Polizeigewalt: US-Adventisten fordern Gleichbehandlung aller

Silver Spring, Maryland/USA | 11. Dezember 2014 | APD |

Silver Spring, Maryland/USA, 11.12.2014/APD   „Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika ist vom tragischen Tod von Eric Garner sehr bewegt und beklagt den Kummer, der über seine Familie gekommen ist und die Öffentlichkeit betroffen gemacht hat“, sagte am 8. Dezember Kirchenpräsident Pastor Daniel R. Jackson. „Wir sprechen der Familie unser tief empfundenes Beileid aus und werden weiterhin für sie beten.“

Der adventistische Kirchenleiter in Nordamerika nahm Stellung zur wachsenden Zahl von Demonstrationen im Anschluss an die Grand Jury Entscheidungen bezüglich der erlebten Polizeigewalt und des anschließenden Todes von Michael Brown in Ferguson, Missouri, und Eric Garner in New York. In einigen Bundesstaaten der USA kann der Staatsanwalt eine Grand Jury einsetzen, die aus einer unparteiischen Gruppe von Laien besteht. Sie entscheiden darüber, ob ausreichend Beweise vorhanden sind, dass eine Straftat begangen wurde.

„Die jüngsten Entscheidungen der Grand Jurys in Ferguson, Missouri, nach dem Tod von Michael Brown in Missouri und von Eric Garner in New York, haben bei vielen Amerikanern großes Entsetzen hervorgerufen“, sagte Pastor Jackson. Die Gleichbehandlung aller sei infrage gestellt. Viele Bürgerinnen und Bürger, einschließlich adventistischer Pastoren, Lehrer und Schüler, hätten an gewaltfreien Demonstrationen teilgenommen und friedlich Gerechtigkeit sowie einen Wandel gefordert. „Wir werden weiterhin vom Recht Gebrauch machen, um in friedlicher Weise unsere Forderungen nach Veränderungen zu stellen“, teilte Jackson mit.

„Es ist Zeit, mit einem offenen, ehrlichen, respektvollen und zielgerichteten Gespräch über Rechte und Gleichberechtigung aller Mitglieder unserer Gesellschaft zu beginnen“, forderte der nordamerikanische Kirchenleiter. „Wir hoffen, dass die Tragödie dieser beiden Todesfälle den dringend nötigten Wandel herbeiführen und auch das Leiden vieler ethnischen Gruppen in diesem Land bewusst machen wird. Wir beten dafür, dass dieses Bewusstsein zu wechselseitigen Gesprächen sowie zur Heilung führen wird und dass beiden Seiten in Frieden, Liebe und Entgegenkommen miteinander sprechen werden“, so Pastor Jackson.
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