Laut einer Pressemeldung des Nahost-Regionalbüros der Hilfsorganisation Adventist Development and Relief Agency (ADRA) in Beirut/Libanon, kam deren Schulung zum Thema nachhaltige Landwirtschaft für Landwirtinnen wie Kleema und ihre Familie in Homs, Syrien, zum richtigen Zeitpunkt. Kleemas Ackerland, auf dem einst Weintrauben, Äpfel und Aprikosen wuchsen, war aufgrund von Wassermangel unfruchtbar und völlig kahl.
Statement einer Landwirtin
Landwirtin Kleema erklärte, dass sie sich der Initiative „Mobile Solaranlagen“ anschloss, als das Nahost-Büro von ADRA die Schulungsmöglichkeit ankündigte. Sie wurde ausgewählt, die Solaranlage zu verwalten, die sieben Landwirten dabei helfen sollte, ihre Felder regelmäßig zu bewässern. „Ich habe die Leitung der Initiative übernommen, weil ich in der Landwirtschaft tätig bin“, sagte Kleema. Derzeit bewirtschaften wir das Land mit saisonalen Kulturen. Mein Mann und ich kümmern uns darum. Wir verfügen auf dem Grundstück über einen Brunnen und eine Pumpe. Wir benötigen lediglich Energie, um Wasser zu fördern, mit dem wir die Felder aller Teilnehmer der Initiative bewässern.“
Teil des GLOW-Projekts
Diese Initiative ist Teil des Projekts „Growth and Livelihood Opportunities for Women“ (GLOW), dessen Schwerpunkt darauf liegt, Frauen durch landwirtschaftliche Schulungen und die Bereitstellung von Mitteln zur Sicherung des Lebensunterhalts in Homs, Syrien, zu befähigen, sich aktiv am lokalen Wiederaufbau, an Entscheidungsprozessen und am Klimaschutz zu beteiligen.
Im Rahmen der Projektaktivitäten werden insgesamt 100 Begünstigte durch 14 mobile Solaranlagen mit Zubehör unterstützt. Jede Solaranlage versorgt sieben landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Bewässerungssysteme damit einen ganzen Tag pro Woche betreiben können.
Das GLOW-Projekt bringt wesentliche Veränderungen in das Leben der Landwirte. Die Initiative ermöglicht das Pumpen aus bestehenden Wasserbrunnen. Die mobilen Systeme wandeln das reichlich vorhandene Sonnenlicht in saubere und zuverlässige Energie um, um die Wasserpumpen anzutreiben. Dadurch werden die Landwirte von der kostspieligen und unzuverlässigen Abhängigkeit von Dieselkraftstoff sowie von schwerer körperlicher Arbeit befreit.
Über ADRA
Das Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen nationalen Büros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. Informationen: www.adra.org.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet und hat rund 50 Angestellte. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: adra.de



