel weniger Christen

Im Frühjahr 2011, im Zuge des Arabischen Frühlings, führten regierungsfeindliche politische Demonstranten und deren versuchte Unterdrückung durch den Staat zu einem bewaffneten Konflikt, der Hunderttausende von Menschenleben kostete und Millionen Syrer vertrieb. Vor Beginn des Konflikts zählte die Bevölkerung Syriens 23 Millionen, davon waren acht Prozent oder zwei Millionen Christen.

Ein 30-jähriger Einwohner von Aleppo und lokaler Partner von Open Doors berichtet von den massiven Auswirkungen des Kriegs: „Innerhalb einer Woche wurde unser Leben auf den Kopf gestellt. Von einem Tag auf den anderen wurden die Kontrollpunkte von den Rebellen übernommen, dann gab es Angriffe und die Leute gingen in großen Zahlen weg. Darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet, und die Kirchen in der Stadt auch nicht.“

Bevölkerungsverschiebungen verursachen Probleme zwischen Muslimen und Christen
Der lokale OD-Partner schildert die schwierigen Lebensbedingungen: Zwei Stunden Strom am Tag, bis zu fünf Stunden Wartezeit, um Brot zu kaufen, eine grassierende Inflation, die Miete sei höher als das Durchschnittsgehalt und der Benzinmangel lähme das Land. So hätten auch die Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften zugenommen, weil die Muslime und Christen früher je in abgegrenzten Stadtvierteln voneinander gelebt hätten. Jetzt seien sie oft Nachbarn, was aufgrund der unterschiedlichen Lebensweisen zu Problemen führe.

Massive Vertreibung und Ausdünnung der christlichen Gemeinden
Während sich der bewaffnete Konflikt in Syrien heute im Wesentlichen auf die nordöstlichen und nordwestlichen Regionen des Landes beschränkt, ziehen laut OD die Kirchen Bilanz. Von zwei Millionen sei die christliche Minderheit auf 600.000 Gläubige geschrumpft. Jede Familie habe eines ihrer Mitglieder verloren, sagt der lokale OD-Partner in Aleppo. „Der Krieg hat den versteckten Hass zwischen Christen und Muslimen zum Vorschein gebracht. Nachbarn sind zu Feinden geworden, und in einigen Gebieten, wie zum Beispiel Raqqa, stirbt die gesamte christliche Präsenz aus.“

Die soziale Rolle der Kirchen im Konflikt

Der Krieg habe es den Kirchen ermöglicht, ihren Dienst an der Gesellschaft auszuweiten. „Plötzlich waren sie in der Lage, eine führende soziale Rolle wahrzunehmen, Lebensmittel, Decken und Kleidung an Bedürftige zu verteilen, Unterkünfte zu vermitteln oder Menschen an einen sichereren Ort zu bringen.“ Laut OD seien die Kirchen von internationalen Organisationen als sichere Partner anerkannt worden, und konnten in einem Kontext, in dem der radikale Islamismus auf dem Vormarsch ist, eine Rolle der Moderation übernommen.

Dem Exil widerstehen, bevor man an den Wiederaufbau denkt

„Die internationalen Sanktionen, die auf unserem Land lasten, treffen die Bevölkerung hart.“ Früher wären die Menschen vor Raketenbeschuss geflüchtet, heute würden die Sanktionen knechten, so der OD-Partner in Aleppo, der über die Aufforderungen zum Wiederaufbau seines Landes lächelt: „Uns wird gesagt, dass wir unser Land wieder aufbauen müssen. Aber so wie die Dinge stehen, müssen wir zuerst einfach dafür sorgen, dass die Vertreibung von Menschen meiner Generation eingedämmt wird. Als Christ bin ich überzeugt, dass mein Platz in Aleppo ist, um anderen Christen zu helfen, Hoffnung zu schöpfen. Die Rolle der Kirche ist es, Salz und Licht inmitten dieser langen Nacht zu sein.“

Informationen zu Open Doors: https://www.opendoors.de




Der 20. Februar ist „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“

Jedes Jahr am 20. Februar machen die Vereinten Nationen mit dem Welttag der sozialen Gerechtigkeit auf Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft aufmerksam.  Wie sehr die Pandemie Arm und Reich trennt, zeige sich im Inland wie auch in den Projektländern von ADRA, so eine Pressemeldung der Hilfsorganisation. ADRA appelliere an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft, den Armen beizustehen, „sonst werden wir die Pandemie nicht überwinden“. Das Motto des Welttages 2021 lautet: „Ein Aufruf zur sozialen Gerechtigkeit in der digitalen Wirtschaft”

Gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und zahlreichen Sozialverbänden unterstütze auch ADRA Deutschland e.V. den Appell „Corona trifft Arme extra hart – Soforthilfen jetzt!“. Innerhalb kürzester Zeit hätten sich bereits über 130.000 Menschen dem Aufruf angeschlossen. Nächste Woche berate der Deutsche Bundestag die Forderungen dieser Kampagne.

Ungleichheit reduzieren
„Während wir in Deutschland und Europa über die Bestellung von Impfstoff streiten“, heißt es weiter in der Meldung, „gehen die Länder des globalen Südens zurzeit noch leer aus. Sie können im finanziellen Wettstreit um den Erwerb von Impfdosen nicht mithalten. Ihnen fehlt die „Marktmacht“ im Vergleich zum globalen Norden.“ Eines habe die Corona-Krise schon jetzt gelehrt: Gesundheit sei ein globales Thema! „Was geschieht, wenn in den Entwicklungsländern kaum Impfungen stattfinden?“

Bis jetzt würden 75 Prozent aller Covid19-Impfungen in nur zehn Ländern durchgeführt. Zeitgleich hätten aber 130 Länder noch nicht einmal eine einzige Dosis erhalten. ADRA Deutschland schließe sich in dieser Sache dem Aufruf des UN-Generalsekretär António Guterres an, der einen weltweiten Impfplan gegen die Corona-Pandemie verlange.

Niemanden zurücklassen!
Die neuen Virusvarianten belegten auch, wie wenig ein „Impfnationalismus“ grundlegend einer Bekämpfung der Pandemie dienen würde. Eine sogenannte südafrikanische oder britische Virusmutation werde sich in einer mobilen Welt unaufhaltsam weiter ausbreiten. Niemand könne sich dauerhaft einbilden, auf einer isolierten Insel zu überleben. Aus diesem Grund müsse die Impfstrategie global gedacht werden. In dieser besonderen Corona-Krise gelte der Grundsatz: „Niemand darf zurückgelassen werden“! Letztlich sei es im Interesse aller Menschen und entspreche dem Verständnis der Würde des Menschen. Bundesminister Gerd Müller (CSU) machte deshalb unlängst deutlich, man müsse auch in Entwicklungsländern baldmöglichst mit dem Impfen anfangen, „sonst kommt das Virus im nächsten Flieger zu uns zurück”.

Den Zustand der Gerechtigkeit könne man daran bemessen, wie mit den Ärmsten der Armen umgegangen wird. Zunehmende Ungleichheit zwischen Norden und Süden auf unserem Globus, den sogenannten entwickelten und wenig entwickelten Ländern, sowie zunehmende Ungleichheit in jeweils einzeln zu betrachtenden Ländern führe unweigerlich zu sozialer Ungerechtigkeit. Dem müssten sich die Weltgemeinschaft und einzelne Staaten, dem müsse sich jeder einzelne Bürger und jede Bürgerin in zivilgesellschaftlichen Strukturen entgegenstellen. ADRA Deutschland e.V. sehe den Auftrag, sich dieser großen Herausforderung zu stellen.

Weitere Informationen zu ADRA Deutschland e.V.: www.adra.de




Langjährige ADRA-Botschafterin Anette Hennerkes neu im ADRA-Aufsichtsrat

Laut ADRA Pressemeldung habe die Mitgliederversammlung Anette Hennerkes mit Wirkung zum 1. Januar 2021 als fünftes Mitglied in den Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. berufen. Anette Hennerkes sei seit fast 20 Jahren als ADRA-Botschafterin aktiv und habe die Hilfsorganisation in zahlreichen Projekten unterstützt. „Auf Anette Hennerkes war in der Vergangenheit immer Verlass. Sie hat ADRA immer wieder ehrenamtlich unterstützt und in unserem Namen schon viel Positives bewirkt. Dafür sind wir Frau Hennerkes sehr dankbar. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir ihre Expertise nun in den Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. einbinden können“, zeigte sich Christian Molke, geschäftsführender Vorstand ADRA Deutschland e.V., begeistert.

Anette Hennerkes sei langjährige Organisatorin der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ in Berlin und habe darüber hinaus zahlreiche Fundraising- und Sponsoringaktionen durchgeführt. Ihr Fachwissen teilte Frau Hennerkes als Dozentin für Fundraising an der Hochschule Friedensau.

„Frau Hennerkes ist die zweite Frau im Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. Wir engagieren uns als Hilfsorganisation in der Initiative FAIR SHARE of Women Leaders. Es bedeutet eine Selbstverpflichtung zu einem fairen Frauenanteil in Führungspositionen des Vereins. Mit Frau Hennerkes konnten wir eine anerkannte Fachfrau für den Aufsichtsrat gewinnen, und damit ohne Zweifel eine inhaltliche und operationelle Verstärkung. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, schließt Christian Molke.

Anette Hennerkes, 58 Jahre, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Berlin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann leitete Frau Hennerkes eine Gesellschaft für Projektberatung. Seit 2002 vertritt sie die Interessen von ADRA Deutschland e.V. als ADRA-Botschafterin, sammelt Spendengelder und engagiert sich für Menschen in Not.




ADRA appelliert an US-Regierung: Humanitäre Hilfe im Jemen nicht blockieren!

Der Jemen stehe durch einen jahrelangen Bürgerkrieg kurz vor dem humanitären Kollaps. Schon heute litten über die Hälfte der Bevölkerung unter Hunger, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V. Durch die Einstufung der nordjemenitischen Ansar Allah, auch Huthi-Rebellen genannt, als Terrororganisation verschlimmere sich die Lage der Bevölkerung und der humanitären Helfer*innen. ADRA appelliere an die internationale Gemeinschaft und die neue US-Regierung, die humanitäre Hilfe nicht zu blockieren.

Die Situation im Jemen bleibe kritisch! Durch die Einstufung der Ansar Allah als ausländische Terrororganisation durch die Trump-Aministration spitze sich die Lage dramatisch zu. Die Einstufung erfolgte einen Tag vor der Amtsübernahme von Joe Biden, am 19. Januar. Nun seien Hilfsorganisationen von US-Sanktionen bedroht, wenn sie humanitäre Hilfe im Norden des Jemen leisteten. „Die Jemenitinnen und Jemeniten dürfen nicht als Spielball geostrategischer Interessen (Saudi-Arabien vs. Iran) oder für inneramerikanische Auseinandersetzung herhalten“, sagt Molke.

Schätzungsweise 16 Millionen Menschen litten unter Nahrungsmittelunsicherheit. Davon stehen etwa 50.000 Menschen direkt vor dem Hungertod, darunter auch Mütter mit ihren Neugeborenen. „Die Verhinderung einer großen Hungersnot ist jetzt oberste Priorität“, sagt Christian Molke.

Aufgrund fehlender Hilfsgüter, gefährlicher kriegerischer Auseinandersetzungen und ausländischer Machtinteressen werde der Jemenkrieg schon jetzt als „größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit“ bezeichnet (Sir Mark Andrew Lowcock, Leiter des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten). Trotz einer Geberkonferenz der Vereinten Nationen im letzten Jahr klaffe eine riesige finanzielle Lücke bei der Finanzierung der Hilfe. Entspannung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, den Großmächten hinter dem Stellvertreterkrieg im Jemen, sei nicht in Sicht.

Als eine der größten internationalen Organisationen, die Entwicklungs- und Nothilfeprogramme im Jemen durchführt, werde ADRA auch weiterhin die Bevölkerung des Jemen schützen. ADRA betreibt in dem Bürgerkriegsland u.a. Gesundheitseinrichtungen. Speziell für unterernährte Babys und Kleinkinder betreibt ADRA Therapiezentren im Norden des Landes. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen eine schwere Arbeit und begeben sich nahezu täglich in Lebensgefahr. Sie tun dies aus Mitgefühl für das Leid der Jemenit*innen, und um schlimmeres zu verhindern. Nur ein Ende des Krieges kann langfristig das Leid minimieren und gibt den Menschen wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft“, appelliert Christian Molke abschließend an die internationale Gemeinschaft.




Breite Allianz fordert Anhebung der Regelsätze und weitere Corona-Soforthilfen für arme Menschen

Das Spektrum der Unterzeichnenden des Aufrufs „SOFORTHILFEN FÜR DIE ARMEN – JETZT!!” reicht von Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, über Kultur, Wohnen, Umwelt bis zu Selbsthilfe und Gesundheit. Auch der Paritätische Gesamtverband hat sich an diesem Aufruf beteiligt. Eine derart breite zivilgesellschaftliche Allianz für eine bedarfsgerechte, armutsfeste Anpassung der Regelsätze auf ein konkretes Niveau gab es noch nie. Die bisherige politische Unterlassung, arme Menschen durch eine auskömmliche Grundsicherung und effektive Corona-Hilfen zu entlasten, komme einem “armutspolitischen Offenbarungseid” gleich, so die Kritik.

Die Unterzeichnenden appellieren an die Bundesregierung, endlich armutspolitisch aktiv zu werden. Sie fordern für Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro. Darüber hinaus sei die Finanzierung der Anschaffung eines internetfähigen Computers sowie notwendiger Software für arme Schüler*innen als einmalige Leistung sicherzustellen. Schließlich sei eine Erneuerung der Miet- und Kreditmoratorien dringend notwendig, um Mieter*innen bei andauernder Pandemie vor Wohnungsverlust zu schützen.

„Die Armut in unserem Land nimmt leider immer mehr zu – insbesondere in dieser Zeit der Covid-19-Pandemie. Das darf nicht ignoriert werden. Von daher ist es jetzt unabdingbar, dass die Bundesregierung sehr zügig dagegen etwas unternimmt“, sagt Volkmar Proschwitz, geschäftsführender Vorsitzender des Advent-Wohlfahrtswerkes e.V..

Christian Molke, geschäftsführender Vorstand der adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. meint: „Eine globale Pandemie darf nicht dazu führen, dass wir die Leiden unserer Mitmenschen ignorieren. Wir sind mit offenem Herzen und Augen für die Ärmsten der Armen in aller Welt tätig. Dasselbe erwarten wir auch von den politisch Verantwortlichen in unserem Land. Es schmerzt besonders, wenn in einem wohlhabenden Land wie Deutschland, Menschen, die es ökonomisch ohnehin schwer haben, durch die Pandemie besonders benachteiligt sind. Sie brauchen unsere unbedingte Solidarität!“

Advent-Wohlfahrtswerk (AWW)

Das 1897 gegründete Advent-Wohlfahrtswerk ist das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es ist Mitbegründer und Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Im Sozialwerk sind bundesweit etwa 200 Ehrenamtliche in den AWW-Helferkeisen und etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen tätig. Seit seiner Gründung bietet das AWW vielfältige Hilfe und Unterstützung gerade auch für arme, notleidende und benachteiligte Menschen in der Gesellschaft an.

Zum Volltext des Aufrufs sowie einer Auswahl weiterer Zitate der Unterzeichnenden: https://www.der-paritaetische.de/presse/aufruf-soforthilfen-fuer-arme




ADRA Indonesien hilft Tausenden nach Erdbeben

In einem ersten Schritt sei es darum gegangen, die Menschen ins Landesinnere in sichere Unterkünfte zu bringen, sagte Rappell. „Die meisten Menschen sind traumatisiert und haben Angst, ihre Häuser zu betreten“, weil sie sich an die Verwüstungen des Palu-Erdbebens 2018 erinnerten.

ADRA hat rund 2.000 Menschen mit Materialien zum Bau von Notunterkünften versorgt. Zu den Notunterkünften gehören strapazierfähige Planen zum Bau von Wänden und Dächern, Tücher, Laken und Bettzeug. Das ADRA-Team in Indonesien sammle auch Daten über weitere dringende Bedürfnisse der Überlebenden.

„Wir arbeiten auch mit adventistischen Kirchengemeinden in den Mamuju-Distrikten und einer Jugendorganisation namens Youth Emergency Services (YES) zusammen, um auch Kirchenmitglieder mit Unterkünften, Lebensmitteln, Hygienesets und Medikamenten zu versorgen“, so Rappell.

Mehr über ADRA Indonesien: https://www.adraindonesia.org/




Rettungsschiff „Ocean Viking“ bringt 373 Gerettete nach Sizilien

374 Menschen gerettet
Innerhalb von 48 Stunden, so berichtete die SOS MEDITERRANEE am Freitag über ihren Twitter-Account, habe die Ocean Viking 374 Menschen aus 4 überbesetzten Booten aufgenommen. Unter den Geretteten auf der Ocean Viking seien 21 Babys, 35 Kinder, 131 unbegleitete Minderjährige und 2 schwangere Frauen. Am Samstag war eine hochschwangere Frau bereits nach Lampedusa notevakuiert worden.

SOS MEDITERRANEE nahm die Zuweisung eines sicheren Hafens mit Erleichterung auf. Die Wetterbedingungen hätten sich seit Freitag zunehmend verschlechtert und Regen, Wind und hoher Seegang setzten den geretteten Menschen auf der Ocean Viking zu. Luisa Albera, Such- und Rettungskoordinatorin an Bord der Ocean Viking: „Wir haben eine weitere langwierige Wartezeit auf See befürchtet ohne Zuweisung eines sicheren Ortes, so wie wir es in der Vergangenheit leider oft erleben mussten. Das Wetter hätte sich in den letzten 48 Stunden rapide verschlechtert, die zahlreichen Babys und kleinen Kinder an Bord litten besonders unter Seekrankheit.

„Von den Überlebenden an Bord haben wir entsetzliche Berichte über die unmenschlichen Zustände in Libyen gehört”, berichtet Albera weiter. „Wir haben von Schiffbrüchen und durch die libysche Küstenwache abgefangenen Booten erfahren”. Diese bringe die fliehenden Menschen zurück nach Libyen, was Seevölkerrecht widerspreche. Die Ocean Viking sei zurzeit das einzige zivile Rettungsschiff, das im zentralen Mittelmeer im Einsatz ist, fast alle anderen seien durch Behörden festgesetzt.

EU-Lösung zur Aufnahme Geretteter dringend erforderlich
„Wir sind für die 373 Menschen an Bord unseres Schiffes sehr erleichtert. Allerdings betonen wir, dass es dringend eine effektive Koordination der staatlich geführten Such- und Rettungsmaßnahmen im zentralen Mittelmeer braucht. Menschenleben hängen hiervon ab. Während aktuell die Zivilgesellschaft versucht diese Lücke zu füllen, müssen die EU-Mitgliedsstaaten eine Lösung für einen schnellen und planbaren Mechanismus zur Aufnahme der Geretteten finden. Die EU muss die europäischen Küstenstaaten unterstützen und sich für die Einhaltung des Seerechts an unseren gemeinsamen Grenzen am Mittelmeer einsetzen”, fordert Albera.

Hintergrund
Die Ocean Viking rettete am Donnerstag, den 21. und Freitag, den 22. Januar 2021 in drei verschiedenen Rettungsaktionen in der libyschen Such- und Rettungszone 374 Menschen aus vier in Seenot geratenen Schlauchbooten. Drei der Boote wurden den Seebehörden und der Ocean Viking über das zivile Netzwerk Alarm Phone gemeldet und mit Unterstützung von zivilen Flugzeugen, Moonbird (Sea-Watch) und Colibri II (Pilotes Volontaires), gesichtet. Eines wurde mit einem Fernglas von der Brücke der Ocean Viking aus entdeckt. Mehrere andere Boote, die in Seenot geraten waren, wurden von der libyschen Küstenwache abgefangen, wie die Einsatzkräfte der zivilen Luftaufklärung berichteten.

Nachdem die Ocean Viking in den vergangenen vier Tagen zweimal bei den libyschen Seebehörden nach einem sicheren Ort für die Anlandung der Geretteten angefragt hatte, bat sie die italienischen und maltesischen Rettungskoordinationszentren (RCCs) um Unterstützung. Schließlich wurde ihr am späten Sonntagnachmittag von den italienischen Behörden als Ausschiffungsort Augusta auf Sizilien zugewiesen.

Die Rettungsorganisation

SOS MEDITERRANEE ist eine europäische Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Rettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Sie hat sich 2015 in Berlin gegründet, war von Februar 2016 bis Dezember 2018 mit der Aquarius und ist seit August 2019 mit dem Rettungsschiff Ocean Viking im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Bis dato konnte SOS MEDITERRANEE insgesamt 31.799 Menschen aus Seenot bzw. vor dem Ertrinken retten. Die Organisation setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass auf dem Mittelmeer Seenotrettung nicht mehr blockiert und Seerecht nicht mehr gebrochen wird. Als Teil eines Konsortiums unterstützt auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA die Arbeit von SOS MEDITERRANEE ideell und finanziell.

Zur ursprünglichen Pressemeldung von SOS MEDITERRANEE:
https://sosmediterranee.de/press/sos-mediterranee-bringt-373-gerettete-nach-sizilien/




Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. erneut mit DZI-Spendensiegel ausgezeichnet

Das DZI-Spenden-Siegel gilt als eines der wichtigsten Zeichen des Vertrauens im Spendenwesen. „Das Gütesiegel belegt, dass ADRA Deutschland e.V. mit den ihr anvertrauten Spenden verantwortungsvoll und sorgfältig umgeht. „Im vollen Bewusstsein unserer gewaltigen Aufgabe, das Leid in der Welt zu mindern, streben wir bei ADRA danach, Gelder und Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Dazu lassen wir uns jährlich unabhängig kontrollieren“, berichtet Robert Schmidt, Abteilungsleiter Finanzen bei ADRA Deutschland.

ADRA verpflichte sich freiwillig, die vom DZI vorgegeben Standards zu erfüllen und damit hohen Qualitätsansprüchen zu entsprechen. Geprüft würden neben der zweckgerichteten und sparsamen Mittelverwendung unter anderem eine wahrheitsgemäße und sachliche Öffentlichkeitsarbeit, geprüfte Rechnungslegungen, eine funktionierende Leitung und wirksame Aufsichts- und Kontrollstrukturen. Seit 2007 ist ADRA Deutschland e.V. Träger des DZI Spenden-Siegels.

„Es ist uns wichtig, dass unsere Spenderinnen und Spender sich darauf verlassen können, dass Ihre Spenden wirklich ankommen. Die uns anvertrauten Gelder setzen wir wirksam und nachhaltig für unsere Arbeit in der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ein. Wir sind allen, die uns in unserer Arbeit für Menschen in Not unterstützen, dankbar für ihr Vertrauen“, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland.

Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (Non Governmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.




ADRA: Spendenaufruf für Erdbebenopfer in Kroatien

„Als am 28. und 29. 12. die Erde bebte, waren die meisten Menschen in Kroatien noch in Weihnachtsstimmung. Fenster waren geschmückt, Straßen festlich beleuchtet. Für die Bewohner der Häuser im Umkreis von mehr als 100 km um die Stadt Petrinja, schlug die Stimmung von „festlich“ auf „panisch“ um. Menschen verloren ihr Zuhause, einige wurden verletzt oder starben. Krankenhäuser mussten geräumt werden.“ So der Bericht von Pierre Schweitzer, Projektassistenz Kommunikation und Fundraising bei „ADRA Deutschland“ in Weiterstadt.

Fast alle Häuser in Petrinja seien zerstört. Auch Kirchengebäude seien stark beschädigt worden. Zusammen mit Helfern verschiedener Organisationen sei die Hilfsorganisation „ADRA Kroatien“ schnell zu Hilfe gekommen. Lebensmittel, Decken und Folien seien verteilt worden. Die Aufräumarbeiten seien ebenfalls seit Tagen im Gange.

Die Erdbeben hätten, insbesondere in den Ortschaften Petrinja, Glina und Sisak, eine Landschaft der Verwüstung hinterlassen. Viele Menschen stünden eine Woche nach der Katastrophe ohne Hab und Gut da. Den offiziellen Angaben zufolge hätten zirka 70.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Sie seien in Hallen untergebracht oder schliefen im Freien.

In den nächsten Tagen werde damit begonnen, einige Häuser notdürftig zu reparieren, damit Menschen wieder nach Hause zurückkehren können. Dieser Schritt sei wichtig, aber das allein reiche nicht aus. 25 Jahre nach dem Ende des Krieges in Kroatien könnten die Menschen nicht im Stich gelassen werden. Inmitten des Winters sehnten sich die Betroffen nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität.

„ADRA Deutschland“, so Pierre Schweitzer, möchte beim Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Stadteile helfen. Deshalb der Spendenaufruf.

ADRA Deutschland

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 118 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit − Mitgefühl − Liebe“ arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.

Informationen zur Spendenaktion:
https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=oqrfy




Advent-Kindergarten in Fürth wird eröffnet

Fünf Jahre Planung – 17 Monate Bauzeit
“Mit großer Dankbarkeit können wir berichten, dass der dringende Wunsch nach neuen Räumlichkeiten für den Kindergarten nach insgesamt fünf Jahren Planungs- und Bauzeit in Erfüllung ging und die Einrichtung in Betrieb gehen konnte”, berichtet Jürgen Hildebrandt, Fachbereichsleiter für frühkindliche Bildung und Erziehung im AWW. Vorausgegangen seien verschiedene Überlegungen zu Renovierungen am bisherigen Gebäude, vielleicht auch einem Anbau. Im Dezember 2018 sei schließlich der Bauantrag für einen kompletten Neubau gestellt worden. Der Abriss des alten Gebäudes sei dann im August 2019 erfolgt, unmittelbar darauf der Neubau. In der Bauphase habe nach kurzfristiger Anmietung einer leerstehenden Ladenfläche direkt gegenüber der Betrieb mit einer Gruppe von 24 Kindern weitergeführt werden können.

Dankbar für unfallfreie Bauzeit und finanzielle Unterstützung

“Dankbar blicken wir auf eine erfolgreiche und unfallfreie Bauzeit zurück. Sogar der Zeitplan konnte trotz Corona-Krise eingehalten werden. Wir haben auch darin den Segen Gottes erlebt”, so erzählt Jürgen Hildebrandt weiter.
Die Stadt Fürth habe einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag für den Neu- und Umbau der Einrichtung dazu gegeben. Anders wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen. Dafür gehe ein großer Dank an die Verantwortlichen der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Advent-Kita Fürth
Der überkonfessionell christliche Kindergarten wird nach einem kulturübergreifenden Konzept unter der bewährten Leitung von Andrea Zagel arbeiten. Auf der neu gestalteten Fläche von insgesamt ca. 940 m², verteilt auf 2 Etagen können zukünftig rund 60 Kinder in 3 Gruppen betreut werden. Jeder Gruppe stehen ein Gruppenraum, ein Nebenraum sowie ein gemeinsam benutzter Bewegungsraum und ein lichtdurchfluteter Speiseraum mit Blick in den Garten zur Verfügung. Die neugestaltete Küche erlaubt eine frisch zubereitete und vollwertige Essensversorgung für alle Kinder. Mehr Informationen: https://advent-kita.de/.

Neues Gemeindezentrum der Adventisten
Die Kirchengemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Fürth erhält einen erweiterbaren Saal, neue Sanitäranlagen, eine eigene Küche sowie Jugend- und Lagerräume. Die gemeinsame Einweihungsfeier von Kindergarten und Kirchengemeinde wird an einem Wochenende im Frühjahr, vielleicht auch erst im Sommer 2021 stattfinden. Das wird davon abhängen, wann Versammlungen dieser Art wieder möglich sind. Weitere Informationen: http://www.sta-fuerth.de.




Erdbeben: ADRA Kroatien sammelt Geld, Lebensmittel und Decken

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe „ADRA Kroatien“ steht in engem Kontakt mit den örtlichen Behörden, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Das Hilfswerk hat zu Geld- und Sachspenden aufgerufen, vor allem Lebensmittel, Hygieneartikel und Decken. Diese können am Sitz der Hilfsorganisation in Zagreb abgegeben werden und sollen an Betroffene der Erdbeben verteilt werden.

Die Arbeit im Erdbebengebiet sei schwierig, schreib ADRA Kroatien, weil es keinen Strom gebe und die Telefonverbindungen unterbrochen seien. Das Hilfswerk organisiert zur Zeit Notunterkunftsmöglichkeiten.

Auf der Facebookseite von „ADRA Kroatien“ melden sich Freiwillige zur Mitarbeit oder bieten freie Wohnungen für eine Überganszeit an.

Zur Webseite von ADRA Kroatien mit Spendenmöglichkeit: https://adra.hr/
Zur Facebookseite von ADRA Kroatien: https://www.facebook.com/ADRAHrvatska




ADRA Rumänien: Engagement für „Notaufnahmestelle für Opfer häuslicher Gewalt“ verlängert

„Das ADRA-Haus ist ein Ort, an dem misshandelte Frauen und Kinder einen neuen Weg einschlagen und ihre Menschenwürde wiedererlangen“, berichtet Robert Georgescu, Geschäftsführer von ADRA in Rumänien. „Wir sind froh, dass wir eine warme, einladende und familiäre Atmosphäre anbieten können, in der Fachleute konkrete Hilfe und Lösungen anbieten, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst sind.“

Corona-Pandemie führte zu vermehrter häuslicher Gewalt

Die von ADRA House angebotenen Dienste werden heute mehr denn je benötigt. Durch die COVID-19-Pandemie wurde der Arbeits- und Schulzyklus unterbrochen, was zusätzlichen Stress für die Familien bedeutete. Mit Beginn der globalen Corona-Pandemie hätten sich die Interventionszahlen im Notfallaufnahmezentrum verdoppelt, heißt es im Bericht von ADRA.

Ziele des Europarats werden umgesetzt

Häusliche Gewalt wurde während der kommunistischen Ära weitgehend ignoriert, aber jetzt wird sie gesellschaftlich und rechtlich angegangen, dank des Europarats, der sich zum Ziel gesetzt hat, „Gewalt zu verhindern, die Opfer zu schützen und die Straflosigkeit der Täter zu beenden.“ Häusliche Gewalt in Rumänien sei ein Kreislauf, den ADRA durch Aufklärung im öffentlichen Bewusstsein zu durchbrechen versuche.

