Vom 7. bis 14. Oktober fand in Silver Spring, Maryland/USA, die Jahressitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung statt. Die rund 300 Delegierten, Kirchenleiter sowie Laienmitglieder aus der ganzen Welt, nahmen zuerst an einer zweitägigen LEAD-Konferenz teil, berichtete die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR). Dabei wurden die kulturellen Unterschiede in der Weltkirche thematisiert. In der anschließenden viertägigen Geschäftssitzung wählten die Delegierten die Leitungen einiger Abteilungen der Weltkirchenleitung, die anlässlich der Weltsynode im Juli 2015 in San Antonio, Texas/USA, unbesetzt geblieben waren. Aus den Jahresberichten geht hervor, dass die Kirche Ende Juni knapp 18,8 Millionen Mitglieder zählte und dass für die Weltkirchenleitung bis Ende September 67,5 Millionen US-Dollar eingegangen sind, zwei Millionen Dollar weniger als im Vorjahr.
Pfarrer Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen evangelischen Kirchenbunds (SEK) wurde zum geschäftsführenden Präsidenten der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gewählt. Der in Brüssel tagende Rat des europaweiten Verbundes der Protestanten wählte Locher in dieser Funktion zum Nachfolger von Friedrich Weber, dem im Januar verstorbenen Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Der deutsche Theologe Michael Weinreich wurde ins GEKE-Präsidium gewählt und übernimmt den Sitz von Friedrich Weber.
In einer Feierstunde am 11. Oktober erhielten 38 Absolventen der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg die Urkunden über die ihnen verliehenen akademischen Grade. In der Festansprache rief der Principal (Rektor) des adventistischen Newbold College in Bracknell (westlich von London), Dr. John Baildam, die Absolventen auf, für andere da zu sein.
Vor einhundert Jahren begann das jungtürkische Regime die armenische Bevölkerung im Osmanischen Reich systematisch zu vernichten – eine Tat von ungeheuerlicher Dimension, dem nicht nur Armenier, sondern auch Christen aramäischer, chaldäischer, assyrischer und griechischer Herkunft, dazu Katholiken und Protestanten, zum Opfer fielen. Das Ziel war die Schaffung eines neuen türkisch-islamischen Nationalstaates. Die unter dem osmanischen Sultan Abdul Hamid II. seit 1894 zunehmenden Massaker an Armeniern und anderen Christen im Osmanischen Reich erreichten während des Ersten Weltkriegs mit der Deportation in die syrische Wüste ihren Höhepunkt.
Angesichts Tausender Flüchtlinge, die täglich in Europa eintreffen, ruft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International zu einer politischen Lösung der Flüchtlingsursachen auf. An die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft wird appelliert, ihre Verantwortung wahrzunehmen und den Betroffenen Schutz zu gewähren.
Seit dem Jahr 2000 packen in Deutschland Kinder, Eltern und Großeltern Weihnachtspakte für Kinder aus armen Familien im Osten Europas. Im letzten Jahr waren es genau 39.027 Pakete. Mit der Aktion „Kinder helfen Kindern“ möchte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland nicht nur Freude verbreiten. Gleichzeitig führt ADRA in Osteuropa Kinderprojekte durch, um die Not von Kindern und Familien langfristig und nachhaltig zu lindern.
Das Schulzentrum „Marienhöhe“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt hat im neuen Schuljahr 688 Schüler. Auch dieses Jahr gibt es wieder die „Marienhöher Gesundheitstage“ vom 4. bis 5. Oktober mit Sponsorenlauf am 6. Oktober. Die erlaufenen Spenden gehen an ein internationales Projekt in Kambodscha sowie an den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V.“.
Auf einem Studientag am 30. September in Berlin setzten sich die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit dem Missionsbegriff im Verhältnis zum interreligiösen Dialog auseinander. ACK und Neuapostolische Kirche haben zudem gemeinsam eine Orientierungshilfe veröffentlicht. Ziel sei es, den ACKs auf lokaler und regionaler Ebene Hinweise zu geben, wie gegenseitige Kontakte und Beziehungen vertieft werden können, teilte der Pressesprecher der ACK, Pfarrer Marc Witzenbacher, mit.
Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) hat in ihrer Sitzung am 01. Oktober in Berlin eine Erklärung zur Flüchtlingssituation verabschiedet. Darin werden die Mitgliedskirchen der ACK gebeten, sich weiter für Flüchtlinge zu einzusetzen.
Ein Vertreter der libanesischen Baptisten hat die Christen in Europa aufgefordert, Flüchtlingen aus dem Nahen Osten ohne Ansehen der Religion zu helfen. Er verstehe die Ängste der Menschen in Europa. Dennoch gelte es visionär zu denken, sich für das, was Christus gelehrt habe, einzusetzen und seine Liebe allen zu zeigen, die sie brauchen.