Corona-Krise: Adventistisches Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin vertagt Jubiläumsveranstaltung

Das Gesundheitsnetzwerk des Krankenhauses „Waldfriede“ sei mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden, so Quoß. Neben dem Krankenhaus „Waldfriede“, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit eigenem Schwimmbad gehören auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus „Waldfriede“ und eine ambulante Tagesklinik für psychiatrisch-psychosomatische Erkrankungen zum Netzwerk. Damit zähle das Netzwerk Waldfriede auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk.

Beginn mit noch nicht fertiggestelltem OP-Raum

Im Herbst 1919 erwarb der Arzt Dr. L. E. Conradi im Auftrag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ein geeignetes Gebäude in Berlin-Zehlendorf und begann dort ein Krankenhaus einzurichten. Am 15. April 1920 wurde das Krankenhaus „Waldfriede“ mit 39 Betten in 27 Krankenzimmern und einem noch nicht ganz fertig gestellten OP-Raum feierlich seiner Bestimmung übergeben. Im Juli 1922 erhielt das Krankenhaus die staatliche Anerkennung sowie die Erlaubnis, eine Krankenpflegeschule zu eröffnen. Seit Ende Januar 1933 führte die Errichtung einer totalitären Diktatur durch die NSDAP mit bisher nicht gekannten Gesetzen und Verordnungen zu erheblich belastenden Auswirkungen auf den Anstaltsalltag. Von den 310 Luftangriffen auf Berlin im Zweiten Weltkrieg blieben die Gebäude des Krankenhauses Waldfriede wie durch ein Wunder verschont.

Gesundheitsnetzwerk „Waldfriede“

Das freigemeinnützige Akutkrankenhaus „Waldfriede“ ist mit seinen 160 Betten und elf Fachabteilungen seit 2008 auch europäisches Ausbildungszentrum für Operationstechniken in der Koloproktologie. Pro Jahr würden in „Waldfriede“ laut Bernd Quoß etwa 13.500 Patienten stationär und 58.000 Patienten ambulant behandelt. Seit seiner Gründung im Jahr 1920 orientiere sich das medizinische Handeln „an ganzheitlichen Präventions- und Therapiekonzepten zum Wohl des gesamten Menschen“. Neben dem Krankenhaus sei in den letzten Jahren ein umfangreiches Gesundheitsnetzwerk etabliert worden, das sich stetig weiterentwickele.

Nach Quoß bestand bis 1989 das Krankenhaus „Waldfriede“, gemeinsam mit der heutigen „Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege“, als solitäres Akutkrankenhaus ohne ein angeschlossenes Netzwerk. 1989 wurde die Sozialstation „Waldfriede“ auf dem Gelände des Krankenhauses gegründet. Sie ist bis heute in der ambulanten häuslichen Krankenpflege im Bezirk Steglitz-Zehlendorf aktiv und versorge 180 Patienten. Das 1993 ebenfalls auf dem Gelände des Krankenhauses ins Leben gerufene Gesundheitszentrum PrimaVita verfügt seit dem Jahr 2008 zusätzlich zu den Sporträumen über ein Schwimmbad am Teltower Damm in Berlin-Zehlendorf. Insgesamt würden pro Jahr 5.000 Interessenten an den Kursen und Dauergruppen des PrimaVita teilnehmen. Das Zentrum bietet seit 2010 auch einen „Medical Check Up“ an.

Im Jahr 1999 folgte die Gründung der Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede. Sie ist seitdem für die Reinigung innerhalb des Krankenhauses und für den Betrieb der Küche sowie die Essensversorgung zuständig. Im Januar 2012 folgte die Übernahme der Privatklinik Nikolassee in der Von-Luck-Straße. Die Villa hat Platz für 16 Patienten mit internistischen, psychosomatischen und psychischen Erkrankungen. Am 11. September 2013 wurde das Desert-Flower-Center Waldfriede gegründet. Hier finden Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind, medizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung.

Im Mai 2017 übernahm das Gesundheitsnetzwerk „Waldfriede“ das Seniorenhaus „Arche“ in der Adolfstraße in Berlin-Zehlendorf. Die im Jahr 2007 gegründete Einrichtung verfügt über ein 5.300 Quadratmeter großes Grundstück und beschäftigt 60 Mitarbeitende, die sich um 84 Bewohner in 70 Einzel- und sieben Doppelzimmern kümmern. Die jetzt unter dem Namen Seniorenhaus Waldfriede geführte Einrichtung, ergänze das vielfältige Medizin- und Pflegenetzwerk „Waldfriede“, so Quoß. Zum 1. Juni 2017 eröffnete das Krankenhaus „Waldfriede“ mit der Tagesklinik Waldfriede eine neue Einrichtung seines Gesundheitsnetzwerks im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Einrichtung wendet sich mit ihrem teilstationären Angebot an Menschen mit psychiatrisch-psychosomatischen Erkrankungen, wie Depressionen, Ängsten, Zwängen und Suchtfolgestörungen.

Zudem eröffnete 2007 „Waldfriede“ in Zusammenarbeit mit dem Advent-Wohlfahrts-Werk (AWW), dem Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das Kinderhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf, eine Tagesstätte mit 65 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren. Bereits seit 2000 bietet das Krankenhaus „Waldfriede“ mit der „Babywiege“ (Babyklappe) ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungskonzept für Mütter in Not an.

„Waldfriede“ ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Evangelischer Krankenhausverband e.V. (DEKV) und im Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflegerische Dienste (EVAP). Weitere Informationen unter: http://www.krankenhaus-waldfriede.de/




Adventistische Kirchenleitung zum Umgang mit dem Coronavirus Besonnene Vorsorgemaßnahmen

Derzeit gehe die Leitung der Freikirche in Deutschland nicht soweit, dass sie generell die Absage von Veranstaltungen, die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, die Schließung ihrer Büros und die Anordnung von Homeoffice empfehle. Zur Vermeidung von Ansteckungen gebe sie aber Vorsorgemaßnahmen.