„Die neue Akkreditierung und Lizenz zu erhalten, erfordert viel mehr als nur die Arbeit eines Teams, um den Notfallaufnahmedienst an die neue Gesetzgebung in diesem Bereich anzupassen. Es geht darum, die Arbeit in einem schwierigen Bereich aufzunehmen, in dem die Auffassung von Aggressor und Opfer in unserem Bewusstsein ziemlich fest verankert ist“, sagt Valentina Sturzu-Cozorici, ADRAs Projektleiterin in Rumänien.

Der Fünf-Jahres-Vertrag gilt als Gütesiegel für die Hilfe, die ADRA House für mehr als 2.300 Opfer häuslicher Gewalt geleistet hat, von denen 950 eine Unterkunft erhalten haben. ADRA House wurde im Jahr 2009 ins Leben gerufen.

Notaufnahmestelle vermittelt spirituelle Werte und gesunde Lebensweise

„Das Leben vieler der Begünstigten hat sich verändert, weil sie eine andere Lebensweise erfahren haben; und das ohne körperliche, verbale, wirtschaftliche, mentale, sexuelle oder religiös motivierte Gewalt“, fügt Cozorici hinzu. Die im Notfallzentrum vermittelte Lebensweise basiere auf spirituellen Werten und der Pflege gesunder Gewohnheiten, Bewegung, Training und Erholung, so die Projektleiterin.




„Aktion Kinder helfen Kindern“ auch im Jahr der Pandemie

Fast 27.000 Weihnachtspäckchen
Insgesamt konnten am vergangenen Donnerstag (10.12.) 26.942 Weihnachtspäckchen auf Reise geschickt werden, teilte Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland, mit. In diesem Jahr liege die Summe der gesammelten Päckchen unter dem Niveau des Vorjahres. 2019 waren es 35.513. Durch die Corona-Pandemie hätten einige Stadtteil- und Gemeindefeste nicht wie gewohnt stattfinden können. „Auch mussten sich einige Kindergärten und Schulen aus der Sammlung zurückziehen“, informierte Molke. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hätten jedoch mit viel Engagement und Eigeninitiative getan, was möglich war.

ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (NGO). ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Nach dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ gehört ADRA Deutschland als Mitglied zu einem weltweit föderativ organisierten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros.

Informationen: www.adra.de.




ADRA: Eskalation der Gewalt in Äthiopien verhindert lebenswichtige humanitäre Hilfe

So rückten nach Angaben von Münz die Kampftruppen der äthiopischen Zentralregierung auf die Regionalhauptstadt Mekelle vor. Dort leben ca. 500.000 Menschen. In Mekelle unterstütze ADRA die Mekelle Adventist School und eine Kinderklinik. Außerdem bilde ADRA junge Äthiopier*innen in der Region zu Solartechniker*innen aus.

Die humanitären Mitarbeiter in Tigray verfügten nur über einen einmonatigen Treibstoffvorrat, um Wasserpumpen für 90.000 Flüchtlinge zu betreiben. Lieferungen für mehrere Programme stünden auf dem Spiel.

Das „Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)“ berichtet, dass die Kommunikation vor Ort gestört sei und es Berichte über eine unterbrochene Stromversorgung gebe. Es werde auch über Engpässe bei grundlegenden Gütern wie Mehl und Brennstoff berichtet. Die Banken blieben geschlossen und der Mangel an verfügbaren Barmitteln werde immer akuter. Die Schließung von Banken und die Unzugänglichkeit der Region behinderten die humanitären Operationen, einschließlich humanitärer Bargeldtransfers an 1 Million Menschen.

Laut UNO werde ein humanitärer Reaktionsplan derzeit vom OCHA fertiggestellt, während die UN-Länderteams in den Nachbarländern Eritrea, Sudan und Dschibuti bei der Fertigstellung ihrer Notfallpläne unterstützt werden. „Wir wissen momentan nicht, wie es den Menschen in unseren Projekten geht, da sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten gekappt wurden. Wir sollten alle beten, dass es den Projektmitarbeitern und Bewohnern gut geht“, meint ein ADRA-Mitarbeiter.

ADRA Deutschland
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 118 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit − Mitgefühl − Liebe“ arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.

Mehr über ADRA: www.adra.de.




Bootsklinik hilft Unterversorgten in Küstengebieten von Bangladesch

Die Bootsklinik verfüge über geschultes und zertifiziertes medizinisches Personal, um eine sofortige Grundbehandlung und den Zugang zu spezialisierten Ärzten zu gewährleisten, schreibt ADRA im Bericht über die Einweihung des Boots. Für die Leistungen werde je nach Behandlung eine Gebühr erhoben.

„Ich schätze die Bemühungen von ADRA, unterprivilegierten Menschen in der abgelegenen Gegend zu dienen“, sagte Myun Ju Lee, ADRA-Vorstandsmitglied in Bangladesch. „Ich bewundere auch ADRAs Ansatz für die Gründung der Bootsklinik und die Umsetzung eines innovativen Dienstes für die Gemeinde.“

„Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnten die Menschen ihre Kommune aufgrund von Reisebeschränkungen nicht verlassen und hatten wenig bis gar keinen Zugang zu Medikamenten und Gesundheitsdiensten“, berichtet Lucille Sircar, Programmdirektorin von ADRA in Bangladesch. „Seit ADRA die Bootsklinik am 20. Oktober eingeweiht hat, haben die Menschen Zugang zu Gesundheitsdiensten vor ihrer Haustür“, sagte Sircar. Das spare eine Menge Geld und Zeit, da die Menschen nicht mehr reisen müssten, um Ärzte zu besuchen und Medikamente zu besorgen.

ADRA Bangladesch

ADRA ist seit über 45 Jahren in Bangladesch tätig und ist Teil der internationalen Nichtregierungs-Organisation (NGO) Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency). ADRA ist der humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit einem weltweit föderativ organisierten Netzwerk mit aktuell 118 nationalen Büros. 1986 wurde der deutsche Zweig „ADRA Deutschland e.V.“ gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe” arbeitet ADRA im ADRA-Netzwerk partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Zur Webseite von ADRA Bangladesch: https://www.adrabangladesh.org/.




ADRA-Mitarbeiter im Kongo freigelassen

ADRA arbeitete eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Entführer zu kontaktieren. Auch blieben sie mit den Angehörigen der ADRA-Mitarbeiter in engem Kontakt. Nach vier Tagen wurden alle drei Geiseln unverletzt freigelassen und zur Untersuchung ihres Gesundheitszustands in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

„Wir sind sehr erleichtert, dass wir die sichere Rückkehr unserer Mitarbeiter erreicht haben”, berichtet Michael Kruger, Präsident von ADRA. „Wir sind Gott sehr dankbar, dass er sie beschützt hat und auch den örtlichen Behörden und unserem ADRA-Team, das uns bei dieser schwierigen Mission geholfen hat. Obwohl dies eine gute Nachricht ist, sind die Angriffe auf humanitäre Helfer nach wie vor hoch; eine Situation, die nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch die Ortschaften, denen wir dienen, betreffen. Wir werden unsere Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und verschärfen, um den Schutz und die Sicherheit aller unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, damit wir weiterhin vielen gefährdeten Familien dienen und helfen können”.

Dies sei der zweite gemeldete Angriff auf ADRA-Mitarbeiter in der DRK seit 2009, der damals zur Tötung eines ADRA-Mitarbeiters führte, so die ADRA-Geschäftsleitung weiter. Im Jahr 2019 übertrafen die Angriffe auf Entwicklungshelfer weltweit alle bisherigen Berichte: laut der Datenbank über die Sicherheit humanitärer Helfer („Humanitarian Outcomes’ Aid Worker Security Database“) wurden insgesamt 483 Entwicklungshelfer angegriffen und 124 entführt.

ADRA ist Teil eines globalen Netzwerkes humanitärer Hilfseinrichtungen. ADRA verurteilt diese Angriffe und fordert, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden und so Gerechtigkeit für die Überlebenden hergestellt werde.

ADRA ist seit Mitte der 1990er Jahre in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) aktiv und unterstützt die zurückkehrenden Flüchtlinge mit Unterkünften, Non-Food-Artikeln, das Eintreten für Landbesitzrechte und spielte eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung der Ausbreitung des Ebola-Ausbruchs. Durch Aufklärung über Hygiene und sanitäre Grundversorgung half ADRA den schwer erreichbaren Ortschaften. ADRA arbeitete auch partnerschaftlich mit dem Gesundheits- und Bildungsministerium in der DRC zusammen, um Gesundheitskliniken und Schulen
bauen zu können.

ADRA International
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist der internationale humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der in 118 Ländern tätig ist. Ihre Arbeit stärkt die Bevölkerung und verändert Leben auf der ganzen Welt, indem sie nachhaltige Entwicklung und Katastrophenhilfe leistet. Es ist ADRA’s erklärtes Ziel, Menschen zu dienen, damit alle so leben können, wie Gott es beabsichtigt hat. 1987 wurde der deutsche Zweig ADRA Deutschland e.V. gegründet. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Adventistische Einrichtungen begegnen Corona-Herausforderungen

Krisenstab tagt wieder
Am Mittwoch dieser Woche hat der Krisenstab der Freikirche erneut seine Tätigkeit aufgenommen. Teilgenommen haben nach Auskunft von Finanzvorstand Dieter Neef die Vertreter der einzelnen Landeskörperschaften der Freikirche in Deutschland sowie die Leiter der Einrichtungen und Institutionen. Dabei haben sich die Teilnehmenden darauf geeinigt, den Mitarbeitenden zu empfehlen, wo es möglich ist, auf Dienstreisen zu verzichten, bei unbedingt notwendigen Reisen keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern den PKW zu nutzen und wo es sinnvoll erscheine, auf home-office umzustellen. Es gebe eine weitere Reihe von Einzelmaßnahmen, wie z.B. die Nutzung von Mund-Nasen-Masken in den Büroräumen, sobald der eigene Arbeitsplatz verlassen wird. Der Krisenstab werde sich auf jeden Fall bis Ende November, vielleicht sogar bis zum Beginn der Weihnachtspause in wöchentlichem Rhythmus, jeweils mittwochs um 8:00 Uhr per Online-Meeting treffen.

Netzwerk Waldfriede
Bernd Quoß, der Geschäftsführer vom Netzwerk Waldfriede in Berlin berichtet von 2 positiv gemeldeten Patienten im Krankenhaus Waldfriede. Des Weiteren sei ein Mitarbeiter positiv getestet worden, ebenso 3 Bewohner des Seniorenhauses. 8 Mitarbeiter befänden sich insgesamt in Quarantäne. Weder auf den Stationen noch auf der Intensivstation verspürten sie einen markanten Fallzahlanstieg. Es zahle sich aus, dass sie seit April sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben (Besuchsverbote für Angehörige, Screenings, Rachenabstiche, usw.) und streng auf die Einhaltung bei Mitarbeitern und Patienten/Besucher achteten. Ein großer Saal werde seit Mittwoch in eine Corona-Abstrichstelle umgewandelt, so dass er für Gottesdienste und Krankenhausveranstaltungen in den nächsten Monaten erneut nicht mehr zur Verfügung stehe.

Quoß betont, gemessen an der Netzwerkgröße mit 980 Mitarbeitern und täglich 500-700 Patienten, die sie versorgten, sei dies nicht besorgniserregend! „Ich hoffe, dass alles so bleibt, obwohl die Infektionszahlen in den nächsten Wochen noch einmal steigen werden!“ Die 100-Jahr-Feierlichkeiten im Januar seien leider wieder gefährdet und werden nochmals verschoben werden müssen.

Theologische Hochschule Friedensau
„Nach dem Ausbruch von Corona auf dem Campus“, so berichtet Kanzler Tobias Koch von der Theologischen Hochschule Friedensau, „versorgen wir zurzeit rund 70 Studierende in häuslicher Quarantäne. Um die Sicherheit für Studierende, Mitarbeiter, aber auch für Schülerinnen, Schüler und Senioren im Ort zu erhöhen, hat die Hochschule COVID19-Tests auf freiwilliger Basis angeboten.“
Außerdem erlebten sie eine starke Hilfsbereitschaft, Personen zu versorgen, die in Quarantäne sind. Das sei stellenweise ein Kraftakt und schon von der Logistik her nicht zu unterschätzen.

Um eine Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden, seien auch die Schülerinnen und Schüler aus Friedensau sowie die Mitarbeiterinnen und Kinder der städtischen Kindertagesstätte zu einem freiwilligen Test eingeladen. Die Teststrategie sei mit dem Gesundheitsamt abgestimmt und solle dazu beizutragen, eine relative Sicherheit für die zu schaffen, die in die Umgebung müssten – wie zum Beispiel zum Schulbesuch oder zur Arbeit – und sich Sorgen machten, das Virus ungewollt zu verbreiten. „Wir haben die Eltern der Kinder aus Friedensau ermutigt, die Test¬ergebnisse abzuwarten, bevor sie ihre Kinder wieder in die Schulen und Kitas schicken.“ Bisher werde das Testangebot sehr gut angenommen.

Der Rektor, Prof. Dr. Roland Fischer, fügt hinzu: „Wir erfahren viel Unterstützung aus der ganzen Welt in der Fürbitte für Friedensau. Diese Verbundenheit gibt uns Kraft, diese Situation zu bewältigen. Jetzt beginnt die Organisation der Zeit nach der Quarantäne.“

Advent-Wohlfahrtswerk e. V.
Der geschäftsführende Vorsitzende des Advent-Wohlfahrtwerk e. V., Volkmar Proschwitz, zeigt eine detaillierte Aufstellung über die Situation seiner karitativen Einrichtungen. In der Bundesgeschäftsstelle in Hannover sei eine Person positiv getestet worden. Alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche direkten Kontakt mit der infizierten Person hatten, seien angewiesen worden, mit dem Hausarzt die weitere Vorgehensweise (z.B. Test) zu besprechen.

Im Seniorenheim Friedensau, das unmittelbar an den Hochschul-Campus grenzt, seien 2 Angestellte und 1 Bewohner positiv getestet worden. Wie schon im Frühjahr seien konsequente Hygiene- und Besuchsregeln in Kraft gesetzt worden. Besonders die hohe Anspannung und Auslastung der Angestellten in Kitas und Seniorenheimen sei eine besondere Herausforderung. Dies werde durch diverse Krankheitsausfälle des Personals noch verstärkt. Alle Einrichtungen arbeiteten eng mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen und orientierten sich an den erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Bekenntnisschulen unter Leitung der Freikirche
Nach Informationen von Christian Fischer von der kirchlichen Abteilung „Bildung und Erziehung“ gebe es keine Corona-Fälle in einer adventistischen Schule und auch keine Schulschließung. Alle Schulen hielten sich an die Hygienevorgaben und Maßnahmen der jeweiligen Länder. „Wir sind uns der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.“ Herausfordernd werde sicherlich das regelmäßige Lüften bei steigenden Außentemperaturen.

Weitere Informationen unter www.adventisten.de.




Der 13. Oktober ist Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge

Laut der „Aktion Deutschland hilft“, einem 2001 gegründeten Bündnis von 23 renommierten deutschen Hilfsorganisationen unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundespräsident Horst Köhler, waren allein im Jahre 2019 94,9 Millionen Menschen von Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen betroffen. Als Folge des menschengemachten Klimawandels würden diese Katastrophen häufiger und heftiger. Und auch aufgrund der Corona-Pandemie, Grenzschließungen und Lieferengpässen habe die Bedeutung der Vorsorge zugenommen.

Das sei das Ziel von Katastrophenvorsorge: Menschen besser vor Naturkatastrophen schützen und Leben retten! Jedes Jahr sorgten Wetterextreme wie Dürren, tropische Wirbelstürme oder Überschwemmungen für materielle, ökologische und ökonomische Schäden – und für großes menschliches Leid. Erdbeben oder Tsunamis seien schwere Naturkatastrophen, die oft ohne Vorankündigung geschehen und viele Tote und Verletzte fordern können.

Für das Aktionsbündnismitglied ADRA spiele das Thema bei der Projektplanung schon lange eine wichtige Rolle. So würden etwa Landwirtschafts- und Naturschutzprojekte auch in Sachen Katastrophenvorsorge nachhaltiger gestaltet. Staaten und Gemeinden würden zu Zivilschutzplänen beraten und es werde über Trainings Aufklärung für gefährdete Bevölkerungsgruppen geleistet. In den letzten Jahren habe es erfolgreiche ADRA-Projekte mit Schwerpunkten in der vorbeugenden Katastrophenhilfe unter anderem in Nepal, Indien, Somalia, auf den Philippinen, den Fidschi-Inseln, in Papua-Neuguinea und auf Madagaskar gegeben.




Senioren- und Pflegeheim „Haus Wittelsbach“ in Bad Aibling wird Teil des AWW-Netzwerkes

Bereits am 19.06. fand in Hannover die Gründungsversammlung für die Umwandlung des Vereins in eine gemeinnützige GmbH statt. Dabei wurden sowohl die „AWW Haus Wittelsbach Senioren- und Pflegheim gGmbH“ für den Geschäftsbetrieb Seniorenheim und die „AWW Verwaltungsgesellschaft Haus Wittelsbach gGmbH“ für Grundvermögen und Betriebstechnik gegründet.

Die Gesellschafter der neu gegründeten gGmbHs sind mit 51% das AWW sowie mit jeweils 24,5 % die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) im Süddeutschen Verband KdöR und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern KdöR. Andreas Heuck, seit März diesen Jahres Heimleiter in Bad Aibling, wurde zum Geschäftsführer der Gesellschaft berufen. Mit dem „Advent-Kinderhaus am Kurpark“ (ebenfalls einer Einrichtung des AWW in Bad Aibling) gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit, die sich nun weiter entwickeln wird.

Mit dieser Umwandlung in eine gemeinnützige Gesellschaft ist auch das Seniorenheim in Bad Aibling Teil des bundesweiten AWW-Netzwerkes. Vier weitere Seniorenheime gehören dazu und befinden sich in Friedensau bei Magdeburg, in Berlin-Steglitz, in Neandertal bei Mettmann und in Uelzen.

Das Senioren- und Pflegheim Haus Wittelsbach im oberbayerischen Bad Aibling ist ein Seniorenheim mit vollstationärer Pflege und Kurzzeitpflege. Das Haus ist eine „rauchfreie Zone“ und bietet 30 rüstigen und 125 pflegebedürftigen Senioren Platz. Vor zwei Jahren war der in die Jahre gekommene Südflügel abgerissen worden. Im Sommer diesen Jahres wurde ein Neubau für 56 Pflegeplätze an gleicher Stelle bezogen.

Weitere Informationen zu den AWW-Seniorenheimen und zum Haus Wittelsbach hier.




Autozentrum unterstützt Hilfsorganisation ADRA mit Transportfahrzeug

„Unsere ADRAshops sind ein wichtiger Bestandteil der Social-Business-Strategie von ADRA“, erklärt Fanny Weller, Koordinatorin der ADRAshops in Deutschland, während sie mit ihren Mitarbeiterinnen die Ladefläche eines neuen Transporters füllt. Viele Dinge müssen transportiert werden. Lieferungen für die Shops, Verwertungsfahrten und zunehmend auch Abholungsfahrten zu Sammelstellen, um Bücher für den neuen Onlineshop abzuholen, stehen regelmäßig an. „Deshalb haben wir ein neues, dafür geeignetes Fahrzeug gesucht.“ Kompetente und finanzielle Unterstützung fand man dabei beim Autozentrum Matthes. „Als uns das Projekt erklärt wurde und das, was hinter dem ADRA-Netzwerk alles steckt, wollten wir helfen. Es ist uns als Unternehmen wichtig, auch soziale Verantwortung zu übernehmen.“ erklärt Geschäftsführer Matthias Matthes. Das Autozentrum mit sechs Standorten in Deutschland ist Fachhändler für individuelle EU-Neufahrzeuge und repräsentiert über 15 Automarken.

Ganz besonders dankbar für diese Unterstützung sei man bei ADRA, da diese zu einem Zeitpunkt kam, als viele Firmen, auch das Autohaus Matthes, vom „Corona-Lockdown“ betroffen waren. „Wir mussten damals gerade die ADRAshops schließen und waren total überrascht, als ein paar Tage später ein LKW mit einem neuen Transporter vorfuhr.“ erinnert sich Fanny Weller. Durch dieses Engagement habe man bei ADRA vieles, was im Rahmen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen eingebüßt wurde, wieder gutmachen können.

ADRA Deutschland
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit − Mitgefühl − Liebe“ arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.




Nachhaltigkeitskonferenz: „Wir können auf niemanden verzichten, weil die Situation dramatisch ist“

Online-Referat von Heidemarie Wieczorek-Zeul
Zum Auftakt dieser ersten von ADRA Deutschland durchgeführten Nachhaltigkeitskonferenz war die ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul online zugeschaltet. In ihrem Eingangsreferat betonte sie die zentralen und bekannten Nachhaltigkeitsziele (in Englisch = Sustainable Development Goals/SDGs) wie Stabilisierung des Erdsystems, Dekarbonisierung, grüner Wasserstoff, ökologische Standards und Lieferketten. Besonders verwies sie auf die Verantwortung der Industrieländer, da sie den höchsten Ressourcen-Verbrauch hätten. Wie bereits bei anderen Gelegenheiten bezeichnete Wieczorek-Zeul auch hier die „Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung als bestgehütetes Geheimnis“. Es gehe kein Weg daran vorbei gemeinsam zu handeln. Solidarität sei stärker als Abgrenzung.

Die Situation ist dramatisch
In der anschließenden Podiumsdiskussion griff die ehemalige Offenbacher Stadtschulsprecherin Hibba Kauser diesen Gedanken auf. „Wir können auf niemanden verzichten, weil die Situation dramatisch ist“. Ein Jahr lang habe sie sich im Rahmen eines sozialen Jahres um Kinder in Kambodscha gekümmert, die neben und von einer Mülldeponie lebten. Dies sei mit die Verantwortung der Industrieländer. In den Entwicklungsländern müsse deshalb die Sensibilität der Bevölkerung für Nachhaltigkeitsthemen gestärkt werden.

Grußwort der Fridays-for-Future-Bewegung
Mit einem Grußwort von Kira Geadah von der „Friday for Future“-Bewegung begann der zweite Tag der vom 29.-30.08.2020 ausgerichteten Konferenz auf dem Gelände des Schulzentrums Marienhöhe in Darmstadt. Die Klimaaktivistin nutzte die Wortpaare Krise = Katastrophe und Klimaschutz = Menschenschutz, um auf die dramatische Situation hinzuweisen. Der nicht zu leugnende Erkenntnisgewinn müsse endlich in Handlungsfähigkeit münden. Wie zu erwarten rief Geadah noch dazu auf, am Globalen Klimastreik am 25.09. teilzunehmen.

Postwachstumsökonomie
Mit Christian Fahrbach, Dozent an der Leuphana Universität, referierte ein Finanzwirtschaftler über nachhaltige Postwachstumsökonomie. Es war der Versuch, den Teilnehmenden, ohne jegliche ökonomische Vorkenntnisse, finanzwirtschaftliches Grundwissen und die Idee des Low-Profit-Ansatzes zu vermitteln. Fahrbach’s Anliegen sei der Versuch, „die Lücke zwischen Non-Profit und For-profit zu schließen, zwischen gemeinnützigem und gewinnorientiertem Wirtschaften. Nicht ganz unwidersprochen blieben in der anschließenden Aussprache seine Erläuterungen zur exponentiellen Kapitalbildung, Negativzinspolitik und fiskalpolitischen Maßnahmen, wie z.B. der Digitalisierung des Bargeldes.

Workshops
In Corona-bedingt klein gehaltenen Workshops ging es unter anderem um die „17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklungs (SDGs)“, die Zusammenhänge von „Fairer Handel, Klima, Migration“, „Fluchtursachen“, „Plastikvermeidung im Alltag“, „Psychologie der Klimagerechtigkeit“ und „Lebensmittelverschwendung“.

Stimmen zur Tagung
Matthias Münz, einer der Organisatoren dieser Tagung, der auch sehr gekonnt und locker durch das Programm geführt hat, sei ermutigt, weil er Motivation und Aufbruch unter den Teilnehmenden verspüre, das es zu stärken gelte. Er hoffe, dass die aus allen Teilen der Bundesrepublik Angereisten „irgendwie zusammenbleiben und gewisse Initiativen weiter voranbringen können, sei es in der Wirtschaft, der Gesellschaft, aber auch im privaten Bereich“. Bert Seefeld, einer der Jugendabteilungsleiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland freut sich, dass er Gleichgesinnte gefunden habe und wünsche sich sehr, dass seine Kirche das Thema aufgreife und umsetze. Nachhaltigkeit sei ja auch „stimmig mit der Theologie“ seiner Kirche. Er verstehe jetzt auch besser, wie Menschen das umsetzen, was sie begriffen haben und wie man das fördern könne.

Gefragt, ob es eine Fortsetzung dieser Tagung im nächsten Jahr geben könne, antwortet Münz noch zögerlich. Er wünsche sich allerdings ein weiteres Treffen und hoffe, dass die Tagung dann in einem größeren Rahmen durchgeführt werden könne mit „mehr Teilnehmern, mehr Workshops und vor allem ohne Corona“.




ADRA: Hoffnung für Albanien während der Corona-Krise

Das Erdbeben, das das Land im November 2019 erschütterte, tötete 51 Menschen, verletzte etwa 3.000 weitere und zerstörte zahlreiche Gebäude, so dass Tausende Familien ohne Unterkunft blieben. Als der landesweite Lockdown im März 2020 begann, lebten viele dieser Menschen in Zelten oder Schiffscontainern, weil ihre Häuser noch immer unsicher und unbewohnbar waren.

Eines der am härtesten betroffenen Gebiete sei die Region Kruja, nördlich der albanischen Hauptstadt Tirana, so ADRA Albanien. Hier konzentriere das adventistische Hilfswerk seine Bemühungen während der Pandemie und unterstütze Familien, die noch immer unter den Auswirkungen des Erdbebens litten. „Es waren schwierige Monate, weil die Bevölkerung, mit der wir arbeiten, außerhalb der Stadt in Zelten ohne angemessene Infrastruktur und ohne grundlegende Lebensbedingungen lebte”, sagt Kristi Qendro, Programmdirektorin für ADRA in Albanien. „ADRA begann seine Intervention direkt nach dem Erdbeben im November 2019 und arbeitet immer noch daran, Familien während der COVID-19-Pandemie mit Lebensmittel- und Hygienepaketen, Einzel- und Gruppenberatung, psychosozialer Online-Unterstützung und zusätzlichen Klassen für Kinder, die Gefahr laufen, die Schule abzubrechen, zu unterstützen.“

Hilfe für die Schwächsten
ADRA in Albanien führe seit mehr als zehn Jahren Bildungsprojekte in den betroffenen Regionen durch, aber ihre Bemühungen hätten sich während dieser doppelten Krise intensiviert. Unmittelbar nach dem Erdbeben versorgte ADRA über 100 Familien mit Hilfsgütern. Die Hilfe umfasste Zelte und anderes Material für Unterkünfte, Öfen, Waschmaschinen, tragbare Toiletten, Duschen und solare Warmwasserbereiter sowie Hygiene-Kits und warme Mahlzeiten. Darüber hinaus erhielten etwa 3.500 Kinder und Erwachsene psychosoziale Unterstützung durch Einzelberatungen, Gruppentherapiesitzungen, Exkursionen und ergänzenden Unterricht.

„Unsere Intervention zielte speziell auf die Bedürfnisse der Roma und der ägyptischen Minderheiten ab, da diese Gruppen weiterhin ausgegrenzt werden”, sagt Altin Rexhepi, Exekutivdirektor von ADRA in Albanien. Trotz politischer Rhetorik betrachteten die Regierung und staatliche Institutionen die humanitäre Hilfe für diese Roma und Ägypter nicht als Priorität.

Als die Pandemie zusätzliche Entbehrungen mit sich brachte, sicherte ADRA die Finanzierung der Versorgung von 40 Roma- und ägyptischen Familien mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln für zwei Monate. Dreißig weitere Familien in den Dörfern Thumane und Bubq erhielten während dieser Zeit Hygienematerial.

Fürsorge für beunruhigte Menschen
Während der Pandemie vergrößerte sich der Bedarf an psychologischer Unterstützung, doch die Möglichkeiten stießen an ihre Grenzen. ADRA in Albanien richtete in Zusammenarbeit mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eine landesweite telefonische Beratungshotline ein, um Menschen mit psychischen Bedürfnissen zu unterstützen. Die Anrufer konnten mit den Psychologen und Sozialarbeitern von ADRA sprechen, um persönliche Beratung zu erhalten. Drei Pastoren der Freikirche standen für diejenigen zur Verfügung, die ein spirituelles Interesse bekundeten.

Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten
Für ADRA in Albanien habe es höchste Priorität, Kindern aus einkommensschwachen Familien zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung zu verhelfen. Schüler aus diesen Familien seien besonders betroffen, seit die Schulen während der Pandemie geschlossen wurden. In Zusammenarbeit mit Schulmitarbeitern in der Region Tirana identifizierte ADRA Kinder, die Gefahr liefen, die Schule abzubrechen, und bot ergänzenden Unterricht an, um ihnen zu helfen, ihren Online-Unterricht besser zu bewältigen. ADRA arbeite mit einem Lehrer zusammen, um erklärende Videos zu erstellen, und teile die erklärenden Video-Lektionen mit den Kindern über eine WhatsApp-Gruppe.

Begegnungszentren
Im Juli 2020 wurde das Begegnungszentrum von ADRA im Dorf Bubq wiedereröffnet, und im Dorf Borizane wurde ein neuer Treffpunkt eingerichtet. Diese Begegnungsstätten böten Unterricht, Gruppenberatungen und Freizeitaktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Da die Risiken von COVID-19 weiterhin bestünden, klärten diese Zentren die Öffentlichkeit über geeignete Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Virus auf und ermutigten die Anwohner, sich um ihre körperliche und geistige Gesundheit zu kümmern. Die Zentren seien ein Ort der Heiterkeit und des Trostes für Menschen, die durch ihre Verluste bei dem Erdbeben und der Pandemie litten.

