ACK befasst sich auf 259. Mitgliederversammlung mit der Situation „hierzulande kleiner Kirchen“

ACK befasst sich auf 259. Mitgliederversammlung mit der Situation „hierzulande kleiner Kirchen“

Nach der Unterzeichnung der revidierten Charta Oecumenica befasste sich die 259. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) mit Fragen der Zusammenarbeit und gesellschaftlichen Verantwortung der Kirchen.

APD

Darüber berichtete die ACK in einer Pressemitteilung. Die 259. ACK-Mitgliederversammlung fand vom 15.–18 September in Berlin statt. Einen Höhepunkt der Mitgliederversammlung bildete der Vortrag von Landesbischof i.R. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Moderator des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). In seinem Beitrag richtete er den Blick auf die Bedeutung der weltweiten Ökumene und die Verantwortung der Kirchen angesichts der gesellschaftlichen, politischen und klimatischen Herausforderungen. Die Mitgliederversammlung nahm den Vortrag zum Anlass für einen intensiven Austausch über die internationale ökumenische Zusammenarbeit und die Verantwortung der Kirchen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Bei der Mitgliederversammlung wurde auch die Vollmitgliedschaft der Neuapostolischen Kirche (NAK) in der ACK in einer Feier gewürdigt.

Blick auf Situation der „hierzulande kleinen Kirchen“

Teil der Mitgliederversammlung war auch das Gespräch mit den jeweiligen Beauftragten der sogenannten „hierzulande kleinen Kirchen“ am Sitz der Bundesregierung. Zu Gast waren Bischof Emmanuel von Christoupolis (Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland), Pfarrer Ulf-Martin Schmidt (Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland), Dr. Johann Matthies (Evangelische Allianz in Deutschland) und Konstantin von Abendroth (Vereinigung Evangelischer Freikirchen).

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Erfahrungen und Anliegen der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die im gesellschaftlichen und politischen Raum häufig mit geringerer öffentlicher Sichtbarkeit wahrgenommen werden. „Schon der Austausch unter uns Beauftragten der HKKs eröffnet eine ökumenische Dimension“, berichtete Bischof Emmanuel von Christoupolis über die Arbeit der Beauftragten am Sitz der Bundesregierung: „Wir informieren einander, lernen einander kennen, und können wichtige Anliegen gemeinsam kommunizieren.“ Zugleich wurde deutlich, welche Bedeutung der persönliche Austausch zwischen den Kirchen und den politischen Verantwortungsträgern hat. „Aus Gesprächen wächst Vertrauen“, resümiert der orthodoxe Geistliche seine Tätigkeit. „Deswegen ist es gut und hilfreich, auch außerhalb Berlins den Kontakt und das Gespräch zu den jeweiligen Bundestagsabgeordneten in den Wahlbezirken zu suchen“, appellierte Bischof Emmanuel in Richtung der rund 60 Delegierten der 25 ACK-Mitgliedskirchen.

Das Gespräch bot Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und die Rolle der Kirchen in einer religiös und weltanschaulich vielfältigen Gesellschaft zu reflektieren. Dabei wurde auch die Bedeutung ökumenischer Zusammenarbeit als Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung sichtbar.

Die Delegierten der 25 Gast- und Mitgliedskirchen der ACK kommen das nächste Mal zu ihrer 260. Mitgliederversammlung am 3. und 4. März 2027 in Neudietendorf zusammen.

ACK in Deutschland

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde am 10. März 1948 gegründet. Derzeit gehören ihr 21 Kirchen unterschiedlicher Traditionen an, weitere vier Kirchen sind Gastmitglieder, darunter die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, und fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Seit März 2025 ist der anglikanische Priester aus Wiesbaden, Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, die „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main: www.oekumene-ack.de.