Die teilkontinentale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten ESD (Eurasien-Division), mit Sitz in Moskau, hat am 28. Juni an Präsident Putin appelliert, Gesetze, welche am 24. Juni von den Abgeordneten der Staatsduma angenommen worden waren, nicht zu unterzeichnen. Der Appell wurde von einem Aufruf an die Kirchenmitglieder begleitet, zu fasten und zu beten. Das Paket ist Teil der neuen Antiterror-Gesetzgebung und würde die Missionstätigkeit im Land massiv u.a. dadurch einschränken, dass religiöse Versammlungen in Privathäusern verboten wären sowie die Verbreitung von religiösen Inhalten durch Druckerzeugnisse oder online nur Personen mit entsprechenden Dokumenten erlaubt wären.
Die Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden (VDM) ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). In den Gesprächen zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden (AMG) 1990 gab es eine kontroverse Debatte und vereinzelt Widerstand gegen eine Mitgliedschaft im ÖRK, sodass diese nicht auf die AMG überging. Nicht-VDM-Gemeinden, denen die ÖRK-Mitgliedschaft wichtig war, richtete die VDM ihrerseits den Status einer Teilmitgliedschaft mit dem Ziel einer Teilhabe an der ÖRK-Mitgliedschaft ein.
Bereits seit Jahren engagiert sich die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland auf der Arabischen Halbinsel im Jemen. Vor über einem halben Jahr begann ADRA im Regierungsbezirk Hudaidah mit zwei mobilen medizinischen Einheiten zu arbeiten. Zuvor betrieb das Hilfswerk eine ambulante Klinik im Mazraq Camp III im Regierungsbezirk Hajjah, in der Geflüchtete medizinisch versorgt wurden. Aufgrund von Luftangriffen musste das Flüchtlingslager evakuiert werden und auch die ambulante Klinik von ADRA konnte aus Sicherheitsgründen nicht bestehen bleiben.
Nach der Räumung des provisorischen Flüchtlingslagers in Idomeni an der mazedonischen Grenze kümmert sich jetzt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland um die von dort in andere Camps untergebrachten Menschen.
Am späten Abend des 1. Juli gab Joachim Rücker, Präsident des UN-Menschenrechtsrats in Genf, bekannt, dass Ahmed Shaheed, Malediven, als Nachfolger des Deutschen Heiner Bielefeldt als UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit aufgestellt worden ist. Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Deutschland, bezeichnete die Übernahme dieses Amtes von einer Persönlichkeit, die ihre Wurzeln in einem muslimisch geprägten Land hat, als „wichtiges Signal“. Bielefeldt habe mit seiner Arbeit „Maßstäbe gesetzt“, so Kauder.
Einblicke in die Situation der Kirchen des Vorderen Orients gab Gottfried Spangenberg im Rahmen des Kongresses „Angekommen! – Angenommen? Flüchtlinge unter uns“, der vom 3. bis 5. Juli in Schwäbisch Gmünd stattfindet. Dr. Hanna Josua nahm zur viel diskutierten Frage Stellung, ob der Islam zu Deutschland gehört.
Während ihrer Mitgliederversammlung am 24. Juni in Zerrenthin hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern (ACK MV) die Neuapostolische Kirche (NAK) als Gastmitglied aufgenommen. Damit entsprach die ACK MV einem entsprechenden Antrag der NAK Norddeutschland vom 31.3.2016. Die ACK MV ist die erste regionale ACK in Deutschland, die der Neuapostolischen Kirche die Gastmitgliedschaft ermöglicht.
Vom 3. bis 5. Juli findet in Schwäbisch Gmünd einer der größten mehrtägigen kirchlichen Kongresse zum Thema Flüchtlinge in Deutschland statt. Unter dem Motto „Angekommen! – Angenommen? Flüchtlinge unter uns“ sollen Hintergründe, Chancen und Herausforderungen der Flüchtlingsarbeit beleuchtet werden. Schirmherr ist der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.
Ganoune Diop, Beauftragter der adventistischen Weltkirchenleitung für Außenbeziehungen und Religionsfreiheit, hielt an der UNO-Tagung „Religions- bzw. Glaubensfreiheit und Sexualität: Ein Gespräch“ eines der Hauptreferate. Der Theologe hat dabei zu den unterschiedlichen Sichtweisen menschlicher Sexualität aus biblischer Perspektive Stellung genommen. Die Tagung fand vom 8. – 10. Juni im Palais des Nations in Genf/Schweiz statt, wie Adventist Review (AR, amerikanische Kirchenzeitschrift) am 29. Juni mitteilte.
In Kolymvari auf Kreta tagte vom 19. bis zum 21. Juni erstmals seit über tausend Jahren wieder das „Heilige und Große Konzil“ der orthodoxen Kirchen. Vier Kirchen blieben dem Treffen fern. Dafür nahmen neben 170 Patriarchen, Bischöfen und Beobachtern erstmals vier Frauen als Beraterinnen teil.