ADRA Albanien
ADRA‘s COVID-19-Einsatz in Albanien ist Teil seiner weltweiten Bemühungen, das durch die Pandemie verursachte Leid zu lindern. Als der globale humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterstützt ADRA während der Pandemie etwa 2,7 Millionen Familien in mehr als 70 Ländern. Zu den Nothilfemaßnahmen von ADRA gehören die Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneprodukten und Bargeldgutscheinen an Bedürftige sowie die Ausbildung von Frontarbeitern und die Bereitstellung von medizinischem Material für Krankenhäuser, die gefährdete Bürger versorgen.

Mehr über ADRA unter www.adra.org




ADRA: Hilfstransport aus der Slowakei für Beirut

Humanitäre Herausforderung
„Wir stehen vor einer humanitären Krise. Aus Berichten über die Nothilfe geht hervor, dass sich fast eine Million Menschen die Grundbedürfnisse nicht leisten können. Schon vor der Explosion war die Ernährungssicherheit im Libanon ein Grund zu ernster Besorgnis”, sagt Mario Oliveira, Direktor für Notfallmanagement bei ADRA. „Unsere Teams sind rund um die Uhr im Einsatz, um Familien und Kindern zu helfen. Wir sind unseren humanitären Partnern zutiefst dankbar, dass sie reagiert und ihre Unterstützung für die laufenden Hilfsaktionen von ADRA zugesagt haben”.

Bei der Explosion seien nach offiziellen Berichten mehr als 178 Menschen ums Leben gekommen, mindestens 6.000 verletzt und etwa 300.000 Menschen obdachlos geworden. ADRA habe bereits Wasser-, Sanitär- und Hygiene-initiativen eingeleitet und koordiniere die gemeinsamen Anstrengungen mit den humanitären Partnern, um die Bedürfnisse der Überlebenden schneller zu erfüllen. Das Hilfswerk plane eine Zusammenarbeit mit dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), um vertriebenen Haushalten mit Notunterkünften und Schutzmaßnahmen zu helfen. Mindestens 170.000 Wohnungen und 150 Schulen, darunter das ADRA-Lernzentrum für Flüchtlingskinder, seien durch die Explosion beschädigt worden.

Syrische Flüchtlinge im Libanon
„Der Libanon ist die Heimat von 1,5 Millionen syrischen Flüchtlingen. ADRA unterstützt seit vielen Jahren die Bildungsbedürfnisse von Flüchtlingskindern. Die Wiederherstellung des Lernzentrums ist entscheidend für das Wohlergehen dieser Menschen”, sagt Gunther Wallauer, ADRA-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika. „Wir versuchen auch, den Familien Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihr Zuhause zu sichern, da sie sich nicht sicher fühlen. Die Menschen wechseln sich mit ihren Familienmitgliedern ab, um Tag und Nacht wache zu halten und sich zu schützen, weil ihre Häuser keine Türen oder Fenster haben. Denken sie an diese Menschen in ihren Gebeten”.

Nach ADRA-Angaben habe die Explosion mindestens 26 Krankenhäuser und Kliniken beschädigt und belaste zusätzlich die medizinische Versorgung von Coronavirus-Patienten und der Bevölkerung insgesamt. ADRA plane, seine COVID-19-Präventionsinitiativen fortzusetzen, um den Libanon bei der Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen der aktuellen Krise zu unterstützen. Die Zahl der Todesfälle und Neuinfektionen sei seit der Explosion gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums habe das Land über 8.881 Fälle von COVID-19 und 103 Todesfälle zu verzeichnen. (Zahlen ändern sich täglich.)

Zusätzliche Herausforderungen durch COVID-19

„Unsere COVID-19 Projekte kommen seit dem Ausbruch den am stärksten Gefährdeten zugute. Wir haben medizinische Hilfsgüter und persönliche Schutzausrüstung verschickt, Hygiene- und sanitäre Einrichtungen bereitgestellt und Nahrungsmittelhilfe für ältere Menschen und Flüchtlinge geleistet. Wir wissen, dass der Libanon noch mehr Hilfe benötigt, um mit dieser Pandemie fertig zu werden”, sagt Alex Balint, Nothilfe-Koordinator, der den täglichen Einsatz von ADRA in Beirut beaufsichtigt. „Wir erfuhren, dass die Explosion Tausende von persönlichen Schutzausrüstungen (PPEs) und medizinischen Hilfsgütern vernichtet hat. Sie waren in einem Lagerhaus am Hafen gelagert und warteten auf ihren Transport in medizinische Einrichtungen. Es ist eine schwierige Zeit, um gegen COVID-19 vorzugehen, aber ADRA hat sich verpflichtet, die libanesische Bevölkerung in dieser Gesundheitskrise zu unterstützen.

ADRA International

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist der internationale humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der in 118 Ländern tätig ist. Ihre Arbeit stärkt die Bevölkerung und verändert Leben auf der ganzen Welt, indem sie nachhaltige Entwicklung und Katastrophenhilfe leistet. Es ist ADRA’s erklärtes Ziel, Menschen zu dienen, damit alle so leben können, wie Gott es beabsichtigt hat. 1987 wurde der deutsche Zweig ADRA Deutschland e.V. gegründet. Weitere Informationen unter www.adra.de.




Der 19. August ist Welttag der humanitären Hilfe

Geschichte eines Tages
Internationale Tage dienten der Steigerung der Aufmerksamkeit und des Wissens der Öffentlichkeit für und über bestimmte Herausforderungen und Themen, so eine Erläuterung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Anlass für die Einrichtung dieses Tages sei der Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen-Mission (VN) in Bagdad im Jahr 2003 gewesen, der 22 Personen das Leben kostete und bei dem über 100 Menschen verletzt wurden. Unter den Todesopfern befand sich auch der Sondergesandte des VN-Generalsekretärs für Irak und frühere VN-Nothilfekoordinator, Sergio Vieira de Mello.

Professioneller Beistand ohne Ansehen der Person

Für die Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. gelte die wichtigste Erkenntnis aus der Frühzeit der international koordinierten Krisenhilfe noch heute: professioneller materieller und logistischer Beistand für Menschen in Not müsse ohne Ansehen der Person, unparteiisch und neutral gewährt werden. Betroffene müssten ein Anrecht auf Hilfe haben. Vor allen anderen müsse den Schwächsten und Verletzlichsten geholfen werden. Heute spreche man sogar vom „humanitären Imperativ“, der die internationale Gemeinschaft verpflichte, zu helfen, wo immer Hilfe auf der Welt gebraucht werde. Außerdem gebe es schon lange obligatorische und immer wieder aktualisierte Mindeststandards zum Beispiel für die Unterbringung von Flüchtlingen, für die Versorgung Hungernder oder die medizinische Behandlung, auf die sich unter anderem die meisten humanitären Nichtregierungsorganisationen (NGOs wie ADRA) und die Vereinten Nationen (VN) geeinigt hätten.

NGO’s – die maßgeblichen Akteure humanitärer Hilfe

Die VN und internationale wie nationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) seien neben den Staaten selbst (oder auch der EU) die maßgeblichen Akteure der humanitären Hilfe: Sie sammelten Spenden, beantragten Budgets bei Regierungen und Institutionen, planten die notwendigen Projekte, führten sie durch und beschäftigten die Helfer. Heute würden pro Jahr weltweit etwa 25 Milliarden Euro aus privaten Spenden, Stiftungsgeldern und aus Steuermitteln v.a. der wohlhabenden Länder für Sofort- und Nothilfe ausgegeben. Das klinge nach viel, sei aber wenig, wenn man sich die Vielzahl der weltweit gärenden Konflikte, die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels, Naturkatastrophen und aktuell etwa 70 Millionen Geflüchteten vor Augen führe.

Internationales ADRA-Netzwerk
ADRA Deutschland e. V. sei seit seiner Gründung 1986 in der humanitären Hilfe aktiv. Das internationale ADRA-Netzwerk, heute in über 130 Ländern vertreten, gewährleiste bei Konflikten und Katastrophen schnelle und direkte Hilfe an Millionen von Menschen in Not. Ein Schwerpunkt der humanitären Arbeit von ADRA Deutschland liege derzeit zum Beispiel im Jemen, wo durch die Kriegssituation, durch Restriktionen und Zerstörung der Zugang zu besonders bedürftigen Bevölkerungsgruppen allerdings schwierig sei. Nichtsdestotrotz unterstütze ADRA dort mittlerweile fast eine halbe Million Menschen unter anderem mit einer medizinischen Grundversorgung und mit Nahrungsmittelhilfen und sei eine der aktivsten Hilfsorganisationen im Land.

ADRA kümmere sich aber etwa auch um die Leidtragenden eines fast vergessenen Konflikts, der zudem vor der Haustür der EU stattfinde. In der Ostukraine seien vor allem Alte und Schwache vom Zusammenbruch der technischen und sozialen Infrastruktur durch den Krieg zwischen der Ukraine und den Separatisten betroffen. ADRA helfe den Bedürftigen hier zum Beispiel in Sachen Zugang zu Strom und Wasser, die Häuser winterfest zu machen, beim Transport zu Ärzten und bei der psychosozialen Versorgung.

Hilfsprojekte auf vier Kontinenten

Der Jemen und die Ukraine seien nur zwei Beispiele für die Arbeit von ADRA in der Sofort- und Nothilfe. Derzeit betreue ADRA Deutschland fast 20 humanitär orientierte Hilfsprojekte auf vier Kontinenten. Über die Jahrzehnte habe sich die Arbeit in der humanitären Hilfe auch bei ADRA sehr verändert, geradezu modernisiert. Stand früher in Krisen die Lieferung von Hilfsgütern im Mittelpunkt – etwa: Nahrung, Zelte und Decken – gehe es heute mehr um die Stärkung der Kapazitäten in den Gemeinschaften vor Ort, um Hilfe zur Selbsthilfe, oft sogar auch schon um Katastrophenvorsorge. ADRA habe zum Beispiel bei humanitären Interventionen (etwa in Somalia, im Jemen oder in Zimbabwe) schon oft das inzwischen als sehr fortschrittlich geltende Instrument der Bargeldauszahlung erfolgreich angewandt. Diese so genannten Cash-Transfers seien zielgerichtete Auszahlungen an unmittelbar Betroffene in Not, die in Krisenzeiten nicht nur den Bedürftigen ein Stück Würde erhalten, sondern auch die lokalen Märkte stärkten, eine faire Bezahlung für dringend notwendige Wiederaufbau-Arbeiten an Personal vor Ort ermöglichten und vor allem sehr schnell und flexibel einsetzbar seien.

Nur GEMEINSAM kann humanitäre Hilfe bewältigt werden

Am Ende gehe es eben auch in der humanitären Hilfe – und damit auch bei ADRA – ums Geld. Es gehe darum, wieviel wir alle als Spender und Steuerzahler in den wohlhabenden Ländern bereit sind, für andere in Not auszugeben. ADRA Deutschland e.V. ermutigt, dass humanitäre Hilfe nur GEMEINSAM bewältigt werden könne. Die Erfolge, seien auch die Erfolge von Spenderinnen und Spendern. „Nur zusammen“, so ADRA, „können wir großartige Ergebnisse erzielen … und an einer besseren Welt arbeiten.“




NOTRUF für Unterstützung der Menschen in Beirut

In einer weltweit übertragenen online Berichterstattung gaben Rick McEdwards, der Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten für das Gebiet des Nahen Osten und Nordafrika und Günther Wallauer, der Leiter der Hilfsorganisation ADRA für das gleiche Gebiet, Auskunft zu den Schäden und Folgen der enormen Explosion im Hafen von Beirut eine Woche zuvor. Dabei baten sie um finanzielle Unterstützung. Konkret sei der Bedarf an Wasser, Essenspaketen und Zelten für Unterkünfte wichtig.

Helferteams von ADRA hätten bereits etwa 3 Tonnen Schutt weggeräumt und so Familien unterstützt, ihren Wohnraum wieder zu nutzen. Überall lägen zerborstene Scherben, die weggeräumt werden müssten. Die Freiwilligen helfen mit, die Innenstadt von Beirut von Geröll und Splitter zu säubern. Auch medizinische Hilfe müsse geleistet werden, da zwei Krankenhäuser durch die Explosion zerstört wurden.

Bewegende Begegnungen mit Kindern und älteren Bewohnern von Beirut ließen das Ausmaß der traumatischen Folgen der zerstörenden Wucht nur annähernd erahnen, berichtet Wallauer. Er sei allerdings auch überwältigt über die internationale Anteilnahme, die ihn erreiche.

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (NGO) und der humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit einem weltweit föderativ organisierten Netzwerk mit 118 nationalen Büros. 1987 wurde der deutsche Zweig „ADRA Deutschland e.V.“ gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe” arbeitet ADRA Deutschland e.V. in dem ADRA-Netzwerk partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

ADRA Deutschland e.V. bittet deshalb um Spenden, um die Unterstützung der Bevölkerung in Beirut angemessen fortsetzen zu können. Zur ADRA Spendenseite: https://adra.de/spendenformular/.




Beirut: ADRA-Teams unterstützen Ersthelfer und Überlebende

Laut Gunther Wallauer, ADRA-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, berichten die Einsatzteams, dass sie so etwas noch nie gesehen hätten. „Es sieht aus wie ein Kriegsgebiet. Wir versorgen Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Zivilschutzes mit Wasser und wichtiger Ausrüstung”. ADRA stelle Schlafplätze zur Verfügung, damit die Einsatzkräfte ausruhen können. Es würden Kinderbetten, Zelte und Generatoren für die Beleuchtung benötigt, da in den meisten Teilen der Stadt der Strom ausgefallen ist. „Wir wissen, dass es in mehreren Vierteln in der Nähe des Epizentrums Verwüstungen gibt. Unsere Teams vor Ort sind dabei, die Lage rasch zu beurteilen, um Kindern und Familien sofortige Hilfe zu leisten”.

ADRA-Teams werden mindestens fünf Stadtviertel einschließlich Schulen in der Umgebung der Explosionszone bereisen, um mit dem Einsatz der humanitären Hilfe einschließlich Wasser und Nahrungsmittel für die Opfer zu beginnen. Die Behörden gehen davon aus, dass die tödliche Explosion durch Tonnen von hochexplosivem Material verursacht wurde, das in einem Lagerhaus am Haupthafen gelagert war. Die Katastrophe überwältige das Land, das bereits mit einer Wirtschaftskrise und der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen habe.

ADRA-Präsident Michael Kruger versichert: „Unsere Gebete gelten der libanesischen Nation, insbesondere den Kindern und Familien, die von dieser Katastrophe betroffen sind, und allen, die geliebte Menschen verloren haben und verletzt sind. Wir sind seit dem Ausbruch des Coronavirus vor Ort, um der libanesischen Bevölkerung bei der Bewältigung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Pandemie zu helfen, und sind bereit, in dieser zusätzlichen Krise weitere Unterstützung zu leisten”. ADRA würde die Nothilfemaßnahmen verstärken, um lebensrettende Grundbedürfnisse der Hilfsbedürftigen bereitzustellen.

ADRA arbeitet mit kirchlichen Freiwilligen, lokalen Behörden und Partnern in Beirut zusammen, um die Hilfs- und Rettungsaktionen zu koordinieren. In Deutschland ist ADRA Teil des Netzwerks „Aktion Deutschland hilft“. Gemeinsam bitten die Organisationen um Spenden zur Erfüllung dieser humanitären Aufgabe.

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (NGO) und der humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit einem weltweit föderativ organisierten Netzwerk mit 118 nationalen Büros. 1987 wurde der deutsche Zweig „ADRA Deutschland e.V.“ gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe” arbeitet ADRA Deutschland e.V. in dem ADRA-Netzwerk partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann. Weitere Infos über ADRA unter www.adra.de




Menschen ertrinken im Mittelmeer – zivile Rettungsschiffe festgesetzt

Verhinderung von Rettungen
Erneut würden zivile Seenotrettungsorganisationen mit fadenscheinigen Begründungen am Auslaufen gehindert, um das Anlanden von Geretteten in Europa mit allen Mitteln zu verhindern. Zu solchen absurden Vorwürfen gehöre zum Beispiel, dass eine Organisation die Umwelt fahrlässig verschmutze, weil auf ihren Mülltonnen keine Mengenangaben stehen. Gleichzeitig werde mehreren Organisationen vorgeworfen, nach Rettungen mehr “Passagiere” befördert zu haben, als in ihren Schiffspapieren angegeben sei. Unter den von den Behörden blockierten Schiffen seien auch die Schiffe der deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Sea-Eye und Sea-Watch, sowie der europäischen NGO SOS MEDITERRANEE. Die Organisationen forderten die sofortige Freilassung der festgesetzten und am Einsatz gehinderten zivilen Rettungsschiffe, damit diese schnellstmöglich wieder auslaufen könnten. Mit mehreren Mitgliedern des Nothilfebündnisses „Aktion Deutschland hilft“ fördert auch die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe „ADRA Deutschland e.V.“ den Einsatz von SOS MEDITERRANEE.

Humanitärer Skandal
Alleine in den letzten acht Wochen hätten die zivilen Aufklärungsflugzeuge von Sea-Watch im zentralen Mittelmeer über 2.100 Personen in Seenot dokumentiert. In vielen dieser Fälle seien die Menschen durch die sogenannte libysche Küstenwache völkerrechtswidrig nach Libyen zurückgebracht worden. Am 26. Juli seien bei einer Schießerei drei Geflüchtete in Libyen getötet, die zuvor von der sogenannten Küstenwache dorthin zurückgebracht wurden. Die europäischen Rettungsleitstellen seien ihrer Verpflichtung, Seenotfälle zu koordinieren und den Überlebenden einen sicheren Hafen zuzuweisen, wiederholt nicht nachgekommen. Dabei hätten europäische Behörden billigend in Kauf genommen, dass hunderte Menschen in den letzten Monaten auf dem Mittelmeer ertranken. Die Ereignisse der letzten Wochen zeigten die Notwendigkeit ziviler Seenotrettungsschiffe vor Ort – ihre gezielten Blockierungen sorgten dafür, dass die Situation sich weiterhin zuspitze.

“Seit Jahren müssen wir dabei zusehen, wie im Mittelmeer auf dem Rücken schutzsuchender Menschen Politik gemacht wird“, sagt Jana Ciernioch, politische Referentin von SOS MEDITERRANEE. „Die Festsetzung ziviler Schiffe ist der jüngste Versuch …, die Ankünfte in Europa während der Sommermonate zu reduzieren.“ Diese Taktik, um jeden Preis zu verhindern, dass gerettete Menschen nach Europa gebracht werden, sei zynisch und menschenverachtend.

Angesichts der aktuellen Lage rufen Sea-Eye, Sea-Watch und SOS MEDITERRANEE die europäischen Behörden dazu auf, die Schiffe sofort freizulassen, damit sie wieder in den Einsatz fahren können. In diesem Zusammenhang werde die deutsche Bundesregierung dazu angehalten, die Ratspräsidentschaft für die längst überfällige Einführung eines solidarischen europäischen Verteilmechanismus für Gerettete und einer europäisch koordinierten Seenotrettung zu nutzen. Die europäischen Behörden müssten jetzt Verantwortung übernehmen!




Nordkolumbien: ADRA verteilt Lebensmittelkörbe an indigene Familien

Lebensmittel wie Reis, Bohnen, Linsen, Mehl, Eier, Nudeln, Milch, Salz und Öl wurden von ADRA-Kolumbien in Zusammenarbeit mit der Samariter-Stiftung verteilt. Bisher haben Verantwortliche der Freikirche im Stadtbezirk Maicao in La Guajira 220 Lebensmitteltüten an 92 Wayúu Familien verteilt. In La Guajira leben etwa 270.400 Einwohner. Die Wayúu-Familien waren aufgrund der Coronavirus-Pandemie gezwungen, Quarantäne-Richtlinien einzuhalten, sodass viele nicht arbeiten konnten, um Geld für Lebensmittel zu verdienen.

„Der Grundbedarf in den indigenen Gebieten ist erheblich”, sagte Eliezer Taboada, Bezirkspastor des Maicao-Distrikts im Bezirk La Guajira, „Viele Menschen verkaufen handgemachte Amulette, Ketten und Broschen aus fein bearbeiteter Kohle, aber seit die Polizei ihre Mobilität eingeschränkt hat, können sie nicht mehr arbeiten. Ihre Wirtschaft hängt einzig und allein vom Verkauf der Waren an der kolumbianisch-venezuelanischen Grenze ab. Da diese seit dem 14. März wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, gibt es eine ernste Wirtschaftskrise, und dies umso mehr, als die Grundbedürfnisse steigen.”

Taboada berichtet auch, dass es Pläne gebe, mehr bedürftigen Familien zu helfen, die während der Quarantänebestimmungen in der Wayúu-Region zu kämpfen haben. So hätten sie Regierungsstellen und das Büro des Bürgermeisters kontaktiert, um sie für das Projekt mit Lebensmittelspenden zu gewinnen, damit sie weiterhin bedürftigen Familien helfen können.

Mehr über die Arbeit von ADRA Kolumbien: http://adracolombia.org/




Geschafft: 1 Million Unterschriften für Recht auf Bildung

Petition für Recht auf Bildung
Nach dieser Petition, die im Februar 2019 bei einer internationalen Konferenz von ADRA Mitarbeitern und Medienschaffenden der Freikirche in Jordanien gestartet wurde, sei die Möglichkeit, Kindern auf der ganzen Welt Zugang zu Bildung zu ermöglichen, einen Schritt näher gerückt, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von ADRA und der Freikirche. Anfang Juli sei die Zahl von 1 Million Unterschriften überschritten worden.

Kooperation von ADRA und Freikirche
Der Präsident der Freikirche, Pastor Ted Wilson, kommentiert die Errungenschaft mit den Worten: „Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben, eine Million Unterschriften zu erreichen und für Ihr starkes Engagement, das Leben so vieler Kinder weltweit sinnvoll zu verändern.“ Es sei in der Tat ein Segen, wie sich die globale Kirchenfamilie und die Hilfsorganisation ADRA gemeinsam für die Unterstützung von Millionen von Kindern eingesetzt hätten, die weltweit keinen Zugang zu Bildung haben. Die Kirchenmitglieder hätten gezeigt, dass sie eine kraftvolle Stimme für den Wandel sein können, wenn alle zusammenarbeiten. Aber die Arbeit ende hier nicht. „Wir müssen jetzt zu Agenten des Wandels in unseren Kommunen werden und unsere Stimme einsetzen, um sicherzustellen, dass jedes Kind überall Zugang zu Bildung hat und sein Potenzial für sein Leben erreichen kann.“

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende von ADRA und Vizepräsidentin der weltweiten Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, Dr. Ella Simmons, ergänzt: „Adventisten auf der ganzen Welt haben laut und deutlich gesagt, dass es ihnen sehr am Herzen liegt, Millionen von gefährdeten Kindern den Zugang zu Bildung zu sichern. Das gemeinsame Engagement unserer Freikirche und von ADRA, dieses Thema ins globale Bewusstsein zu rücken, spricht Bände. Ich danke allen, dass sie sich für die Rechte aller Kinder überall auf der Welt einsetzen. Lassen sie uns unsere Bemühungen weiter verstärken und unsere Stimme im Namen der Kinder, die keine Stimme haben, erheben.“

Bildungskampagne
Die Bildungskampagne gilt den fast 300 Millionen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen weltweit, die laut einem UNESCO-Bericht keine Schule besuchen. Dies sei eine erschreckende Zahl von Kindern weltweit, die eine qualitativ hochwertige Bildung benötigen und frei von Ausbeutung und generationenübergreifender Armut leben sollten. In fast 200 Ländern sagten Mitglieder von ADRA und der Freikirche ihre Unterstützung für dieses Thema zu und setzten sich für die Verbreitung von Online-Unterschriften ein, darunter Länder in Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und im Südpazifik.

Videoclip mit Erklärungen von Verantwortlichen von ADRA und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zur Bildungskampagne: https://youtu.be/IR_3ncuE-e0




COVID-19: ADRA Rumänien bietet seit 18 Wochen Überlebenshilfe

In dieser Zeit habe das Hilfswerk fast 3.000 Menschen erreicht, darunter 724 alleinstehende ältere Menschen mit akuten Bedürfnissen des Lebensunterhalts, 95 Kinder aus benachteiligten Verhältnissen sowie 1.945 Erwachsene, die für menschenwürdige Lebensbedingungen kämpften. Das ADRA-Team half demnach auch 20 Immigranten und vier Opfern häuslicher Gewalt.

ADRA Rumänien habe sich bemüht, die Dienstleistungen der Hilfsorganisation an die vielfältigen Bedürfnisse anzupassen, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht oder verschärft wurden. Zu diesen Bedürfnissen gehöre die Bereitstellung von warmen Mahlzeiten, Hygieneprodukten und Medikamenten. Mitarbeiter und Freiwillige von ADRA hätten außerdem Hilfe für 150 Neugeborene gewährt, 17 Menschen Unterschlupf gegeben und neun Menschen mit psychologischer Krisenberatung unterstützt.

Mihai Brasov, der die Initiative „Hope for Immigrants” (Hoffnung für Immigranten) für ADRA Rumänien koordiniert, sagte, dass es darum gehe, sich in andere Menschen einzufühlen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. „Es gibt so viel Opfergeist, Solidarität und der Wunsch, sich als Freiwilliger zu engagieren”, sagte er hinsichtlich der ehrenamtlichen Mitarbeitenden bei ADRA Rumänien.




Wechsel im Aufsichtsrat der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V.

„Wir danken Joao Martins und Mario Brito für die langjährige und tatkräftige Unterstützung, sie haben im Aufsichtsrat die Entwicklung von ADRA Deutschland e.V. geprägt. Mit ihrer internationalen Erfahrung und Vernetzung haben sie geholfen, ADRA Deutschland e.V. auf europäischer Ebene als verlässlichen Partner zu etablieren. Wir danken ihnen von ganzem Herzen“, kommentiert der geschäftsführende Vorstand Christian Molke den Wechsel im Aufsichtsrat.

Neu im Aufsichtsrat

Neu in den Aufsichtsrat wurden Vanessa Schulz und Johannes Naether berufen. Schulz ist Marketingleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg und Fachfrau in Kommunikation und digitale Medien. „Vanessa Schulz ist die erste Frau im Aufsichtsrat von ADRA Deutschland. Wir engagieren uns in der Initiative “FAIR SHARE of Women Leaders” und haben uns 2019 selbst dazu verpflichtet, den Frauenanteil in unseren Gremien zu steigern. Im operativen Geschäft sind bei uns bereits 40 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt, die Berufung von Frau Schulz ist nur ein weiterer Schritt hin zur Geschlechterparität“, erläutert Molke.

Johannes Naether war bis Mai im Vorstand von ADRA Deutschland als zweiter Vorsitzender aktiv. Er ist Pastor und stellvertretender Vorsitzender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (KdöR). „Ich freue mich sehr, dass Johannes Naether uns auch weiterhin mit seinem Fachwissen und seiner Leidenschaft unterstützt“, freut sich Christian Molke.

ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (International Nongovernmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe” arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros (Stand: 1. Januar 2018) partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Mehr über ADRA: www.adra.de




Hilfsorganisation ADRA verteilt Corona-Schutzausrüstung in der Dominikanischen Republik

Der weltweite Mangel an Schutzausrüstung ist laut ADRA eines der Hauptprobleme, welches die Reaktion auf die Pandemie in vielen Regionen der Welt – wie in der Dominikanischen Republik – beeinträchtigt habe.

Das 53-Betten-Krankenhaus „Vista del Jardín Medical Center“ habe demnach seinen Betrieb in noch nie dagewesener Weise intensiviert und seit Ausbruch der Pandemie Hunderte von Patienten behandelt, was das Krankenhaus in arge finanzielle Bedrängnis gebracht habe, schreibt ADRA. Die Einnahmen von März bis Mai seien um 50 Prozent eingebrochen, berichtet Winston Hiciano, Direktor des Krankenhauses. Das gespendete medizinische Material habe es dem Krankenhaus ermöglicht, Patienten, die mit COVID-19 infiziert waren und in verschiedenen Kommunen lebten, weiterhin qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten, so Hiciano.

Hilfsbemühungen von ADRA für Gefährdete und Arme

ADRA plane, Kommunen während der Regenerierungsphase von COVID-19 langfristig zu unterstützen. Die ADRA-Hilfsbemühungen dienten gefährdeten und unterversorgten Kommunen, insbesondere einkommensschwachen Familien, älteren Menschen, Personen, die von Entlassungen bedroht seien und vielen anderen, um sicherzustellen, dass sie die benötigte Hilfe erhalten würden, schreibt das Hilfswerk. ADRA ist der internationale humanitäre und soziale Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und ist in 118 Ländern tätig. Mehr über ADRA International: https://adra.org/

Vista del Jardín Medical Center
Das „Vista del Jardín Medical Center“ wurde 2007 gegründet und ist eines von 15 Krankenhäusern und Lifestyle-Zentren, die Teil der adventistischen Gesundheitsdienste auf dem Gebiet der interamerikanischen Kirchenleitung (IAD) der Siebenten-Tags-Adventisten sind. Die Einrichtung mit 53 Betten verfügt laut eigenen Angaben über „qualitativ hochwertige Gesundheitsdienste“ in den Bereichen: Gynäkologie, Pädiatrie, Notfallmedizin, Innerer Medizin, Onkologie, Allgemeinmedizin, Gastroenterologie, Orthopädie, Chirurgie, Urologie, Augenheilkunde, interner Pharmazie und Kardiologie.

AdventHealth

„AdventHealth“ (ehemals Adventist Health System) ist ein gemeinnütziges Gesundheitssystem der Adventisten mit Hauptsitz in Altamonte Springs, Florida/USA, das Einrichtungen in neun Bundesstaaten der Vereinigten Staaten betreibt. „AdventHealth“ ist der größte gemeinnützige protestantische Gesundheitsversorger und eines der größten gemeinnützigen Gesundheitssysteme in den USA. Es verfügt über fast 50 Krankenhausstandorte und Hunderte von Pflegeeinrichtungen in verschiedenen Gebieten der Vereinigten Staaten. Mehr über AdventHealth: https://www.adventhealth.com/




Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag

Fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht
Die Geschichte der Menschheit ist von Ein- und Auswanderungen geprägt. Jedes Jahr verlassen Millionen von Menschen ihre Heimat, weil ihre Existenz bedroht ist. Sie möchten Verfolgung, Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen entkommen. Im Jahr 2019 befanden sich nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Zahl steigt jährlich. 26 Millionen dieser Menschen sind Flüchtlinge, die vor Konflikten, Verfolgung oder schweren Menschenrechtsverletzungen aus ihrer Heimat flohen. 40% der Vertriebenen weltweit sind Kinder unter 18 Jahren. Viele von ihnen erleben auf dem Weg zu einem sicheren Ort tragische Schicksale. Auf Initiative des UNHCR wurde deshalb der 20 Juni ausgewählt, um auf die Not und Bedürfnisse der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Als Akt der Solidarität finden an diesem Tag in vielen Ländern weltweit Veranstaltungen zu diesem Thema statt.

