Pastor radelt durch USA, damit verarmte Familien Windeln erhalten

Washington D.C./USA | 24. Juli 2012 | APD |

Washington D.C./USA, 24.07.2012/APD   "Zwischen dem Kauf von Nahrungsmitteln oder Windeln wählen zu müssen, sei eine Entscheidung, vor der Eltern nie stehen sollten", betonte Eric Shadle, Pastor der Adventistenkirche in Richland im Bundesstaat Washington an der Westküste der USA. Nach Angaben der "The Christian Post" in Washington D.C. sei Shadle am 8. Juli zu einer Fahrradtour quer durch die Vereinigten Staaten gestartet und wolle nach rund 5.500 Kilometern am 5. September an der Ostküste in Silver Spring/Maryland am Sitz der adventistischen Kirchenleitung für Nordamerika ankommen. Dort sei ein Treffen mit Alison Weir, Direktor der nationalen Windel-Bank, vorgesehen.

Weil verarmte Familien in den USA weder über die vom Staat abgegebenen Nahrungsmittelmarken noch im staatlichen WIC-Ernährungsprogramm für Frauen, Säuglinge und Kleinkinder Anrecht auf Einwegwindeln hätten, habe er sich zu diesem Schritt während seines Sabbaticals entschieden, sagte Eric Shadle. Er wolle durch seine Fahrt für das "Drei-Städte"-Windel-Bank-Projekt seiner Kirche 250.000 US-Dollar sammeln, die zum Kauf einer Million Einwegwindeln reichten. Das nationale Windel-Bank Netzwerk werde alle Spenden, die für das Projekt von Eric Shadle eingingen, verdoppeln, heißt es im Bericht der "Christian Post".

Mit Vorträgen in Kirchen und Wohlfahrtszentren wolle der Pastor das Windel-Bank-Projekt seiner Kirche im ganzen Land bekannt machen und damit für die schwierige Situation von Müttern in den staatlichen Hilfsprogrammen und deren Kleinkinder sensibilisieren. Eltern dürften ihre Kinder nicht ohne Einwegwindeln in Kinderbetreuungseinrichtungen abgeben. Wer sich keine Windeln leisten könne, habe deshalb auch keine Möglichkeit, zu arbeiten sowie einer Schul- oder Berufsausbildung nachzugehen.

Von der Sozialhilfe abhängige Eltern stünden auch zu Hause oft vor der Wahl, ihren Kleinkindern während langer Zeit verschmutzte Einwegwindeln zuzumuten oder diese irgendwie zu reinigen und wieder zu verwenden, heiße es in einer Mitteilung der Windel-Bank des adventistischen Sozialdienstes (ACS) im Staat Washington. Seit Dezember 2011 habe die Einrichtung 60.000 Einwegwindeln an bedürftige Eltern ausgehändigt und arbeite mit dem Netzwerk der nationalen Windel-Bank zusammen. Die adventistische "Tri-Cities"-Windel-Bank verstehe ihre Tätigkeit im Sinne des Jesus-Wortes: "Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet."

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