Allgemeine Verhaltensregeln
Grundsätzlich gelte es, auf die Stärkung des persönlichen Immunsystems zu achten, etwa durch gesunde Ernährung und Bewegung. Niemand sollte Gottesdienste oder Gemeindeveranstaltungen besuchen, wenn er oder sie krank ist. Besonders sei auf ein sensibles Hygieneverhalten zu achten. Dazu gehöre gründliches und häufiges Händewaschen bzw. Desinfizieren. Enge Begrüßungsrituale, wie Händeschütteln oder Umarmungen, müssten vermieden werden. Nase und Mund beim Husten und Niesen mit Tüchern oder dem Ellbogen, aber nicht mit den Händen bedecken. Beim Abendmahl sollte insbesondere während der Fußwaschung auf sorgfältige Hygiene geachtet sowie auf den Gemeinschaftskelch verzichtet und stattdessen nur Einzelkelche verwendet werden. Für Reinigungskräfte gelte es, zusätzlich die Türklinken und Treppengeländer des Gemeindehauses mit einem Flächendesinfektionsmittel regelmäßig zu reinigen. Bei Verdachtsfällen einer Ansteckung mit dem Coronavirus müsse umgehend medizinische Abklärung bzw. Hilfe in Anspruch genommen und das Kontaktumfeld informiert werden. Sollten Mitglieder an Fieber, Husten und Atembeschwerden leiden, sollte ebenfalls ärztliche Hilfe aufgesucht und ein möglicher Reiseverlauf mitgeteilt werden.

Bei akuten Verdachtsfällen gelte es die medizinische Abklärung einzuleiten und Anweisung des medizinischen Personals strikt zu befolgen. Bei Kontakten sei entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Kontaktpersonenmanagement zu verfahren, etwa zu Hause bleiben, private Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren, Umgang mit Erkrankten im Haushalt festlegen und nicht an gemeinschaftlichen Treffen sowie Aktivitäten teilnehmen.

Pastoren und Mitarbeitende
Pastoren und Mitarbeitende seien gebeten, auf ihren Dienstreisen alkoholisches Händedesinfektionsmittel mitzuführen. Sie sollten möglichst Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Personen halten und Möglichkeiten ohne direkten, persönlichen Kontakt, wie Telefon und Internet, nutzen.

Dienststellen
Zu den Verhaltensregeln für die Dienststellen der Freikirche gehörten besonnenes Reden und Handeln in jeder Krisensituation. Im Krankheitsfall umgehende Information an die Leitung der Dienststelle. Bei persönlichem oder familiärem Verdachtsfall einer Corona-Erkrankung sei strikt im Home-Office zu arbeiten. Solange die Behörden keine Empfehlung zur Absage von öffentlichen Veranstaltungen ausgesprochen haben, würden Veranstaltungen der Freikirche nicht abgesagt. Absagen von Veranstaltungen oder dienstlichen Maßnahmen wären in Korrespondenz mit den jeweiligen Vorständen zu beraten und zu entscheiden.

Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, dass die Verhaltensregeln verändert werden müssten, werde die Freikirchenleitung umgehend ein weiteres Rundschreiben versenden. In Deutschland gibt es etwa 35.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 555 örtlichen Adventgemeinden.

Adventisten in der Schweiz sagen Jahreskonferenz ab
Die Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der deutschsprachigen Schweiz hat die Durchführung der 118. Jahreskonferenz, die für den 28. März in Winterthur geplant war, wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Diese Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen, informierte die Kirchenleitung auf ihrer Webseite. Obwohl das Verbot der Bundesbehörden zur Durchführung von Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmenden bis 15. März beschränkt ist, erwarte die Kirchenleitung danach keine Lockerung dieser Bestimmung. Die Risikoabwägung sowie Solidarität gegenüber besonders gefährdeten Gruppen seien ausschlaggebend für die Absage gewesen. Die Jahreskonferenz der 32 Kirchgemeinden in der deutschsprachigen Schweiz bilden den geistlichen Höhepunkt im kirchlichen Leben der Adventisten und sei auch eine Art von „Familientreffen“.

Eine Vorläufergemeinde der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist 1867 in Tramelan/Jura entstanden. 1883 wurden in Basel und Tramelan offiziell die ersten Adventgemeinden gegründet. Im Jahre 1901 wurden die Kirchengemeinden in der Schweiz entsprechend der Sprachzugehörigkeit in zwei „Vereinigungen“ aufgeteilt: in die „Deutschschweizerische Vereinigung“ mit Sitz in Zürich und in die „Fédération de la Suisse Romande et du Tessin“ mit Sitz in Renens/Waadt. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die nationale Kirchenleitung „Schweizer Union“. Ende Dezember 2018 gab es in der Schweiz 4.757 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 54 Kirchengemeinden und sechs Gruppen. Einige Hundert Kinder und Jugendliche sind in der Mitgliederzahl nicht enthalten, da die Freikirche keine Kinder tauft, sondern ihnen die Entscheidung zum Kirchenbeitritt in einem Alter überlässt, bei dem sie sich selbst entscheiden können.




Adventisten: Kirchenleitungen und Hilfsorganisationen gemeinsam gegen Coronavirus

Informationsschreiben an Kirchengemeinden weltweit
In einem Schreiben, dass auch von den regionalen Kirchenleitungen verbreitet wird, geht Landless auf die bisher bekannten Verbreitungswege der Infektionswelle ein und fasst die gängigen Vorbeugemaßnahmen zusammen. Das Fortschreiten der Krankheit könne zu einer schweren Lungenentzündung mit Zerstörung des Lungengewebes und schließlich zum Tod führen. Es habe sich außerhalb Chinas ausgebreitet und es kann nicht vorhergesagt werden, wie weit sich die Infektion noch verbreiten wird. Viele Länder hätten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung ergriffen einschließlich der Einführung einer Quarantänezeit für die Erkrankten. Der Zeitraum, in dem eine Person infektiös sein könne, liege zwischen 2 und 14 Tagen. Die Quarantänezeit betrüge 2 Wochen.

Warnung vor Panikmache – Ermutigung zu einem gesunden Lebensstil
Weiter heißt es in dem Schreiben: „Die Übertragung erfolgt durch die Ausbreitung von Tröpfchen, wenn infizierte Menschen husten oder niesen und diese Tröpfchen Zugang zum Körper über die Atemwege (Lungen) erhalten. Zu den Symptomen gehören Fieber, Husten, Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit und Müdigkeit; einige Patienten können Durchfall haben, andere sehr leichte bis gar keine Symptome.“

Die Leiterin der Gesundheitsabteilung für den Bereich Mittel- und Südeuropa, Valérie Dufour, warnt vor einer Panikmache in dieser Angelegenheit. „Wir sollten wegen des COVID-19 nicht in Panik geraten, sondern unseren Teil dazu beitragen, informiert zu bleiben, Kontaminationen zu verhindern, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen auf unser persönliches und berufliches Leben berücksichtigen und uns auf Maßnahmen vorbereiten, die einige Regierungen möglicherweise beschließen werden.

So lädt die Kirchenleitung der italienischen Adventisten, wie von der italienischen Regierung angeordnet, ihre Mitglieder in 5 Regionen Norditaliens ein, am kommenden Wochenende zu Hause zu bleiben und keine Gottesdienste abzuhalten. In anderen Ländern wird auf die Vorsorgemaßnahmen der behördlichen Gesundheitsministerien verwiesen. Hier in Deutschland werden die Veröffentlichungen des Robert-Koch Instituts (www.rki.de) mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums empfohlen.