Die wenigsten Geflüchteten kommen nach Europa
Das Thema „Flüchtlinge“ ist in westlichen Gesellschaften sehr umstritten. Die Bilder von überfüllten Ruderbooten im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa sind sehr präsent in unseren Köpfen. In Wirklichkeit sucht nur eine Minderheit der Geflüchteten Schutz in Europa. 91 Prozent aller Flüchtlinge fliehen nicht in die Europäische Union, sondern suchen einen Zufluchtsort im eigenen Land oder in einem direkten Nachbarland. Etwa 80 Prozent von ihnen finden Schutz in Entwicklungsländern. Der Libanon, Jordanien, die Türkei, Uganda und der Tschad sind die Länder, die am meisten Geflüchtete, im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgröße, aufgenommen haben.

Das Ankommen an einem sicheren Ort ist nicht mit einer goldenen Zukunft gleichzusetzen. Die geflüchteten Menschen müssen zwar nicht mehr unmittelbar um ihr Leben fürchten, ein Haus und eine Arbeitsstelle haben sie trotzdem nicht. Ihren Alltag verbringen sie meistens in einem Flüchtlingslager, wo sie dem Hunger, Krankheiten oder gar Diskriminierung ausgesetzt sind. Insbesondere in Zeiten von Pandemien, wie die des COVID-19, sind Menschen in den Lagern besonders stark gefährdet. Ohne Hilfe ist deshalb der Beginn eines neuen Lebens schwer.
Fluchtursachen vor Ort bekämpfen

Hilfsorganisation ADRA bietet weltweit Unterstützung
Die Entwicklungs- und Katastrophenhilfeorganisation ADRA Deutschland leistet weltweit Unterstützung für Menschen in Not. „Flüchtlingshilfe liegt uns dabei sehr am Herzen. Wir möchten den Menschen helfen, neue Perspektiven für die Zukunft zu gewinnen. Wenn Menschen wieder für sich und ihre Familie sorgen können, sinkt das Leid in der Welt“, so Pierre Schweitzer von der Hilfsorganisation. Mit ihrer Entwicklungszusammenarbeit bekämpften sie die Fluchtursachen in den Herkunftsländern und mit ihrer Not- und humanitären Hilfe stünden sie den Menschen auf der Flucht und am Zufluchtsort zur Seite.

Gemeinsam für Flüchtlinge
Um einen Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland leisten zu können, haben ADRA, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) und die Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) die Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“ gegründet. Ziel des Zusammenschlusses sei es, so Michael Götz, der Flüchtlingsbeauftragte der Adventisten in Deutschland, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und gewinnbringend in die Projektarbeit mit Geflüchteten einzusetzen. Leider mussten viele Projekte, wegen der verordneten Kontaktbeschränkungen in den vergangenen Monaten ihre Aktivitäten einstellen oder auf ein Minimum reduzieren. Inzwischen nehmen die Gruppen im Rahmen der gebotenen Auflagen ihre Arbeit nach und nach wieder auf.

Weltflüchtlingssabbat der Adventisten

In Anlehnung an den Weltflüchtlingstag hat die Weltkirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seit 2016 den Weltflüchtlingssabbat in den Kirchenkalender aufgenommen. Er findet meist am dritten Samstag im Juni statt. Dann ruft die Freikirche ihre Mitglieder auf, über die ernste Situation nachzudenken, in der sich Flüchtlinge auf der ganzen Welt befinden.

Pastorin Marjukka Ostrovljanovic predigt zum Weltflüchtlingssabbat
In diesem Jahr wurde Pastorin Marjukka Ostrovljanovic gebeten, die Verkündigung für den Weltflüchtlingssabbat auszuarbeiten. Diese Predigt sei das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen ADRA Europa und den transnationalen Kirchenleitungen der Adventisten in Europa und sei ein Angebot an die Partner und Kirchengemeinden weltweit. Der Weltflüchtlingssabbat sei ein globales Programm der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, heißt es in einer Pressemeldung.

Pastorin Ostrovljanovic ist aus Finnland und hat ihr Theologiestudium in England abgeschlossen. Derzeit ist sie Pastorin in Bayern, und ihre tiefen Einblicke, insbesondere in die Geschichten des Alten Testaments, machen sie zu einer kreativen und gefragten Rednerin, vor allem bei Jugendlichen.

In der Predigt fragt sie: „Was glauben Sie, wie das Reich Gottes aussieht? Wovon träumen sie, wenn sie an das Reich Gottes denken? Wir träumen von einem Reich des Friedens, in dem es keinen Schmerz, keinen Kampf und keine Sünde gibt. Welch ein Bild und welch ein Gegensatz, wenn wir dieses Reich mit unserer heutigen Welt vergleichen. Aber haben sie jemals darüber nachgedacht, wie sie und ich heute hier auf Erden Teil dieses Reiches sein können?

Zum Trailer von Pastorin Ostrovljanovic -> https://youtu.be/k1W1lnYxJLo

Faktenblatt des UNHCR zur Weltflüchtlingssituation -> https://www.unhcr.org/dach/de/ueber-uns/zahlen-im-ueberblick




Argentinien: ADRA unterstützt COVID-19 Opfer mit mobiler Wäscherei

Um den in einem Gesundheitszentrum vorübergehend untergebrachten Menschen in Tecnópolis, Buenos Aires, zu helfen, habe ADRA Argentinien eine mobile Wäscherei mit vier Waschmaschinen und vier Trocknern in zwei mobilen Einheiten sowie eine Desinfektionsstation eingerichtet. „Seit mehr als acht Wochen führen wir gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium der Provinz Buenos Aires dieses Projekt durch”, berichtet María José Amigo, Leiterin der Abteilung Monitoring und Evaluierung bei ADRA Argentinien. Durch das Waschen und Desinfizieren der Kleidung soll die Ausbreitung des Virus verlangsamt und das Wohlbefinden der Bewohner erhöht werden.

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto “Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe” arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.




Adventisten: Angestellte spenden ein Tagesgehalt für Bedürftige

Appell an Mitarbeiter
Wenige Tage, nachdem den Ausgangsbeschränkungen der Regierung appellierte ADRA Kolumbien Anfang April an die Kirchenmitglieder, bei der Versorgung von Hunderten einkommensschwacher Familien mit Lebensmitteln zu helfen. In einem Treffen mit den 17 regionalen Kirchenleitungen der Adventisten in Kolumbien schlug die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA vor, „an die Kirchenmitarbeiter zu appellieren, einen Tag ihres Gehalts zu spenden. Die Idee wurde von allen unterstützt”, berichtet Jair Flórez, Direktor von ADRA Kolumbien. „Einige spendeten nicht nur einen Tag, sondern drei Tage ihres Gehalts“, fügte er hinzu. „Wir hatten bei ADRA nicht genügend Mittel, um die Bedürfnisse so vieler Familien zu decken, deshalb haben wir die kirchlichen Angestellten angesprochen”.

Quarantäne stoppt Einkommensmöglichkeiten
Die meisten Kirchenmitglieder in Kolumbien würden auf eigene Faust arbeiten und von ein auf den anderen Tag leben. Mit Inkrafttreten der Quarantäne fehlte plötzlich das Einkommen, erläutert Pastor Edgar Redondo, der Präsident der
Freikirche in Nordkolumbien. „Die Initiative wurde dringend nötig und die Angestellten waren bereit, von Herzen zu geben, um den bedürftigen Familien zu helfen“, sagte er.

Im April seien so etwa 15.000 US-Dollar (ca. 13.500 Euro) zusammengekommen. ADRA verteilte die Mittel dann sowohl an Kirchenmitglieder als auch an die Bevölkerung in den 17 Regionen, so die Verantwortlichen.

„Es war wunderbar, wie sich Pastoren und Büromitarbeiter bereitfanden, um so vielen Menschen zu helfen“, sagte Pastor Juan Caicedo, Kirchenleiter der Freikirche in Südkolumbien.

Adventisten in Kolumbien
In dem mittelamerikanischen Kolumbien mit über 48 Millionen Einwohnern feiern 283.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.747 Kirchen und 877 Gruppen jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, den Gottesdienst. Die Verwaltung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kolumbien geschieht durch zwei überregionale (Verbände) und 17 regionale (Vereinigungen) Kirchenleitungen.




Zyklon „Amphan“ hinterlässt Spur der Verwüstung am Golf von Bengalen

Wie die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA mitteilte, mussten rund drei Millionen Menschen in Indien und Bangladesch evakuiert werden. Sie seien in Schutzräumen untergebracht worden. Ihr Heim sei nur noch Trümmerfeld oder stehe unter Wasser. In den betroffenen Gebieten seien wichtige Infrastrukturen wie Transportwege, Strom- oder Wasserversorgung komplett ausgefallen. Es werde dauern, bis mit dem Wiederaufbau begonnen werden könne. Mehr als 70 Personen seien bisher ums Leben gekommen.

Schutzräume wegen Corona-Pandemie knapp
Vorrangig arbeite ADRA gemeinsam mit den lokalen Regierungen daran, genügend Notunterkünfte für die betroffene Bevölkerung bereitzustellen. Die Regierungen beider Länder hatten zuletzt viele Schutzräume als Quarantänezentren für COVID-Patienten umgewandelt, sodass die Anzahl der freien Plätze gering ist. In manchen Unterkünften seien die Menschen so eng beisammen, dass keine Hygiene-Sicherheitsabstände eingehalten werden könnten. Dadurch seien die Menschen mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert.

ADRA arbeite mit allen ihren Ressourcen, um diese Herausforderungen so klein wie möglich zu halten. „Die Menschen werden nicht alleine gelassen“, heißt es in einer Pressemeldung. Auch in schwierigen Situationen sei ADRA da. Als erste Hilfsmaßnahme würden die Menschen mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt. Weiterhin möchte ADRA an einem Wiederaufbauplan arbeiten und habe bereits Verhandlungen mit den lokalen Regierungen und anderen NGOs in dieser Hinsicht begonnen.

Der Name des Zyklons „Amphan“, ausgesprochen „am-pan“, stammt aus dem Thailändischen und bedeutet „Himmel“. Der Name wurde bereits 2004 von Thailand vorgeschlagen. Die Namen werden aus einer Liste von Mitgliedsländern der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), einer Sonderorganisation innerhalb der Wirtschafts- und Sozialkommission der UNO für Asien und den Pazifik, ausgewählt. (ESCAP).




Hilfsorganisation ADRA hilft in globalem Einsatz Millionen von Covid-19 betroffenen Menschen

„ADRA ist seit dem Ausbruch des Coronavirus vor Ort und hat sofort reagiert und den bedürftigsten Gebieten der Welt geholfen, um Menschen und Kommunen bei der Bewältigung der durch COVID-19 hervorgerufenen beispiellosen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu unterstützen. Wir sind hier, um von dieser Pandemie betroffene gefährdete Familien, medizinische Fachkräfte an vorderster Front und Einzelpersonen weiterhin zu unterstützen“, berichtet Michael Kruger, Präsident von ADRA International. „Unsere Büros arbeiten mit Tausenden von Freiwilligen und vertrauenswürdigen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Betroffenen die lebensrettenden Grundbedürfnisse, Gesundheitsinformationen, Lebensmittel, Hygieneartikel und Bargeldgutscheine erhalten, um die COVID-19-Katastrophe zu überwinden und sich von ihr zu erholen.“

Die Nothilfemaßnahmen von ADRA reichen von der Verteilung und Sicherung von Nahrungsmitteln, Gesundheitskommunikationsschulungen für systemrelevante Mitarbeiter, Lieferungen von medizinischen Hilfsgütern an Krankenhäuser, die gefährdete Gemeinschaften versorgen, Präventionsaufklärung bis hin zu Bargeldhilfe.

Europa
In Belgien bereitet ADRA Lebensmittelverteilungen an mehrere Obdachlosenheime und Dutzende von Migranten in Brüssel vor. ADRA Deutschland plant im Jemen, eine COVID-19-Klinik zu führen und engagiert sich in Somalia in der Präventionsarbeit. In Frankreich erhalten 1.700 gefährdete Familien, Migranten und Flüchtlinge Bargeldgutscheine, um dringend benötigte Waren zu kaufen. In Großbritannien unterstützt ADRA über 70 kommunale Anlaufstellen, begleitet die Arbeit von sogenannten systemrelevanten Mitarbeitern und sorgt für Ernährungssicherheit für die am stärksten gefährdeten Menschen. ADRA in Montenegro verteilt Lebensmittelpakete und Hygiene-Kits an Hunderte von älteren und isolierten Bewohnern und Alleinerziehenden, die aufgrund von COVID-19 ihre Arbeit verloren haben. In Österreich verteilt ADRA Lebensmittelpakete und bietet Lernhilfe an. In Russland stellt ADRA Gesichtsmasken her und verteilt sie an 35.000 Begünstigte in medizinischen Zentren und Altersheimen. ADRA Slowenien bot Freiwilligenschulungen für Gemeindeverantwortliche an und stellte Pflegepakete für Mitarbeiter und Bewohner von Altenheimen bereit. ADRA-Freiwillige in Spanien verteilen Lebensmittel und erstellen mit Hilfe von 3D-Druckertechnologie Hunderte von Gesichtsschutzschilden für örtliche Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Seniorenresidenzen, die sich um COVID-19-Patienten kümmern. Darüber hinaus arbeitet ADRA mit spanischen Regierungsbehörden zusammen, um den Obdachlosen Unterkünfte und essentielle Dienste zur Verfügung zu stellen. In Ungarn hat ADRA ein “Heimstudienprojekt” für bedürftige Studenten unterstützt und Freiwillige koordiniert, die den örtlichen Kommunen Lebensmittel und Medikamente für ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten liefern. In der Schweiz hat ADRA die Einkaufs- und Hilfsaktion „Jung für Alt“ gestartet.

Afrika
In der Demokratischen Republik Kongo (DRC) hat das Hilfswerk die laufenden Gesundheitskampagnen der Kommunen gegen andere Krankheiten wie Ebola angepasst, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern und das Infektionsrisiko zu minimieren. In Gambia spendet ADRA Nahrungsmittel an über 2.500 einkommensschwache Familien und Hygienesets an Dutzende von öffentlichen Zentren. ADRA Kenia versorgt mehr als 120.000 Menschen im Land mit lebensnotwendigen Gütern und medizinischer Hilfe. In Mauretanien gibt ADRA an über 15.000 Menschen Nahrungsmittel und Hygiene-Kits ab.

Asien
In Asien verbreitet ADRA Kommunikationsbotschaften und auf Werbung basierende Kampagnen durch Videos in sozialen Medien, lokale Provinzradios, Broschüren, Plakate und Banner, um so auf die Bedeutung von sozialer Distanzierung, Hygiene und Händewaschen hinzuweisen. In Kambodscha stellt ADRA persönliche Schutzausrüstung und medizinische Hilfsgüter für mehr als 80 Gesundheitszentren und Krankenhäuser bereit. In Pakistan erhalten etwa 11.400 von der Abriegelung betroffene Tagelöhner Bargeldtransfers. Auf den Philippinen verteilt ADRA Bargeldgutscheine an Tausende von Quarantäne-Familien und etwa 43 Tonnen Zusatznahrung und Reinigungsmittel an Haushalte mit niedrigem Einkommen. ADRA geht auch auf die COVID-19-Krise in Sri Lanka ein, indem es Trockenrationspakete und Hygienesets an 6.500 Menschen verteilt, Handwaschstationen einrichtet, Schutzkleidung für Hunderte von medizinischen Fachkräften bereitstellt und öffentliche Fahrer in der richtigen Desinfektion und Reinigung von Fahrzeugen ausbildet. In Thailand erhalten fast 1.500 Menschen in neun Flüchtlingslagern Hygienekits.

Australien
In Australien unterstützt ADRA hilfsbedürftige Menschen durch Dienstleistungen wie Speisekammern, Cafés und Gemeinschaftsverpflegungsprogramme. In Neuseeland liefert ADRA landesweit Geschenkkarten für Supermärkte an 1.200 Haushalte, um 3.600 Menschen zu unterstützen, die wirtschaftlich von der Pandemie betroffen sind.

Lateinamerika
In Lateinamerika minimiert ADRA die Verbreitung von COVID-19 durch Aufklärungskampagnen für ältere Menschen, Patienten mit chronischen Krankheiten und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Sie hat massive Präventionsbemühungen eingeleitet und mit Hilfe von Freiwilligen und Kirchen in Mexiko Tausende von Flaschen mit antibakteriellem Gel verteilt, um blinde, taube und schwerhörige Menschen zu erreichen. In Paraguay betreut ADRA mehr als 13.000 Menschen, darunter 17 Wohnheime für obdachlose und vom Menschenhandel betroffene Kinder und Jugendliche, indem das Hilfswerk Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens und der Wohlfahrt in Gesundheitskommunikation, klinischem Management und COVID-19-Prävention, Überwachung und Patientenkontrolle schult.

Nordamerika und Karibik
In den USA und der Karibik liefert ADRA persönliche Schutzausrüstung (PSA) und lebenswichtige medizinische Hilfsgüter an Tausende von medizinischen Fachkräften in vorstädtischen Gesundheitszentren, die sich um COVID-19-Patienten kümmern, darunter das Loma Linda University Health in Kalifornien und das Adventist HealthCare White Oak Medical Center in Maryland, wo Schutzausrüstung knapp ist und die Lieferung von Bestellungen bis zu 30 Tage dauern kann. Darüber hinaus ist ADRA eine Partnerschaft mit dem in Florida ansässigen Unternehmen AdventHealth eingegangen, um Schutzausrüstung und medizinisches Material an Krankenhäuser in Jamaika und der Dominikanischen Republik zu spenden und zu versenden, wo die medizinischen Zentren ebenfalls mit einem gravierenden Mangel an Schutzausrüstung für das Personal und Material für die Patienten zu kämpfen haben.

Engagement auf der ganzen Welt
Die weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten war bei den meisten dieser Projekte ein wichtiger Verbündeter, da sie über ihr Netz von Krankenhäusern, Fernseh- und Rundfunkanstalten und Tausenden von Freiwilligen Unterstützung geleistet hat.

ADRA hat sich auch mit anderen Partnerorganisationen wie Airlink, Hongkong Adventist Hospital, AdventHealth, World Vision China und Wohltätigkeitsorganisationen der Mormonen zusammengetan, um weiterhin Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen mit medizinischen Hilfsgütern und anderen Ressourcen zu versorgen und so den betroffenen Kommunen zu helfen. ADRA weitet seine Hilfsbemühungen während der nächsten COVID-19-Reaktionsphase auf mehr als 31 zusätzliche Projekte aus, schreibt ADRA Europa.

Zur Nachverfolgung der globalen Hilfseinsätze von ADRA:
https://adra.org/adra-provides-hope-during-coronavirus




USA: $ 500.000 Spende für adventistische Uni-Klinik zur Bekämpfung von COVID-19

Laut einer Pressemeldung der Loma-Linda-Universität berichtet Chuck Campbell, Stiefsohn des Stifters, bei der Übergabe des Checks: „Retten sie Leben, stellen sie nur eines sicher, dass sie Leben retten!“

Adrian Cotton, Arzt und Leiter der medizinischen Betriebe der Krankenhäuser der Loma Linda University Health, sagte, die Zelte seien eine unschätzbare Ressource. „Die Zelte können als Unterdruck-Isolationsraum dienen, der für das Screening von Patienten geeignet ist, die auf Infektionskrankheiten wie Grippe oder COVID-19 untersucht werden“, sagte Cotton. „Die Zelte werden derzeit nach Ermessen des Krankenhauspersonals für die Patientenversorgung genutzt.“

McMillen Familienstiftung
Die McMillen Familienstiftung finanziert gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisationen in Südkalifornien, die von Drogen- und Alkoholabhängigkeit betroffene Menschen unterstützen. Karl McMillan machte sein Vermögen mit einem Sanitärunternehmen. Seinem erstaunlichen geschäftlichen Erfolg stand der Tod seiner ersten Frau durch Krebs und seiner beiden Söhne, die einen Großteil ihres Lebens mit dem Kampf gegen Drogenmissbrauch verbracht haben, gegenüber. Karl selber kämpfte gegen die Alkoholsucht und ist stolz, seit über fünfzehn Jahren „trocken“ zu sein. Durch die Unterstützung gemeinnütziger Organisationen, die eine solide Finanzverwaltung, einen effizienten Betrieb und Programmintegrität nachweisen können, möchte die Stiftung die Lebensqualität der Bedürftigen verbessern helfen.

Loma-Linda-Universität
Die 1905 gegründete Loma-Linda-Universität ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und liegt in Kalifornien/USA im Süden von Los Angeles in der Grafschaft San Bernardino. Sie umfasst acht Fakultäten, sechs Krankenhäuser des LLUMC sowie über 1.000 Fakultätsärzte aus Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant. Die international angesehenen Wissenschaftler von Loma Linda veröffentlichen jedes Jahr über 500 Fachartikel mit neuen Forschungsergebnissen in den Bereichen Ernährung, Krebsbehandlung, Herzkrankheiten, neonatale Entwicklung, Schlaganfall und Hirntrauma.




Adventisten aus China spenden Reis für arme Familien auf den Philippinen

Laut der Kommunikationsabteilung der adventistischen Kirchenleitung im südasiatisch-pazifischen Raum (SSD) fanden zwei Reisverteilungen auf den Philippinen in der Gemeinde Silang, in der Provinz Cavite, statt. Bei der ersten Verteilung erhielten mehr als 1.260 Familien Reissäcke, bei der zweiten waren es 890 Familien. Diese Reisverteilungen seien unter strenger Aufsicht des städtischen Sicherheits- und Gesundheitsamtes sowie zusammen mit der Verwaltung der Dreiradfahrer-Vereinigung durchgeführt worden, um eine ordnungsgemäße Verteilung der Waren unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten.

Unterprivilegierte Familien, die in Baracken und Behelfshäusern an sechs verschiedenen Orten in Silang, leben, gehörten zu den Hauptempfängern der Reisspenden. Zusätzlich erhielten auch Mitarbeitende auf dem Campus der SSD-Kirchenleitung wie Sicherheitsbeamte, Gärtner, Hausmeister und Schreiner Reis.

„Die Menschen in China haben auch gelitten, daher verstehen sie die Herausforderungen, denen die Menschen hier gegenüberstehen“, berichtet der chinesische Pastor Wang, der die Aktion koordinierte. „Sie wollten mit dieser Aktion die Botschaft aussenden, dass wir durch Einheit, Liebe und Zusammenarbeit diesen Virus überwinden können“, so Wang.




Weltweite Hungersnöte durch Krisen, Kriege und COVID-19 befürchtet

Hungerpandemie
Mogge ist laut einer Pressemeldung der Welthungerhilfe davon überzeugt, dass Covid-19 gerade für jene Länder verheerend sei, die ein schlechtes oder kaum funktionierendes Gesundheitssystem haben. Besonders die Menschen in Flüchtlingscamps seien von Masseninfektionen bedroht, da sie gezwungen sind, auf engstem Raum zusammen zu leben. Das Virus könne sich hier rasant ausbreiten und unzählige Opfer fordern. Seine 2.500 Mitarbeiter*innen in 37 Projektländern befänden sich in dieser schwierigen Zeit täglich im Kampf gegen Hunger und Armut.

In einer Erklärung bei einer virtuellen Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit: „Schutz der von konfliktbedingtem Hunger betroffenen Zivilbevölkerung“ mahnte Beasley, dass der Welt in diesem Augenblick eine Hungerpandemie drohe. Er habe schon in den Monaten vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Gesprächen mit weltweit führenden Politikern und Politikerinnen gesagt, dass im Jahr 2020 „die schlimmste humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg drohen wird“, heißt es in der WFP-Medienmitteilung. Als Gründe nannte David Beasley die Kriege in Syrien und Jemen, sich verschärfende Krisen im Süd Sudan, Burkina Faso und der zentralen Sahelzone, die Heuschreckschwärme in Afrika, vermehrt auftretende Naturkatastrophen, wechselnde Wettermuster sowie Wirtschaftskrisen im Libanon, Kongo, Sudan, Äthiopien. Wir lebten heute nicht nur in einer „globalen Gesundheitspandemie“, sondern seien mit einer „globalen humanitären Katastrophe konfrontiert“, so der WFP-Exekutivdirektor.

Erschreckende Zahlen
Demnach gingen 821 Millionen Menschen chronisch hungrig und 135 Millionen Menschen mit schwerem oder extremem Hunger zu Bett, was bedeute, dass letztere zu verhungern drohten. Eine WFP-Analyse zeige, dass aufgrund des Coronavirus Ende 2020 zusätzlich 130 Millionen Menschen an die Schwelle des Verhungerns gedrängt werden könnten.

„Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 sind für Gemeinschaften in Ländern in ganz Afrika sowie im Nahen Osten äußerst besorgniserregend, da das Virus das Leben und die Lebensgrundlagen von Menschen bedroht, die bereits jetzt durch Konflikte gefährdet sind. Schulschließungen im Zusammenhang mit COVID-19 führten dazu, dass 370 Millionen Kinder keine nahrhaften Schulmahlzeiten mehr erhielten.

„An allererster Stelle brauchen wir Frieden“
Das WFP habe Im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Millionen Test-Kits, Gesichtsmasken und persönliche Schutzausrüstung an 78 Länder geliefert und transportiere mit dem humanitären Flugdienst Ärzte, Krankenpfleger, medizinisches Personal und humanitäre Helfer in Länder, die Hilfe benötigen. Was aber dringend sei: „An allererster Stelle brauchen wir Frieden“, so Beasley und ein globaler Waffenstillstand sei essenziell.

Hungersnöte biblischen Ausmaßes
„Noch gibt es keine Hungersnöte. Aber ich muss Sie warnen, dass wenn wir uns jetzt nicht vorbereiten und handeln, um – Zugang zu sichern, Finanzierungslücken zu schließen und Handelsunterbrechungen zu vermeiden – könnten wir in nur wenigen Monaten mit mehreren Hungersnöten biblischen Ausmaßes konfrontiert sein“, warnte David Beasley die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats.

Die deutsche Organisation Welthungerhilfe erinnerte daran, dass schon heute alle zehn Sekunden ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger sterbe. Dabei gebe es genug Nahrung, Wissen und Mittel für alle. Mehr noch: Nahrung sei ein Menschenrecht.




Hilfsorganisation ADRA hilft COVID-19 Betroffenen weltweit

Neuausrichtung internationaler Hilfsprogramme
So berichtet Mario Oliveira, verantwortlich für das Nothilfe Management bei ADRA International, dass viele der internationalen Programme von ADRA neu ausgerichtet wurden, um eine COVID-19-Komponente aufzunehmen. Dabei werde auf die Infrastruktur, das Personal und das Vertrauen der Bevölkerung aufgebaut.

Um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, arbeiteten „engagierte ADRA-Mitarbeiter an vorderster Front gegen das Coronavirus und bieten eine Reihe von Hilfsmaßnahmen an, die von Land zu Land unterschiedlich sind”, so Oliveira. “Dazu gehören die Verteilung von Handdesinfektionsmitteln, Lebensmittelsets, Bargeldgutscheinen, Gesichtsmasken, aber auch Hygieneaufklärung und -schulung sowie die Beratung der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals, um sicherzustellen, dass sie gesund bleiben, und vieles mehr.

In Kambodscha wird Schutzausrüstung verteilt
Als Reaktion auf die rasche Ausbreitung der COVID-19-Pandemie, die das Gesundheitssystem von Kambodscha erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat, stellte ADRA in Kambodscha persönliche Schutzausrüstung für knapp 2.000 Mitarbeitende im Gesundheitswesen zur Verfügung sowie Informationsmaterial, von dem in Gesundheitszentren rund eine Million Personen profitieren sollen.

Die Lieferungen für Schutzmaterial umfassen Operationsmasken, Handschuhe, Alkohol, 20-Liter-Sprühbehälter, Handdesinfektionsgele, Thermometer. ADRA fördert auch Aufklärungskampagnen mit Broschüren, Poster und Banner, um die Verbreitung von COVID-19 zu minimieren und sendet im Radio entsprechende Durchsagen. In Dörfern wird die Bevölkerung mittels Lautsprecherdurchsagen von Motorrädern über die Bedeutung von physischer Distanzierung, Hygiene und Händewaschen informiert. Das Hilfswerk hat in Quarantänestationen Latrinen gebaut. Gemeinsam mit anderen Organisationen produziert ADRA Videoclips über sauberes Essen und Wasser sowie richtiges Händewaschen, die mittels Tablets in den Dörfern gezeigt werden.

Hilfe in der Ostukraine

Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 2014 leistet ADRA Deutschland humanitäre Hilfe in den Gebieten Donezk und Luhansk. Im Dezember letzten Jahres wurde ein Projekt für insgesamt 13.000 Personen fortgesetzt, das den humanitären Schutz, die psychosoziale Gesundheit, den Zugang zu Basisdienstleistungen und zu Trinkwasser der betroffenen Bevölkerung verbessert. In dem Projekt wird jetzt der Hygieneteil umgeplant. Anstatt Wasseraufbereitungsanlagen in geschlossenen Schulen zu bauen, bringt ADRA nun die Reinigungsmittel und das Wissen um die richtige Anwendung zu den Menschen nach Hause. Genauso verhält es sich mit den Krankentransporten. Anstatt Patientinnen und Patienten zum Arzt zu bringen, kommt nun das medizinische Personal zu den Kranken. Dadurch steigt natürlich der Aufwand, doch für die gefährdeten Personen ist es so sicherer.

Menschen, die in einer unsicheren Lage leben, wie die Menschen in der Ostukraine, sind einer besonderen psychischen Belastung ausgesetzt. Deshalb ist auch psychosoziale Betreuung ein wichtiger Faktor des Projekts. Doch wie kann eine Einzel- oder Gruppentherapiesitzung unter dem Corona-Virus stattfinden? Digital! Die Therapien werden umgestaltet und erweitert. Zum einen werden Kinder einbezogen und gleichzeitig Gewaltprävention (häusliche Gewalt nimmt aufgrund der Isolation zu) integriert.

