Seit 2009 strahlt der Sender Hope TV ein 24-Stunden-Programm aus. Träger des gleichnamigen Medienzentrums in seiner heutigen Struktur und Rechtsform (Hope Media Europe e.V.) mit Sitz in Alsbach-Hähnlein ist die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division). 1876 wurden in Solingen und Vohwinkel (heute ein Stadtteil von Wuppertal) die ersten beiden adventistischen Kirchengemeinden (Adventgemeinden) auf deutschem Boden gegründet. Deshalb feiert die Freikirche in Deutschland unter dem Motto „Mut für morgen“ in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen (siehe APD-Meldung vom 27. Januar 2026).
Der Beginn
Die Geschichte von Hope Media begann 1948 mit der Gründung des deutschlandweit ersten privaten christlichen Radioanbieters in Berlin, der „Stimme der Hoffnung“. Inmitten der Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs boten die Programme des Radiosenders Trost, Hoffnung und Versöhnung für ein erschüttertes Land. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die „Stimme der Hoffnung“ zu einem modernen Medienzentrum, das heute als „Hope Media Europe“ durch verschiedene Kanäle wie „Hope TV“, „Hope Podcasts“, „Hope Kurse“ und die „Hope Hörbücherei“ die Botschaft der Liebe Gottes verkündet.
Max Busch, Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, gründete 1948 in Berlin-Wilmersdorf die „Stimme der Hoffnung“ die Radiosendungen produzierte. Im gleichen Jahr startet auch die Bibel-Korrespondenz-Schule. Die wöchentliche Radio-Sendezeit betrug anfangs zehn Minuten. Die Sendungen wurden in Paris produziert und bis 1985 über Radio Luxemburg auf Mittelwelle ausgestrahlt. Damit ist die „Stimme der Hoffnung“ der älteste private christliche Radioanbieter Deutschlands.
1959 zog die „Stimme der Hoffnung“ von Berlin (West) nach Darmstadt auf das Gelände des adventistischen Schulzentrums Marienhöhe. Damit begann die Produktion von Radiosendungen in Darmstadt. 1968 zogen sowohl die Radio-Redaktion von der Marienhöhe als auch das Studio in Paris in das Haus „Am Elfengrund 66“ in Darmstadt-Eberstadt.
Erste Erfahrungen mit dem Fernsehen
Die „Stimme der Hoffnung“ kaufte im Jahr 2000 zwei Transporter und baute sie in Eigenregie zu TV-Übertragungswagen aus. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten veranstaltete zum Jahresanfang ihren ersten Jahresanfangs-Satellitengottesdienst. Die Übertragung erfolgte aus dem Adventhaus Chemnitz.
Statt Videokassetten produzierte die „Stimme der Hoffnung“ ab 2003 DVDs. Das erste Produkt war die Fernsehserie „Die Suche“. Nach 14 Jahren und etwa 100.000 Kopien wurde die Produktion von Videokassetten aufgrund der gewachsenen Nachfrage nach DVDs endgültig eingestellt.
Der europäische TV-Zweig der 2003 gegründeten internationalen adventistischen Senderfamilie „Hope Channel“ (Hope Channel Europe) nahm 2004 seine Tätigkeit auf. Weltweit gehören 83 Sender zu dieser Senderfamilie. Die deutschsprachigen Sendungen der „Stimme der Hoffnung“ wurden auf Bändern per FED EX nach Los Angeles in die USA geschickt, dort in die Sendeabwicklung integriert und zunächst eine Stunde pro Woche via Eutelsat/Hotbird ausgestrahlt.
Die Produktion in einer Garage in der Straße „Am Elfengrund 66“ in Darmstadt genügte den Bedürfnissen der TV-Produktion bei Weitem nicht. Bis zur Entstehung eines neuen Medienzentrums wurde 2005 übergangsweise in dem Schwimmbad einer Abbruchvilla „Am Elfengrund 45“ gedreht. Am 22. März 2006 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Medienzentrum der „Stimme der Hoffnung“ im Gewerbegebiet Sandwiese in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt.
Im Dezember 2006 zog die „Stimme der Hoffnung“ von Darmstadt-Eberstadt in das neugebaute Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein an der hessischen Bergstraße ein.
Rundfunklizenz
Das Medienzentrum erhielt am 18. Februar 2008 von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) die Zulassung zur bundesweiten Übertragung ihres 24-Stunden-Hope Channel-Hörfunkprogramms per Satellit und im Internet. Man entschied sich für den Namen „Hope Channel Radio“.
2009 erschien das monatliche „Hope Channel“-Programmheft mit dem Fernseh- und Radioprogramm.