Weltweites ADRA-Netzwerk unterstützt

Das ADRA-Netzwerk hilft den Bürgern Asiens, sich selbst zu schützen. Gebiete, in denen ADRA tätig ist, sind von COVID-19 nicht betroffen. Es laufen aber Vorbereitungen, die Verbreitung des Virus zu begrenzen. „Unser Büro in Hongkong wird mit der Bedarfsermittlung beginnen, sobald die Genehmigung dazu vorliegt. Wir arbeiten eng mit der chinesischen Regierung und den lokalen Behörden zusammen, um die Richtlinien einzuhalten und zu vermeiden, dass unsere Mitarbeiter Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind“, berichtet Mario Oliveira, der Leiter des Emergency Managements bei ADRA International, Silver Spring/USA. Es habe sie ein Hilfeersuchen erreicht und es laufen Bemühungen, den Bedarf zu erfüllen.

Weiter teilte Oliveira mit, dass ADRA in Asien Schulungen zur Reduzierung des Infektionsrisikos anbieten werde. In Afrika und im Südpazifik würden Bereitschaftspläne zur Bekämpfung des Virus entwickelt. Auf den Philippinen habe ADRA einen Plan zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ausgearbeitet und überwacht die Situation. In Asien habe das ADRA-Regionalbüro eine Risikoanalyse für das Land erstellt. „Eine der größten Möglichkeiten, sich gegen Gesundheitsrisiken zu wappnen, sind Bildung sowie Hygiene- und Sanitärmaßnahmen“, sagt er.

Da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Januar wegen des Coronavirus 2019-nCoV einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat, sei die internationale Zusammenarbeit und der Informationsaustausch unabdingbar. ADRA arbeite mit Organisationen wie den Adventist Community Services, Airlink, Hong Kong Adventist Hospitals und World Vision China zusammen, um Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in mehreren Provinzen in Zentral- und Ostchina mit chirurgischen Atemmasken der Klasse N95 zu versorgen. In diesen Ländern gebe es die höchsten Infektionsraten.

Atemmasken Mangelware
Währenddessen werden Gesichtsmasken und andere medizinisch-hygienische Hilfsgüter in Festlandchina, wie auch Hongkong, zur Mangelware. Besonders in den zentralen Regionen Hubei, Guangdong und Henan gehen Atemgeräte, Gesichtsmasken und steriles Operationsbesteck zur Neige. Auch zwei adventistische Krankenhäuser in Hongkong sind von der Knappheit bedroht.

„Wir werden daran arbeiten, diese Masken zu besorgen, da sie bei der Versorgung von der Tausenden von Menschen, die behandelt werden, eine wichtige Rolle spielen“, sagt Oliveira. Die Hilfe werde sich auch an Familien mit niedrigem Einkommen, insbesondere an Familien mit älteren Verwandten und an Obdachlose richten.
Oliveira ermutigte jeden, proaktiv und sorgfältig zu sein und die Übertragung auf sich selbst und andere zu verhindern, da die Verbreitung des Virus noch nicht abgeschlossen sei.
Innerhalb von zweieinhalb Monaten gab es Berichten zufolge über 71.000 bestätigte Fälle, wobei 99 Prozent der Fälle auf dem chinesischen Festland und über 1.700 Todesfälle weltweit zu verzeichnen sind.

Hinweise zur Vorbeugung
Die eigentlich selbstverständlichen, aber wichtigen Hinweise des Informationsschreibens hier kurz zusammengefasst:

Wie können wir uns schützen?

– Regelmäßig Hände waschen, mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und Wasser oder mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel.
– Abstand von mindestens 1 Meter zu Personen mit Erkältungs- oder grippeähnlichen Symptomen (wie Husten oder Fieber) einhalten.
– Vermeiden, Augen, Nase und Mund zu berühren.
– Fleisch und Eier vor dem Verzehr gründlich kochen und den Verzehr von rohen Tierprodukten vermeiden.
– Kontakt mit kranken Tieren und Tieren, die auf nassen Märkten leben vermeiden.

Wie können wir andere schützen?
– Nase und Mund beim Husten und Niesen mit Tüchern oder dem Ellbogen (nicht mit den Händen) bedecken.
– Die Tücher sofort nach der Verwendung in geschlossene Behälter wegwerfen.
– Hände nach dem Husten, Niesen und der Pflege anderer Kranker mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und Wasser oder einem virentötenden alkoholischen Händedesinfektionsmittel waschen.
– Engen Kontakt mit anderen vermeiden, wenn Erkältungs- oder grippeähnliche Symptome vorliegen.
– Reisen bei Fieber und Husten vermeiden.

Was tun, wenn wir krank sind?
– Bei Fieber, Husten und Atembeschwerden, ärztliche Hilfe aufsuchen und den möglichen Reiseverlauf mitzuteilen.




SARS-CoV-2: Adventisten in Italien empfehlen TV-Gottesdienst statt Kirchenbesuch

Nachdem die italienischen Behörden einen sprunghaften Anstieg der SARS-CoV-2 Erkrankungen in mehreren Regionen seit 28. Januar gemeldet haben, sind die meistbetroffenen Gebiete abgeriegelt worden. Dazu gehören vor allem die Lombardei und Venetien, aber auch Emilia-Romagna und Piemont. Alle öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere Fußballspiele, Gottesdienste, Konzertvorstellungen und auch der berühmte Karneval von Venedig wurden abgesagt. Die Tageszeitung La Republica berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von bereits sechs Toten und 229 Infizierten.

Die Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Italien äußern ihre Dankbarkeit gegenüber den Vorsorgemaßnahmen des Staates, der der Gesundheit und dem Wohlergehen der Bürger große Aufmerksamkeit schenke. In einer Stellungnahme zur Situation fordern sie die Pastoren in den betroffenen Regionen auf, alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen wie Gottesdienste, Gebetsabende und Pfadfindertreffen bis auf Weiteres abzusagen. Die Kirchengemeinden werden gebeten, Audio- und Videodienste in den digitalen Medien zu nutzen. So gebe es die Möglichkeit, Gottesdienste über HopeChannel Italien und Gespräche über die Bibel in Streamingdiensten zu verfolgen. Ebenso werden Apps für Smartphones empfohlen, in denen diese Dienste abonniert werden können.

Die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 21 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 25 Millionen Gottesdienstbesucher in 215 Ländern der Erde. In Italien sind knapp 9.500 Mitglieder in 110 Kirchengemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

Die Bibelgesprächsangebote in italienischer Sprache können zum Hören unter https://radiovocedellasperanza.it/streaming/ und als Video unter https://hopechannel.it/diretta-firenze/ abgerufen werden.