Neuer Ebola-Fall und COVID-19 im Kongo
Die Corona-Pandemie ist gerade erst im Kongo angekommen. Es gibt bisher 327 gemeldete Fälle, darunter 25 Tote. Das Virus trifft auf eine geschwächte Bevölkerung, die unter dramatischen Mehrfachbelastungen leidet. Das wird die Sterblichkeit von COVID-19 weiter steigern. In der Demokratischen Republik Kongo ist ADRA aktiv und installiert an öffentlichen Orten in der Region Musienene Handwaschgelegenheiten und kümmert sich ganz besonders um Kleinkinder (0-23 Monate), werdende und stillende Mütter, die sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben. Außerdem gibt es eine psychologische Betreuung für Waisenkinder.

Michael Kruger, Präsident von ADRA International, lässt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Botschaft wissen, dass ADRA die Coronavirus-Situation laufend überwache. „Wir folgen den Anweisungen der Regierungen, mindern das Risiko und – vor allem – vertrauen auf Gott. Wir beten, dass Sie dasselbe tun.“




Zyklon Harold verwüstet Inseln im Pazifik

ADRA Vanuatu eröffnet ein Evakuierungszentrum
Vor der Ankunft des Zyklons eröffnete die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Vanuatu in der adventistischen Kirche von Sarakata ein Evakuierungszentrum und registrierte 200 Evakuierte, berichtet Adventist Record (AR), die Kirchenzeitschrift der Adventisten im südpazifischen Raum. ADRA koordiniere die Hilfsmaßnahmen mit dem Nationalen Katastrophenmanagementbüro von Vanuatu und Regierungsbehörden sowie mit anderen Kirchen und Nichtregierungsorganisationen.

Mit dem Zyklon Harold und der globalen COVID-19-Pandemie habe die Wirtschaft und die Bevölkerung zu Beginn des Jahres zwei schwere Schicksalsschläge erlitten, sagte der Premierminister von Fidschi, Frank Bainimarama.

Adventistische Schulen stark betroffen
Auf Vanuatu habe der Zyklon der Kategoire fünf erhebliche Schäden an Häusern, Gebäuden und Infrastruktur verursacht, schreibt AR. Am stärksten betroffen seien die Insel Santo und ihre Nachbarinseln einschließlich Aore, von der angenommen werde, dass sie im Zentrum des Sturms lag. An der Aore Adventist Academy auf Vanuatu seien laut AR die Klassenzimmer stark beschädigt sowie alle sieben Häuser des Personals zerstört worden. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Das Dach der adventistischen Grundschule in Sarakata sei abgerissen und ein Haus der ADRA-Mitarbeiter zerstört worden.

Adventisten auf den pazifischen Inseln
Fidschi: Auf Fidschi mit 878.000 Einwohnern, feiern 26.600 Adventisten jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, in 166 Gemeinden den Gottesdienst.
Salomonen-Inseln: Auf den Salomonen-Inseln leben 671.000 Personen, darunter 52.700 Adventisten in 196 Kirchgemeinden.
Tonga: Auf Tonga, mit 104.000 Bewohnern, leben 3.600 Adventisten, die in 16 Kirchgemeinden Gottesdienst feiern.
Vanuatu: Unter den 290.000 Bewohnern des Inselstaates Vanuatu gibt es 24.400 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 88 Kirchengemeinden.




Café im Seniorenheim Neandertal wird visuelle Telefonzelle

Video-Begegnung eingerichtet
In einem Schreiben an alle Angehörigen informiert Schneider, dass in dem hauseigenen Café ein großer Fernseher, eine Kamera, ein Mikrofon und ein Computer aufgestellt seien. Da die meisten Haushalte heute bereits über einen Computer mit integriertem Mikrofon und einer Kamera sowie einem Internetanschluss verfügten, könnten auf diesem Wege Angehörige und Betreuer mittels dieser visuellen Telefonzelle die Heimbewohner hören und sehen.

Per Telefonat oder E-Mail könne mit dem Sozialdienst des Seniorenheims ein Termin für die Video-Begegnung ausgemacht werden. Auf der Webseite habe das Haus dazu einen Link veröffentlicht, der zur Videokonferenz führt und die Vorgehensweise beschreibt. Allerdings könne diese Möglichkeit nur im Café und nicht in den Zimmern angeboten werden. Deshalb könnten nicht transportfähige und bettlägerige Bewohner derzeit das Angebot leider nicht nutzen.

Kontakte zu Seniorenheimbewohnern
Auf Nachfrage berichtet der geschäftsführende Vorsitzende des Advent-Wohlfahrts-Werkes (AWW), Lothar Scheel, dass auch andere Einrichtungen ähnliche Vorkehrungen getroffen hätten. Das AWW ist der Träger des Seniorenheims Neandertal und Hauptträger von insgesamt vier adventistischen Seniorenheimen in Deutschland. So würde für die Heimbewohner in Uelzen die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit ihren Angehörigen via Skype ermöglicht. Im Café könnten die Bewohner jeweils für 1 Stunde am Vormittag und am Nachmittag skypen. Im Seniorenheim Berlin-Steglitz hätten die Bewohner die Möglichkeit, ihre Angehörigen mit einem Tablet zu kontaktieren und in Friedensau bei Magdeburg sei geplant, im Gartenbereich des Seniorenheims ein „Zelt der Begegnung“ einzurichten, in dem sich Besucher und Bewohner durch eine Folie getrennt treffen können.

Kartengruß für Heimbewohner
Die auf dem gleichen Gelände gelegene Hochschule Friedensau hat sich etwas Besonderes ausgedacht. So seien nach Auskunft des Hochschulkanzlers Tobias Koch, Dozenten, Studenten und Mitarbeiter der Hochschule eingeladen, Postkarten mit einem Frühlingsgruß der Hoffnung für die Heimbewohner zu schreiben. Die Karten könnten im Kanzleibüro abgeholt werden, das auch die Verteilung an die Bewohner des Seniorenheims koordiniert.

Advent-Wohlfahrtswerk und Seniorenheim Neandertal
Das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. (AWW) ist eine soziale und karitative Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Das AWW wurde 1897 gegründet. Seit 1928 ist das AWW Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (Der Paritätische).
Das Seniorenheim Neandertal in Mettmann, unweit von Düsseldorf, ist in einem idyllischen Naturschutzgebiet gelegen. Das Haus wurde 1980 erbaut und bietet Platz für 182 Bewohner. Von 2010 bis 2012 wurde das Seniorenheim umfangreich modernisiert.

Hier zum Link der Video-Telefonie im Seniorenheim Neandertal:
https://www.seniorenheim-neandertal.de/videokontakt-mit-ihren-angehoerigen/




Hilfsorganisation ADRA kommt ins Wohnzimmer

„ADRA-Tag“ online
Es sei der allseits bekannten Situation geschuldet, so Michael Weller, der operative Leiter der ADRA gGmbH, dass ADRA nach neuen Wegen suchen musste, um den Kontakt zu Spendern und Unterstützern aufrecht zu erhalten. Daher habe man sich entschlossen, einen Live-Stream mit Beteiligung der Zuschauer als „ADRA-Tag online“ anzubieten.

Am Samstagnachmittag (04.04.) um 15 Uhr berichtete Weller auf dem Sozialen Mediendienst Facebook knapp 30 Minuten lang per Live-Chat über die aktuellen Herausforderungen bei ADRA und beantwortete Fragen, die ihm während des Berichts gestellt wurden. Über 470 Teilnehmer hätten bisher auf diese Weise „ADRA in ihr Wohnzimmer“ gelassen. „Ein Vielfaches der Teilnehmer, die wir sonst vor Ort erreichen“, so der Leiter.

Home-office und Kurzarbeit
Normalerweise folgt das Team von ADRA Einladungen von Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen im Bundesgebiet, um über die Arbeit der Hilfsorganisation zu berichten. Beim ersten Online ADRA-Tag erzählte Weller gleich zu Beginn, dass die ADRA-Mitarbeiter im Home-Office arbeiteten, das Hauptstadtbüro besetzt sei, aber die ADRA-Shops geschlossen werden mussten. Für Mitarbeiter im Bereich der ADRA gGmbH sei Kurzarbeit angemeldet worden, doch die Containeraktion laufe weiter.

Spendenzaun und Atemschutzmasken
Weller informierte auch über zwei neue Projekte, die sich spontan aus der Corona-Krisensituation gebildet hätten. In Nürnberg unterstützten die Mitarbeiter des dortigen ADRA-Shops den Spendenzaun, an dem Lebensmittel und Kleider für Obdachlose aufgehängt werden. Das Team in Stendal habe letzte Woche damit begonnen, Atemschutzmasken zu produzieren. Generell sei die finanzielle Situation der ADRA-Shops aber sehr schwierig.

Dankbar für so manche bewältigte Herausforderung
Einen besonderen Dank richtete Michael Weller auch an die Vermieter der ADRA-Shops in Lüdenscheid, Nürnberg und Stendal, mit denen hilfreiche Vereinbarungen getroffen werden konnten. Auch sei er sehr beruhigt, dass an dem Wochenende die letzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes (AA) von ihren Freiwilligendiensten auf der ganzen Welt wohlbehalten wieder in Deutschland eingetroffen seien.

Lage weiterhin kompliziert
In seinem Bericht verschwieg Weller auch nicht die komplizierte Lage in den Projektländern. Durch die Corona-Situation seien verstärkt Hygienemaßnahmen umzusetzen und noch stärker als zuvor Aufklärungsarbeiten zu leisten. Seife und Desinfektionsmittel müssten besorgt werden, was verständlicherweise immer wieder eine Herausforderung für die Teams vor Ort sei.

Die Erfahrung mit diesem ersten Online-Bericht sei ermutigend gewesen und das ADRA-Team überlege, dieses Angebot weiter auszubauen. „Vielleicht schaffen wir es, monatlich mit den Unterstützern von ADRA Deutschland digital Kontakt zu halten und über unsere Projekte zu informieren.“

Das Video des ADRA-Tages online kann hier abgerufen werden: https://www.facebook.com/ADRADeutschland/videos/556136961981783/?q=adra%20deutschland&epa=SEARCH_BOX.




ADRA: Kinder im Jemen nicht vergessen

80 Prozent der Bevölkerung im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen
Der Bürgerkrieg im Jemen habe die zivile Infrastruktur fast vollständig zerstört. Der Jemen, schon vor Kriegsausbruch das Armenhaus der arabischen Welt, leide unter fehlender Trink- und Frischwasserversorgung, und damit einhergehende Krankheiten wie Cholera. Im Jemen wären vier von fünf Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Noch gibt es keinen bestätigten Fall von Corona im Jemen, was nicht bedeutet, dass das Virus nicht vielleicht doch schon im Jemen angekommen ist. Die Krankheit würde auf eine höchst anfällige Bevölkerung treffen und immensen Schaden anrichten. Ich kann nur hoffen, dass die Jemenitinnen und Jemeniten davon verschont bleiben. Die Lage ist auch so schon katastrophal genug“, beschreibt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, die Situation im Land.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von ADRA im Jemen sei die Sorge um Schwangere, Babys und Kleinkinder, so Molke. Besonders Kinder litten oftmals unter Unterernährung und Krankheiten, die zu Entwicklungsverzögerungen oder dauerhaften physischen und geistigen Einschränkungen führten. Bisher habe ADRA 9.000 Babys und Kleinkindern helfen können.

ADRA
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros. Weitere Informationen: www.adra.de.




Freikirchen: Geflüchtete in der Corona-Krise nicht vergessen

Die VEF begrüße und unterstütze alle weltweiten, europäischen und deutschen Bemühungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, so der VEF-Vorstand in einer Pressemitteilung. Als besonders wichtig erachteten die Freikirchen, dass alles zum Schutz der Schwachen und Kranken getan werde, was möglich sei. „Unsere diakonischen Einrichtungen und zahlreiche Nachbarschaftsinitiativen unserer Gemeinden in Deutschland sind diesem Auftrag verpflichtet.“

Inhumane Lebensumstände
Schwache und Kranke gebe es aber nicht nur in Deutschland. Aktuell lebten nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.700 Migrantinnen und Migranten in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Dabei läge deren Kapazität eigentlich nur bei rund 7.000 Plätzen. Etwa 1.500 dieser Geflüchteten wären laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige. Medial sei diese humanitäre Katastrophe fast in Vergessenheit geraten. Die Menschen wären aber immer noch da und ihre inhumanen Lebensumstände hätten sich nicht verbessert. Menschen, die dort lebten, seien dem Virus gegenüber vollkommen schutzlos. Sie könnten Anderen nicht einfach ausweichen. Ein Zwei-Meter Abstand sei für sie nicht umsetzbar. Eine adäquate medizinische Betreuung könnten sie nicht erwarten, da das Gesundheitssystem vor Ort nicht einmal für die lokale Bevölkerung ausreichen würde. Ein Ausbruch von COVID-19 in einem dieser Brennpunkte hätte katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit tausender Menschen.

Aufnahme von Flüchtlingen fortsetzen
Europa und Deutschland dürften ihre Verantwortung für diese Menschen inmitten der Corona-Krise nicht vergessen. Deshalb unterstütze die VEF die Forderung des Europäischen Parlaments, die Flüchtlingslager möglichst rasch zu evakuieren, um eine schnelle Ausbreitung von COVID-19 unter den dort lebenden Menschen zu verhindern. Nicht nur in Deutschland wären Kommunen bereit zu helfen. „Wir bitten die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger, dass sie die Menschen in diesen Krisenherden am Rande Europas weiterhin im Blick behalten. Und wir fordern sie auf, zügig Lösungen zu finden, die eine Steigerung der Katastrophe durch das Coronavirus an diesen Orten verhindern.“ Die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregionen müsse in Deutschland und in Europa fortgesetzt werden. Die Bemühungen für die eigene Gesellschaft dürften nicht dazu führen, dass andere Schwache und Kranke vergessen werden, betonte der Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen.

Die VEF
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie Evangelisation und missionarischem Gemeindeaufbau, gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung.




Adventistisches Pflegeheim „Haus Wittelsbach“ unter neuer Leitung

Sieben Jahre stand Michael Mocnik als Heimleiter an der Spitze des Senioren- und Pflegeheimes „Haus Wittelsbach“ in Bad Aibling. Als 17-jähriger kam Mocnik aus Slowenien nach Deutschland. Im Odenwald nahm sich ein Ehepaar seiner an. Das Paar übernahm für ihn die Funktion von Ersatzeltern, die ihn bis heute gedanklich begleiten. Nachdem sie nun selbst auf Hilfe angewiesen sind, kehrt Mocnik zu ihnen zurück. Diesmal nicht mehr als Jugendlicher, sondern mit Ehefrau und zwei kleinen Söhnen.

Mit dem 49-jährigen Andreas Heuck wurde ein kompetenter Nachfolger für die Leitung des Hauses Wittelsbach gefunden. Heuck verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Altenhilfe und des Sozialmanagements. Dieter Neef, Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, verabschiedete den aus dem Amt scheidenden bisherigen Leiter Michael Mocnik und hieß gleichzeitig Andreas Heuck als dessen Nachfolger willkommen.

Im „Haus Wittelsbach“, das von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seit 1953 als Pflegeheim betrieben wird, leben zurzeit rund 120 pflegebedürftige ältere Menschen sowie 30 Senioren im so genannten „Rüstigenbereich“. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedensten Funktionen betreuen die Heimbewohner.




Adventisten nehmen Stellung zur Aufhebung des Verbots der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung

In der Kolumne befasst sich Naether mit der Behauptung: „Selbstbestimmtes Sterben ist Teil des Lebens, das sich die Menschen heute − zu Recht − wünschen.“ Der Freikirchenleiter erinnert daran, dass im § 217 StGB die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe gestellt wurde. Damit sollte eine gesellschaftliche Normalisierung von Sterbehilfe und deren Kommerzialisierung vermieden werden. Zusätzlich wäre es um den Schutz labiler Menschen vor interessengeleiteter Einflussnahme gegangen.

Sensibilität, Respekt und Einfühlungsvermögen erforderlich

Für Naether stelle sich die Frage: Werde aufgrund des Urteils künftig die Würde und der Wert des Menschen nach seiner Leistungsfähigkeit und seinem Nutzen für andere gemessen, sodass sich der Druck auf alte oder kranke Menschen erhöhe? Auch gelte zu bedenken: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) wertet die persönliche Autonomie des Menschen in Artikel 1 und 2 unseres Grundgesetzes so stark, dass daraus ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben erwachse. Ein Recht, dass nicht nur kranke und alte Menschen besitzen, sondern auch Gesunde. Um dieses Recht zu garantieren bedürfe es geschäftsmäßiger Angebote der Suizidhilfe, so das BVerfG.

Es erfordere ein hohes Maß an Sensibilität, Respekt und Einfühlungsvermögen über die konkrete Option des Sterbens zu diskutieren, so Pastor Naether. „Wir reden über Menschen, die an einem maximal krisenhaften Moment ihres Lebens stehen und zunächst einmal das Recht haben, ernsthaft und respektvoll wahrgenommen zu werden.“ Grundsatzfragen stünden in der Gefahr, dass sie mit ideologischer Härte oder festgefügter Vorprägung geführt würden. „Unser Gegenüber ist aber der leidende Mensch, der in Freiheit sein Leben führt und auf der Suche nach einem Ausweg ist.“ Respekt und Einfühlungsvermögen schlössen jedoch nicht aus, „dass wir für diese Menschen Zeugen des Lebens sein dürfen“.

In diesem Sinne stimmt Johannes Naether mit der Aussage in der gemeinsamen Erklärung der Vorsitzenden der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung überein: „Die Qualität einer Gesellschaft zeigt sich gerade in der Art und Weise, wie wir einander Hilfe und Unterstützung sind. Daher setzen wir unsere Bemühungen fort, Menschen in besonders vulnerablen Situationen Fürsorge und Begleitung anzubieten.

Der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Norddeutschen Verband ruft dazu auf: „Orientieren wir uns an dem Wirken Jesu, der Menschen in ihrer Freiheit respektierte und sich rückhaltlos für das Leben eingesetzt hat.“

Schmerzen lindern aber kein „Gnadentod“
Für die Siebenten-Tags-Adventisten sei „Sterben in Würde“ durchaus ein Thema, so der stellvertretende Pressesprecher der Freikirche in Deutschland, Holger Teubert. Ihr Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) unterhalte zur Begleitung schwer kranker, sterbender Menschen und ihrer Angehörigen Hospize in Uelzen und Lauchhammer im Süden Brandenburgs, sowie einen ambulanten Hospizdienst mit „Trauercafé“ in Berlin-Charlottenburg. Schon 1992 habe der Exekutivausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten eine „Konsenserklärung über die Betreuung Sterbender“ beschlossen. Aus ihr gehe hervor, dass die Freikirche einen ethischen Unterschied mache zwischen dem Verzicht auf lebensverlängernde medizinische Maßnahmen, die nur das Leiden verlängern und den Tod hinauszögern, und dem Eingreifen mit dem Ziel, das Leben des Patienten aktiv zu beenden. So sei es nicht notwendig, alle nur möglichen medizinischen Behandlungen vorzunehmen oder anzubieten, die lediglich den Vorgang des Sterbens verlängerten.

In der Konsenserklärung der adventistischen Weltkirchenleitung heiße es unter anderem: „Obwohl die christliche Liebe dazu führen kann, medizinische Maßnahmen, die Leiden vergrößern oder das Sterben verlängern, zurückzuhalten oder zu beenden, praktizieren Siebenten-Tags-Adventisten jedoch keinen „Gnadentod“ oder Hilfe zur Selbsttötung.“ Ergänzend werde, laut Teubert, hervorgehoben: „Die christliche Barmherzigkeit schließt Hilfe für Leidende ein. Beim Dienst an Sterbenden gehört es zur christlichen Verantwortung, Schmerzen und Leiden so weit wie möglich zu lindern. Das schließt jedoch nicht die aktive Sterbehilfe ein.“




Adventisten: Kirchenleitungen und Hilfsorganisationen gemeinsam gegen Coronavirus

Informationsschreiben an Kirchengemeinden weltweit
In einem Schreiben, dass auch von den regionalen Kirchenleitungen verbreitet wird, geht Landless auf die bisher bekannten Verbreitungswege der Infektionswelle ein und fasst die gängigen Vorbeugemaßnahmen zusammen. Das Fortschreiten der Krankheit könne zu einer schweren Lungenentzündung mit Zerstörung des Lungengewebes und schließlich zum Tod führen. Es habe sich außerhalb Chinas ausgebreitet und es kann nicht vorhergesagt werden, wie weit sich die Infektion noch verbreiten wird. Viele Länder hätten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung ergriffen einschließlich der Einführung einer Quarantänezeit für die Erkrankten. Der Zeitraum, in dem eine Person infektiös sein könne, liege zwischen 2 und 14 Tagen. Die Quarantänezeit betrüge 2 Wochen.

Warnung vor Panikmache – Ermutigung zu einem gesunden Lebensstil
Weiter heißt es in dem Schreiben: „Die Übertragung erfolgt durch die Ausbreitung von Tröpfchen, wenn infizierte Menschen husten oder niesen und diese Tröpfchen Zugang zum Körper über die Atemwege (Lungen) erhalten. Zu den Symptomen gehören Fieber, Husten, Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit und Müdigkeit; einige Patienten können Durchfall haben, andere sehr leichte bis gar keine Symptome.“

Die Leiterin der Gesundheitsabteilung für den Bereich Mittel- und Südeuropa, Valérie Dufour, warnt vor einer Panikmache in dieser Angelegenheit. „Wir sollten wegen des COVID-19 nicht in Panik geraten, sondern unseren Teil dazu beitragen, informiert zu bleiben, Kontaminationen zu verhindern, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen auf unser persönliches und berufliches Leben berücksichtigen und uns auf Maßnahmen vorbereiten, die einige Regierungen möglicherweise beschließen werden.

So lädt die Kirchenleitung der italienischen Adventisten, wie von der italienischen Regierung angeordnet, ihre Mitglieder in 5 Regionen Norditaliens ein, am kommenden Wochenende zu Hause zu bleiben und keine Gottesdienste abzuhalten. In anderen Ländern wird auf die Vorsorgemaßnahmen der behördlichen Gesundheitsministerien verwiesen. Hier in Deutschland werden die Veröffentlichungen des Robert-Koch Instituts (www.rki.de) mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums empfohlen.

Weltweites ADRA-Netzwerk unterstützt

Das ADRA-Netzwerk hilft den Bürgern Asiens, sich selbst zu schützen. Gebiete, in denen ADRA tätig ist, sind von COVID-19 nicht betroffen. Es laufen aber Vorbereitungen, die Verbreitung des Virus zu begrenzen. “Unser Büro in Hongkong wird mit der Bedarfsermittlung beginnen, sobald die Genehmigung dazu vorliegt. Wir arbeiten eng mit der chinesischen Regierung und den lokalen Behörden zusammen, um die Richtlinien einzuhalten und zu vermeiden, dass unsere Mitarbeiter Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind”, berichtet Mario Oliveira, der Leiter des Emergency Managements bei ADRA International, Silver Spring/USA. Es habe sie ein Hilfeersuchen erreicht und es laufen Bemühungen, den Bedarf zu erfüllen.

Weiter teilte Oliveira mit, dass ADRA in Asien Schulungen zur Reduzierung des Infektionsrisikos anbieten werde. In Afrika und im Südpazifik würden Bereitschaftspläne zur Bekämpfung des Virus entwickelt. Auf den Philippinen habe ADRA einen Plan zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ausgearbeitet und überwacht die Situation. In Asien habe das ADRA-Regionalbüro eine Risikoanalyse für das Land erstellt. „Eine der größten Möglichkeiten, sich gegen Gesundheitsrisiken zu wappnen, sind Bildung sowie Hygiene- und Sanitärmaßnahmen”, sagt er.

Da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Januar wegen des Coronavirus 2019-nCoV einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat, sei die internationale Zusammenarbeit und der Informationsaustausch unabdingbar. ADRA arbeite mit Organisationen wie den Adventist Community Services, Airlink, Hong Kong Adventist Hospitals und World Vision China zusammen, um Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in mehreren Provinzen in Zentral- und Ostchina mit chirurgischen Atemmasken der Klasse N95 zu versorgen. In diesen Ländern gebe es die höchsten Infektionsraten.

Atemmasken Mangelware
Währenddessen werden Gesichtsmasken und andere medizinisch-hygienische Hilfsgüter in Festlandchina, wie auch Hongkong, zur Mangelware. Besonders in den zentralen Regionen Hubei, Guangdong und Henan gehen Atemgeräte, Gesichtsmasken und steriles Operationsbesteck zur Neige. Auch zwei adventistische Krankenhäuser in Hongkong sind von der Knappheit bedroht.

„Wir werden daran arbeiten, diese Masken zu besorgen, da sie bei der Versorgung von der Tausenden von Menschen, die behandelt werden, eine wichtige Rolle spielen“, sagt Oliveira. Die Hilfe werde sich auch an Familien mit niedrigem Einkommen, insbesondere an Familien mit älteren Verwandten und an Obdachlose richten.
Oliveira ermutigte jeden, proaktiv und sorgfältig zu sein und die Übertragung auf sich selbst und andere zu verhindern, da die Verbreitung des Virus noch nicht abgeschlossen sei.
Innerhalb von zweieinhalb Monaten gab es Berichten zufolge über 71.000 bestätigte Fälle, wobei 99 Prozent der Fälle auf dem chinesischen Festland und über 1.700 Todesfälle weltweit zu verzeichnen sind.

Hinweise zur Vorbeugung
Die eigentlich selbstverständlichen, aber wichtigen Hinweise des Informationsschreibens hier kurz zusammengefasst:

Wie können wir uns schützen?

– Regelmäßig Hände waschen, mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und Wasser oder mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel.
– Abstand von mindestens 1 Meter zu Personen mit Erkältungs- oder grippeähnlichen Symptomen (wie Husten oder Fieber) einhalten.
– Vermeiden, Augen, Nase und Mund zu berühren.
– Fleisch und Eier vor dem Verzehr gründlich kochen und den Verzehr von rohen Tierprodukten vermeiden.
– Kontakt mit kranken Tieren und Tieren, die auf nassen Märkten leben vermeiden.

Wie können wir andere schützen?
– Nase und Mund beim Husten und Niesen mit Tüchern oder dem Ellbogen (nicht mit den Händen) bedecken.
– Die Tücher sofort nach der Verwendung in geschlossene Behälter wegwerfen.
– Hände nach dem Husten, Niesen und der Pflege anderer Kranker mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und Wasser oder einem virentötenden alkoholischen Händedesinfektionsmittel waschen.
– Engen Kontakt mit anderen vermeiden, wenn Erkältungs- oder grippeähnliche Symptome vorliegen.
– Reisen bei Fieber und Husten vermeiden.

Was tun, wenn wir krank sind?
– Bei Fieber, Husten und Atembeschwerden, ärztliche Hilfe aufsuchen und den möglichen Reiseverlauf mitzuteilen.




Puerto Rico: Nach Erdbeben - reduzierte Kosten an adventistischen Schulen

An der Metropolitan Adventist Academy (MAA) in San Juan hätten bereits 100 Plätze besetzt werden können. Es bestünden bei einigen adventistischen Schulen lange Wartelisten, schreibt Adventist Review (AR), die nordamerikanische Kirchenzeitschrift. Informationen über das Angebot seien über einen regionalen Fernsehkanal und Printmedien verbreitet worden. Laut AR sind auf dem Campus der Südwestlichen Adventistischen Akademie in Sabana Grande mit Großzelten in überdachten Hallen provisorische Klassenzimmer eingerichtet worden.

„Alle sind gestresst und besorgt wegen dieser Erdbebensituation, vor allem die jungen Leute, deshalb bieten wir zusätzliche psychologische Dienste an und ergreifen Sicherheitsmaßnahmen für die Schüler, um den Stress, in dem sie ständig leben, zu lindern“, so Rodríguez weiter. Zudem hätten die adventistischen Schulen auch Übungen für Erdbeben oder andere Notfälle durchgeführt.

Adventisten in Puerto Rico
In Puerto Rico, mit 3,2 Millionen Einwohnern – einem Außengebiet der USA -, leben 33.384 mündig getaufte Adventistinnen und Adventisten. Sie feiern in 311 Kirchgemeinden und 10 Gruppen, jeweils samstags, dem biblischen Ruhetag folgend, ihre Gottesdienste. Sie unterhalten außerdem ein Krankenhaus, eine Universität, 16 Primarschulen und 11 Sekundarschulen.

Adventisten unterhalten weltweit das größte protestantische Bildungswerk
Die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält mit rund 8.807 Schulen, höheren Schulen und Universitäten, sowie 1.881.000 Schülerinnen und Schülern (Stand 31.12.2018) das global größte protestantische Bildungswerk.




Florida/USA: Adventistisches Reha-Zentrum eröffnet

Das neue stationäre Reha-Zentrum von AdventHealth Waterman ist spezialisiert auf Schlaganfall, Hirn- und Rückenmarksverletzungen sowie auf Patienten mit Herzleiden, Amputationen, neurologischen Erkrankungen und Atembeschwerden. Diese Patienten benötigen täglich eine etwa dreistündige Therapie und multidisziplinäres Fachwissen, um zu genesen. Auch in der Rehabilitation bietet diese Einheit den Patienten die neuesten technischen Errungenschaften. Mit der Eröffnung dieses Zentrums ist AdventHealth Waterman auf 299 Betten angewachsen.

“Wir freuen uns, diese stationäre Reha-Einrichtung zu eröffnen. Dies ist eine ganz neue Art von Dienstleistung und die einzige im Landkreis”, so der Geschäftsführer der Reha-Einrichtung, J. Coomes. Für den positiven Genesungsverlauf der Patienten sei es wesentlich, dass das Zentrum in der Nähe ihres Zuhauses liegt, wo die Familie weiterhin für sie da sein kann. Früher mussten Patienten und Familien in andere Landkreise reisen, um diese Leistungen zu erhalten. Jetzt können Patienten aus dem Lake County Gebiet (Florida) in der Nähe ihres Wohnortes bleiben und sich innerhalb ihres Landkreises erholen.

Einrichtung
Alle Räume im stationären Reha-Zentrum von AdventHealth Waterman sind Einzelzimmer. Außerdem umfasst die neue Einheit ein Adipositas-Zimmer mit einem größeren Eingang und einem Badezimmer, um Patienten mit einem Gewicht von über 340 Kilogramm bequemer zu versorgen. Das stationäre Reha-Zentrum bietet auch Räume im Stil einer Wohnung. Hier können Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes reale Szenarien wie Kochen oder Wäschewaschen üben und neu erlernen.




