Stuttgart, 27.02.2012/APD   Das Fernsehen ist in deutschen Familien das wichtigste Medium. Fast drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen von drei bis 19 Jahren schauen regelmäßig (mindestens mehrmals pro Woche) gemeinsam mit ihren Eltern fern. 45 Prozent der Eltern hören regelmäßig mit ihren Kindern gemeinsam Radio und 13 Prozent gehen regelmäßig zusammen ins Internet. Bücher spielen vor allem für die jüngsten Kinder ein wichtige Rolle: 82 Prozent der drei- bis fünf-Jährigen bekommen regelmäßig von ihren Eltern vorgelesen oder lesen gemeinsam mit ihnen. Das sind Ergebnisse der aktuellen FIM-Studie 2011 (Familie, Interaktion & Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs).

Auch in der innerfamiliären Kommunikation spiele das Medium Fernsehen und seine Inhalte eine wichtige Rolle. Fast zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen würden angeben, regelmäßig über „Fernsehen oder was man im Fernsehen gesehen hat“ mit der Familie zu sprechen. Wenn es darum gehe, wer sich zuhause mit den verschiedenen Medien am besten auskenne, seien die Rollen klar verteilt: In Sachen Fernsehtechnik und -geräte sowie bei Computerfragen besitze nach Angaben aller Familienmitglieder der Vater in der Regel das größte Know-how. Die Mutter werde hingegen oftmals als Bücherspezialistin der Familie genannt, die Kinder würden sich am besten mit Computer- und Konsolenspielen auskennen.

Die wichtigste Tageszeit um sich in der Familie zu unterhalten und über Erlebnisse auszutauschen sei der Abend. Beim Abendessen und vor dem Zubettgehen fänden viele Gespräche zwischen Eltern und Kindern statt. Das Gesprächsklima in deutschen Familien sei dabei nach der gemeinsamen Einschätzung aller Familienmitglieder insgesamt harmonisch. 96 Prozent der Eltern wie der Kinder stimmten beispielsweise der Aussage „Bei uns kommt immer jeder zu Wort, egal wie alt er ist“ zu. Für die meisten Themen sei die Mutter der erste Ansprechpartner der Kinder.

Die FIM-Studie (Familie, Interaktion & Medien) wurde vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext. Für die Untersuchung wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen drei und 19 Jahren persönlich befragt.

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