Wort der adventistischen Vorsteher in Deutschland zum Fall der Mauer

Friedensau bei Magdeburg | 11. November 2009 | APD |

Friedensau bei Magdeburg, 11.11.2009/APD   Anlässlich der Herbsttagung der Vorsteher der Freikirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland vom 9. bis 11. November in Friedensau bei Magdeburg haben die Verantwortungsträger der Freikirche zum 20. Jahrestag des Mauerfalles ein Wort der "Dankbarkeit gegenüber Gott“ herausgegeben. Darin stellen sie fest, dass der gewaltfreie Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 ein Ereignis gewesen sei, "in dem wir die Fügung Gottes erkennen“. In den zahlreichen Friedensgebeten des Herbstes 1989 sei Gott in den Veränderungsprozess innerhalb der ehemaligen DDR als Handelnder eingeladen worden. "So erkennen wir in dem gewaltfreien politischen Wechsel ein Zeichen dafür, dass Gott die Geschicke dieser Welt und ihrer Menschen nicht gleichgültig sind.“

Die gewaltfreie Wiedervereinigung Deutschlands habe der Freikirche Möglichkeiten geschaffen, "die wir dankbar zur Kenntnis nehmen“. Etwa die Ausbildung adventistischer Theologen für Deutschland und darüber hinaus, die nun wieder an der während der Wende staatlich anerkannten Theologischen Hochschule in Friedensau bei Magdeburg stattfinden könne. Zudem erfolge die Zusammenarbeit von Pastoren und Gemeinden aus den ehemals unterschiedlichen Gesellschaftssystemen seit dem ersten Zusammentreffen nach dem Fall der Mauer "in großem gegenseitigen Vertrauen“.

Die Erklärung schließt mit den Worten: "Wir danken deshalb unserem Gott für den Segen der gewaltfreien Wiedervereinigung Deutschlands. Wir bitten Gott um seine Leitung, die Fragen und Probleme der Gegenwart und Zukunft ebenso mit Weisheit lösen zu können.“

In Deutschland gibt es 35.600 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 586 Gemeinden. Für sie bestehen als Freikirchenleitungen der Norddeutsche Verband, Hannover, mit den regionalen Kirchenleitungen (Vereinigungen) Hansa (Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern), Niedersachsen-Bremen, Nordrhein-Westfalen und Berlin-Mitteldeutschland (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), sowie der Süddeutsche Verband, Ostfildern bei Stuttgart, mit den Vereinigungen Mittelrhein (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland), Baden-Württemberg und Bayern.

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