Friedensauer Institut für Evaluation wird ausgebaut

Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit seien in ihren Projekten darauf angewiesen, ihre Arbeit nachhaltig und effektiv zu gestalten und auf ihre Wirksamkeit hin auszuwerten. Das Institut will dabei unterstützend tätig sein, so die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule. Durch ein internationales Netzwerk, das auch ehemalige Studentinnen und Studenten einbinde, könnten in vielen Teilen der Welt schnell professionelle Arbeitsgruppen vor Ort gebildet werden.

Auch wenn sich das Institut zurzeit in einer Phase der Umstrukturierung befinde, habe der neue Institutsdirektor die Evaluationstätigkeit bereits aufgenommen. Gegenwärtig werde mit Unterstützung von Alumni aus Myanmar für die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz ein Projekt in Thailand evaluiert.

Mit dem Institut biete sich auch für Friedensauer Studenten im Bereich Development Studies (Entwicklungsforschung) eine Möglichkeit, erste Praxiserfahrungen in Monitoring und Evaluation zu sammeln. In dem englischsprachigen Masterstudiengang „International Social Sciences“ sind gegenwärtig 82 Studierende aus 17 Ländern eingeschrieben. Der Dekan des Fachbereichs Christliches Sozialwesen, Professor Dr. Thomas Spiegler, sieht im Ausbau des Instituts eine weitere Stärkung der Qualität in diesem Studiengang. Er sei sich sicher, dass die Studierenden von dem Institut wertvolle Praxisimpulse erhalten würden.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Mehr als 30 Nationen sind unter den rund 200 Studierenden vertreten.

Die Theologische Hochschule Friedensau bietet im Rahmen eines Ph.D.-Studiums in Kooperation mit der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa (GBFE) auch die Möglichkeit einer Promotionsbegleitung an. Ein Ph.D.-Studium setzt einen Masterabschluss in der gleichen oder einer verwandten Disziplin voraus. Die Promotion erfolgt über die Universität von Südafrika (UNISA). Neben einem jährlichen Kolloquium der GBFE kann eine Promotionsbetreuung durch die Theologische Hochschule Friedensau erfolgen.

Weitere Informationen zur Friedensauer Hochschule unter: https://www.thh-friedensau.de




Buchankündigung: „Gemeinsam für Flüchtlinge“

Angela Merkels Satz „Wir schaffen das!“ steht am Anfang einer Integrationsdebatte, die neben kritischen Stimmen auch eine neue Bürgerbewegung hervorgebracht hat. Teil dieser ehrenamtlichen Bewegung ist das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Wie der Verlag mitteilte, beschreibt Rolly vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Integrationsdiskurses in der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Faktoren der Integration von Geflüchteten das Verhältnis von „sozialem Kapital“ und Ehrenamt sowie dessen Bedeutung für die Gesellschaft.

Auf Grundlage der Evaluierung dokumentiert das Buch Aktivitäten, Wirkungen und Lernerfahrungen der ehrenamtlichen Projektarbeit mit Geflüchteten im Rahmen des im Herbst 2015 initiierten Aktionsbündnisses „Gemeinsam für Flüchtlinge“. Darüber hinaus wird dieses Engagement in den politischen und gesellschaftlichen Integrationsdiskurs in der Bundesrepublik Deutschland eingeordnet. Nicht zuletzt würdigt das Buch den zivilgesellschaftlichen Beitrag von Gemeindeprojektgruppen zur Bewältigung dieser Herausforderung. Von Interesse sind die Erfahrungen in den Projekten selbst, die in ausgewählten Berichten, beispielhaften Geschichten, Einzelschicksalen sowie zusammenfassenden Auswertungen zugänglich gemacht werden.

Die Publikation mit der ISBN 978-3-7329-0631-4 erscheint im Verlag Frank & Timme zum Preis von 19,80 Euro.




Philippinen_ADRA bereitet Hilfe für Opfer des Vulkanausbruchs vor

„Sobald wir ein klareres Bild vom Ausmaß der Auswirkungen des Vulkanausbruchs und den Bedürfnissen der Betroffenen haben, können wir entscheiden, wie wir reagieren werden“, sagte Tom Pignon, ADRA-Regionaldirektor auf den Philippinen.

Laut PHILVOLCS, der nationalen Institution zur Information über Vulkane und Tsunamis, vom 14. Januar, gilt für den Vulkan immer noch die Alarmstufe 4 von 5. Der nationale Rat zur Katastrophenrisikominderung (NDRRMC) berichtet, dass am 14. Januar rund 30.400 Menschen von den Ausbrüchen des Vulkans Taal sowie dem daraus resultierenden Ascheregen betroffen waren. Davon seien knapp 18.200 Menschen in 118 Evakuierungszentren untergebracht worden.

Adventistische Institutionen im Umfeld des Vulkans
Mehrere adventistische Einrichtungen sind etwa 20 Kilometer vom Krater entfernt, berichtet die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten im Raum Südasien-Pazifik (Southern-Asia Pacific Division/SSD), die auch dort angesiedelt ist. Außerdem sind dies das Zentrum von Adventist World Radio für digitale Evangelisation (Adventist World Radio-Center for Digital Evangelism AWR-CDE), der Campus der adventistischen Universität in den Philippinen (Adventist International Institute of Advanced Studies AIIAS), die Büros von ADRA Philippinen sowie der adventistischen Kirchenleitung in Cavite und mehrere Kirchgemeinden im Umfeld. Ihre Gebäude seien alle von dem Ascheregen betroffen, so SSD-News.




Australien: Adventisten helfen Opfern der Buschbrände

Niedergebrannte Häuser und Obdachlose
„Das Haus, in dem wir früher gebetet haben, ist komplett verschwunden”, sagte Pastor Dragan Kanazir. „Von Wandella bis nach Batemans Bay sind Häuser verloren gegangen.”

Ein Auto verbrannte im “Feuertornado”. Der erfasste das Kraftfahrzeug und wirbelte es etwa 1.000 Meter durch die Luft von seinem ursprünglichen Parkplatz entfernt.

Evakuierungszentren
Julie Nagele, die Koordinatorin der Hilfsdienste für Aboriginal und Torres Straight Islander (ATSIM) war vor Ort, um den örtlichen Suchtrupps zu helfen, Evakuierungszentren zu besuchen und den von den Bränden betroffenen Aborigine-Orten zu helfen. Sie berichtet von einem Kirchenmitglied aus Cobargo, dass nicht auf sein Grundstück zurückkehren konnte, nachdem er sein Haus und alle Erinnerungen an seine verstorbene Frau in den Bränden verloren hatte. Sein 92-jähriger Bruder starb gestern ebenfalls.

Um den Menschen in dieser Gegend zu helfen, öffnete die adventistische Kirchengemeinde in Bega ihre Türen als Evakuierungszentrum und beherbergt derzeit über 35 Menschen und 15 Hunde. Der Kirchenraum wurde auch als Lager für Lebensmittel genutzt.

„Als wir merkten, dass das Evakuierungszentrum auf der gegenüberliegenden Straßenseite überfüllt war, haben wir schnell beschlossen, die Kirche zu öffnen und den Menschen die Nutzung der Einrichtungen zu ermöglichen”, sagte Pastor Kanazir. “Irgendwann glich unsere Kirche einer Arche Noah!“

„Andere Evakuierungszentren erlaubten keine Haustiere “, erläuterte Sarina Taituave, Direktorin der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA von SNSW. „Wir gehen davon aus, dass sich noch fast die ganze Woche Menschen in der Kirche von Bega aufhalten werden, aber heute Mittag wird die Situation neu bewertet.” Den ganzen Tag über war die Bega-Adventgemeinde gestern von dichtem Rauch umgeben.

Finanzielle Unterstützung durch Hilfsorganisation ADRA
ADRA kaufe die Nothilfegüter bei lokalen Händlern ein, um diese zu unterstützen, schreibt die Hilfsorganisation. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei überwältigend. ADRA benötige im Moment keine Sachspenden mehr, sei hingegen dankbar für finanzielle Spenden. Was aber dringend benötigt werde, sei Futter für das Vieh. Bauern in der Gegend von Buchan/Victoria hätten sich an ADRA gewandt, weil sie das gesamte Futter für ihren restlichen Viehbestand im Feuer verloren hätten Von lokalen ADRA Organisationen seien Generatoren gespendet worden, um Elektrizität zur Verfügung stellen zu können.

Angesichts der anhaltenden Krise stellt ADRA jetzt in ihrem Verantwortungsgebiet 500 Australische Dollar/A$ (310 Euro) für Familien in Not und 2.000 A$ (1.240 Euro) für Kirchengemeinden zur Verfügung, die brandgeschädigten Familien helfen. Bislang hat ADRA 15 Familien in der Region der SNSW unterstützt.

Viele Mitglieder aus den Gemeinden Tumut, Corryong und Tumburrumba (NSW) haben ihre Häuser verloren oder wurden aufgrund der Brände oder des Rauchs evakuiert, so Pastor Jeremy Taituave. Einige können nicht mehr zur Arbeit zurückkehren, während andere ehrenamtlich für die ländliche Feuerwehr (RFS) arbeiten“, so dessen Ehefrau Sarina.

Maryellen Fairfax, von der Redaktion des Adventist Record berichtet von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit unter den ländlichen Kirchengemeinden. Es sei daher notwendig, Hoffnung zu fördern, sich zu versammeln und sich gegenseitig zu ermutigen.

„Wir werden unsere Kirchen öffnen, Treffen abhalten und darüber sprechen, wie wir auf die Situation reagieren können. Wir müssen sowohl emotional als auch geistlich die Scherben aufsammeln; wir werden unsere Türen für Gebete öffnen und haben beschlossen, ein Depressions- und Angstbewältigungsprogramm (DARP) durchzuführen”, so Pastor Taituave. Besonders für Rückkehrer sei es eine sehr emotionale Zeit, wenn sie ihre Häuser völlig zerstört vorfinden.

Pastor Jorge Muñoz, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien, zeigte sich schockiert über das Ausmaß der Katastrophe. Er bat um die Fürbitte für alle Betroffenen sowie die Mitarbeitenden der Rettungsdienste. Die Leiterin der Abteilung Kommunikation der SPD, Maryellen Fairfax, zitiert den Kirchenleiter mit den Worten: „Ich spreche denjenigen, die in diesen verheerenden Bränden ihre Lieben verloren haben, mein tiefstes Beileid aus. Es gibt so viel Leid; es ist absolut herzzerreißend.“




USA: Kirchengemeinde verschenkt 150 Fahrräder zu Weihnachten

Pastor Jody Dickhaut, seit einem Jahr Pastor der adventistischen Kirchengemeinde in der 14.000-Einwohner-Stadt Moberly, hörte von der Initiative, Fahrräder zu verschenken. Sofort nahm er Kontakt mit den örtlichen Mitarbeitern von Adventist Community Services (ACS) auf, um die Aktion zu organisieren. ACS entspricht dem deutschen Advent-Wohlfahrtswerk, das sich um die Belange von Bedürftigen vor Ort kümmert. In Rundfunk, Fernsehen und auf Handzetteln wurde bekannt gemacht, dass am Sonntag, 22. Dezember Fahrräder verschenkt würden. „Wir wollten an diesem Weihnachtsfest einfach etwas Besonderes machen. Wir wollten einfach Freude schenken und weitergeben, was wir erhalten hatten, ohne irgendwelche Hintergedanken“, so Dickhaut über die Motive.

So gab es von der Kirchenleitung der Adventisten in Nordamerika einen Zuschuss für 70 Fahrräder. Der Kirchenrat jedoch entschied, sich auch zu beteiligen und durch einige finanzkräftige Sponsoren wurde die Anzahl der Fahrräder mehr als verdoppelt. Die Fahrräder wurden dann beim örtlichen Walmart-Einzelhändler in den unterschiedlichen Größen erworben.

Pro Familie gab es ein Fahrrad. Viele Kinder suchten sich ihre entsprechenden Größen aus. Ein Mann rief an und erkundigte sich, ob ihn jemand zu der Verschenkaktion abholen könne. Es stellte sich heraus, dass er zurzeit kein Fahrzeug hatte und keiner bezahlten Beschäftigung nachging. Voller Freude nahm er das Fahrrad als willkommenes Mittel der Fortbewegung in Empfang.

Zum Ende der Aktion wurde es schwieriger, die passenden Fahrräder abzugeben. Aber auch hier zeigte sich Walmart bereit, sie gegen die passenden Räder umzutauschen.

Vandeon Griffin, assoziierter Jugendabteilungsleiter der NAD berichtet, dass diese Art von Aktionen schon eine ganze Weile durchgeführt werden. In Moberly sei es das erste Mal. An vielen anderen Orten im Land würden ebenfalls Geschenke gemacht, um Freude zu schenken.

Alle Familien, die am vergangenen Sonntag kamen, hätten jeweils ein Fahrrad erhalten. Gegen 18 Uhr wären alle 150 Fahrräder verteilt gewesen, so Pastor Dickhaut.




Über 35.000 Pakete für bedürftige Kinder

Zum 20. Jubiläum der Aktion konnte der Vorjahreswert noch einmal gesteigert werden, so eine Pressemeldung von ADRA. 2018 seien noch 34.901 Päckchen gesammelt und verschickt worden. 2019 sei die Anzahl sogar auf 35.513 Pakete gestiegen. Insgesamt seien Dank der großartigen Unterstützung mit hunderttausenden Päckchen in den zwei Jahrzehnten über 600.000 Kinder glücklich gemacht worden.

„Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sowie den unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben“, so Anja Emrich, Koordinatorin der Sammlung. Jedes Paket stehe für ein Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes

Laut ADRA startete die diesjährige Spendenaktion am Weltkindertag (22.September) und endete am 24. November. Kinder in Deutschland sammeln und spenden für gleichaltrige Kinder, zeigen Mitgefühl und lernen viel über das Leben in anderen Teilen unseres Kontinentes. Was für Kinder hier oft nur Kleinigkeiten sind, bedeute für die beschenkten Kinder etwas ganz Besonderes. Deshalb diene die Aktion nicht nur als mildtätige Spende, sondern der Völkerverständigung der nächsten Generation. „Ganz besonders glücklich und dankbar sind wir angesichts der 2.815 Kinderpakete und über 500 Kisten mit Sachspenden wie Bettwäsche und Kleidung, die wir unter anderem an die Erdbebenopfer in Albanien schicken können“, sagt Emrich weiter. Ende November hatte ein Erdbeben der Stufe 6,4 den Balkan erschüttert.

Als die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ vor 20 Jahren als „Weihnachts-Spendenaktion“ startete, wusste niemand, wohin sich das Projekt entwickeln würde. Dank der unermüdlichen Mithilfe der Ehrenamtlichen und Mitarbeiter von ADRA Deutschland e.V. konnten in ganz Deutschland Pakete für Mädchen und Jungen in Osteuropa gesammelt werden.

Mehr zur „Aktion Kinder helfen Kindern!“ https://kinder-helfen-kindern.org/




ADRA Vorstand neuer Vorsitzender des Aufsichtsorgans von „Aktion Deutschland hilft“

Seit 2001 arbeiten deutsche Hilfsorganisationen im Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland hilft“ zusammen, um im Fall einer humanitären Krise Kräfte zu bündeln und schnelle und zielgerichtete Hilfe zu leisten. ADRA Deutschland ist Gründungsmitglied. Der Vorstand und das besondere Aufsichtsorgan übernehmen wichtige Beratungs-, Beschluss- und Kontrollfunktionen.

Gemeinsam schneller helfen – unter diesem Motto werden im Katastrophenfall Hilfsmaßnahmen innerhalb der Mitgliedsorganisationen von „Aktion Deutschland hilft“ koordiniert und effizient eingesetzt. Dadurch werden sowohl Überschneidungen von Maßnahmen als auch Versorgungslücken vermieden. Laut den Vereinten Nationen steigt die Zahl der humanitären Krisen und Konflikte weiter an. „Für 2020 rechnen wir mit fast 168 Millionen Menschen, die humanitäre Hilfe und Schutz brauchen werden. Das entspricht einem von 45 Menschen auf diesem Planeten. Das ist der höchste Stand seit Jahrzehnten“, so UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

Hilfsorganisationen stehen vor immer neuen Herausforderungen
„Um diese bewältigen zu können, befindet sich das gesamte humanitäre System in einem massiven Wandel“, sagt Edith Wallmeier, die neu gewählte Vorstandsvorsitzende von „Aktion Deutschland hilft“. „Und es geht hierbei nicht nur um eine Sanierung des Systems: Der Aufgabenbereich für Nichtregierungsorganisationen muss erweitert werden und sie müssen sich zum Teil neu aufstellen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in unserem Vorstand und dem besonderen Aufsichtsorgan fühlen wir uns dieser großen Aufgabe auch weiterhin gewachsen und werden als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen die Zukunft der humanitären Hilfe mitgestalten“, fügt Wallmeier zu.

Aktion Deutschland hilft ist das 2001 gegründete Bündnis von 23 renommierten deutschen Hilfsorganisationen. Gemeinsam helfen sie Menschen, die durch große Katastrophen alles verloren haben. ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation. ADRA Deutschland wurde 1987 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland gegründet und gehört zu einem weltweiten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros.




Albanien: Spendenaufruf für obdachlose Familien

Das Beben der Stärke 6,4 hatte den gesamten Balkan erschüttert. Nach offiziellen Angaben sind 51 Menschen ums Leben gekommen, weitere 2.000 Menschen sind verletzt. Nach Angaben der Regierung sind 4.000 Menschen obdachlos und 1.200 Gebäude unbewohnbar.

Laut Geschäftsführer Christian Molke von ADRA Deutschland sei die Hilfsorganisation seit Jahren in Albanien aktiv und betreibe u.a. seit 2017 in der Region Fushë-Kruja, unweit des Epizentrums des Erdbebens, ein Bildungs- und Integrationsprojekt für Roma-Familien. Elf Familien aus dem Projekt wurden obdachlos und mussten die ersten Nächte im Freien verbringen. Insgesamt sind 43 Familien auf Unterstützung angewiesen.

So berichtet Molke von Tefta Osmani, einer 58-jährigen Roma-Frau und Mutter von 8 Kindern. Sie lebt in Fushë-Kruja. Durch das Erdbeben sei das Dach ihres Hauses zerstört, das Haus sei unbewohnbar und Tefta ohne Obdach.

Wie viele andere Roma-Familien in dem betroffenen Gebiet schlief Tefta zwei Nächte lang vor ihrem Haus. Schon vor dem Erdbeben waren die Häuser der Roma in einem sehr schlechten Zustand. Doch hatten sie zumindest ein Dach über dem Kopf, das sie vor Wind und Wetter schützen konnte. Unmittelbar nach dem Beben habe ADRA Albanien Tefta und ihren Familienmitgliedern mit Kleidung, Lebensmittelpaketen, Matratzen und anderen Hilfsmitteln geholfen. Tefta sei überwältigt von der Hilfe und könne kaum in Worten ausdrücken, wie dankbar ihre Familie sei.

Da die Regierung die Roma in Albanien vernachlässige, sei es umso wichtiger, dass wir ihnen beistehen. Mit einer Spende könnten wir den Familien helfen, die Krise zu überwinden. Fünfzig Euro unterstützten eine Familie ein halbes Jahr lang mit Kleidung und Schuhen. Für 30 Euro gebe es eine Notunterkunft für eine ganze Familie.

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (International Nongovernmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto: “Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe” arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros (Stand: 1. Januar 2018) partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Spenden für die Albanienhilfe unter dem Stichwort „Erdbeben Albanien“ auf der Spendenwebseite von ADRA: https://adra.de/spendenformular/




ADRA Albanien leistet Nothilfe nach dem Erdbeben

Koordination mit Behörden vor Ort
ADRA Deutschland ist seit Jahren in Albanien aktiv und betreibt u.a. seit 2017 in der Region Fushe Kruja, unweit des Epizentrums des Erdbebens, ein Bildungs- und Integrationsprojekt für Roma-Familien. Elf Familien aus dem Projekt wurden obdachlos und mussten die erste Nacht im Freien verbringen. Insgesamt 43 Familien sind auf Unterstützung angewiesen. ADRA Albanien ist seit 1993 im Land tätig.

Die Koordination der Hilfsmaßnahmen sei auch bereits angelaufen, heißt es in einer Medienmitteilung von ADRA Deutschland. Eine Lageeinschätzung soll Klarheit schaffen, was am notwendigsten gebraucht wird. Anschließend wird unter den Hilfswerken aufgeteilt, wer für Lebensmittel, Wasserversorgung, Kleidung, Zelte und Decken zuständig ist.

Spendenaufruf

Unterstützung bei der Nothilfe in Albanien werde dringend benötigt, so Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V.. Mit einer Spende unter dem Stichwort “Erdbeben Albanien” könne den Familien geholfen werden, die Krise zu überwinden. Dabei würden für ein Lebensmittelpaket für eine Person 56 Euro/Woche und für die Erstausstattung Nothilfe (Kleidung, Decken, Zelt) 10 Euro/Person aufgewendet.

Mehr zu ADRA Albanien: https://adraalbania.org/
Facebookseite: https://www.facebook.com/adraalbania/




Pfadfinder pflanzen Bäume für den Klimaschutz in Dubai

Initiative Plant a Legacy
Die Projektinitiative “Plant A Legacy” (PAL) [deutsch = pflanze ein Erbe] zielt auf den Klimaschutz ab. Die Initiative wurde ursprünglich von der Bildungseinrichtung Global Education Management Systems (GEMS) mit Sitz in Dubai ins Leben gerufen. Daran beteiligte sich eine Grundschule der Organisation Kindergarden Starters. Die Direktorin der Schule, Asha Alexander, absolvierte einen Kurs zum Klimawandel bei den Vereinten Nationen (UNCC) und wurde anerkannte Klimalehrerin. Nach Abschluss des Kurses schulte sie ihrerseits ihre über 300 Lehrer und auch sie wurden akkreditiert.

15.000 Ghaf-Bäume in 65 Tagen
Um das Gelernte anzuwenden, starteten Alexander und ihre Lehrer PAL im September 2019 mit der Absicht, innerhalb eines Jahres 15.000 Bäume zu pflanzen. Sie begannen, Bäume in verschiedenen Gebieten Dubais zu pflanzen. Sie luden auch andere Organisationen ein, sich an der Initiative zu beteiligen. Die Reaktionen waren größer als erwartet und mit dieser überwältigenden Unterstützung erkannten sie, dass sie weniger als ein Jahr benötigen würden, um ihr Ziel zu erreichen. Durch die Mobilisierung anderer Schulen und Unternehmen konnte das Projekt in nur 65 Tagen abgeschlossen werden.

Pfadfinder beteiligen sich an der Baumpflanzung

Als das Projekt für andere Organisationen geöffnet wurde, sah Claudia Bennet, eine Lehrerin der Schule, darin auch eine großartige Möglichkeit für den Pfadfinderclub an der Schule. Zwei Jahre zuvor war sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern dem Pfadfinderclub beigetreten und engagierte sich seither regelmäßig in der Ausbildung der Pfadfinder. Jerrandy Sonsona, der Leiter einer der teilnehmenden Gruppen, erinnert sich: “Als der Aufruf zur Teilnahme an PAL an die Unternehmen erging, informierte Claudia uns sofort und bat uns, dass wir auch teilnehmen und in unseren Pfadfinderuniformen erscheinen”.

Ghaf-Bäume für den Klimaschutz
Die Pflanzung der 1.400 Ghaf-Bäume stärke die Pfadfinder und Abenteurer in ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl, in dem sie lebten, so Sonsona. Der Ghaf-Baum (prosopis cineraria) wurde gewählt, da er Toleranz symbolisiere; er sei resistent gegen Dürre und überlebe gut in rauer Wüstenlandschaft. Der Ghaf-Baum gilt auch als „Nationalbaum“ der Vereinigten Arabischen Emirate.




ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Laut der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der ThHF diskutieren während des zweitägigen Workshops die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, wie Intersektionalität als analytischer Rahmen im Bereich der Entwicklungsforschung genutzt werden kann. Zum einen soll eine intersektionelle Perspektive die Geschlechterdimension in die oft geschlechterblinde Forschung integrieren, auf der anderen Seite möchte die Tagung durch eine intersektionale Sichtweise dazu beitragen, Geschlecht als binäre Kategorie aufzulösen und die Verbindung von unterschiedlichen Differenzkategorien sichtbar machen. Die Tagungsmoderation obliegt Professorin Dr. habil. Ulrike Schultz, Prodekanin des Fachbereichs Christliches Sozialwesen der ThHF. Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Sektion ESSA
Die Sektion ESSA wurde 1972 von der DSG gegründet und trat 1974 während dem 17. Soziologentag in Kassel erstmals als Sektion Entwicklungssoziologie und Sozialanthropologie auf. Die Sektion versteht sich seither als ein Forum für die Diskussion der Soziologie sogenannter Entwicklungsländer, der Soziologie transnationaler Entwicklungsprozesse, von entwicklungspolitischen Fragen sowie für vergleichende sozialanthropologische Studien. Im Vordergrund steht die empirisch fundierte theoretische Reflexion von Veränderungsprozessen. Dazu gehören soziologische Implikationen der Globalisierung und der Transformationsprozesse in Europa. Die zentrale Aktivität der Sektion sind die halbjährlichen Tagungen.




Adventistisches Seniorenheim Uelzen feiert 50-jähriges Bestehen

Festgottesdienst
Im Rahmen eines Festgottesdienstes für die Bewohner am Samstagmorgen betonte der Präsident der regionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Niedersachsen und Bremen, Pastor Ralf Schönfeld, den Gedanken der Barmherzigkeit. Über Jesus meinte er, wenn es um Barmherzigkeit ginge, kannte er keine Gnade. Er hätte getan, was den Menschen guttat. Ein Seniorenheim biete die größte Gelegenheit, Zuwendung und Barmherzigkeit zu schenken. Am Nachmittag begeisterte Konzertpianist Ronny Kaufhold mit Werken von Bach, Chopin, César Franck und zuletzt Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“.

Festakt
Am Sonntagmorgen waren Mitarbeiter, Partner und Gäste eingeladen, einen Rückblick auf die fünf vergangenen Jahrzehnte zu werfen. Außergewöhnlich war, dass der erste Heimleiter mit seiner Frau anwesend sein konnte. Der bereits 92-jährige Herbert Wagner berichtete eindrucksvoll von den bescheidenen Anfängen. Man habe sich eher als Heimleiter-Eltern verstanden und Hausfrauen als erstes Pflegepersonal beschäftigt.

Rückblick
Mit einem geschichtlichen Rückblick ließ der Präsident der überregionalen Kirchenleitung für Nord- und Ostdeutschland, Pastor Johannes Naether, Vergangenes noch einmal Revue passieren. Bereits 1960, so seine Ausführungen, sei nach einem geeigneten Grundstück für ein Altenheim gesucht worden. Fünf Jahre später sei dann der Beschluss zum Erwerb des Grundstücks Waldstr. 1 gefasst worden. In einer Bauzeit von 19 Monaten und 11 Tagen sei das Baugeschehen abgeschlossen und ein Haus mit 100 Betten errichtet worden. Am 1. Oktober 1969 war dann Betriebsbeginn mit insgesamt 95 Personen, davon 82 Frauen und 13 Männer und 4 Ehepaare. Das Durchschnittsalter lag bei 76,1 Jahren.

Unvermeidliche Brandschutzmaßnahmen und auch der Blick auf die beginnende Pflegeversicherung machten Mitte der 90er Jahre unbedingt notwendige bauliche Veränderungen erforderlich, die mit 8 Millionen D-Mark zu Buche schlugen. Schließlich entschied man sich aber für einen Neubau an jetziger Stelle mit Gesamtfinanzierungskosten in Höhe von 18,4 Millionen D-Mark. In diesen Bau wurde Ende November 2002 mit nun 114 Plätzen umgezogen, 16 davon in einem geschützten Bereich für dementiell erkrankte Menschen.

Heute gehören zum Campus ein Seniorenheim, ein Gemeindehaus, das Uelzener Hospiz und ein Wohnhaus für Senioren, die bei Bedarf Unterstützung erhalten können. Geschäftsführer Georg Remmert wies darauf hin, dass das Haus jedem offen stehe, nicht nur Mitgliedern der Freikirche. Naether schloss seinen Rückblick mit den Worten: „Wo Menschen von einer Idee vom Evangelium getrieben sind, da finden sich Wege. Gott ist mit uns, dafür danke ich.“

Advent-Wohlfahrtswerk
Ein Jahr vor Inbetriebnahme wurde der Verein „Advent-Wohlfahrtswerk Altenheim Uelzen e.V.“ als Trägerverein des Seniorenheims gegründet. Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und unterhält in Deutschland neben vier Seniorenheimen Kindergärten, Schulen, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen und Hospize. Als Gründungspartner der Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“ leistet der AWW seinen Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland. Der geschäftsführende Vorsitzende des AWW, Lothar Scheel, verwies auf die Gründung des christlichen Hilfevereins vor 120 Jahren. Den Gründern sei es damals darum gegangen, sich um die Armen und Elenden zu kümmern. Getrieben habe sie dabei die Vorstellung, Werke der Barmherzigkeit zu tun, um zu zeigen, dass es ihnen ernst war mit dem christlichen Glauben. Seit 2017 ist der Träger in die „Advent-Wohlfahrtswerk Seniorenheim Uelzen gGmbH“ umbenannt.

Gäste und Danksagungen
Propst Hagen vom evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Uelzen mit dem benachbarten Heilig-Geist-Stift sprach als erster der geladenen Gäste. Er bestätigte dem Seniorenheim einen guten Ruf. Es sei eine Erfolgsgeschichte, auf die die Träger stolz sein könnten. Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer ließ die Anwesenden wissen, dass der Staat Nächstenliebe nicht organisieren könne und er deshalb froh sei, dass es solche Einrichtungen gebe. Der Bundestagsabgeordnete Henning Otte betonte, der Beruf der Pflegekraft müsse attraktiver und entsprechend entlohnt werden. Beide CDU-Politiker unterstrichen die christliche Nächstenliebe und Wärme als Grundlage des sozialen Handelns, die allerdings auch mit viel Kraft einhergehe.