Auswirkungen vegetarischer Ernährung auf den Klimawandel

Bei der vorgelegten Auswertung in der internationalen Fachzeitschrift „Advances in Nutrition“ (Fortschritte in der Ernährung) sieht Dr. Sabaté in der Nahrungsmittelproduktion die Hauptursache für erhöhte Treibhausgasemissionen. Sie verbrauche 70% des Frischwassers und sei für 80% der weltweiten Entwaldung verantwortlich. Neben einer Verbesserung der landwirtschaftlichen Technologie und der Verringerung der Lebensmittelabfälle als mögliche Lösungen für diese Umweltprobleme schlägt er eine Umstellung auf eine ovo-vegetarische und vegane Ernährung vor.

Bei der Auswertung der 49 Studien stellte Sabaté weiter fest, dass eine Umstellung von den derzeitigen Ernährungsnormen auf ovo-vegetarische und vegane Ernährung die Treibhausgaswerte um durchschnittlich 35%, die Landnutzung für die Nahrungsmittelproduktion um durchschnittlich 42% und den landwirtschaftlichen Wasserverbrauch um durchschnittlich 28% reduzieren würde. „Viele andere Studien haben die gesundheitlichen Vorteile der vegetarischen und veganen Ernährung klar nachgewiesen. Diese Analyse bestätigt, dass die Umstellung auf diese Ernährungsformen auch deutlich umweltfreundlich ist“, so Sabaté.

Nach seinen Worten stecke der Bereich der nachhaltigen Ernährung und ihrer Umweltauswirkungen noch in den Kinderschuhen. Sabaté selber hat an einer Reihe von Forschungsstudien teilgenommen, die einen klaren Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimafaktoren zeigen. Im Jahr 2017 gehörte er zu einer Gruppe, die eine Studie über die Klimavorteile von Bohnen als Fleischersatz in der Ernährung veröffentlichte. Sabaté und andere Forscher, die im Umwelternährungsprogramm der Loma Linda University Health arbeiten, haben über 30 Forschungsarbeiten veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen der Wahl der Lebensmittel, der ökologischen Nachhaltigkeit und der Gesundheit der Bevölkerung untersuchten.

Sabaté fordert zusätzliche Forschungen darüber, wie sich Veränderungen in der Landwirtschaft auf die Umwelt in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auswirken. Er weist auch auf den Forschungsbedarf hin, bei dem großflächige landwirtschaftliche Betriebe mit den Praktiken kleinbäuerlicher Familienbetriebe verglichen werden müssen. „In Gesellschaften, in denen der tägliche Fleischkonsum die soziale Norm ist, stellt die drastische Reduzierung des Fleischkonsums eine große Herausforderung dar“, sagte Sabaté. „In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen könnte sich der Verzicht auf Fleisch auch nachteilig auf den ohnehin schon marginalen Ernährungszustand dieser Bevölkerungsgruppen auswirken.“

Dass ein Umdenken aufgrund von Klimabedenken stattfindet und die Bereitschaft zur Ernährungsumstellung zunehmend Gehör findet, zeigte Anfang dieses Jahres die Entscheidung, bei der Preisverleihung der Oscars (Golden Globe Awards) Hunderten von Prominenten und Gästen vegane Mahlzeiten zu servieren. Auch bei den „Berliner Filmfestspielen wurden bei der Verleihung der Bären schon die letzten Jahre vegane Speisen serviert“, berichtet das vegane Wirtschaftsmagazin „vegconomist“. Damit würde das öffentliche Bewusstsein und die Gespräche über den Zusammenhang zwischen nachhaltiger Landwirtschaft und Klimawandel verstärkt.

Sabaté leitet das Forschungsprogramm für Umwelternährung an der Loma-Linda-Universität, School of Public Health, in Loma Linda, Kalifornien/USA. Dieses Programm erforscht die Zusammenhänge zwischen den Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen bei der Wahl von Lebensmitteln und versucht, die Nachhaltigkeit, Gesundheit und Gerechtigkeit der Ernährungssysteme zu verbessern. Sabaté war auch einer der Hauptverantwortlichen in einer Studie, die den Verzehr von Walnüssen direkt mit einer signifikanten Senkung des Serum-Cholesterins in Verbindung brachte. Dies wirke sich besonders bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv aus. Die Loma Linda Universität ist eine Einrichtung der weltweiten evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Die Ende letzten Jahres veröffentlichte Meta-Analyse hier im Original: Vegetarian Diets: Planetary Health and Its Alignment with Human Health




Coronavirus: Panikmache ist nicht gerechtfertigt

Coronavirus ist jetzt SARS-CoV-2
Über das Coronavirus, über das derzeit in den Medien fast täglich berichtet wird, wisse man noch viel zu wenig. Es sei kein Grippevirus. Fest stünde allerdings, dass es ein neues Virus sei, für das noch kein Impfstoff gefunden wurde. Man beobachte, dass es mit Fieber beginnt, gefolgt von trockenem Husten und nach einer Woche Atemnot. Das Virus verbreite sich durch persönlichen Kontakt sowie durch Tröpfcheninfektion bei Husten oder Niesen. Mit Hinweis auf Angaben des Bundesgesundheitsministeriums seien bereits 60.347 infizierte Fälle weltweit dokumentiert. Davon seien 1.369 Menschen verstorben (2%). In Deutschland sind 16 Fälle bekannt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet, sie arbeite „eng mit globalen Experten, Regierungen und Partnern zusammen, um die wissenschaftlichen Kenntnisse über dieses neue Virus rasch zu erweitern, die Verbreitung und Virulenz des Virus zu verfolgen und Länder und Einzelpersonen über Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur Verhinderung der Ausbreitung dieses Ausbruchs zu beraten“. Mittlerweile wurde der Name des Coronavirus in SARS-CoV-2 (schweres akutes Atemwegssyndrom) in Anlehnung an die typischen Merkmale dieser Infektionskrankheit und an die von Südchina ausgegangene SARS-Pandemie 2002/2003 geändert.

Keine Hysterie geboten
Prof. Clemens Wendtner, Leiter der Spezialeinheit für hochansteckende lebensbedrohliche Infektionen an der München Klinik Schwabing, sieht „mit hoher Wahrscheinlichkeit keine signifikante Gefährdung für Deutschland“. Vielmehr ist er erstaunt darüber, dass über 20.000 Influenza-Tote jährlich in der öffentlichen Wahrnehmung weniger schockierend wirken. Eine einfache Grippeimpfung könne viel Leid und letztlich auch viele Todesfälle vermeiden.

