ADRA baut Notunterkünfte in Marokko für Betroffene des Erdbebens

Fundament und vorgefertigte Modulhäuser im Atlasgebirge in Marokko.

© Foto: ADRA Europa

ADRA baut Notunterkünfte in Marokko für Betroffene des Erdbebens

Die Adventistische Entwicklungs- und Hilfsorganisation ADRA Spanien hat mit Unterstützung von Spendern und Partnern innerhalb des weltweiten ADRA-Netzwerks den Bau von acht vorgefertigten Unterkünften in einem der Dörfer im Atlasgebirge finanziert. Die Siedlung liegt in der Nähe des Epizentrums des Erdbebens, das Marokko am 8. September 2023 erschütterte.

Brüssel/Belgien | APD

Laut dem ADRA-Regionalbüro für Europa in Brüssel arbeitet das Hilfswerk an diesem Projekt in Zusammenarbeit mit einer lokalen gemeinnützigen Organisation. ADRA wird 32 Familien vorübergehend in den Notunterkünften unterbringen, bevor die Winterkälte einsetzt. Die Familien haben seit dem Verlust ihrer Häuser durch das Erdbeben in Zelten gelebt.

Das Projekt besteht aus acht vorgefertigten Modulhäusern, die jeweils 16 Quadratmeter groß sind und den Familien eine vorübergehende, sichere und gute Unterkunft bieten. Jedes Modul verfügt über vier Schlafzimmer, Latrinen, Duschen und eine Gemeinschaftsküche. Für die Kinder wird ein Außenbereich zum Spielen eingerichtet.

Laut Daniel Abad, Koordinator von ADRA Spanien in Marokko, begannen die Bauarbeiten am 8. Oktober. Das erste Modul wurde zwei Tage später fertig gestellt, das nächste Modul am 12. Oktober. Einer der positivsten Aspekte des Projekts besteht laut ADRA Europa darin, dass der Bau schnell vonstattengeht und innerhalb von zwei bis drei Tagen abgeschlossen werden kann, so die ADRA-Leiter.

„Im Moment ist das die einzige Bauweise, die möglich ist, da die Behörden alle Ziegel- und Steinbauten gestoppt haben, bis neue Vorschriften für künftige Bauten erlassen werden“, sagte Abad. „Diese Fertighäuser sind widerstandsfähig, haben eine gute Wärmedämmung und die Familien können während des Wiederaufbaus ihrer Dörfer, der ein, zwei oder drei Jahre dauern kann, in ihnen wohnen.“

ADRA-Partner, die das Projekt unterstützen

Das Projekt, wie auch die gesamte humanitäre Hilfe von ADRA Spanien in Marokko, wird durch die finanzielle Unterstützung der Partner von ADRA Spanien ermöglicht, darunter die ADRA-Organisationen Australien, Belgien, Deutschland, Europa, Frankreich, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Tschechien und Schweiz.

Über ADRA

Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA ist eine nichtstaatliche Hilfsorganisation und wird von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Europa umfasst als Netzwerk 29 Büros in 32 europäischen Ländern. ADRA Deutschland e. V. wurde 1987 gegründet und hat seinen Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt. ADRA hilft Menschen unabhängig von ihrer ethnischen und politischen Zugehörigkeit, ihrem Geschlecht oder ihrer Religion.