Für ihren Dienst im Seniorenheim wurden besonders das Heimleiter-Ehepaar Herbert und Gisela Wagner, der technische Leiter Erich Schillberg und der erste Chefkoch Dieter Burvelit geehrt. Sie seien alle Mitarbeiter der ersten Stunde und hätten mit ihrem langjährigen Dienst zum Erfolg der Einrichtung beigetragen. Unter den Aufmerksamkeiten befand sich auch ein Arbeitsbuch mit dem Titel: ProBuch. Es enthält themenorientierte Texte und ist als Arbeitsbuch für Bewohner und Mitarbeiter solcher sozialen Einrichtungen gedacht. Gemeinsam mit den Leitern des Seniorenheims Neandertal bei Düsseldorf hat Herausgeber Manuel Bendig ein Werk publiziert, das zum Nachdenken über Themen von A wie Abend bis Z wie Zukunft anregen möchte.

Jubiläumsfest
Am Nachmittag ab 14 Uhr war auf der Wiesenfläche ein Zelt für ein Gospelkonzert aufgestellt. Im Haus selber gab es verschiedene Führungen und Stationen zum Thema „Alt werden“. So konnte man an einer Stelle erleben, wie beschwerlich es einem im Alter von achtzig Jahren beim Gehen, Sehen und Schreiben geht. Weitere Informationen zu AWW und Seniorenheim unter www.aww.info




Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Am stärksten von Hunger gefährdet seien Kinder bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres. Das Entwicklungsdefizit durch Fehl- und Unterernährung belaste die Kinder ein Leben lang. Laut Feststellung der FAO wären 2018 knapp 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren unterernährt oder unterentwickelt gewesen. Dazu kämen noch einmal 20 Millionen Babys mit zu geringem Geburtsgewicht.

Den insgesamt 821,6 Millionen Menschen, die an Hunger leiden, stünden zwei Milliarden übergewichtige Menschen gegenüber. „Während wir in Deutschland Lebensmittelverschwendung bekämpfen, leiden weite Teile von Afrika und Asien unter Mangel- oder Unterernährung. Ursachen für Hunger sind Naturkatastrophen, Krieg und wirtschaftliche Unsicherheit. Die Ressourcen auf der Welt sind ungleich verteilt“, so Christian Molke, Geschäftsführer der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland. Am dramatischsten sei die Lage in Ostafrika. Dort wäre bis zu einem Drittel der Bevölkerung unterernährt. Die zahlenmäßig meisten unterernährten Menschen lebten in Asien.

Hunger trifft die Armen, egal wo

„Hunger, Mangel- und Unterernährung sind bei weitem kein Phänomen, das nur den globalen Süden trifft. Immerhin acht Prozent der Bevölkerung in Nordamerika und auch in Europa hat keinen Zugang zu ausreichender Nahrung“, betonte Christian Molke anlässlich des Welternährungs-/Welthungertags am 16. Oktober.

ADRA Deutschland unterstütze Menschen bei der Versorgung mit Lebensmitteln in Kambodscha, Laos, Äthiopien, Burundi, Burkina Faso, Kenia, Mali, Somalia und Peru. Die Hilfe sei dabei sehr unterschiedlich. So helfe ADRA in Peru durch marktwirtschaftliche Anreize, in Kambodscha würden Familien mit Hausgärten unterstützt und in Burkina Faso, eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Erde, gelte es die Bauern in angepassten landwirtschaftlichen Techniken, Wasser- und Bodenkonservierung, Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Vermarktungstechniken sowie in Ernährungspraktiken zu schulen.




Brasilien: Schüler wollen 30.000 Baumsetzlinge pflanzen

Schüler der adventistischen Posse Schule in Goiás, Brasilien, haben kürzlich im Rahmen des Projekts “nachhaltige Schule”, einer Initiative des adventistischen Bildungsnetzwerks im Mittleren Westen Brasiliens, über 300 Ipê-Baumsamen auf dem Schulgelände gepflanzt. Diese besondere Initiative legt den Schwerpunkt auf den Umweltschutz.

Daten des nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE) zeigen, dass von August 2018 bis Juli dieses Jahres 6.798 Quadratkilometer des Amazonas abgeholzt wurden. Das entspricht etwa der 2,5 fachen Größe des Saarlandes. Eine weitere Statistik, die auf der Website der GreenInitiatives vorgestellt wurde, zeigt mit Hilfe eines CO2-Rechners, dass die Kohlendioxidemissionen in Brasilien derzeit 7,85 Tonnen pro Jahr und Einwohner entsprechen.

Der Ipê-Baum wurde gewählt, weil er effektiv CO2 eliminiert und leicht zu pflanzen ist. Neben der Posse Schule beteiligen sich 36 weitere Schulen der Freikirche in der Region an dem Programm „nachhaltige Schule”. Ihr Ziel ist es, 30.000 Setzlinge zu pflanzen.

Der Umweltminister der Stadt Goiás, Cesar de Abreu, genehmigte die Initiative und besuchte die Schule. Der städtische Forstingenieur Tamiles Rodrigues half den Schülern, die Samen zu pflanzen.

Anreiz zur Pflege
Daniel Pereira, der Leiter der Posse Schule, betont, dass hier praktische Ausbildung geboten und das Umweltbewusstsein geschärft würde. “Die Schüler sind begeistert und es war sehr schön, wie sie sich gefreut haben, die Setzlinge in den Boden zu pflanzen”, sagte er. “Sie haben mich gefragt, ob auch sie dazu beitragen würden, die Welt zu verbessern. Von nun an werden wir einen Zeitplan für alle Klassen erstellen, um die Bewässerung und das Wachstum der Samen zu verfolgen, bis sie die ideale Größe haben, um schließlich in die Erde verpflanzt zu werden.”

“Vom ersten Moment an, als das Projekt angekündigt wurde, haben wir uns vorgenommen, mitzumachen und in der Stadt bekannt zu machen”, fügt Pereira hinzu. “Also haben wir Partner gesucht. Diese waren leicht zu finden, weil die Thematik in der Region und weltweit große Bedeutung hat.”

Ipê-Setzlinge wurden entsprechend der Anzahl der Schüler und Mitarbeiter an jeder Schule verteilt und in der Woche vor dem Baumtag, der am 21. September gefeiert wurde, gepflanzt. Mit der Aussaat von 30.000 Samen wird geschätzt, dass 4.750 Tonnen Kohlendioxidemissionen aus der Umwelt eliminiert werden.

Die Posse Adventist School allein hofft, in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsmann Ivon Valente, dem Inhaber von Rádio Cultura FM, das Projekt fortzusetzen und bis Ende 2020 über 5.000 Setzlinge zu pflanzen.




Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“ feiert 50-jähriges Bestehen

“Eines hat sich in fünf Jahrzehnten nicht geändert”, sagte Maranatha-Präsident Don Noble. “Gott ist treu, und er ist Maranatha treu geblieben. Wir haben seine Hand immer wieder gespürt.”

Beeindruckende Zahlen
Die Maranatha-Initiativen seien vielfältig. In den fünf Jahrzehnten, seit John Freeman die erste Missionsreise für Familie und Freunde auf die Bahamas organisiert hat, habe Maranatha seine Vision immer wieder verwirklichen können, so Leiter und Freiwillige. Ursprünglich als Initiative von Privatpiloten mit ihren Familien gestartet, ist heute daraus ein weltumspannendes Hilfswerk geworden.

Die Anzahl der Aktivitäten sei beeindruckend. Seit 1969 habe Maranatha 2.170 Missionsteams mit über 85.000 Freiwilligen in 88 Ländern beschäftigt. In diesen Projekten habe die Organisation 11.229 neue Gebäude errichtet und über 1.000 Wasserbrunnen gebohrt. Insgesamt wären 9.079 Kirchen und 3.110 Unterrichtsräume mit einer Gesamtfläche von rund 1.219.235 Quadratmetern (13.123.731 square footage) gebaut worden.

Nicht nur Zahlen
Aber Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte, denn bei Maranatha geht es nicht nur um Gebäude, sondern um die Unterstützung individuellen Lebens und der gesamten Kirchengemeinde. “Es hat sich immer wieder gezeigt”, sagte Noble, “dass, wenn Maranatha anfängt, in einem Land zu arbeiten, die [dortige] Kirchengemeinde als Ganzes wächst.”

Maranathas Anwesenheit belebe auch die lokalen Kirchenmitglieder, meint Samuel Makori, Präsident der regionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ost-Kenia.

“Ich habe gesehen, dass Einzelpersonen und Ortsgemeinden dank Maranatha aus ihren Komfortzonen aufbrechen und in ländlichen Gebieten Hilfe leisten. [Maranathas Dienst] ist eine Motivation für unsere Mitglieder”, so Makori.

Zukünftige Herausforderungen

Der Service von Maranatha ist jedoch nicht ohne eigene Herausforderungen. Maranatha wurde in einer Zeit gegründet, als es nur wenige Initiativen gab, die die Freikirche durch private Spenden ohne die Zuweisungen der Kirchenorganisation unterstützten. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl dieser Dienste gestiegen. Maranatha steht vor der Frage, wie sie sich von den vielen Fördermöglichkeiten der Gemeindeglieder abheben kann.

“Ich denke, die Bedürfnisse sind vielfältig, und jeder kann sich einbringen”, sagte Vizepräsident Kenneth Weiss. “Was Maranatha betrifft, so ist das Management sehr transparent; man kann die Ergebnisse sehen und sieht sie schnell.” Durch sorgfältig koordinierte Bemühungen fliegen die Freiwilligen von Maranatha in der Regel an einen Ort und bauen in wenigen Tagen ein Kirchengebäude oder Schulräume.“

Auf der anderen Seite werden die “Pioniere” von Maranatha oder diejenigen, die dem Dienst in seinem ersten Jahrzehnt geholfen haben, immer weniger, bestätigten die Verantwortungsträger. Maranatha muss die nächste Generation erreichen, um den Pool seiner Helfer gesund und aktiv zu halten.

“In den nächsten Jahrzehnten wird die Herausforderung darin bestehen, die Millennials mit der Unterstützung eines solchen Dienstes zu beauftragen”, räumte Weiss ein. “Als Maranatha begann, wurde es hauptsächlich von jungen Menschen und Ruheständlern unterstützt”, erklärte er. “Jetzt ist die Altersstruktur ausgeglichener, da sich viele Familien mittleren Alters engagieren und in diesen Dienst investieren.”

Ein Teil dieses Trends ergibt sich wohl aus dem Erfolg der Familienprojekte von Maranatha, die ganzen Familien zu kurzen Bauarbeiten in der ganzen Welt berufen. Gleichzeitig haben andere Initiativen, die sich ausschließlich an Jugendliche richten, auch Eltern beteiligt.

“Familienprojekte sind sehr beliebt”, sagte Weiss. “Wenn wir die Anmeldung für ein bestimmtes Projekt eröffnen, füllt sie sich in der Regel sehr schnell. Und Menschen, die bereits einmal teilgenommen haben, sind die beste Werbung, weil sie erlebt haben, dass Maranatha ihr und das Leben anderer Menschen verändert hat.”

Mehrere Leiter der Freikirche überbrachten ihre Grüße und betonten, wie Maranatha zur Entwicklung der adventistischen Freikirche beigetragen habe, indem sie Kapellen, Klassenzimmer und Wasserbrunnen gebaut hätten.

Was kommt als nächstes?
Trotz der beeindruckenden Leistungen von Maranatha gebe es noch viel zu tun, sagte Kyle Fiess, Maranathas Vizepräsident für Projekte. Fiess berichtete über Maranathas Arbeit in Sambia, einem Land, in dem nach neuesten Statistiken jeder zwölfte Einwohner Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist.

“Im Jahr 2018 bat die Kirchenleitung Maranatha um Hilfe, im Norden Sambias, einer Region, in der es über 3.000 Kirchengemeinden ohne Versammlungsräume gibt, “Jetzt, da Maranatha dort ist, werden wir bis Ende des Jahres 80 Kirchen gebaut haben“, bestätigte Fiess. Es sei allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen ginge es darum, mitzumachen, meinte Gilberto Araujo, der Präsident der regionalen Kirchenleitung der Elfenbeinküste. Maranatha plane sein erstes Projekt in diesem Land für Februar 2020 und Araujo sagte, er sei begeistert von den sich abzeichnenden Möglichkeiten.




Leiter des Hilfswerks ADRA International zurückgetreten

„Der ADRA-Vorstand nimmt Jonathans Rücktritt an und drückt seine Wertschätzung für seinen Dienst aus“, sagte Ella Simmons, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und eine der sechs Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

„Jonathan war seit seiner Wahl im Jahr 2013 Präsident von ADRA International“, sagte Simmons. Er hat das Netzwerk von über 130 unabhängigen Landesbüros geleitet, „um einen neuen strategischen Rahmen zu schaffen, der es ADRA ermöglicht, sich an die sich ändernden Trends in der Entwicklungszusammenarbeit sowie im humanitären Sektor anzupassen“.

Der Australier Jonathan Duffy war zuvor als Leiter von ADRA Australien und des Warburton Adventist Hospital sowie in der Gesundheitsabteilung der Kirche (Adventist Health Department) im südpazifischen Raum tätig.

Interimsweise übernimmt Michael Kruger die Leitung, bis dahin Vizepräsident der Finanzabteilung des Hilfswerks. Kruger hat über 30 Jahre Erfahrung im höheren Management sowohl im kaufmännischen als auch im gemeinnützigen Bereich.

ADRA International

ADRA International ist hauptsächlich in neun Kernbereichen tätig: Soziale Gerechtigkeit, Katastrophenhilfe, wirtschaftliches Wachstum, Kinder, Geschlechtergerechtigkeit, Volksgesundheit, Wasser, Abwasser & Hygiene, Hunger & Ernährung, Existenzsicherung & Landwirtschaft. Das weltweite ADRA Netzwerk der 130 Landesbüros hatte 2017 ein Projektvolumen von 219 Millionen US-Dollar (200 Millionen Euro).

ADRA Deutschland
ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto “Gerechtigkeit|Mitgefühl|Liebe” arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros (Stand: 1. Januar 2018) partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Das ADRA Netzwerk besteht aus rund 130 regionalen und nationalen Landesbüros. ADRA gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Der Jahresbericht 2017 von ADRA Deutschland kann im Internet heruntergeladen werden: https://adra.de/wp-content/uploads/2019/01/18423-ADRA-Gesch%C3%A4ftsbericht_2017.pdf.




Pfingstgemeinden nehmen zur Situation von Konvertiten in Deutschland Stellung

Das geschehe, obwohl die Konvertiten durch den Dienst von Gemeinden des BFP und anderer Kirchen in Deutschland tiefgehende und lebensverändernde Christuserfahrungen gemacht und sich in das Leben von Gemeinden und in der Gesellschaft konstruktiv integriert hätten, heißt es in der Erklärung. „Nicht wenige Berichte von Pastoren und Pastorinnen des BFPs über den Verlauf der Befragungen von Konvertiten stimmen uns nachdenklich“, berichtete Reinhard Leistner der Leiter der Arbeitsgruppe „Migration und Integration“ im BFP.

Unvoreingenommene Übersetzer gefordert

Die Konferenz setze sich in ihrer Erklärung nachdrücklich dafür ein, dass die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen staatlichen Stellen und der (frei-) kirchlichen Seite grundlegend verbessert werde und die Übersetzer neben ihrer sprachlichen Kompetenz und der Kenntnis gängiger christlicher Begriffe auch auf ihre unvoreingenommene Haltung gegenüber Menschen, die sich zu Jesus Christus bekennen, ausgewählt würden.

Die Erklärung kann heruntergeladen werden bei https://www.bfp-aktuell.de/details/erklaerung-zur-situation-von-konvertiten-in-deutschland?file=files/GB_Content/news/2019_09_BUKO/2019-09-24_BFP-Erklaerung-Konvertiten-Deutschland.pdf&cid=1902

BFP
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) zählt in Deutschland 63.393 Mitglieder in 843 Kirchengemeinden. 327 davon (39 Prozent) seien Migrationsgemeinden. Einschließlich der Kinder, Jugendlichen und regelmäßigen Gästen gehörten nach eigenen Angaben mehr als 181.000 Personen dem BFP an (Stand 24.09.2019). Weitere Infos unter www.bfp.de.




Sucht im Alter – der Umgang mit einem Tabuthema

„Er lebt schon seit einigen Jahren allein“, schildert Kerstin Knorr eine der vielen Geschichten von älteren Menschen mit einem Suchtproblem. Die Kinder sind längst raus und haben ihr eigenes Leben. Seine Frau ist viel zu früh verstorben, dabei hatten sie noch so viel vor. Reisen wollten sie und ihr Heim genießen, dass sie fast abbezahlt haben. Aber es kam anders. Da er schon immer einem guten Tropfen nicht abgeneigt war und es in seinem Beruf immer wieder Gelegenheiten zum Anstoßen gab, war der „Tröster“ aus der Flasche über den erlittenen Verlust naheliegend. Wenn er bisher vielleicht hin und wieder etwas zu viel trank, geschah das nun regelmäßig. Kaum jemand nahm die Veränderungen wahr, zumal man ihn ja nur noch selten sah. Erst als er äußerlich etwas heruntergekommen, unrasiert und mit ungepflegtem Haar nun fast täglich seinen Beutel Bierflaschen heimtrug munkelten die Nachbarn, dass er offensichtlich ein Problem hat – ein Alkoholproblem.

Gründe für Alkoholprobleme im Alter
Als Gründe, warum Alkohol im Alter zu einem Problem werden könne, nennt die Suchttherapeutin alterstypische Übergänge und kritische Lebensereignisse, wie Verrentung, Umzug, Partnerverlust, chronische Schmerzen oder psychosomatische Erkrankungen. Zudem könnten verordnete Medikamente mit Suchtpotential vor allem bei Schmerzpatienten in eine Abhängigkeit führen.

Andere Konzepte bei Suchterkrankung im Alter erforderlich
Es gebe allerdings einen Unterschied zwischen einer Suchterkrankung im Alter und in jüngeren Jahren, betont Kerstin Knorr. Wenngleich die Symptome einer Suchterkrankung aller Betroffenen Übereinstimmungen zeigten, gebe es im fortgeschrittenen Alter gravierende Unterschiede. Zudem führe physiologisch gesehen die verminderte Suchtmitteltoleranz aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels bei älteren Menschen zu signifikant höherem Blutalkohol, was wiederum die Lebenszeit deutlich verkürzen könne.

Die üblichen Hilfesysteme wie Suchtberatungsstellen wären mit ihren Konzepten und Angeboten eher auf die jüngere Bevölkerung orientiert, berichtet die Leiterin der SBB in Chemnitz. Wie die Suchterkrankung selbst unterscheide sich im Alter auch die Beratung und Behandlung von denen jüngerer Menschen. In der zweiten und dritten Lebenshälfte gehe es auch nicht mehr um Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Vielmehr gehe es um spezifische Risiken im Alter, die auch andere Anknüpfungspunkte für Prävention und Therapie notwendig machten.

Im Unterschied zu Jüngeren sei das Ziel bei älteren Menschen nicht unbedingt die radikale Verhaltensänderung im Sinne absoluter Abstinenz, meint Kerstin Knorr. Abstinenz wäre bei Hochbetagten und Pflegebedürftigen unter Umständen sogar mit starkem Schmerzgeschehen verbunden. Es müssten auch nicht immer Diagnosen gestellt oder langwierige Therapien verordnet werden. Vielmehr gehe es um die Senkung gesundheitlicher Risiken durch eine Verminderung des Alkoholkonsums und eine Verbesserung der Lebensqualität, wenngleich mitunter nur bedingt oder auf verhältnismäßig niedrigerem Niveau. Dabei sei individuell zu klären, ob und wie sich das Suchtverhalten des Betroffenen auf seine Gesundheit und Lebensqualität auswirke. Das erfordere Einfühlungsvermögen und Wertschätzung gegenüber den Betroffenen.

Hilfe für ältere Menschen mit Alkoholproblemen
Die Hilfe geschehe in der Regel in Kooperation mit dem Seniorensozialdienst des Sozialamtes, den gesetzlichen Betreuern und begleitenden Diensten, sowie in Zusammenarbeit mit Angehörigen oder Pflegepersonen, das Einverständnis des Betroffenen vorausgesetzt, informierte die Suchttherapeutin.

In der Beratung würden zunächst die psychosoziale Situation und die Kontextfaktoren geklärt. In einem zweiten Schritt werde versucht die verbliebenen Ressourcen zu aktivieren, um einen Zugewinn an Lebensqualität zu erreichen. Ein dritter Schritt sei die Rückfallprophylaxe.

Die Beratung erfolge überwiegend im Hausbesuch und werde kombiniert mit offenen Angeboten wie beispielsweise der Besuch von Tagestreffs, was zudem die soziale Kontaktaufnahme anrege.

Suchtberatung- und Behandlungsstelle Chemnitz
Die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle (SBB) des Advent-Wohlfahrtswerkes in Chemnitz, Hans-Sachs-Str. 9 (www.suchtberatung-chemnitz.de), ist auch ein Anlaufpunkt für ältere Menschen mit einem Suchtproblem. Dort habe man sich mit der Teilnahme am Bundesmodell „Sucht im Alter“ dieser besonderen Aufgabe gewidmet und biete, laut Kerstin Knorr, gezielt Beratung für ältere Menschen an.

Die Suchttherapeuten sind ausgebildet und auch erfahren im Umgang mit suchtkranken älteren Menschen. Man kann sich telefonisch oder in einem Erstgespräch für eine fachliche Suchtberatung anmelden. Alles Weitere ergibt sich dann daraus.

Nicht nur Suchtabhängige, auch Fachkräfte in der Sozialarbeit oder aus der Pflege sowie aus anderen sozialen Berufen können sich jederzeit im konkreten Einzelfall zu Suchtproblemen im Alter an die SBB in Chemnitz wenden. Die SBB bietet Informationen, fachliche Beratung und die Möglichkeit der konkreten Einzelfallhilfe an.




„Aktion Kinder helfen Kindern!“ bundesweit am Weltkindertag eröffnet

Paketaktion
An vielen Orten in Deutschland gibt es Aktivgruppen, die sich an der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ beteiligen. Dort erhalten die Kinder ein leeres Paket (oder auch mehrere) und füllen es zuhause; meistens gemeinsam mit den Eltern. Mit einer Spende von 5 Euro für den Pakettransport wird das Paket dann wieder zur Sammelstelle zurückgebracht. Von dort geht es mit LKWs in die verschiedenen Länder in Osteuropa, um rechtzeitig vor Weihnachten einzutreffen.

20-jähriges Jubiläum
Als die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ vor 20 Jahren als „Weihnachts-Spendenaktion“ startete, ahnte niemand, wohin sich das Projekt entwickeln würde. Dank der unermüdlichen Mithilfe vieler Ehrenamtlicher und Mitarbeiter von ADRA Deutschland e.V. konnten in ganz Deutschland Pakete für Mädchen und Jungen in Osteuropa gesammelt werden. Mit hunderttausenden Päckchen wurden bisher über 600.000 Kinder glücklich gemacht.

Ehrenamtliche Helfer
„Wir sind unseren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unendlich dankbar! Ohne sie wäre die ‚Aktion Kinder helfen Kindern!‘ in keinem Jahr möglich gewesen. Wir laden alle ein uns auch in diesem Jahr zu unterstützen“, so Anja Emrich, Leiterin des Projekts in Weiterstadt bei Darmstadt.

Solidarität zwischen Europa und Osteuropa
Die diesjährige Spendenaktion endet am 24. November. Im Aktionszeitraum baut ADRA eine Brücke zwischen den Kindern hier und Osteuropas. Kinder in Deutschland erfahren mehr über das Leben in anderen Teilen unseres Kontinentes und zeigen Mitgefühl für Gleichaltrige. Die Kinder in Deutschland verschenken Schul- und Spielsachen, Kuscheltiere und andere nützliche Dinge. Was für die Kinder hier oft nur Kleinigkeiten sind, ist für die beschenkten Kinder etwas ganz Besonderes. So bekommen sie nicht nur Unterstützung, sondern erfahren europäische Solidarität. Im letzten Jahr konnten so fast 35.000 Pakete von Deutschland aus verschickt werden. Jedes Paket steht für ein Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes.




ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demonstration in Rohingya-Flüchtlingslager

Die Hilfswerke ADRA sowie die muslimische AL Markajul Islami Sangstha hätten T-Shirts und Banner für eine Kundgebung gegen die Rückführung der Rohingya-Flüchtlinge nach Myanmar zur Verfügung gestellt, heißt es in dem Regierungsbericht.

Das Hilfswerk bestritt jegliches Fehlverhalten und sei weiterhin bestrebt, mit den Behörden zusammen zu arbeiten, um die Situation so schnell wie möglich zu klären. ADRA wolle seine Rolle als Hilfswerk bei der Verwaltung der südlichen Lager am Cox’s Bazar wieder aufzunehmen. Cox’s Bazar ist laut Wikipedia eine Stadt in Bangladesch mit 167.477 Einwohnern. Sie liegt mehr als 150 km südlich der Hafenstadt Chittagong am Golf von Bengalen und ist Verwaltungssitz des Distrikts Cox’s Bazar.

Grundsatz der Neutralität
ADRA bekenne sich zum Grundsatz der Neutralität, heißt es in der Stellungnahme. Daher beteilige sich das Hilfswerk zu keinem Zeitpunkt an Auseinandersetzungen politischer, rassischer, religiöser oder ideologischer Art. Darüber hinaus stelle ADRA sicher, dass alle Partnerschaften mit anderen Organisationen nach diesem Prinzip gestaltet seien, sodass humanitäre Hilfe allein bedarfsgerecht geleistet werde.

In der Region um Cox’s Bazar sei ADRA nach eigenen Angaben ein wichtiger Partner der Regierung, der das staatliche Büro des Kommissars für Flüchtlinge, Nothilfe und Rückführung bei der lebensrettenden Bewältigung der Flüchtlingskrise unterstütze.

ADRA seit 1981 in Bangladesch tätig
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist seit 1981 in Bangladesch tätig. Sie ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die beim Büro für NGO-Anliegen der Regierung von Bangladesch registriert sei. ADRA konzentriere sich im Land vor allem auf Entwicklungsprojekte in den Bereichen Bildung, Resilienz als Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, Wiederaufbau und Neuentwicklung, Notfallhilfe und wirtschaftliche Unterstützung. In den letzten vier Jahrzehnten habe sich ADRA in Bangladesch vor allem darum bemüht, bedürftigen Personen und Familien in ländlichen Gebieten Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die es ihnen erlauben, eigenverantwortlich zu handeln.




Haus Wittelsbach in Bad Aibling feiert Richtfest

Jetzt konnte Heimleiter Michael Mocnik zum Richtfest und gleichzeitig zur Baustellenbesichtigung einladen. Zahlreiche Besucher waren seiner Einladung gefolgt, unter ihnen Bad Aiblings Erster Bürgermeister Felix Schwaller und Kurdirektor Thomas Jahn. Dieter Neef, Finanzvorstand des Trägervereins, begrüßte die Gäste mit den Worten aus dem Bibelbuch Psalm 23: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar“. Darauf nahm Pastor Wolfgang Dorn, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern, in einer kurzen Andacht Bezug. Als kirchlicher Träger der Einrichtung wolle man auch den neuen Baukomplex dem Herrn widmen, in dem sich gut wohnen und bleiben lasse. Da ein derartiges Projekt erhebliche finanzielle Mittel erfordert, war auch Björn Stein angereist. Er repräsentiert die Bank für Kirche und Diakonie, die Teile der Maßnahme finanziert. Mit viel Humor trug Hans Obermeyer den Richtspruch vor. Danach folgte eine zünftige Brotzeit.

Neugierige konnten sich verschiedenen Führungen durch die Baustelle anschließen. Bei einem solchen Rundgang zeigte sich Bad Aiblings Erster Bürgermeister Felix Schwaller tief beeindruckt von dem Neubau und dem pflegerischen Konzept, das hier Einzug halten wird. Für Kurdirektor Thomas Jahn ist eine Einrichtung wie das Haus Wittelsbach eine Werbung für Bad Aibling als attraktive Badestadt. Auch Architekt Thomas Otte und Projektleiter Joachim Vetter beantworteten fachkundig die Fragen der Besucher. Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung bildeten „die vier Hinterberger Musikanten“.

Haus Wittelsbach
Das Senioren- und Pflegheim Haus Wittelsbach im oberbayerischen Bad Aibling ist ein Seniorenheim mit vollstationärer Pflege und Kurzzeitpflege. Der Träger ist der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V. mit Sitz in Bad Aibling. Der Verein ist Teil des Sozialwerkes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Das Haus ist eine „rauchfreie Zone“ und bietet 69 rüstigen und 125 pflegebedürftigen Senioren Platz.

Informationen zum Haus Wittelsbach unter: https://www.seniorenheim-wittelsbach.de/




Staatspräsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

Während der Eröffnungszeremonie, an der regionale Kirchenleiter, Kirchenmitglieder und Regierungsbeamte teilnahmen, informierte Eustace Pennicook, Gründungsdekan der medizinischen Fakultät, dass zunächst vier Hauptgebäude entstanden seien: ein Wissenschaftskomplex mit neun Labors und Vorlesungsräumen, die mit Computern und interaktiven Whiteboards ausgerüstet seien, eine Cafeteria, ein modernisierter Komplex als Studentenwohnheim und ein Gästehausbereich. Die medizinische Fakultät befindet sich auf dem 22 Hektar großen Masoro Hauptcampus adventistischen Universität von Zentralafrika in Kigali.

Weitere Baumaßnahmen geplant
Pastor Blasious M. Ruguri, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Ost- und Zentralafrika, dankte Staatspräsident Kagame für die asphaltierte Straße, welche den Zugang zum Campus erleichtert. Gleichzeitig teilte Ruguri mit, dass die neue medizinische Fakultät ein Projekt sei, das die lokalen finanziellen Möglichkeiten übersteige. Er dankte deshalb der adventistischen Weltkirchenleitung sowie den Kirchenmitgliedern aus der von ihm geleiteten Region für ihre großzügige Unterstützung. Ruguri erinnerte daran, dass künftig noch mehr Land benötigte werde, um weitere Einrichtungen für die Institution zu bauen, darunter ein Universitäts-Lehrkrankenhaus. Die neue medizinische Fakultät soll außer Ruanda auch Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Somalia, Südsudan, Tansania und Uganda als Kompetenzzentrum dienen.