Ab Juli 2018 stellte „Hope Channel Radio“ seine Sendungen vollständig auf ein on demand-Angebot mit dem Fokus auf Podcasts um. Das Satellitensignal und der Livestream wurden beendet.
Die weitere Entwicklung
Als erster christlicher deutscher TV-Sender bot „Hope Channel Deutsch“ 2010 eine App für die iOS-Plattform (Apple) an. Eine Android-Version folgte etwas später.
2019 bekam das Medienzentrum einen neuen Namen, der auch an der Fassade sichtbar ist: „Hope Media“. Ab August 2019 änderte der Fernsehsender seinen Namen von „Hope Channel“ zu „Hope TV“.
Seit November 2020 hat der Trägerverein des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung e.V.“ einen neuen eingetragenen Namen: „Hope Media Europe e.V.“ Damit ist die Namensänderung auch juristisch vollzogen.
Ab Mai 2023 wurden die Studios des Medienzentrums nach und nach umgebaut. Dadurch wurde ein enger getakteten Produktionsrhythmus für die wöchentlich ausgestrahlten Sendereihen möglich.
Die Vision von Hope TV ist es, Menschen neue Perspektiven für ein erfülltes, glückliches und hoffnungsvolles Leben zu eröffnen, persönliches Wachstum zu fördern und christliche Werte zu vermitteln. Hope TV lädt Menschen dazu ein, die Bibel und den christlichen Glauben kennenzulernen, und begleitet sie dabei unabhängig von Nationalität, Kultur, Sprache, Geschlecht oder Glaubensüberzeugung.
Weitere Informationen: https://hopemedia.eu/ und https://hopetv.de/
Hope Kurse
1948 wurde gleichzeitig mit der Radioarbeit der „Stimme der Hoffnung“ in Berlin (West) ein Institut für kostenfreien Bibelfernunterricht gegründet. 1965 wurde in der DDR auf dem Gelände der heutigen Theologischen Hochschule Friedensau (bei Magdeburg) unter dem Namen „Friedensauer Bibellehrbriefe“ ebenfalls ein Bibelstudien-Institut eingerichtet, das später nach Leipzig umzog. 1992 wurden beide Bibelstudieninstitute vereinigt und unter dem Dach der „Stimme der Hoffnung“ in Darmstadt angesiedelt. 2015 wurde es in Hope-Bibelstudieninstitut und 2021 in „Hope Kurse“ umbenannt und ist Teil der Arbeit von Hope Media. Dort können zahlreiche Fernkurse zu biblischen Themen oder allgemeinen Glaubensthemen absolviert werden. Der Umfang der Kurse ist dabei sehr unterschiedlich. Auch für Kinder und Teens gibt es Fernkurs-Angebote. Weitere Informationen unter www.hopekurse.de.
Hope-Hörbücherei
Ein Arbeitsfeld von Hope Media ist die Hörbücherei. Seit sechs Jahrzehnten setzen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hope Hörbücherei dafür ein, blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu christlicher Literatur zu ermöglichen. Die Erfolgsgeschichte der Blindenhörbücherei begann in den 1950er-Jahren, als Pastoren der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland erkannten, dass blinden und sehbehinderten Kirchenmitgliedern der Zugang zu christlicher Literatur fehlte. Sie initiierten ein Projekt, bei dem Texte auf Tonbandspulen aufgenommen und versendet wurden, das schnell auch über die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hinaus, Anklang fand.
Rüst- und Freizeiten
Bald wurde das Angebot der Blindenhörbücherei erweitert. Am Telefon wurden Seelsorgegespräche geführt, und ab 1981 fanden in der Theologischen Hochschule Friedensau „Rüstzeiten“ statt, um blinde und sehbehinderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit für den Alltag zu machen. Sehende lernten, wie sie Blinden und Sehbehinderten helfen können. Ab 1988 bot die Blindenhörbücherei Darmstadt regelmäßig Freizeiten an verschiedenen Orten an. Hinzu kamen regionale Hörer- und Gästetreffen, durch die das Team eine persönliche Beziehung zu vielen Hörerinnen und Hörern aufbauen konnte.
Die verwendeten Tonträger haben sich im Laufe der Zeit verändert: Tonbänder wurden durch Kassetten ersetzt, CDs im DAISY-Format, SD-Karten oder USB-Sticks ermöglichen das Hören umfangreicher Bücher und Zeitschriften auf verschiedenen Medien. Die Zeiten ändern sich, das Anliegen der Hope Hörbücherei bleibt: Blinde und sehbehinderte Menschen in ihrer Beziehung zu Gott zu begleiten, ihren Glauben zu stärken und die Hoffnung des Evangeliums weiterzugeben. Mehr über die Hope Hörbücherei unter www.hope-hoerbuecherei.de.