Wenn man die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) über die jährlichen akuten Atemwegserkrankungen (ARE) betrachte, meint Ludescher, sei Panikmache wirklich nicht gerechtfertigt. Immerhin seien auch in Deutschland bereits über 58.000 Personen an ARE erkrankt (Berechnungszeitraum 40. Kalenderwoche (KW) 2019 bis 6. KW 2020). Nicht zu unterschätzen sei auch die Tatsache, dass 80% der Toten über 60 Jahre alt waren und drei Viertel unter ihnen an Vorerkrankungen litten.

Händehygiene, Grippeschutzimpfung und Stärkung des Immunsystems
Einfaches Händewaschen mit Seife, sei schon ein effektives Mittel, die Infektionskette zu durchbrechen, empfiehlt Ludescher. Dazu gehöre auch, überfüllte Räume und Massenansammlungen zu vermeiden und sich einer Grippeimpfung zu unterziehen. Dies rät er besonders den über 60-Jährigen. Weiter sei die Stärkung des Immunsystems generell eine wesentliche Vorbeugung vor Influenzerkrankungen. Dazu gehöre regelmäßige Bewegung, Zucker meiden, frische Luft, vollwertig essen, viel Wasser trinken und genügend Schlaf. Wenn man so auf seine Lebensweise achte, habe man schon gewonnen.

Gesundheitszentrum PrimaVita im weltweiten Netzwerk
Das Berliner Gesundheitszentrum PrimaVita ist deutschlandweit die erste Präventionseinrichtung, die durch ein Krankenhaus betrieben wurde. Es wurde 1993 gegründet und ist dem Gesundheitsnetzwerk Waldfriede angegliedert, dem noch das Akut- und akademische Lehrkrankenhaus Waldfriede, die Privatklinik Nikolassee, eine Tagesklinik, Sozialstation, Seniorenhaus, Servicegesellschaft, Schwimmbad und das Desert Flower Center angehören. Gemeinsam sind sie auch international zu einem Gesundheitsnetzwerk durch die im Jahr 2008 geschlossene Kooperation mit Advent Health, Orlando/Florida (eine der angesehensten Krankenhausketten der Vereinigten Staaten) verbunden. Träger ist die weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Etliche der angeschlossenen Kliniken, so auch die in Kalifornien/USA ansässige Loma-Linda-Universitätsklinik, weisen übereinstimmend auf die vorbeugenden Maßnahmen wie Händehygiene, Immunstärkung und gesunde Lebensweise hin.

Erstes adventistisches Todesopfer
Leider tötete das Coronavirus ein Kirchenmitglied in China und drohe die Missionsarbeit in verschiedenen Teilen der Welt zu stören, berichtet Adventist News Network. Über das verstorbene Kirchenmitglied seien nur wenige Einzelheiten bekannt. Mindestens fünf weitere Kirchenmitglieder kämpften laut Robert Folkenberg jr., Kirchenleiter der Freikirche in der Region China, gegen die Infektion. Viele adventistische Kirchen befänden sich in Hubei, der chinesischen Provinz, in der der Ausbruch seinen Ursprung hat. Darüber hinaus unterstützten die Mitglieder der Freikirche die chinesischen Gesundheitshelfer wo und wie immer sie nur könnten.




Prof. Dr. med. Lothar Schmidt verstorben

An der Berliner Humboldt Universität studierte der in Königsberg geborene Schmidt Medizin und widmete schon früh seine gesamte berufliche Karriere alkoholkranken Menschen. Anfang der 1960er Jahre erstritt er die ersten Krankenhausbetten für Alkoholabhängige. Später half er beim Aufbau der Suchtklinik „Haus Niedersachsen“ in Dedelsdorf-Oerrel bei Wolfsburg, deren ärztlicher Direktor er auch war. Dort entwickelte er das damals revolutionäre 12-Wochen Therapiekonzept. Er war einer der Pioniere der Anonymen Alkoholiker in Deutschland und Mitbegründer des Fachverbandes Sucht und Autor von Standardwerken zum Thema Alkoholismus.

Prof. Lothar Schmidt war Chefarzt der Abteilung für Alkoholiker im Jüdischen Krankenhaus zu Berlin und Vorsitzender der Landesstelle Berlin gegen die Suchtgefahren. Bis vor einem Jahr hielt er noch Fachvorträge. Auch international war er geschätzt; er leitete viele Jahre als Vizepräsident die „International Commission for the Prevention of Alcoholism (ICPA)“, eine Einrichtung der Vereinten Nationen. Für seinen unermüdlichen Einsatz für Menschen mit Abhängigkeitskrankheiten erhielt er viele Auszeichnungen, darunter das Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Berliner Tageszeitung nannte den praktizierenden Christen, der sich über 70 Jahre mit der Krankheit Alkoholismus beschäftigt hat, den „deutschen Alkoholpapst“. Er habe in seinem Leben wohl an die 300.000 Alkoholkranke behandelt, meinte Schmidt selbst. Diese Erfahrung habe es ihm leicht gemacht, abstinent zu leben.

Mit ihm verliere die Hochschule einen leidenschaftlichen Professor, einen Kämpfer für einen abstinenten Lebensstil und einen kritischen Begleiter, der sich ganz in seinem Glauben an Christus getragen wusste, so die Hochschule in einem Nachruf.




Gesundheitskongress: Du bist es wert. Menschen. Würde. Achten

Bedeutung und Ziel
Etwa ein Drittel der Teilnehmenden kämen aus Pflegeberufen, 20% seien Ärzte und 10% Therapeuten, so Dr. Georg Schiffer vom Kongressvorstand bei der Eröffnung des Gesundheitskongresses. Bedeutung und Ziel des christlichen Gesundheitskongresses sei vielschichtig. So ginge es darum, ein ausgewogenes theologisches Verständnis zu Krankheit, Gesundheit und Heilung auf biblischer Grundlage zu vermitteln, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Einfluss von Spiritualität und Religiosität auf Krankheit und Gesundheit verständlich zu machen, christlichen Gemeinden umsetzbare Konzepte für die Begleitung kranker Menschen anzubieten und das Zusammenwirken von Gesundheitswesen und Gemeinden zu fördern. Der christliche Gesundheitskongress sei damit der einzige Kongress im deutschsprachigen Raum, der Berufsgruppen aus Gesundheitswesen und Mitarbeitende aus Kirchengemeinden aus allen christlichen Konfessionen verbindet.