Pastor Wilson dankte Staatspräsident Kagame für die Religionsfreiheit im Land. Er forderte die adventistische Kirchenleitung in Ost- und Zentralafrika auf, nicht nur schöne Gebäude zu bauen, sondern auch eine qualitativ hochwertige Ausbildung in ihnen anzustreben.

Kagame verspricht Land und Geld für den Bau eines Lehrkrankenhauses
Staatspräsident Paul Kagame, der von seiner Frau Janet begleitet wurde, lobte die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten dafür, dass sie die Gesundheit zu einer Säule der Evangelisation und Entwicklung gemacht habe. Die Adventisten hätten in Ruanda während 100 Jahren zur Entwicklung des Landes beigetragen. Was die medizinische Fakultät betreffe, so dankte er der Kirche dafür, dass sie ein „ehrlicher Partner“ der Regierung Ruandas sei. „Ich verspreche, Land und Geld zur Verfügung zu stellen, um ein Lehrkrankenhaus für die medizinische Fakultät zu bauen“, sagte Kagame.

Adventisten in Ruanda
In Ruanda, mit 13 Millionen Einwohnern, feiern 855.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.844 Kirchen und 691 Gruppen jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, den Gottesdienst. Die Adventisten unterhalten im Land 46 Grundschulen, 13 höhere Schulen, eine Universität, eine medizinische Fakultät, ein Krankenhaus, neun Tageskliniken sowie eine Radio- und TV-Station.




Bahamas: ADRA und adventistische Kirche helfen Opfern

„Dorian“, ein Hurrikan der Kategorie 5, hat ab dem 1. September während 40 Stunden die Inseln Abaco, Grand Bahama, Bimini und die Beereninseln auf den Bahamas am härtesten getroffen. Winde von mehr als 300 Kilometern pro Stunde seien laut IAD über die nördlichen Bahamas gefegt. Die Kommunikation sei schwierig, besonders auf den Abaco-Inseln, nördlich der Hauptstadt Nassau, wo sich fünf adventistische Kirchen mit über 900 Mitglieder befinden.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA koordiniere von der Hauptstadt Nassau aus die Nothilfe für die Opfer des Hurrikans. Die nationale Katastrophenhilfeorganisation der Bahamas habe die adventistische Kirche gebeten, Baby- und Kinderbekleidung zu liefern. Laut Pastor Kerr werde die Kirche die Hilfspakete bereitstellen und die Mitglieder der Ortsgemeinden mobilisieren, um die Bemühungen zu unterstützen.

„Unser Hauptziel besteht darin, Trinkwasser, Nahrung und Unterkunft, Kleidung sowie Zelte für jene bereitzustellen, die alles verloren haben“, sagte Pastor Peter Kerr, Präsident der überregionalen Kirchenleitung der atlantischen Karibik (Atlantic Caribbean Union). Die Kirche richte Suppenküchen ein und werde Hygieneartikel, Betten, Zelte, Mückenschutzmittel und Generatoren für Schulen und Kirchen verteilen. Gleichzeitig werde auch eine Datenbank von Adventisten erstellt, die bereit seien, jene bei sich aufzunehmen, die keine Unterkunft mehr hätten.

Adventisten auf den Bahamas
Auf den Bahamas, mit rund 354.000 Bewohnern, feiern 20.400 Siebenten-Tags-Adventisten in knapp 60 Kirchen jeweils samstags den Gottesdienst.




Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

Blinde spüren, was sie gerade erleben
Die Sprache und die Atmosphäre, die Kultur und das Klima wären nicht nur mit den Augen erfahrbar, sondern auch durch das Hören, Riechen und Schmecken, gibt Thäder zu bedenken. Aber was heißt das konkret? Jeder Ausflug der Blindenfreizeit werde vorab erst einmal ausführlich beschrieben. Außerdem versuche das Team etwas vorzubereiten, was die Teilnehmer ertasten können. Zum Beispiel ein Fühlbild mit dem Grundriss der Stadt, die besucht werden soll oder mit Modellen von markanten Gebäuden. Dieses Jahr gab es laut Pastor Thäder unter anderem Ausflüge in die Straßburger Altstadt, ins Europaparlament sowie zu einem Baumwipfelpfad. Blinde könnten sehr genau spüren was sie gerade erleben: den Wind in den Baumwipfeln, die sakrale Stimmung einer Kirche oder die Atmosphäre eines Parlamentsgebäudes.

Alle zwei Jahre eine Blindenfreizeit
„Die Freizeitteilnehmer genießen den Austausch unter Mitbetroffenen, außerdem trauen sie sich in der Gruppe Dinge, die sie sich alleine nicht zutrauen“ so der Leiter der Hope Hörbücherei. Abends hätten sich die 19 Blinden und Sehbehinderten erzählt, was sie am Tag „gesehen“ haben. Denn in den Köpfen der Blinden entstünden Bilder der Dinge, die sie gespürt, gehört, gerochen und geschmeckt haben, erläutert Thäder. Die diesjährige Blindenfreizeit fand vom 1. bis 15. August im „Haus Schwarzwaldsonne“ in Freudenstadt statt. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und Österreich. Die Freizeit 2019 wurde durch die „Aktion Mensch“ gefördert.

„Alle zwei Jahre organisieren wir solch eine Freizeit“, so Thäder. Der Veranstalter ist das Advent-Wohlfahrtswerk, das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Verantwortlich für die Durchführung ist der Leiter der Hope Hörbücherei des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“. Die nächste Blindenfreizeit ist für Sommer 2021 vorgesehen.

Hope Hörbücherei
Der Dienst der Hope Hörbücherei wurde 1964 als Blindenhörbücherei der STIMME DER HOFFNUNG ins Leben gerufen. Jeder, der sehbehindert oder blind ist, kann christliche Zeitschriften und andere Veröffentlichungen auf DAISY-CD, MP3-CD oder Audio-CD und Bücher auf DAISY-CD, MP3-CD gesprochen kostenlos ausleihen. Der Verleih von mehreren Hörbüchern auf einer SD-Karte ist möglich. Ältere Buchtitel gibt es auch noch auf Kassetten. Weitere Informationen unter: https://www.blindenhoer-buecherei.de/




„Zehntenhäuser“ für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Nach Vorbild der Bibel
So wie die israelitischen Hirten jedes zehnte Tier Gott als Zehnten gegeben hätten (Die Bibel in 3 Mose 27,30+32), so werde jede zehnte Süßkartoffel, Jamwurzel, Wasserbrotwurzel oder Banane in das „Zehntenhaus“ gelegt. Im Gebiet des Südpazifiks seien diese „Zehntenhäuser“ und die darin gelagerten Kirchengelder in Form von Naturalien Ausdruck der Treue jener Menschen, die erkannt hätten, dass Gott es sei, der ihnen alles gebe, so Townend. Der Bezirkspfarrer sammle jeweils diese Zehnten, trage sie auf den Markt, verkaufe sie und übergebe das gelöste Bargeld dem örtlichen Büro der adventistischen Kirchenleitung.

Bargeldlos spenden per App
In australischen Kirchengemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten könne es auch passieren, dass kaum jemand etwas für die Kollekte gebe, die im Gottesdienst gesammelt wird. Dennoch seien Spenden und Zehnten an die Kirche gewachsen so Townend. Da viele Leute ohne Bargeld unterwegs seien, habe die Kirche die App „egiving“ eingerichtet, über die man den Zehnten und die Gaben bargeldlos überweisen könne.

Mehr dazu: https://egiving.org.au/




Australien: Obdachlos für einen guten Zweck

Bei über 400 Menschen, die jede Nacht Obdachlosigkeit in der Gegend erleben, sah Casey Wolverton, Pastor in der Glenvale Seventh-day Adventist Church, Handlungsbedarf. “Wir haben eine der größeren Kirchen hier in Toowoomba…. also denke ich, dass wir Verantwortung übernehmen und nach Lösungen suchen sollten”. So verbrachte er sogar eine ganze Woche auf der Straße. Über 7.600 Dollar (6.850 Euro) wurden von den Adventisten in dieser Nacht gesammelt, wobei die jüngeren Teilnehmer die größeren Summen erzielten. Der Jüngste, ein 10-Jähriger, sammelte fast 400 Dollar (360 Euro) für das Projekt.

Aktion „Eine Woche Obdachlos 2019“

Das Projekt wurde im Rahmen der Nationalen Obdachlosen Woche von der gemeinnützigen Organisation Base Services organisiert. Die Organisation bietet den Bedürftigen Lebensmittel, warme Kleidung und andere Annehmlichkeiten sowie Hilfen zur Unterkünften und Gesundheitsdiensten. Hauptorganisator des Projekts war Nat Spary. Spary leitet eine Suppenküche (Base Soup Kitchen) für Obdachlose in der Region, in der sich auch Adventisten regelmäßig engagieren. Das gesamte Projekt der Obdachlosenwoche brachte über 100.000 Dollar (90.000 Euro) für die Suppenküchenarbeit ein.




Evangelische Friedensarbeit: 80 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkrieges Frieden wieder in Gefahr

Der Frieden wieder in Gefahr
„80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs ist der Frieden wieder in Gefahr“, mahnt Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Derzeit gebe es zahlreiche gewaltsam ausgetragene Konflikte und Kriege. Menschen würden aus Furcht vor Gewalt und Verfolgung ihre Heimat verlassen und Rüstungsexporte dazu beitragen, dass Konflikte nicht friedlich gelöst werden könnten, kritisiert auch Lutz Krügener, einer der Sprecher der EAK und Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. „Deutschland ist eine der größten Rüstungsexportnationen und hat an dieser Entwicklung einen wesentlichen Anteil“, so Krügener.

Mehr finanzielle Mittel für zivile Konfliktbearbeitung
Eine deutsche Verantwortung für den Frieden in der Welt sollte nach Ansicht der Evangelischen Friedensarbeit aber eher darin bestehen, sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einzusetzen, betont Renke Brahms. „Dazu gehört, dass finanzielle Mittel für eine zivile Konfliktbearbeitung auszubauen und die Friedens- und Freiwilligendienste national wie international stärker zu unterstützen sind.“ Ebenso gelte es, den Klimaschutz massiv auszubauen, um eine weitere Ursache für Krieg und Flucht einzugrenzen.

Eine atomwaffenfreie Welt
Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg verlange auch die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt, betont die Evangelische Friedensarbeit. „Der Zweite Weltkrieg endete durch den Abwurf zweier Atombomben auf Japan, die Hundertausenden den Tod brachten, mit Folgen bis heute für die Opfer. 80 Jahre später wollen die Atommächte ihre Arsenale modernisieren und aufrüsten, gleichzeitig werden Abrüstungsverträge gekündigt. Damit steigt die Gefahr eines nuklearen Konflikts. Dem muss sich entgegengestellt werden“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

„Die Opfer des Zweiten Weltkriegs sind auch 80 Jahre nach dessen Beginn eine laute und andauernde Mahnung für den Frieden“, stellte Renke Brahms fest. Direkt nach dem Krieg hätten die Kirchen der Welt betont, dass Krieg nach Gottes Willen nicht sein solle. „Dem sind Christinnen und Christen bis heute verpflichtet.“

Der Wortlaut des EAK-Aufrufs findet sich bei: https://static.evangelisch.de/get/?daid=y82zK2PrZ9qUs9ypa_mCjbHI00237231&dfid=download

EAK
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für diejenigen, die in den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit zuständig sind. Sprecher im Bundesvorstand der EAK sind Wolfgang Buff, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), und Lutz Krügener, Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wird im EAK-Vorstand und in der Mitgliederversammlung von Dr. Horst Sebastian vertreten, Leiter des Referats Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Weitere Informationen: www.eak-online.de




Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

Pressekonferenz
Noch am Morgen hatten die Organisationen SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen zu einem Pressegespräch nach Berlin geladen. Dort schilderten beide Hilfsorganisationen die Lage auf dem Rettungsschiff Ocean Viking und forderten einen sicheren Hafen für die 356 Geretteten sowie ein verlässliches Ausschiffungssystem. „Die europäischen Staaten müssen dafür Sorge tragen, dass sich die Blockade von Rettungsschiffen auf See nicht wiederholt!“.
Anfang August startete die Ocean Viking ihren Einsatz in internationalen Gewässern im Mittelmeer. In der Zeit vom 9. bis 12. August nahm das Schiff insgesamt 356 Schiffbrüchige an Bord und versorgte sie seit mittlerweile 13 Tagen. „Das Schiff kann 200 Personen für einige Tage gut versorgen, wir brauchen jetzt eine kurzfristige Lösung für die Ocean Viking,“ so Jana Ciernoch, Politische Referentin von SOS MEDITERRANEE. Der Konferenz zugeschaltete Crewmitglieder berichteten über die angespannten Zustände an Bord und Schicksale der Geretteten. Über 90 unbegleitete Minderjährige seien unter den Geflüchteten. Die Geretteten seien traumatisiert, berichten von dramatischen Erlebnissen in libyschen Flüchtlingslagern sowie von körperlichen und sexuellen Gewalttaten. Auch gegenüber Minderjährigen. „Einige Gerettete trieben über 40 Stunden auf dem Wasser, bis wir sie gefunden haben. Sie sind dehydriert, hungrig und geschwächt, benötigen medizinische und psychologische Hilfe,“ ergänzte Max Avis, Rettungskoordinator von SOS MEDITERRANEE aus Marseille.

Mit den Geretteten hatte die Ocean Viking in internationalen Gewässern zwischen Italien und Malta ausgeharrt und wartete auf eine Einfahrgenehmigung. Die Vorräte gingen zur Neige, Brauchwasser wurde bereits rationalisiert, viele Gerettete schliefen wegen Platzmangels an Deck.

Appell an EU-Staaten

Beide Hilfsorganisationen appellierten an die Staaten der Europäischen Union, endlich einen sicheren Hafen für die Geretteten zu öffnen. „Und es braucht ein verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete, statt jedes Mal wieder neu diskutieren zu müssen. Das ist wie bei anderen Rettungseinsätzen, es bleibt keine Zeit lange zu klären, in welches Krankenhaus Gerettete gebracht werden dürfen,“ appellierte Florian Westphal, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen. „Solange es keine menschenwürdige Lösung gibt, werden wir weiter Menschenleben retten. Niemand darf auf See sterben,“ fügte Jana Ciernoch abschließend hinzu. Die Organisationen verwiesen auf das geltende Seerecht, wonach Staaten schnellstmöglich einen sicheren Hafen für aus Seenot Gerettete zur Verfügung stellen müssen. Die Ocean Viking ist derzeit das einzige Rettungsboot, welches im Mittelmeer unterwegs ist.

Nach der heute gefundenen europäischen Lösung zeigte sich SOS MEDITERRANEE erleichtert. Bevor die Ocean Vking so schnell wie möglich in den Rettungseinsatz im zentralen Mittelmeer zurückkehren kann, muss die Crew wechseln, sowie Treibstoff und weitere Vorräte an Bord gebracht werden.

Der Einsatz von SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen wird durch ein Bündnis von Hilfsorganisationen, darunter ADRA Deutschland e.V., unterstützt.




Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

Die Familien haben Werkzeuge, Öfen, industrielle Lebensmittelmaschinen sowie Rohstoffe dazu Nähmaschinen, Drucker und Fast-Food-Karren, zum Verkauf auf den Straßen sowie weitere Ausrüstungen erhalten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Kolumbien hat allen Familien einen Korb mit Lebensmitteln und Spiele für die Kinder ausgegeben. Elf Stunden seien die Familien über die Verwendung der Geräte, den Verkauf von Produkten und die Verwaltung ihrer kleinen Unternehmen geschult worden, berichtet die Kommunikationsabteilung der Siebenten-Tags-Adventisten in Kolumbien. Die Geschäftsinhaber werden einmal im Monat mit den Mitarbeitenden der Universität zusammentreffen, damit diese die Projektentwicklung begleiten und unterstützen können.

Ermöglicht wurde das Projekt durch Gelder, Lebensmittel und Rohstoffe, die von Adventisten und nichtadventistischen Familien für das Projekt zur Verfügung gestellt wurden. Sie haben auch den Transport organisiert, um die Waren zu den Häusern der Begünstigten zu bringen. Im November sollen weitere 20 Familien vom Projekt profitieren.




Adventisten: Resilienz im Zentrum des Aktionstages am 24. August

Resilienz
In diesem Jahr geht es um Gottes Weg zur Resilienz. Nach Dr. Julian M. Melgosa, assoziierter Leiter der Erziehungsabteilung der Weltkirchenleitung, geht es um „die Fähigkeit, sich von Unglücksfällen [zu] erholen oder sich Veränderungen anpassen zu können.“ Diese Art von Resilienz sei die Fähigkeit, sich gut anzupassen, wenn man mit einem verstörenden Ereignis wie Unglücksfällen, Verletzungen, tragischen Ereignissen, Bedrohungen und anderen Stressauslösern konfrontiert wird. Dazu gehöre auch häusliche und sexuelle Gewalt.

Schwerpunkttag am vierten Samstag im August
Im Jahre 2001 hat die Weltkirchenleitung der Adventisten erstmalig einen Aktionstag zur Prävention von Missbrauch ausgerufen. 2014 wurde er in „enditnow (jetzt beenden) Schwerpunkttag“ umbenannt. Beim „enditnow“-Tag gestalten Frauen auf der ganzen Welt Gottesdienste und Seminare, in denen sie darauf hinweisen, wie wichtig es ist, dass die Kirche das Problem von Missbrauch und Gewalt nicht verschweigt.

Materialpakete
Von der Webseite adventistischer Frauen im deutschsprachigen Raum können Materialien zu diesem Tag heruntergeladen werden (www.sta-frauen.de). Dazu gehören formulierte Referate, Power-Point-Präsentationen sowie ausgearbeitete Seminare zu den Themen „Heilsames Denken“ und „Vergebung“. Es heißt dort zu den Beweggründen: „Obwohl für viele Menschen ein unbequemes Thema, ist es immer deutlicher geworden, dass Missbrauch ein ernsthaftes Problem für Christen, [auch] Siebenten-Tags-Adventisten ist.“ Missbrauch in jeglicher Form entstelle den Leib Christi – das gelte sowohl für Opfer und Täter als auch für die Kirchengemeinde, die mit den verletzten Mitgliedern zurückbleibe.

enditnow
Bei einem „enditnow-Schwerpunkttag“ sagen Siebenten-Tags-Adventisten ein deutlichen NEIN zu jeglicher Form von Gewalt. An diesem Tag bieten sich Möglichkeiten für örtliche Kirchengemeinden, das Thema anzusprechen und damit zu enttabuisieren, das Schweigen zu brechen, Kirchenmitglieder und Kirchenleiter für diese Problematik zu sensibilisieren, die Gesellschaft zu informieren und den Opfern Hilfsangebote zu eröffnen.




Adventisten: großes soziales Engagement bei Pfadfindertreffen

„Talente“ in Portugal
Die Idee in Portugal war einfach und wirkungsvoll: Pfadfinder waren eingeladen, an Themenworkshops teilzunehmen, in denen sie neben dem Erlernen von Fertigkeiten auch einige kleine Perlen, die sogenannten „Talente“ und eine sehr wertvolle „Josua-Karte“ (im Wert von je 50 Talenten) erwarben. Diese Talente konnten sie im eigens dazu organisierten Lagerleben (ein spezielles Programm, bei dem Pfadfinder Essen oder Aktivitäten kaufen konnten) ausgeben. Es gab aber auch eine andere Möglichkeit. Die fast 4.000 Pfadfinder wurden über das Hilfsprojekt der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA zur Unterstützung von 30 Kindern in São Tomé informiert, so dass ihre Spenden (in Form der „Talente“ und „Karten“) dazu beitragen würden, die bedürftigen Kinder ein ganzes Jahr lang zu ernähren und zur Schule zu schicken. Sponsoren würden diese Spenden dann in reales Geld umwandeln.

Das Ziel der Pfadfinder waren 10.000 Talente oder 200 Karten. Voller Überraschung kündigte Pastor Jonatan Tejel am letzten Morgen die erstaunliche Anzahl von 76.951 Talenten an, die von den Pfadfindern gesammelt wurden; fast das Achtfache des ursprünglichen Ziels. “Es gibt Hoffnung für die Zukunft”, so João Martins, Exekutivdirektor von ADRA Europa. “Wenn wir das uneigennützige Verhalten all‘ dieser Pfadfinder sehen, können wir sicher sein, dass Sensibilität für die Bedürfnisse anderer Menschen eine ihrer Charaktereigenschaften ist.”

5.000 Notfallbehälter in USA
Auf dem großen Lager in Oshkosh/USA gab es eine andere Herausforderung. Marshall Gonzales, Direktor des Adventistischen Sozialdienstes (Adventist Community Services ACS) der Adventisten im Südwesten der USA erklärt: während einer Katastrophe sei ein 5-Gallonen-Eimer [entspricht 19 Liter] mit dringend benötigten Reinigungs- und Hilfsmitteln Gold wert für jemanden, der gerade eine Naturkatastrophe überlebt habe. Wichtig sei es, solche Behälter in ausreichender Menge bereit zu haben, um sie im Notfall verteilen zu können.

So waren die etwa 55.000 anwesenden Pfadfinder eingeladen, die Behälter füllen zu helfen. Es wurde eine Packstraße mit den Behältern und den Inhalten eingerichtet. Die Eimer, enthielten Haushaltsreiniger, Geschirrspülmittel, Scheuerschwämme, Schrubberbürsten, Reinigungstücher, Staubmasken, Küchen-, Einweg- und Arbeitshandschuhe, Müllbeutel, Waschmittel, Papierhand- und Desinfektionstücher, eine Wäscheleine, Wäscheklammern und ein Spray zum Insektenschutz. Die Organisatoren waren von der Einsatzbereitschaft der Pfadfinder begeistert. „Die Pfadfindergruppen sind einfach fantastisch“, so Julie Gonzales aus Keene, Texas/USA. „Viele sind mehrmals gekommen; und eine Gruppe aus Alvarado, Texas/USA blieb ganze drei Stunden“.

ADRA, die Adventistische Katastrophen- und Entwicklungshilfeorganisation besteht aus einem weltweiten Netzwerk aus über 130 Länderbüros. Der staatlich anerkannten Nichtregierungsorganisation helfen die vorhandenen Strukturen in den einzelnen Ländern bei der schnellen Durchführung von Hilfsprojekten – besonders der Katastrophenhilfe.

Der Adventistische Sozialdienst ACS (Adventist Community Service) ist der offizielle gemeinnützige Sozialdienst der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich Nordamerika und Kanada mit über 1.250 lokalen Büros.




Spendenbereitschaft deutscher Adventisten mit 58 Millionen Euro ungebrochen

„2018 war in finanzieller Hinsicht ein sehr segensreiches Jahr“, kommentierte der Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Dieter Neef, das vorgelegte Zahlenwerk. Er wies darauf hin, dass die Wirtschaftskraft in der Bundesrepublik unterschiedlich verteilt sei, wie das Spendenverhalten zeige: während 19.200 Adventisten in Nord- und Ostdeutschland durchschnittlich 1.426 Euro pro Mitglied gaben, waren es in Süddeutschland bei 15.592 Mitgliedern 1.856 Euro pro Adventist.

Die Spenden für die Außenmission in Höhe von 2,8 Millionen Euro sind gegenüber dem Vorjahr etwas rückläufig, wogegen die Haushaltsbeiträge für die lokalen Kirchengemeinden mit insgesamt 11,4 Millionen Euro um knapp 2 Millionen Euro gestiegen sind. Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sondern unterhalten ihre Pastoren und Institutionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische „Zehnte“ gehört. Die Zehntensteigerung betrug in Nord- und Ostdeutschland 3,8 Prozent, in Süddeutschland sogar 5,8 Prozent. Viele Mitglieder geben neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte.




Zum Schulanfang beste Wünsche von ADRA

Bildung ist der Schlüssel
„Wir wüschen den eingeschulten Kindern einen tollen Start in ihre Schullaufbahn. Den älteren Schülerinnen und Schülern wünschen wir ebenfalls viel Erfolg in der Schule“, so Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V.. Das Bildungssystem in Deutschland gehöre zu den besten auf der ganzen Welt. ADRA denke auch an diejenigen, die keinen oder eingeschränkten Zugang zu Bildung haben. Gerade Bildung sei der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Deshalb fördere ADRA Deutschland in den Projekten Kinder und Erwachsene, die keine Schulbildung erhalten hätten. So würde ADRA beispielsweise Lehrpläne entwickeln und Schulen in Somalia bauen oder die Alphabetisierung von Frauen in Burundi fördern.

Bildung ist ein Menschenrecht
Derzeit wird das Recht auf Bildung weltweit über 262 Millionen Kindern verwehrt. Ohne Bildung sind Kinder gefangen in einem Teufelskreis, geben die Armut an die nächste Generation weiter. Kinder von bildungsfernen Eltern leiden häufiger an Unterernährung und sterben vor der Vollendung des fünften Lebensjahres. Dazu kommt, dass ein Kind, das nicht zur Schule geht, anfälliger ist für Menschenhandel, schneller als Kindersoldat missbraucht wird und ein erhöhtes Risiko für frühe Heirat, Teenager-Schwangerschaft und Kinderarbeit hat.

Initiative „Every Child. Everywhere. In School.“
Um auf die Bedeutung der Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit hinzuweisen hat ADRA im Februar die weltweite Kampagne „Every Child. Everywhere. In School.“ ins Leben gerufen. Teil dieser Initiative ist eine Petition mit dem Ziel, eine Million Unterschriften zu sammeln, damit sich die Vereinten Nationen mit dem Anliegen beschäftigen. Dazu wird ein Team von ADRA in den nächsten vier Wochen jeweils mittwochs im hessischen Darmstadt mit einem Informationsstand vertreten sein. Dort können die Bürger und Bürgerinnen mehr über die Kampagne erfahren und auch direkt die Petition unterstützen.




Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

Adventistisches Krankenhaus in Vorreiterrolle bei “halal”-Anerkennung
Das Taiwan Adventist Hospital wurde 1955 gegründet, hat 380 Betten und bekam bereits 2018 die offizielle “halal”-Anerkennung. Die Zertifizierung erfolgte durch den indonesischen Ulema-Rat (Majelis Ulama Indonesia). Halal ist ein arabisches Wort und kann mit “erlaubt” und “zulässig” übersetzt werden. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind.

Die Mahlzeiten des Krankenhauses sowie die Medikamente und auch die Pflegeprodukte entsprechen der strengen Norm. Die Klinik verfügt über einen muslimischen Gebetsraum samt Gebetsteppichen, Exemplaren des Koran und Waschgelegenheiten. Die Speisekarte offeriert über 200 verschiedene “halal”-zertifizierte Speisen und Snacks.

Der Prozess, das “halal”-Zertifikat zu erhalten, war sehr kompliziert, gestand der Präsident des Taiwan Adventist Hospital, Huang Hui-ting. Das betreffende Personal musste auswärts geschult und eine Prüfungskommission zur Bestimmung der “halal”-Einstufung gebildet werden, so die Taipeh Times.

Nun sei das Krankenhaus in der Lage, auch anderen Krankenhäusern zu helfen, eine muslimfreundliche Umgebung zu schaffen und die “halal”-Zertifizierung zu erlangen.

Der Global Muslim Travel Index aus Singapur stufte 2018 Taiwan als fünftes der muslimfreundlichen Länder unter den Reiseländern ein, die nicht der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) angehören.

Gemäß Chi Yu-chin vom Gesundheitsministerium, besuchten zwischen 2014 und 2018 etwa 8.000 Personen, in der Mehrheit Muslime aus Malaysia, Indonesien, Bangladesch und den Staaten des Nahen Ostens Taipeh, um medizinisch behandelt zu werden. Außerdem leben derzeit schätzungsweise 300.000 Muslime in Taiwan. Ende März 2019 waren 270.680 Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen aus Indonesien in Taiwan registriert.

Adventisten in Taiwan
Unter den 23,5 Millionen Einwohnern von Taiwan sind 6.714 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in 58 Kirchgemeinden organisiert. Sie feiern ihre Gottesdienste am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag. Neben dem Krankenhaus mit 380 Betten in Taipeh unterhalten die Adventisten auch ein College mit rund 320 Schülern.




Kanada: ADRA unterstützt durch Waldbrände vertriebene einheimische Bevölkerung

Waldbrände im Nordwesten von Toronto
In der ersten Juniwoche dieses Jahres zwangen Waldbrände in Nordontario/Kanada, die dort im Indianerreservat lebenden Pikangikum First Nation Einwohner aus ihren Häusern zu fliehen. Mit First Nation werden die meisten indigenen Völker in Kanada bezeichnet. Sie mussten in Notunterkünfte in Sioux Lookout und Thunder Bay evakuiert werden. ADRA-Kanada (Adventist Development and Relief Agency) half mit Unterstützung der regionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Ontario den Menschen, die mit sehr wenig Hab und Gut aus ihren Häusern fliehen mussten,

Viele geflüchtete Kinder
Ein Team von Freiwilligen, darunter zwei Krankenschwestern, flog von Toronto nordwestlich nach Thunder Bay am Oberen See und fuhren dann vier Stunden weiter zum Ort Sioux Lookout. Dort wurden die Evakuierten aufgenommen und versorgt. Die ADRA-Freiwilligen arbeiteten rund um die Uhr. Etwa die Hälfte der Vertriebenen seien Kinder, berichteten die Einsatzkräfte. Die freiwilligen Helfer spielten mit den Kindern, um sie zu beschäftigen. Erst nach mehreren Tagen tauten die Kinder langsam auf und Helfer und Kinder erlebten bewegende Momente zusammen.

Neben der Betreuung der Kinder und Jugendlichen gehörten Transport- und Hilfsdienste zu den Aufgaben der Helfer. Nach drei Tagen in Sioux Lookout wurde das Team gebeten, in dem zweiten Notlager zu helfen, das ADRA in Thunder Bay unterstützte. Nach fünf Tagen ging es wieder zurück nach Toronto.

Krisenvorbereitung erforderlich
In Kommentaren zu ihrem Einsatz äußerten die Freiwilligen, es sei notwendig, dass Kirchengemeinden frühzeitig auf solche Hilfseinsätze vorbereitet würden, um dann schnell reagieren zu können, besonders bei einem Notfall direkt vor Ort. Nach Angaben der kanadischen Regierung sind bereits 2.405 Waldbrände in diesem Jahr gezählt worden. Fast jede Provinz kämpfe mit den Flammen.