Ruanda: 16 Tote bei Blitzschlag in adventistischer Kirche

Silver Spring, Maryland/USA | 13. März 2018 | APD |

Am Samstag 10. März, dem Ruhe- und Gottesdiensttag der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, schlug ein Blitz in das adventistische Kirchengebäude in Gihemvu, im Distrikt Nyaruguru/Süd-Ruanda, ein. Der Blitz tötete 16 Menschen, mehr als 130 mussten ärztlich behandelt werden. Dies berichtete die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR).


Pastor Ted N.C. Wilson, Weltkirchenleiter der Adventisten, sprach den Verletzten und den Familien der Verstorbenen sein Beileid aus und rief die weltweite Kirchengemeinschaft zum Gebet für die Betroffenen auf. „Unser Gedanken sind bei unseren lieben Kirchenmitgliedern in Ruanda, die diesen schweren Verlust erlitten haben. Was für eine Tragödie, dass ein so ungewöhnliches Ereignis eines Blitzschlags während eines Gottesdienstes eintritt“, schrieb Wilson auf seiner Facebookseite.

Kirchenleiter und Regierungsbeamte in Ruanda, darunter Pastor Abidan Ruhongeka, adventistischer Kirchenleiter im Süden von Ruanda, und Mureshyankwano Marie Rose, Gouverneurin der Südprovinz von Ruanda, nahmen am Sonntag, den 11. März, an einer besonderen Bestattungszeremonie teil. Rose sprach den Familien der Verstorbenen ihr Beileid aus und erklärte, dass der Distrikt Nyaruguru die Arztkosten derjenigen übernehmen werde, die sich noch in Behandlung befänden. Pastor Ruhongeka teilte mit, dass die adventistische Kirche Särge für die Verstorbenen zur Verfügung gestellt habe. Sie werde auch die von dieser Tragödie Betroffenen unterstützen. Er verwies in seiner Ansprache auf die christliche Auferstehungshoffnung bei der Wiederkunft Christi.

Adventisten in Ruanda
In Ruanda, das rund 13 Millionen Einwohner hat, feiern 802.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.786 Kirchen und 699 Gruppen jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, ihren Gottesdienst. Die Adventisten unterhalten im Land 46 Grundschulen, 13 weiterführende Schulen, eine Universität, ein Krankenhaus, sechs Ambulatorien und eine Radio- und TV-Station.
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