Artikel am 18. Juni 2019
Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen
Die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz fordert in einem Appell an den Deutschen Bundestag, die von den Nazis als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ Diffamierten und Inhaftierten förmlich als NS-Opfer anzuerkennen. Die Bundesvereinigung erinnert daran, dass ihre letzte Opfergruppe „Kriegsverräter“ erst vor zehn Jahren, am 8. September 2009, politisch anerkannt und rehabilitiert worden sei. Bis dahin seien diese Opfer der NS-Militärjustiz, vor allem die Deserteure und Wehrkraftzersetzer, jahrzehntelang geächtet worden. Deren Widerständigkeit gegen einen Angriffs- und Vernichtungskrieg sei von NS-Juristen oft als „staats- und wehrfeindliche Einstellung“ und als Ausdruck „asozialer Persönlichkeit“ bewertet worden.
2019-06-18T08:01:46.000Z
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