Menschenbild – Menschenwürde
Die Frage nach der Würde des Menschen im Gesundheitswesen stand im Mittelpunkt der Tagung. Damit seien sowohl Patienten als auch Mitarbeitende gemeint, denn beide brauchten Wertschätzung. Mangelnde Anerkennung der helfenden Berufe sei einer der Gründe für den zunehmenden Mangel an Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Kranke und Pflegebedürftige benötigten ebenfalls die Achtung ihrer Würde. Christliche Ethik schützte die Menschenwürde auch im System des Gesundheitswesens. Wie, das wurde während des Kongresses in Referaten und Seminaren diskutiert.

Drei Anfangsreferate setzten den Tenor des Treffens am ersten Kongresstag. Politik- und Religionswissenschaftlerin Dr. Claudia Baumgart-Ochse (Frankfurt/M.) startete einen Streifzug durch die Geschichte der Begriffe Menschenbild und Menschenwürde. Prof. Dr. Doris Nauer, Ärztin und katholische Theologin wies auf die heilsame Provokation des christlichen Menschenbildes hin. Einen internationalen Akzent setzte Dr. Gisela Schneider, die Direktorin des Deutschen Instituts für ärztliche Mission. Sie arbeitet eng mit Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege aus dem Kongo zusammen, dessen Arbeit zum Schutz der Würde von Frauen sie beim Kongress präsentierte.

Seminare
In drei Seminarblöcken beleuchteten insgesamt 80 Referenten die unterschiedlichen Aspekte des Konferenzthemas. So referierte z. B. Dr. Hannah Schulz, systemische Supervisorin, Gesprächstherapeutin in eigener Praxis und ignatianische Exerzitienbegleiterin in einem vielbeachteten Seminar über affektive, mentale, soziale und spirituelle Aspekte geistlichen Missbrauchs. Ein Seelsorgeangebot während des Kongresses haben laut Pfarrer i.R. Frank Skora 25 Personen in Anspruch genommen.

Gesundheitspreis
Zum sechsten Mal wurde im Rahmen des Kongresses auch der christliche Gesundheitspreis verliehen, der das Miteinander von Kirchengemeinde und Gesundheitswesen im Blick hat. Die Könige des Bonner Bildhauers und Diakons Ralf Knoblauch erhielten, den mit 2.000 Euro dotierten 1. Platz des Christlichen Gesundheitspreises 2020 (gestiftet von der Marienhaus Stiftung). Der zweite Preis ging an die Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt am Main (1.000 Euro, gestiftet von der Agaplesion gAG).

Am Samstag wurde als thematischer Schwerpunkt die Menschenwürde in einer Gesellschaft des hohen Alters diskutiert. Mit dabei war der Präsident des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, Pfarrer Ulrich Lilie. Sein Thema: „Würde und Selbstbestimmung sichern – blinde Flecken in der Begleitung und Betreuung alter Menschen.“

Kongressbeteiligte
Veranstaltet wird der Kongress von einem breiten Zusammenschluss christlicher Träger aus allen Kirchen. Federführend ist der Verein Christen im Gesundheitswesen, der seit drei Jahrzehnten die Vernetzung und Zusammenarbeit von engagierten Christen fördert, die ihre berufliche Tätigkeit mit ihrem christlichen Glauben in Einklang bringen möchten. So engagiert sich im Beirat z. B. auch die Theologische Hochschule Friedensau der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, vertreten durch Frau Prof. Dr. Margarete Reinhart, Studiengangsleiterin Gesundheits- und Pflegewissenschaften, bei der Auswahl des Programms und der Referenten. Finanziert wird der Kongress weitgehend aus Teilnehmerbeiträgen und Spenden.

Mehr zum Kongress unter: www.christlicher-gesundheitskongress.de




Adventisten: Lange Lebenserwartung – ein simples Geheimnis

Beispielort Loma Linda in Kalifornien/USA
In einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Ende letzter Woche berichtet Christiane Heil über die zufriedenen, fitten und aktiven Alten in dieser als „Blue Zone“ bezeichneten Region. Die Ernährung basiere auf Nüssen, Obst und Hülsenfrüchten. Auf zu viel Zucker und Salz werde verzichtet, auf Alkohol, Tabak und meist auch Kaffee sowieso. Es werde viel Wasser getrunken. Viel Bewegung gehöre ebenso zum Lebensstil wie die wöchentliche Ruhepause, die die Adventisten an ihrem samstäglichen Ruhetag, dem biblischen Sabbat feierten.

Blue Zones – Regionen der Langlebigkeit
Der 9.000 Einwohner Ort Loma Linda gehört zu den sogenannten fünf „blauen Zonen“ (Blue Zones), in denen erstaunlich gesunde Menschen überdurchschnittlich lange leben. Der Bestsellerautor und dreimalige Guinessbuchrekordhalter im Ausdauer-Radfahren entdeckte die Blue Zones in Ikaria (Griechenland), Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Costa Rica und eben Loma Linda (Kalifornien). Hier untersuchte er das Geheimnis der Langlebigkeit der Bewohner dieser Regionen. 2005 berichtete er über seine Entdeckungen in der Novemberausgabe des National Geographic Magazine’s unter dem Titel: „Secrets of Long Life“ (Geheimnis langen Lebens). Diese Ausgabe erreichte die dritthöchste Verkaufsquote in der gesamten Geschichte der Zeitschrift.

Buettner’s Ergebnisse brachten dem Ort Loma Linda und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten besondere Aufmerksamkeit. Publikationen mit Titeln über die Geheimnisse langen Lebens, die Küche der Hundertjährigen oder wie man von den Ältesten der Welt lernen kann, sich fit und gesund zu halten, lenkten den Fokus auf den gesunden Lebensstil der Mitglieder dieser Freikirche.

Gesichter rüstiger Rentner aus Loma Linda
James Ponder von Scope, dem offiziellen Magazin der Gesundheitsabteilung der Loma-Linda-Universität, berichtet über Menschen, die im hohen Alter zufrieden und gesund leben. Für Dorothy Zane (85) sei Aerobics der Schlüssel ihrer Vitalität. Hepsie Gurusamy (86) sei überzeugt, die Beziehung zu Gott sei das Geheimnis ihres Glücks und ihrer Gesundheit. Der aktive Pensionär und emeritierte Professor der Zahnklinik, Bill Heisler (84) beginne jeden Morgen mit Andacht und Gebet, einer Schüssel gekochtem Getreide mit Früchten sowie einem Toast mit Erdnussbutter, um dann Kreuzworträtsel zu lösen und Zeitungen zu lesen. Die 92-jährige Näherin aus Peru, Alice Leon, lese nach dem Frühstück in der Bibel und bete. Dann stricke sie Decken für die kleinen Patienten der Neugeborenen-Intensivstation der Loma Linda Universitäts-Kinderklinik. In den letzten drei Jahren habe sie so durchschnittlich drei Decken pro Woche gestrickt.

