Adventistische Kirchenleitung in Nordamerika fordert Gleichbehandlung von Pastorinnen

Silver Spring | 7. November 2016 | APD |

Am 28. und 31. Oktober fand die Jahresendsitzung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika (NAD) statt. Mit deutlicher Mehrheit verabschiedeten die Delegierten zwei Anträge, die beide das Thema Gleichstellung von Pastorinnen berühren. Diese sind an die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Adventisten gerichtet, als Reaktion auf das Dokument „Einheit in der Mission: Verfahren zur Schlichtung kirchlicher Angelegenheiten“, das im Oktober auf der Jahressitzung der Weltkirchenleitung verabschiedet worden war. Dies teilte die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review mit.

Die NAD forderte die adventistische Weltkirchenleitung auf, die Präsidentin der regionalen Kirchenleitung in Südost-Kalifornien, Pastorin Sandra Roberts, mit den gleichen Rechten zu bedenken wie ihre männlichen Kollegen. Dies schließt einen Eintrag in das Jahrbuch der Freikirche und eine offizielle Einladung zu den entsprechenden Tagungen der Weltkirchenleitung ein. Anlass für diesen Antrag war die Tatsache, dass Roberts im Jahrbuch bisher nicht als Präsidentin aufgeführt worden war. Nach bisherigem adventistischem Kirchenrecht bleibt das Amt des Präsidenten einer regionalen Kirchenleitung einem ordinierten Pastor vorbehalten.

Ein zweiter Antrag, der sich für die Bildung eines Komitees aussprach, das die Reaktion der NAD auf das umstrittene Dokument der Weltkirchenleitung „Einheit in der Mission: Verfahren zur Schlichtung kirchlicher Angelegenheiten“ formulieren soll, wurde ebenfalls mehrheitlich befürwortet.

Zahlungskürzungen an die Weltkirchenleitung abgelehnt
Ein Antrag auf Kürzung der finanziellen Unterstützung der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) wurde von den Delegierten mit der Begründung angelehnt, dadurch der Arbeit der Generalkonferenz massiv zu schaden. Hintergrund des Antrages ist die Tatsache, dass die NAD durch ihre Zuwendungen das Budget der Weltkirchenleitung zu einem großen Teil finanziert (6,85 Prozent des Zehntenaufkommens, statt, wie andere teilkontinentale Kirchenleitungen, lediglich zwei Prozent).

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