Ergänzt wird dieses Erbe durch die Gründung der Europäischen Evangelischen Allianz (1952). Sämtliche Meilensteine stünden für den Einsatz der Allianzbewegung für gesellschaftliche Verantwortung, Menschenwürde und grenzüberschreitende Vernetzung, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Evangelischen Allianz anlässlich der 130. Allianzkonferenz.
180 Jahre Weltweite Evangelische Allianz: Ein klares Signal gegen Sklaverei (1846)
Im August 1846 kamen in London 921 Vertreter aus 52 christlichen Kirchen, Gemeinden und Bewegungen zusammen, darunter auch 12 Vertreter aus dem deutschsprachigen Raum. Sie gründeten mit der Evangelical Alliance eines der ältesten weltweiten Netzwerke. Ein zentraler Bewegungsgrund der Gründerväter war der entschiedene Einsatz für die Menschenrechte: Von Beginn an bezog die Allianz klar Stellung gegen die Sklaverei und setzte sich für die Freiheit und Würde jedes Menschen ein. Diese Grundhaltung präge die Weltweite Evangelische Allianz bis heute, die hunderte Millionen Christinnen und Christen in über 140 Ländern verbindet, heißt es in der Pressemitteilung
Europäische Verbundenheit und gemeinsame Verantwortung: Die Gründung der Europäischen Evangelischen Allianz (1952)
In der Nachkriegszeit erfuhr der Gedanke der internationalen Verbundenheit in Europa einen neuen Impuls: 1952 wurde die Europäische Evangelische Allianz (EEA) ins Leben gerufen. Als regionale Vertretung stärkt die EEA bis heute den Zusammenhalt unter den evangelischen Allianzen in ganz Europa. Auf Grundlage des christlichen Glaubens tritt sie unter anderem für Religionsfreiheit, Menschenrechte und eine gemeinsame Stimme von Millionen Christinnen und Christen auf dem Kontinent ein.
140 Jahre Blankenburger Allianzkonferenz (1886)
Ein weiteres Kapitel habe Anna von Weling aufgeschlagen, die 1886 zur ersten „Blankenburger Allianzkonferenz“ nach Thüringen einlud. Was als kleine Gebets- und Ermutigungstagung begann, entwickelte sich rasch zu einem zentralen Treffpunkt der Allianzbewegung in Deutschland. Bis heute ist Bad Blankenburg der Hauptsitz der EAD und der Ort, an dem auch in diesem Jahr vom 5. bis 9. August die traditionsreiche Konferenz stattfindet als Treffpunkt der Begegnung, des geistlichen Auftankens und der gesellschaftlichen Orientierung. Das zentrale Thema der Allianzkonferenzen sei, wie der Glaube an Jesus Christus das persönliche Leben und die Gesellschaft positiv verändert.
Thema der diesjährigen Allianzkonferenz: Hiob
Die Allianzkonferenz versteht sich als Ort der Begegnung, der Ermutigung und der geistlichen Stärkung. Die diesjährige 130. Konferenz lädt dazu ein, sich intensiv mit dem Buch Hiob auseinanderzusetzen, einem biblischen Buch, das Fragen nach Leid, Hoffnung und Vertrauen in Gott aufgreift. Im Mittelpunkt stünden Bibelarbeiten, vielfältige Seminare und persönliche Begegnungen über Generationen hinweg, heißt es im Einladungsschreiben. Ein großer Teil der Bibelarbeiten und Veranstaltungen wird live übertragen. Die Konferenz plant Livestreams sowie die Veröffentlichung über YouTube. Unter Livestream 2026 sind alle Streams der Konferenz aufgelistet.
Gemeinsam Werte leben und Hoffnung stiften
„Die Geschichte der Evangelischen Allianz erinnert uns daran, dass der christliche Glaube stets mit einer Verantwortung für den Nächsten und die Gesellschaft verbunden ist“, erklärt Dr. Reinhardt Schink, Vorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland. „Ob beim historischen Einsatz gegen Sklaverei und Ungerechtigkeit, bei der Versöhnung zwischen ehemaligen Todfeinden in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg oder beim gemeinsamen Gebet in Bad Blankenburg: Seit 140 Jahren geht es stets darum, Brücken zu bauen, die Würde des Menschen zu schützen und friedensstiftend in die Welt hineinzuwirken. Nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Verbundenheit in Jesus Christus. Diese Verantwortung nehmen wir mehr denn je in den Herausforderungen der Gegenwart wahr.“
Über die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)
Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ist ein Netzwerk, zu dem Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften gehören. Die theologische Basis ist die sogenannte „Glaubensbasis“, deren erste Fassung bereits 1846 bei der Gründung der Evangelischen Allianz in London verabschiedet wurde. Vorstand der EAD ist Dr. Reinhardt Schink. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 900 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen landes- und freikirchlichen Gemeinden, Organisationen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Ein Beispiel dafür ist die jährliche Allianz-Gebetswoche im Januar. Arbeitsfelder der EAD sind diakonische, pädagogische, publizistische und missionarische Aktivitäten in ca. 380 Einrichtungen allein in Deutschland. Die EAD gehört zur weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Menschen in 143 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-Katholischen Kirche ist. Die Evangelische Allianz ist der am längsten bestehende Zusammenschluss evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gruppen- und Gemeindezugehörigkeiten. Die EAD ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Bad Blankenburg.
Weitere Informationen: www.ead.de



