Mexiko: Adventisten stehen Opfern religiöser Intoleranz bei

© Foto: Chiapas Mexican Union of Seventh-day Adventists

Mexiko: Adventisten stehen Opfern religiöser Intoleranz bei

Miami, Florida/USA | APD

Agustin Alvarez, Mitglied der Siebenten-Tags-Adventisten, und drei weitere Männer wurden am 15.3.2018 aus ihren lokalen Gemeinden vertrieben, nachdem sie eine evangelistische Kampagne besucht hatten. Ihre Frauen und Kinder seien gezwungen worden, in Chiptip zu bleiben, so Pastor Ignacio Navarro, Präsident der Adventisten in Chiapas.

Nach neun Tagen des Appells an die Einheimischen konnten die Männer wieder mit ihren Familien zusammenkommen und sind derzeit anderswo bei Familienmitgliedern untergebracht. „Wir haben mit kommunalen Führern und staatlichen Regierungsbeamten zusammengearbeitet, um die Durchsetzung der Religions-freiheitsgesetze zu fordern“, sagte Navarro. „Die Häuser dieser Familien wurden zerstört. Sie haben nichts, zu dem sie zurückkehren können.“

Die regionale und überregionale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten würde die notwendigen Vorkehrungen treffen, um diese Familien bei der Wiederherstellung ihres Lebens zu unterstützen. Es sei nicht klar, ob ihre Häuser wiederaufgebaut würden, oder ob die Familien umziehen müssten, sagte Pastor Navarro.

Adventisten in Mexiko
Ende 2015 lebten in Mexiko, mit 123 Millionen Einwohnern, rund 719.000 Siebenten-Tags-Adventisten. Sie feiern jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, in 4.862 Kirchgemeinden und 4.263 Gruppen den Gottesdienst. Adventisten unterhalten in Mexiko zwei Krankenhäuser, ein medizinisches Zentrum, zwei Universitäten sowie eine Nahrungsmittelfabrik.

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