Faktoren eines gesunden Lebensstils
Wer gesund alt werden will, suche daher gerne bei den Menschen in den Blue Zones nach Impulsen für ein zufriedenes, gesundes, erfülltes und aktives Alt sein. Buettner erklärt: „Die Menschen hier leben nicht nur länger, sondern auch besser. Blaue Zonen haben einen höheren Prozentsatz von Über-Hundertjährigen. Menschen in den Achtzigern und Neunzigern bleiben länger rege und leiden seltener an degenerativen Erkrankungen, die in industrialisierten Gesellschaften verbreitet sind“. In seinen Forschungen listet er neun Faktoren auf, die den Lebensstil dieser blauen Zonen beschreiben: Bewegung, Lebenssinn, Stressreduktion, moderate Kalorienzufuhr, pflanzenbasierte Ernährung, moderater Alkoholkonsum, geistliches oder religiöses Engagement, aktives Familienleben und Übernahme sozialer Aufgaben.

Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V.
Hier in Deutschland wollen die Siebenten-Tags-Adventisten mit dem bereits 1899 gegründeten „Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V.“, den vorteilhaften Lebensstil fördern, der sich auf ein ganzheitliches Menschenbild gründet. Der Körper als „Tempel Gottes“ gehöre mit zu diesem Bild. „Wir bieten Lebenshilfe und wollen Menschen begeistern, Gottes liebevolles Geschenk des Lebens für sich zu erkennen, zu bewahren und ein heilsames Leben zu führen“, heißt es in der Selbstbeschreibung auf der Webseite (www.dvg-online.de).




Krankenhaus Waldfriede gehört zu den meistempfohlenen Kliniken in Berlin

Seit 2005 fragt Der Tagesspiegel, Berlins auflagenstärkste Tageszeitung, alle zwei Jahre die niedergelassenen Ärzte der Hauptstadt, an welche Kliniken sie ihre Patienten überweisen. Jetzt wurden die Ergebnisse der aktuellsten Umfrage veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe des Tagesspiegel-Klinikmagazins enthält die detaillierten Ergebnisse der neuesten Ärzteumfrage, Artikel ausgezeichneter Chefärzte über Therapien von mehr als 60 Krankheiten, Angaben über Klinikessen, Klinikhygiene und vieles mehr.

Wie der Tagesspiegel berichtet, fällt auf, dass manche Kliniken in einem Fachbereich für sämtliche abgefragten Krankheitsbilder am häufigsten empfohlen wurden. In den Bereichen gutartige und bösartige Tumore bei gynäkologischen Erkrankungen gehört die gynäkologische Abteilung des Krankenhaus Waldfriede, unter der Leitung des Chefarztes Dr. med. Florian Müller, zu den am meisten empfohlenen Kliniken.

Auch das Brustkrebszentrum des Krankenhauses Waldfriede, unter der Leitung der Chefärztin Dr. med. Barbara Brückner, findet diese hohe Anerkennung und wird bei dieser Krebsart von den niedergelassenen Ärzten für ihre Patientinnen am meisten empfohlen.

Krankenhausvorstand Bernd Quoß freut sich über die erneute Auszeichnung und verweist nicht ohne Stolz auf seine Mitarbeiter, die mit unter den 100 besten Ärzten Deutschlands zu finden sind. „In den letzten drei Jahren gehörten wir in Deutschlands größtem Krankenhausvergleich auch mit zu den TOP regionalen Krankenhäusern.“

Das Gesundheitsnetzwerk des Krankenhauses Waldfriede ist mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden. Neben dem Krankenhaus Waldfriede, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit zugehörigem Schwimmbad gehören auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus Waldfriede, eine ambulante Tagesklinik und künftig ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zur besseren ambulanten Versorgung zum Netzwerk. Damit gehört das „Netzwerk Waldfriede“ auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Der Träger ist die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Im April nächsten Jahres feiert das Krankenhaus sein 100-jähriges Bestehen.




Deutsche Evangelische Allianz fordert Verbesserungen des Entwurfes zum „Sexuelle-Orientierung-und-geschlechtliche-Identität-Schutz-Gesetz“

Uwe Heimowski, DEA-Beauftragter am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, und Konstantin Mascher, Mitglied im DEA-Hauptvorstand, sagten bei der Verbände-Anhörung im Bundesgesundheitsministerium, die Deutsche Evangelische Allianz begrüße das Anliegen des Gesundheitsministers, Menschen vor Übergriffen im Bereich ihrer sexuellen Orientierung zu schützen. Sie setze sich für das Selbstbestimmungsrecht beim Umgang mit der sexuellen Orientierung ein: „Die Realisierung der sexuellen Orientierung muss die persönliche Entscheidung einer Person bleiben“, so auch der erste Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz Ekkehart Vetter.

Gesetzesentwurf mit „erheblichen rechtlichen Unsicherheiten“

Die vorgelegten Formulierungen des Gesetzesentwurfs führten jedoch zu erheblichen rechtlichen Unsicherheiten. „Ein Gesetz, dessen Ziel der Schutz der Freiheit ist, darf nicht seinerseits in die Persönlichkeitsrechte und die Grundrechte der Religions- und Meinungsfreiheit eingreifen“, warnte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz Dr. Reinhardt Schink. Insbesondere müsse klar definiert werden, wie Information und Werbung voneinander zu differenzieren seien. Mascher kritisierte „nicht haltbare Grundannahmen“ des Gesetzesentwurfs und bemängelte, dass der Entwurf in seiner jetzigen Fassung wegen vieler unbestimmter Rechtsbegriffe, wie „Behandlungen“, „Maßnahmen“ oder „Werbung“, und inhaltlicher Widersprüche Probleme schaffen werde. So sei derzeit nicht klar erkennbar, was genau unter welchen Umständen zu einer Straftat führe. Das geforderte „Verbot für jedermann“, der in irgendeiner Weise Druck ausüben könnte, erzeuge Verunsicherungen und Angst bei Eltern, Seelsorgern und Pädagogen.

Eingriff in die Religions- und Meinungsfreiheit möglich

„Bei diesen Begriffen braucht es dringend Klärung, damit das Gesetz seine gewünschte Wirkung zum Schutz von Betroffenen auch wirklich entfalten kann und ungewollte negative Konsequenzen vermieden werden“ sagte Mascher. Ohne solche Verbesserungen sehe die Deutsche Evangelische Allianz durch den Gesetzesentwurf die Freiheit der Religionsausübung gefährdet. „Es ist dann zu befürchten, dass die Kirchengemeinden künftig nicht mehr im vollen Umfang für die ethischen Maßstäbe ihrer Religion eintreten dürfen“, so Heimowski. Der Gesetzgeber sollte aber weder die Entscheidung, ob und wie eine Person ihre sexuelle Orientierung ausleben wolle, vorschreiben, noch sei er befugt, die Grundrechte auf Religions- und auch Meinungsfreiheit zu beschneiden.

