In einer Videobotschaft an die Mitglieder und Freunde der adventistischen Kirchengemeinden in Deutschland bedanken sich die Präsidenten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Johannes Naether (Norddeutscher Verband, NDV) und Werner Dullinger (Süddeutscher Verband, SDV) für das Engagement bei der Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten. Sie rufen dazu auf, weiterhin möglichst koordiniert zu helfen und weisen auf entsprechende Angebote adventistischer Werke hin.
Die 250. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) am 16. und 17. März war unter anderem geprägt von den turnusgemäß anstehenden Neuwahlen des Vorstands sowie vom Krieg in der Ukraine.
Am 24. Februar begann der russische Überfall auf die Ukraine. Neben zahlreichen politischen Akteuren und Parteien haben auch viele Kirchen Stellungnahmen zum Krieg in der Ukraine veröffentlicht. Gemeinsam ist ihnen, dass sie den Überfall Russlands verurteilen und zur Hilfe für geflüchtete Menschen und zu Gebeten für den Frieden aufrufen. Nachfolgend eine Zusammenfassung wichtiger kirchlicher Erklärungen.
Nach fünfjähriger Arbeit gibt es nun die neue Lutherbibel 2017 auch vollständig in Punktschrift. Die Gesamtausgabe der Heiligen Schrift in Kurzschrift umfasst 39 Bände inklusive der Apokryphen, der Spätschriften des Alten Testaments, und der Anhänge. Auch blinde Menschen lesen, indem sie ihre Schrift fühlen, deren Buchstaben durch sechs Punkte gebildet werden. Deshalb heißt diese Schrift Punktschrift und wird nach ihrem Erfinder Louis Braille auch Brailleschrift genannt.
Die teilkontinentale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (Euro-Asien Division – EAD) hat am 10. März auf ihrer Webseite zum Gebet aufgerufen. Der Appell steht unter dem Bibeltext aus dem 1. Thessalonicherbrief 5,17: „Betet ohne Unterlass“.
Nach umfangreichen Abklärungen durch Nothilfespezialisten der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist am 7. März ein Nothilfeprojekt gestartet. Verteilt über das ganze Land sollen in zehn ukrainischen Städten insgesamt 5.700 Menschen, vor allem Binnenflüchtlinge sowie schlechter gestellte Personen, während zwei Monaten finanziell unterstützt werden, damit sie die notwendigsten Dinge für ihren Alltag kaufen können, teilte ADRA Schweiz mit. Das Kapital von umgerechnet 66 Euro pro Person ist frei verfügbar und kann von den Empfängern nach ihrem jeweiligen Bedarf ausgegeben werden.
Die Präsidenten des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Johannes Naether (Hannover) und Werner Dullinger (Ostfildern bei Stuttgart), sowie der Leiter des Arbeitskreises russischsprachiger Adventisten in Deutschland, Pastor Dr. Pavlo Khiminets (Lüneburg), fordern angesichts des Ukraine-Krieges ihre Gemeinden zum Frieden und zur Besonnenheit auf.
Nach den Berichten der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Ukraine vom 7. März auf deren Facebookseite, versorgt das Hilfswerk in Kiew und Odessa Binnenflüchtlinge sowie Geringverdienende mit warmen Mahlzeiten bzw. Nahrungsmitteln. In vielen Supermärkten sei das Angebot stark reduziert oder die Regale seien leer. Es fehle vor allem an Brot, Lebensmitteln, Medikamenten sowie persönlichen Hygieneprodukten.
„Wir verurteilen das Bombardieren von Städten und das Töten von Menschen. Niemand hat das Recht dazu. Das Leben jedes Menschen ist heilig. Es gibt keine Rechtfertigung dafür.“ So beginnt die Stellungnahme zum Krieg in der Ukraine des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee und dem Mennonitischen Friedenszentrum Berlin.
Die Hilfen für die Bevölkerung in der Ukraine sowie für die Geflüchteten werden durch das Netzwerk der verschiedenen nationalen Büros von ADRA (der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe) geleistet. Dabei werden sie durch das ADRA-Europa-Büro in Brüssel begleitet. Die ADRA-Partnerbüros in Europa arbeiten eng mit ADRA Ukraine zusammen und koordinieren ihre Hilfe mit staatlichen Behörden sowie internationalen Hilfsorganisationen.