Der DEA-Beauftragte am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung wies darauf hin, dass während der Zeit der Erstellung des Gesetzentwurfes durch verschiedene Gruppen ein Klima von Verdächtigungen, Vorverurteilungen und Verleumdungen gegen Kirchengemeinden und christliche Werke entstanden sei. Er bat die Verantwortlichen, solchen Versuchen entschieden entgegenzutreten und einen offenen sowie neutralen, sachlichen Diskurs zu fördern.

Die Deutsche Evangelische Allianz
Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) versteht sich als ein Bund von Christusgläubigen, die verschiedenen christlichen Kirchen, Gemeinden und Gruppen angehören. Sie hält zu etwa 350 überregionalen Werken Kontakt und wirkt an rund 1.000 Orten in Deutschland mit regionalen Allianzkreisen. In der Evangelischen Allianz pflegen Christen – über ihre Zugehörigkeit zur eigenen Gemeinde hinaus – Gemeinschaft mit anderen Christen aus anderen Denominationen. In den Allianzkreisen, die sich auf Orts- und mitunter auch auf Regionalebene treffen, kann mitarbeiten, wer der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz zustimmt.

Geistliches Leitungsgremium ist der DEA-Hauptvorstand, dem derzeit 60 Vertreter der evangelikalen Bewegung aus den evangelischen Landeskirchen, Freikirchen, christlichen Gemeinschaften und Werken aus verschiedenen Konfessionen angehören. Verantwortlich für die laufende Arbeit ist der Geschäftsführende Vorstand, zu dem unter anderem der Erste Vorsitzende Ekkehart Vetter gehört, der im Hauptberuf Präses des Mülheimer Verbands Freikirchlicher Evangelischer Gemeinden ist, sowie Generalsekretär Dr. Reinhardt Schink. Weitere Informationen: www.ead.de




Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

Adventistisches Krankenhaus in Vorreiterrolle bei „halal“-Anerkennung
Das Taiwan Adventist Hospital wurde 1955 gegründet, hat 380 Betten und bekam bereits 2018 die offizielle „halal“-Anerkennung. Die Zertifizierung erfolgte durch den indonesischen Ulema-Rat (Majelis Ulama Indonesia). Halal ist ein arabisches Wort und kann mit „erlaubt“ und „zulässig“ übersetzt werden. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind.

Die Mahlzeiten des Krankenhauses sowie die Medikamente und auch die Pflegeprodukte entsprechen der strengen Norm. Die Klinik verfügt über einen muslimischen Gebetsraum samt Gebetsteppichen, Exemplaren des Koran und Waschgelegenheiten. Die Speisekarte offeriert über 200 verschiedene „halal“-zertifizierte Speisen und Snacks.

Der Prozess, das „halal“-Zertifikat zu erhalten, war sehr kompliziert, gestand der Präsident des Taiwan Adventist Hospital, Huang Hui-ting. Das betreffende Personal musste auswärts geschult und eine Prüfungskommission zur Bestimmung der „halal“-Einstufung gebildet werden, so die Taipeh Times.

Nun sei das Krankenhaus in der Lage, auch anderen Krankenhäusern zu helfen, eine muslimfreundliche Umgebung zu schaffen und die „halal“-Zertifizierung zu erlangen.

Der Global Muslim Travel Index aus Singapur stufte 2018 Taiwan als fünftes der muslimfreundlichen Länder unter den Reiseländern ein, die nicht der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) angehören.

Gemäß Chi Yu-chin vom Gesundheitsministerium, besuchten zwischen 2014 und 2018 etwa 8.000 Personen, in der Mehrheit Muslime aus Malaysia, Indonesien, Bangladesch und den Staaten des Nahen Ostens Taipeh, um medizinisch behandelt zu werden. Außerdem leben derzeit schätzungsweise 300.000 Muslime in Taiwan. Ende März 2019 waren 270.680 Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen aus Indonesien in Taiwan registriert.

Adventisten in Taiwan
Unter den 23,5 Millionen Einwohnern von Taiwan sind 6.714 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in 58 Kirchgemeinden organisiert. Sie feiern ihre Gottesdienste am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag. Neben dem Krankenhaus mit 380 Betten in Taipeh unterhalten die Adventisten auch ein College mit rund 320 Schülern.




USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Die am 30. Juli 2019 veröffentlichte jährliche Einstufung sieht die Versorgung im LLUMC deutlich besser als der nationale Durchschnitt. Wie Loma Linda University Health News (LLUHN) mitteilte, wurden acht Fachgebiete der Klinik als leistungsstark („High Performing“) ausgezeichnet, darunter die Gynäkologie, die Gastroenterologie und gastrointestinale Chirurgie. Sechs gängige Verfahren in der Behandlung von Erkrankungen wurden ebenfalls als „hochleistungsfähig“ eingestuft, darunter Aortenklappenoperationen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Darmkrebsoperationen, Herz-Bypass-Operationen, Herzinsuffizienz und Knieersatz.

U.S. News & World Report-Rangliste
Die Bewertungen (Rankings) sollen laut LLUHN Ärzten und Patienten helfen, bei schwierigem Gesundheitszustand oder auch bei allgemeinen medizinischen Anliegen fundierte Entscheidungen zu treffen, wo sie versorgt werden wollen. Für das Ranking 2019-2020 bewertete das wöchentlich erscheinende Nachrichtenblatt U.S. News & World Report über 4.500 medizinische Zentren landesweit in 25 Fachgebieten. Es wurden 165 Krankenhäuser in mindestens einer Fachrichtung eingestuft. Dabei würden größtenteils objektive Maßstäbe wie Überlebens- und Entlassungsraten, Volumen und Qualität der Krankenpflege sowie weitere pflegebezogene Indikatoren berücksichtigt, so LLUHN.

Loma Linda Universität
Die 1905 gegründete Loma Linda Universität ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und liegt in Kalifornien/USA im Süden von Los Angeles in der Grafschaft San Bernardino. Sie umfasst acht Fakultäten der Loma Linda Universität, sechs Krankenhäuser des LLUMC sowie über 1.000 Fakultätsärzte aus Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant. Die international angesehenen Wissenschaftler von Loma Linda veröffentlichen jedes Jahr über 500 Fachartikel mit neuen Forschungsergebnissen in den Bereichen Ernährung, Krebsbehandlung, Herzkrankheiten, neonatale Entwicklung, Schlaganfall und Hirntrauma.